„Das gute Gebet“ – der Passierschein für die unsichtbare Welt

  1. Der Sinn des „guten Gebets“

„Das gute Gebet“, das Anfang 1899 durch den Meister Beinsa Douno gegeben wurde, stellt das Symbol des neuen Glaubensbekenntnisses in der Welt dar. Über das Gebet sagte er:

„Es wurde euch in der kürzesten Form gegeben, es ist aber sehr lang und ich würde viel Zeit brauchen, um es euch zu deuten. Wenn ihr eines Tages bereit seid, werde ich euch das ganze Gebet vorlesen und ihr werdet den Nutzen bemerken. Wenn das Einvernehmen aus Liebe geschieht, kommt es von Gott, geschieht es nach fremdem Willen. Kommt es vom Teufel.

Behaltet also folgende Wahrheit: Es gibt nichts Größeres im Menschenleben als das Gebet. Was die Menschen euch auch sagen mögen, ihr solltet nicht die Bedeutung und die Notwendigkeit des Gebets, des Umgangs mit Gott vergessen. Mit dem Kontakt des Menschen zur Ersten Ursache lassen sich weder Wissen, noch Liebe oder Weisheit der Erde vergleichen. Wir wollen nun „Das gute Gebet“ lesen und unseren Verstand zu Demjenigen richten, an Den sich alle wenden. Dieses Gebet ist nicht nur für die Menschheit, sondern auch für das ganze Universum, für alle Engel, Erzengel, Urbeginne, Gewalten, Mächte, Herrschaften. Nur durch es werden sie den göttlichen Segen erbeten, damit wir Seinem Willen entsprechend wachsen und uns entwickeln können. Wer etwas von Gott erbeten will, muss etwas versprechen, etwas von sich aus opfern und das Versprochene erfüllen.

Ihr sagt: „Wir lesen immer diese Gebete – „Das gute Gebet“, „Das Vaterunser“. Wir möchten neue Gebete, wir möchten Vielfalt haben.“ Ich frage: „Wenn ihr so oft „Das gute Gebet“ gelesen habt, habt ihr auch die Bedeutung der Worte „Herr, unser Gott“ verstanden, mit denen dieses Gebet anfängt?“ Diese Worte aussprechen, ohne ihren Sinn zu begreifen, ist wie „Ich habe Hunger“ sagen und den Sinn des Hungers nicht begreifen. Wann versteht der Mensch den Sinn des Hungers? – Wenn er sich sattgegessen hat. Umgekehrt versteht er den Sinn der Nahrung, wenn er Hunger bekommt. Abgesehen vom „Vaterunser“ gibt es kein schöneres Gebet als „Das gute Gebet“, aber es kommt nicht darauf an, es maschinenhaft auszusprechen. Man muss lesen und den Sinn jedes Wortes erfassen. Andernfalls wird es nach Befehlen aussehen. Du sagst: „Sende uns Deinen Geist, auf dass er uns schütze und behüte“. So darf man nicht sagen! Du musst beten und denken, dass Gott Seinen Geist senden möge, um dich zu lehren, wie du den anderen dienen, nicht wie du sie beherrschen kannst. Der Vollkommene darf sich an Gott mit den Worten „Sende Deinen Geist“ wenden. Derjenige, der keine Liebe zu Gott empfindet, soll beten, hinhören und warten, bis er Wärme in seinem Herzen empfindet. Danach soll er sein Gebet fortsetzen. Es ist nicht erlaubt, ein Gebet ohne den nötigen Respekt und die nötige Ehrfurcht vor Gott zu lesen. Du sollst beten, denken und danken.

Wie wird das erreicht? – Indem man sich selbst und seinen Nächsten studiert.

