Hervorgehoben

Die Lehre Beinsa Dounos in deutscher Sprache

 

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El Shaddai

In ca. 1400 m Höhe steht am Nordhang des Witoscha-Gebirges oberhalb des Bezirks Dragalevzi der Hauptstadt eine Felsenformation, auf der sich einst eine thrakische Kultstätte befand. Das Heiligtum wurde auf dem Felsen um die Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. vom thrakischen Stamm der Serden (серди, nach denen auch die heutige Stadt Sofia benannt wurde, deren alter Name Serdica lautet) erbaut und dem Sonnengott geweiht. Es enthielt Opfergruben, die heute noch sichtbar sind.

El Shaddai heute …

... und zur Zeit des Meisters

Als der Meister Beinsa Douno seine Schüler zu Ausflügen ins Witoscha-Gebirge führte, wurde die Gegend am Felsen oft als Biwak- und Rastplatz benutzt. In der Nähe hat der Meister eine Quelle entdeckt, die heute noch gutes Bergwasser spendet. Später gab er dem Ort den Namen „El Shaddai“ und sagte in einem Gespräch: „Das Lager wird El Shaddai heißen, was Der wahre Zeuge bedeutet.“ (El Shaddai ist der wichtigste Name, unter dem Gott im Zeitalter der Stammväter der Israeliten bekannt war. In der Septuaginta-Übersetzung der Bibel wird El Shaddai mit dem griechischen Pantokrator „der Allmächtige“ wiedergegeben.)

Am Felsen wurden viele Gespräche geführt, bei denen der Meister auf Fragen antwortete oder kurze Vorträge über bestimmte Themen hielt. Bojan Boev, der die Worte des Meisters stenografiert hat, verdanken wir die Möglichkeit, Einblicke in die Atmosphäre und Gesprächsthemen zu erhalten. Im Buch „Gespräche am El Shaddai“, dem folgender Auszug entnommen ist, sind viele dieser Gespräche enthalten.

Der Berg 

Heute ist das Fest der Verkündigung. Wir haben mit dem Meister einen Ausflug ins Witoscha-Gebirge gemacht. Es war ein unvergesslicher Tag, ein neues, strahlendes Kapitel in unserem Leben. Wir tanzten Paneurhythmie auf der Wiese bei El Shaddai. Einige Brüder und Schwestern begleiteten uns mit ihren Instrumenten. Wir unterhielten uns mit dem Meister und aßen anschließend gemeinsam zu Mittag. Gegen 16 Uhr beteten wir und machten uns auf den Rückweg. Unterwegs hielten wir an wunderschönen Wiesen, und der Meister teilte stets interessante Gedanken mit uns. Vor uns erstreckten sich das Sofia-Feld, der Balkan, das Plana-Gebirge und die Höhen des Losen-Gebirges. Zurück in Izgreva erwartete uns wie immer Kartoffelsuppe im kleinen Salon. Nach dem Abendessen sangen wir Lieder, begleitet von Klavier und Geige. Das Gebirge hatte uns erfrischt, unsere Gesichter strahlten Heiterkeit aus und waren ein wenig von der Sonne gebräunt. Es kam die Frage nach dem Sinn von Ausflügen in die Berge auf. Der Meister sagte:

– Die Bergorte sind voller Energie. Sie sind gesegnet. Seid dankbar, dass heute ein guter Tag ist. Denkt nicht an die Zukunft.

Witoscha ist sehr dynamisch. Es ist ein Akkumulator riesiger elektromagnetischer Kräfte. Wenn es den Schwarzen Gipfel nicht gäbe, würde Sofia die Hälfte seiner Schönheit verlieren. Magere Menschen können, wenn sie krank sind, an Bergen besser behandelt werden, dicke Menschen dagegen an niedrigen Orten. An bergigen Orten gibt es mehr Elektrizität, im Tiefland gibt es mehr Magnetismus. In den Bergen gibt es im Allgemeinen Vorräte an elektromagnetischen Energien. Die Ägypter bauten ihre Pyramiden, weil sie keine Berge hatten. Für das Denken sind bergige Orte  erforderlich. Die Pyramiden erfüllen die Rolle der Berge. Von wie weit hat man Steine für ihren Bau geholt!

