Ungewöhnliche Begebenheiten

„Wenn man mit den guten Wesen der drei Welten verbunden ist – der physischen, geistigen und göttlichen Welt -, wird man zum Magier. Es reicht, seinen Zauberstab zu schwingen, um zu erreichen, was man will. So wie sich die Nebel allmählich zurückziehen und den Horizont freimachen, öffnet und schließt der Magier die geheimen Türen der Natur.“

Beinsa Douno, Mussala, den 23.7.1940

„Der Meister war in einer Provinzstadt zu Gast. Und wie es immer im Haus geschah, wo er zu Besuch war, kamen fast alle Brüder und Schwestern zusammen. Nachdem sie sich lange unterhalten hatten, zog sich der Meister ins Zimmer nebenan zurück, um sich etwas auszuruhen. Die Brüder und Schwestern setzten ihr Gespräch über verschiedene okkulte und geistige Themen fort. Sie kamen auch auf die Frage zu sprechen, wer der Meister war und wie weit seine Möglichkeiten gingen. Viele Brüder hatten einige okkulte Bücher gelesen und wussten etwas über den Okkultismus. Aber das waren die ersten Jahre der Bruderschaft und die Schüler kannten den Meister noch nicht. Im Gespräch kamen sie zu der Meinung, dass er ein Mensch wie sie wäre, aber viel schlauer, weil er mehr gelesen habe. In diesem Moment kam der Meister wieder ins Zimmer und fragte, worüber sie sprachen. Ohne auf die Antwort zu warten, lächelte er und sagte: „Ihr habt euch darüber unterhalten, wer ich bin, und seid zu der Schlussfolgerung gekommen, dass ich ein Mensch bin wie ihr, jedoch schlauer.“ Dann fügte er hinzu: „Jetzt wollen wir einen Versuch machen, damit ihr seht, dass ich nicht so bin wie ihr.“ Er sagte ihnen, sie sollen die Tür abschließen und sie taten es. Wie er vor den Schülern stand, verschwand der Meister plötzlich und meldete sich von außerhalb des Zimmers, vom Flur. Das Zimmer war immer noch verschlossen. Im nächsten Augenblick tauchte er wieder bei ihnen im Zimmer auf, ohne dass Tür aufzuschließen. Dieser Versuch wurde mehrmals wiederholt.

Bruder Todor Tschernev berichtet von einem ähnlichen Fall. Bei einem der Jahrestreffen wollten sich einige Leiter örtlicher Gruppen mit dem Meister unterhalten. Er war im Dachgeschoßzimmer und rief ihnen zu, unten an der Treppe zu warten. Sie warteten lange und schauten immer wieder auf, wann er auftauchen würde. Auf einmal hörten sie, wie sich die Tür des Zimmers im Untergeschoß neben ihnen öffnete. Der Meister schaute heraus und lud sie ein hereinzukommen. Niemand sah ihn hinuntergehen und die Treppe war der einzige Weg nach unten. Dann wurde ihnen klar, dass er auf unsichtbare Weise heruntergekommen war.

Ein anderer Bruder hatte eine ähnliche Erfahrung. Er wartete auch lange vor der Treppe, ungefähr zwei Stunden, nachdem der Meister ihm von oben zugerufen hatte, sich zu gedulden. Auf einmal hörte er hinter seinem Rücken Schritte und sah, dass der Meister aus dem Garten kam. Er hatte nicht bemerkt, dass jemand heruntergestiegen war, obwohl er direkt an der Treppe stand.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges war der Meister in Varna interniert und wohnte in der obersten Etage des Hotels „London“. Eines frühen Morgens gingen Bruder Manol Ivanov und Bruder Boris Zhelev ihn besuchen. Bruder Manol erzählte: „Als wir ankamen, rief der Meister aus dem Fenster, dass er herunterkommen würde. Die Tür des Hotels war immer noch abgeschlossen. Kurz darauf sahen wir den Meister vor uns, aber die Tür wurde nicht geöffnet. Ich näherte mich der Tür – sie war immer noch abgeschlossen. Der Meister kam zu uns durch eine geschlossene Tür.“

Auszug aus dem Buch „Das ungewöhnliche Leben des Meisters Peter Danov. Berichte von Аugenzeugen“, Vlad Paschov, Sofia, 2007 (2. Auflage)

 

 

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