Ich werde euch etwas über das geheime Leben Christi sagen. Nachts schlief er drei Stunden und betete drei Stunden lang. Bei diesem Gebet wurde Er zum Speicher gigantischer Energien aus der göttlichen Welt, die Er dann tagsüber ausgab. Tagsüber verbrauchte er viele Energien, sei es durch das Wort, sei es durch das Heilen. Diese Energien speicherte Christus durch das nächtliche Beten in sich.

Beim Beten tritt der Mensch mit seinen höheren Wesensgliedern heraus, während die niedrigeren Wesensglieder auf der Erde bleiben. Beim Gebet bleibt der Astralleib beim physischen Leib und wird lediglich erweitert, während der Vernunftskörper und der Kausalkörper heraustreten. Beim Gebet liegt also mehr oder weniger eine Art Austritt vor.

Im „Vaterunser“ habt ihr ein ganzes Programm, was zu tun ist. „Das gute Gebet“ ist auch ein ganzes Programm. „Das gute Gebet“ enthält zehn Schlüssel zum Heranziehen der Himmelskräfte.

Es gibt eine Regel: Wenn man betet und die Bibel aufschlägt, ist dasjenige, was auf der jeweiligen Seite steht, nichts Zufälliges, sondern es wurde von oben gegeben. Doch wichtiger ist das Gebet.

Die Gebete der Kirche würden nicht die gleiche Kraft entfalten, wenn man sie ins Neubulgarische übersetzen würde, da sie den altslawischen Rhythmus haben. Unser gutes Gebet wurde nach demselben Gesetz rhythmisiert. Wenn wir es ins Altslawische übersetzen würden, würde es seinen Sinn verlieren. Wir müssen Neues schaffen. Die Wahrheit kann nie alt sein. Sie ist weder alt, noch neu, sondern sie liegt außerhalb des Alterns. Sie schafft Formen mit allen möglichen Wandlungen, aber sie selbst wandelt sich nicht. Man sagt „dies sei eine alte Wahrheit“, doch das bezieht sich auf die eine Form, in der sie auftritt.

2. „Das gute Gebet“ als Passierschein für die unsichtbare Welt

Das ganze Jahr hindurch werdet ihr „Das gute Gebet viele Male lesen. Jedes Mal werdet ihr verschiedene Aspekte haben, viele Ansichten über seinen inneren Sinn haben. Wenn ihr den Auftrag erfüllt, nur um sich von ihm zu befreien, müsst ihr wissen, dass das kein Auftrag mehr ist, sondern nur ein Weg. Wenn der Mensch ihn nur passieren will, wird er keinen Nutzen haben. Schaut euch das Beispiel zweier Schüler an, von denen der eine fleißig lernt und der andere die Vorlesungen regelmäßig besucht, jedoch nichts lernt und sich nicht auf die Prüfung vorbereitet. Ich frage euch: Werden die beiden am Ende des Schuljahrs gleich viel können? Was werdet ihr antworten, wenn ich euch frage, warum ihr morgens betet? Das Gebet stellt eine Verbindung, einen Passierschein dar. Ich nenne das Gebet einen Passierschein, denn wenn man morgens aufsteht und nicht zu Gott betet, alle Engel, die Gott eifrig dienen, einen nicht ins Leben hineinlassen werden. Deshalb braucht man einen Passierschein. Betest du, wird dir aufgemacht, du wirst in das Leben hineingelassen. Ohne Gebet kannst du nirgendwohin gehen. Ohne Gebet ist das Leben für euch versperrt. Beginnst du zu beten, wird sich jede Tür vor dir auftun und du wirst auf den breiten Weg kommen. Wenn wir uns in einer schwierigen Situation befinden, beten wir.

