Bojan Boev

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Quelle

Bojan Boev (1883-1963) gehörte zu den engsten Schülern des Meisters Beinsa Douno. Er wurde in Burgas geboren. Sein Vater, Dimitar Boev, war der Herausgeber einer der ersten Zeitungen in Burgas – „Golgatha“ -, die nach der Befreiung von den Türken (1878)  erschienen.

Bojan Boev genoss eine ausgezeichnete Bildung, er sprach Französisch, Deutsch und Russisch. Vor dem Balkankrieg war er Student in München, wo er Rudolf Steiner begegnete und seine Vorträge besuchte. Boev wollte sein Schüler werden, doch Steiner riet ihm, nach Bulgarien zurückzukehren und Schüler des Großen Meisters zu werden, der dort wirkte, vgl. folgenden Beitrag.

Später schloss Bojan Boev sein Studium der Naturwissenschaften an der Universität Sofia ab und arbeitete eine Zeitlang als Lehrer in verschiedenen Städten. Die ersten Aufzeichnungen über seine Begegnung mit dem Meister Beinsa Douno stammen aus dem Jahr 1912, als er an dem Jahrestreffen in Veliko Tarnovo teilnahm. Danach hielt sich Boev in Svischtov an der Donau auf, doch er wurde als Nachfolger des „Danovismus“ entlassen. 1924 zog er nach Sofia um und widmete von nun an sein Leben der Weißen Bruderschaft. Er war aktiv an jeder brüderlichen Aktivität beteiligt. Als guter Stenograph zeichnete er alle Vorträge, Gespräche und seine persönlichen Unterweisungen auf. So trug er dazu bei, viel wertvolles Wissen zu bewahren, das uns sonst nicht erreicht hätte. Später bearbeitete er das Material aus seinen Notizbüchern und verschickte es jahrelang als Briefe an die Brüder und Schwestern. Jeder dieser Briefe enthält ein Gespräch mit dem Meister zu verschiedenen Themen.

Anlässlich des 1000. Jahrestages der Entstehung der Bogomilen-Bewegung veröffentlichte Bojan Boev 1937 das Buch „Die Mission des Bogomilentums im Zusammenhang mit der Mission der Slawen“. In der Izgrev-Siedlung war er schon immer eine zentrale Figur. Stets war er um die anderen bemüht, ermunterte und half, wo er konnte.

Besonders wichtig wurde Bojan Boev für die Nachfolger Beinsa Dounos nach dem Hinscheiden des Meisters im Dezember 1944 und in den nachfolgenden Jahren, als die Weiße Bruderschaft von den Kommunisten verfolgt und zerstört wurde. Damals verschickte Bojan Boev seine Aufzeichnungen der Vorträge und Gespräche als maschinengeschriebene Kopien an Brüder und Schwestern im ganzen Land. So leistete er eine unersetzliche Arbeit an der Bewahrung und Verbreitung des Wortes des Meisters.

Am nächsten Tag nach Bojan Boevs Beerdigung fragte die berühmte blinde Hellseherin Baba Wanga, die in Petritsch in Südwestbulgarien wohnte, ihren gerade von der Beerdigung in Sofia zurückkommenden Nachbar: „Krum, wer war euer Mann, den ihr gestern beerdigt habt? Er muss ein großer, erhabener Mann gewesen sein! Der ganze Himmel wurde von Engeln überdeckt, sogar die Sonne. Und als sie kamen, um ihn abzuholen, führte sie der Meister an. Ein heiliger Mann war das!“

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