Naturkatastrophen

Auszüge aus drei Vorträgen

Was wird von dem Schüler im Besonderen, wie auch von jedem Menschen, verlangt? – Es werden Gedanke und Handlung verlangt. Der Mensch kann sein Heim nicht harmonisch gestalten, nicht glücklich sein, solange er die göttlichen Gesetze nicht versteht und anwendet. Er kann seine Freunde nicht lieben und geliebt werden, solange ihm die göttlichen Gesetze nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind. Solange die Menschen das nicht erreichen, werden sie heiraten und sich scheiden lassen, Freundschaften schließen und beenden, sich versöhnen und streiten. Es ist jetzt an der Zeit, die großen göttlichen Gesetze zu verstehen, die die Natur ins Fundament der modernen Familien, Gesellschaften, Staaten und Nationen hineingeschrieben hat. Sobald die Menschen die Gesetze verstehen, müssen sie sie befolgen. Wenn sie sich nicht an diese Gesetze halten, lässt die Natur die Extreme zu: Krankheiten, Leiden, Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen usw. Eine Krankheit kann den Organismus so aus dem Gleichgewicht bringen, dass der Mensch sein Gedächtnis verliert, sein Verstand getrübt wird, sowohl sein Wissen als auch seine Kraft nachlassen. Wenn so etwas passiert, suchen die Menschen nach den Ursachen von Naturkatastrophen. Sie ahnen nicht, dass ihre schlechten Gedanken und Gefühle, ihr schlechtes Leben Erdbeben, Überschwemmungen, Hungersnöte, Dürren verursachen. Es genügt, wenn ein paar Verbrechen in einem Dorf begangen werden, damit eine Dürre eintritt oder Hagel fällt. Sobald die Verbrechen aufhören, beginnt es zu regnen und der Hagel lässt nach. Wer die Veränderungen in der Natur und im Leben der Menschen beobachtet, kommt zu dem Schluss, dass der Mensch eng mit der Natur verbunden ist und deshalb großes Gut und großes Übel verursachen kann. Das ist der Grund, warum Gott dem Menschen keine große Macht gegeben hat. Wenn der Mensch bei seinem jetzigen Verständnis und seiner Moral große Macht hätte, würde er großes Elend über die gesamte Menschheit bringen. Bei jedem Zorn würde er so viel Unheil anrichten, das er ewig bereuen würde. („Gedanke und Handlung“, Allgemeine okkulte Klasse, Sofia,15.6.1922)

Denkt nicht, dass der gute, heilige Mensch harmlos sein sollte, dass er sich nicht trauen sollte, den Menschen zu widersprechen. Das ist nicht der Fall. Zum Beispiel wird gesagt, dass Gott Liebe ist. Ja, aber wenn Gott zu den Menschen spricht, beginnt die Erde zu beben, Vulkane brechen aus, Meere werden aufgewühlt, Häuser werden niedergerissen usw. Ihr sagt: „Hoffentlich spricht Gott zu uns.“ – Gott mag zu euch sprechen, aber ihr müsst wissen, dass von eurer Erde, euren Meeren und euren Häusern keine Erinnerung mehr bleiben wird. – „Dann ist es besser, wenn Er nicht zu uns spricht.“ – Nein, Gott wird zu den Menschen sprechen und sie müssen das wollen, aber es kommt darauf an, auf welche Art Er zu ihnen spricht. Es gibt drei Wege, auf denen der Allmächtige zu den Menschen sprechen kann: durch die Natur, durch die guten Menschen und schließlich durch die bösen Menschen. Durch die Natur spricht Gott mit Erdbeben, Überschwemmungen, Stürmen, Orkanen, Zyklonen, usw. Andererseits spricht Er auch durch die sanften Kräfte in der Natur. Durch die guten Menschen manifestiert sich Gott in Form von Wasserfällen. Die guten Menschen machen Lärm um sich herum. Sie haben eine große Kraft in sich. Sie sind wie reißendes, mächtiges Wasser, das Mühlen und Motoren antreibt und Gärten bewässert. Durch die bösen Menschen manifestiert sich Gott in Form eines stillen, seichten Wassers, das nicht viel Arbeit leistet: Es kann keine großen Gärten bewässern, es kann den Durst vieler Menschen nicht stillen. Oft kommt dieses Wasser leise, von niemandem unbemerkt vorbei, aber man sieht nach einer Weile, dass es hier oder da einen Graben, eine Reihe von Schäden hinterlassen hat.  („Die große Aufgabe des Menschen“, Allgemeine okkulte Klasse, Sofia, 16.2.1927)

Und die heutigen Menschen fragen sich wie Tolstoi, was der Grund für die Existenz des Bösen in der Welt ist. Was machen die Soldaten, wenn sie über eine Brücke gehen? Um sie nicht zu zerstören, gehen sie nicht rhythmisch, sondern passieren die Brücke chaotisch – allein, in Zweier- oder Dreiergruppen. Auf der Grundlage dieses physikalischen Gesetzes sage ich: Das Böse existiert aufgrund der rhythmischen Vollbringung böser Taten. Wenn Soldaten rhythmisch über eine Brücke gehen, reißen sie diese ein. Wenn viele Menschen rhythmisch in die Richtung des Bösen gehen, schaffen sie große Katastrophen in der Welt: Erdbeben, Überschwemmungen usw. Damit das Böse aufhört, damit die Katastrophen ein Ende haben, müssen die Menschen den Rhythmus ihres verzerrten Verstandes und Herzens, ihre Einmütigkeit im Bösen aufgeben. Sie müssen sich im Verstand, im Herzen und im Willen vereinen, um Gutes zu tun, damit sie die Erde in ein Paradies und ihr Leben – in Musik und Gesang verwandeln.

Es genügt nicht, nur nach der Ursache des Bösen zu suchen, sondern man muss auch bereit sein, auf das Böse zu verzichten. Wenn der Mensch nicht seine Gier auslöscht, kann er nicht in die göttliche Ordnung der Dinge eintreten. (“Erben der Erde“, Vorträge im Rilagebirge, 9.8.1942)

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