Was geschieht, wenn wir beten? Die Tür des Lebens wird sofort breit aufgemacht und alle einengenden Bedingungen und Situationen ändern sich. So ist das Gebet ein Passierschein! So wird es sein, das gilt für den Schüler! Wenn er morgens aufsteht, wird er beten, um zu wissen, dass die Türen ihm tagsüber offen stehen, damit er in die weite Welt eintritt, dort lebt und die Bedingungen nutzt. Viele christliche Schüler warten 10-15-20-60 Jahre lang, bis ihnen die Türen des Lebens geöffnet werden. Sie werden Greise und sagen schließlich: „Wenn wir in die geistige Welt kommen, werden sich die Türen vor uns öffnen!“ Sie verschieben alles. Die geistige Welt, das ist die physische Welt. Die erste Frage, die dem Schüler gestellt werden wird, wenn er zur Königspforte kommt, lautet: „Kannst du beten? Sag ein Gebet!“ Welches Gebet wirst du sagen? Wenn du „Das gute Gebet“ sagst, kannst du überall hingehen. Es ist ein Passierschein. Wenn du „Herr, unser Gott“ sagst. Wirst du die erste Tür passieren. Die Zahl der Sätze im Gebet zeigt, wieviele Türen du passieren wirst.

Jemand sagt: „Mit jedem Gebet kannst du die Türen passieren!“ Nein, das stimmt nicht. Ich habe viele Menschen gesehen, die denken, das es einfach ist, ein Gebet zusammenzustellen. Nein, die guten Gebete in der Welt wurden von Gott, vom göttlichen Geist gegeben. Das sind heilige Gebete, die niemals altern. Es gibt manche Gebete, die von Menschen gegeben werden, aber sie altern. Die Gebete, die Passierscheine sind, sind die heiligen Gebete. Ein Gebet wie „Das gute Gebet“ in der Form, in der es gegeben wurde, wird täglich vom Geist belebt. Es wandelt sich jeden Tag. „Das gute Gebet“ bleibt nicht das Gleiche. Nehmt z.B. den ersten Satz „Herr, unser Gott, unser gütiger himmlischer Vater, der Du uns Leben und Gesundheit geschenkt hast, auf dass wir uns an Dir erfreuen“ – wisst ihr, was es bedeutet, wenn ihr Gott als euren Vater auffassen könnt und bereit seid, euch für Ihn aufzuopfern, erkennend, dass Er euch Leben und Gesundheit geschenkt hat? Dann wird sich eine weite Welt vor euch auftun! Und das ist nur der Anfang des Gebets. Diese Worte werden mit jedem Tag immer lebendiger in euch werden. Wie sollen wir „Das gute Gebet“ lesen?

Wir wollen „Das gute Gebet“ gedankenerfüllt lesen – wenigstens einmal im Leben. In ihm gibt es zehn Inhalte, sie ihr gedankenerfüllt lesen solltet. Das ist eine Zusammenfassung desjenigen, was der Mensch tun soll. Im „guten Gebet“ liegt euer Glück. Wenn ihr das Geschriebene denkend lest und darüber nachdenkt, werdet ihr glücklich sein. Können wir arm sein, wenn Gott unser Vater ist? Wenn wir arm sind, so ist Er noch nicht unser Vater geworden. Nichts anderes. Nun wollen wir das Gebet gedankenerfüllt lesen, da ihr glücklich sein möchtet. Ich habe euch den Weg zum Glück gezeigt. Wer von euch bereit ist, soll eingehen. Wer nicht bereit ist, soll tun, was er will. Nun wollen wir „das gute Gebet“ denkend lesen, jeder soll sich vertiefen und die anderen vergessen. Ihr dürft euch nicht beeilen, wenn ihr dieses Gebet lest. Ich werde euch das richtige Lesen beibringen. Ihr müsst euch konzentrieren, damit der Sinn dieser Worte in euren Herzen aufgeht. Jedes Wort und jeder Satz müssen langsam gesprochen werden, damit deren innerer Sinn aufleuchtet. Ihr dürft euch nicht beeilen! Ihr müsst das Gebet langsam und gedankenerfüllt lesen, damit ihr selbst mit euch zufrieden sein könnt. Wenn ihr selbst zufrieden seid, wird auch Gott mit euch zufrieden sein und euch Seinen Segen senden.

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