Rudolf Steiner und der Weltlehrer

Auszug aus den Erinnerungen von Maria Todorova (1898-1976), Schülerin von Beinsa Douno, die zum engsten Kreis um den Meister gehörte

Aus dem Buch „Изгрева” – “Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ – Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 1, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993.

Vor dem Balkankrieg (1912-1913) war Bojan Boev Student in München, wo Rudolf Steiner damals Vorträge hielt. Da Bojan Boev wegen seines armenischen Vaters ein etwas exotisches Aussehen hat, fiel er Steiner auf und er fragte Bojan, woher dieser komme. Bojan antwortete, dass er aus Bulgarien komme. Da rief Steiner aus: „Sie kommen aus Bulgarien? Wissen Sie, dass Bulgarien ein großartiges Land ist! Es ist ein sehr wichtiges Land. Ihm und dem ganzen Slawentum steht künftig eine äußerst wichtige Rolle zu.“ Das wurde in Anwesenheit der anderen Zuhörer gesagt und es war der Grund, warum sie von nun an den Bulgaren mehr Achtung und Respekt entgegenbrachten. Nach dem besagten Vortrag rief Steiner Bojan Boev zu sich und fragte ihn in einem Gespräch unter vier Augen, warum er nach München gekommen sei. Bojan erwiderte, dass er Steiners Schüler werden wolle. Darauf sagte Steiner: „Sie brauchen nicht mein Schüler zu werden, denn der Große Meister ist in Bulgarien. Kehren Sie dorthin zurück und werden Sie Sein Schüler!“ Nach einiger Zeit kam Bojan nach Bulgarien zurück und lernte den Meister Beinsa Douno kennen…
In einem Gespräch, das 1911 stattgefunden hat, wurde der Meister gefragt, ob er die Bücher und die Tätigkeit Rudolf Steiners kenne. Der Meister erwiderte, dass er diesen herausragenden Okkultisten kenne. Die Freunde waren sehr verwundert und fragten den Meister, wo er denn Steiner begegnet sei. Der Meister antwortete: „Wir sind uns begegnet, jedoch nicht auf dem physischen Plan“…
Einmal fragte Bojan Boev den Meister nach einem Vortrag: „ Meister, kommen manche der großen Okkultisten, die sich schon in der übersinnlichen Welt befinden, zu Ihren Vorträgen?“ Der Meister antwortete: „Rudolf Steiner und Paul Sédir sind die einzigen von den verstorbenen Okkultisten, die regelmäßig hierher zu Vorlesungen in der unsichtbaren Schule kommen. Wir haben uns mit Steiner unterhalten und er sagte mir: „Meister, ich wundere mich, wie Sie es schaffen, in so wenigen und einfachen Worten einer gewöhnlichen Menschensprache derlei große Ideen und Wahrheiten auszudrücken!“ Darauf sagte der Meister nach seinen eigenen Worten: „Diese Sprache ist aber keine gewöhnliche Sprache. Das ist die genaueste Sprache der Erde, in der die okkulten Wahrheiten wiedergegeben werden können. Deshalb wurde ich hier geboren und stieg inmitten des bulgarischen Volks herab, denn es ist das älteste okkulte Volk der Erde“.

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