Über das Gebet – Teil 2


Einmal sagte der Meister bei einem privaten Gespräch mit einem Bruder Folgendes über das Gebet: „Ich werde euch etwas über das geheime Leben Christi erzählen. In der Nacht schlief Christus drei Stunden und drei Stunden verbrachte Er beim Beten. Bei diesem Gebet wurde er zum Speicher riesiger Energien aus der göttlichen Welt, die Er dann tagsüber verbrauchte. Während des Tages verbrauchte Er viel Energie, sei es durch das Wort, sei es durch Heilung und diese Energie speicherte Er während des Nachtgebets in sich.

Beim Gebet tritt der Mensch mit seinen höheren Leibern heraus, während die niederen Leiber auf der Erde bleiben. Beim Gebet bleibt der Astralleib beim physischen Leib und dehnt sich nur aus, doch der Mental- und der Kausalleib treten aus dem Menschen aus. Es gibt also eine Art stärkeren oder schwächeren Austritt. Im „Vater unser“ habt ihr ein ganzes Programm, was zu tun ist. Auch das „Gute Gebet“ stellt ein ganzes Programm dar. Das „Gute Gebet“ hat zehn Schlüssel zum Anziehen der himmlischen Kräfte.

Es gibt eine Regel: Wenn man betet und danach die Bibel aufschlägt, ist das, was dort steht, nichts Zufälliges, sondern etwas, was von oben gegeben wurde. Aber das Gebet ist wichtiger.

Der Bruder fragte: „Was soll ich tun, um in Verbindung mit dem mystischen Leben zu kommen?“ – Studiere zum Beispiel die Bedingungen, unter denen die Propheten Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Daniel usw. eine Erleuchtung erlebt haben. Studiere auch die Apostel. Die besten Stunden für das Studium sind die Stunden von 24 bis 4 Uhr morgens. Man sollte alles als geistig betrachten und alles als gut und vernünftig ansehen. Wenn jemand sich erhebt, wird er sehen, dass die Natur lebt und sie wird für ihn ganz anders aussehen. Man muss wissen, dass hinter dem Physischen das Geistige steht und dass das Physische die äußere, objektive Manifestation des Geistigen ist.

Egal, wie das Wetter draußen ist, geht abends hinaus, um den Himmel zu beobachten, aber tut es nicht dem Buchstaben nach, sondern aus Liebe und richtet ein kleines Gebet an Gott, das aus wenigen Worten besteht, aber von Liebe erfüllt ist. Sagt: „Herr, wir danken Dir für das gute Leben, das Du uns gegeben hast. Danke für diese Welt, die Du geschaffen hast. Wir wollen in der neuen Art, nach dem Gesetz der Liebe leben, die Du

in unsere Seelen hineingebracht hast. Möge Dein Licht unseren Verstand erleuchten, so dass wir die Fragen lösen, die vor der Tür unserer Seele stehen.“

In allen okkulten Schulen wurde das Gebet beim Essen empfohlen. Das Gebet ist die höchste Arbeit, es stellt eine Verbindung dar. Die höchste vernünftige Verbindung wird durch das Gebet hergestellt. Ein Gebet, das die Nahrungsaufnahme begleitet, reguliert sie. Beim Gebet ist die innere Inspiration und nicht das Wort wichtig. Ein Gebet kann gemacht werden, wenn der Tag anbricht. Die Morgendämmerung ist die Öffnung der Welt. Das Abendgebet ist für jene Geister, die das Material bearbeiten, das während des Tages erlangt wurde und das Morgengebet dient dazu, das neue Material aufzunehmen. Es gibt Wesen verschiedener Kategorien, die von 3 bis 7 Uhr kommen. Sie kommen in den frühen Morgenstunden bis zum Tagesanbruch. Man sollte klug sein und das nutzen, was Gott einem  gegeben hat, man darf nicht vom Weg abkommen

Der Bruder fragte: „Was bedeuten die Worte „Ich werde Gott in der Frühe suchen?“ – Morgens, d.h. vor dem Sonnenaufgang wirst du dich ein paar Minuten lang konzentrieren und deine Gedanken nur an den Einen richten. Du wirst denken, du bist unter den Engeln. Sage morgens nach dem Aufstehen: „Sei gut, sei gerecht, sei ehrlich, behandle die anderen gut!“

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