Ich führe euch in die Berge, um euch das Leben beizubringen. Es ist jetzt April. Zu dieser Zeit gibt es viel Prana in den Bergen. Nehmt euch davon! Jetzt gibt es reichlicher Prana als in den anderen Jahreszeiten. Im Frühjahr gibt es eine Welle von Prana, und da die Vegetation noch nicht erwacht ist, braucht sie weniger davon, und es bleibt Prana übrig. Die Wurzeln wachen früher als andere Teile der Pflanze auf. Sie verschlingen ein wenig von dem Prana, das an ihnen vorbeigeht und an der Oberfläche herauskommt. Wenn die Vegetation dann aufwacht, absorbiert sie eine größere Menge Prana. Daher sind die Ausflüge im Februar, März und Anfang April sehr nützlich, solange sich die Vegetation noch nicht entwickelt hat. 

– Welchen Einfluss hat der Berg auf das geistige Wachstum des Menschen?

 – Die Berge sind Akkumulatoren. Der Mensch stellt einen Transformator dar. Wenn du in die Berge gehst, musst du wissen, wie du die Energie, die sie dir spenden, transformieren kannst. Wenn du sie nicht transformierst, hast du keinen Gewinn. Alles ist im Transformieren. Wenn du eine Energie transformierst, bekommst du Leben. Und wenn es keine Transformation gibt, bleibt die Energie in einem latenten Zustand. 

In der geistigen Welt stellt der Zweifel Steine dar. Wenn du zu einem Stein kommst, kannst du darüber stolpern und hinfallen. Wenn du zum Stein kommst, leg ihn beiseite und gehe an ihm vorbei. Ein solcher Spaziergang in den Bergen ist von großer Bedeutung. Du siehst einen Stein, legst ihn beiseite und setzt deinen Weg fort. Genauso einfach könnt ihr den Zweifel aus eurem Bewusstsein beseitigen. 

Auch andere Elemente des Berges können als Symbole betrachtet werden. Zum Beispiel könnt ihr in den Bergen Symbole für die Barmherzigkeit, die Liebe, für alle positiven und negativen Dinge finden. Der Berg hat auch eine andere Bedeutung für das spirituelle Wachstum: manche negativen Zustände, in denen ihr euch befindet, können verschwinden, wenn ihr den Berg besteigt, ihr könnt sie verarbeiten.

Wenn ihr in die Berge geht und falsche Gedanken, Gefühle und Handlungen habt, wird das Wetter gewöhnlich schlecht, der Wind beginnt zu wehen, und sobald ihr euch gut benehmt, sind die Wesen dort sehr höflich, es gibt keinen Wind. Einmal haben die Brüder und Schwestern auf Mussala übernachtet, und es regnete drei Tage lang, aber niemand hat sich erkältet. Dazu muss man auf dem Berg bestimmte Hygieneregeln beachten. Wie viele Versuche habe ich in der Schule gegeben! Im Winter sind wir bei Schnee ins Witoscha-Gebirge gegangen und keiner hat gefroren. In der Stadt war es kalt und dort warm – 19 Grad. Wenn wir in Harmonie sind, passt sich uns die Natur an. Sobald die Sünde, die Disharmonie kommt, wird das Wetter sofort schlecht. 

In den Bergen studiert man ein Gesetz – wie man sich verjüngen kann.

Diejenigen aber, die in den Bergen leben, doch mit ihren Gedanken in den Tälern sind, haben keinen Nutzen davon. Wenn du in die Berge steigst, denke nicht an das Tal! Einmal kam ein Hirte zu mir und sagte: „Wir irren in den Bergen umher und sind verwildert.“ Es bedarf der Erkenntnis, es bedarf einer Philosophie. Wenn jemand ein philosophischer Hirte ist, dann ist es etwas anderes.

Wer eine Zeitlang auf dem Berg gelebt hat, muss wieder ins Tal hinabsteigen. Er darf nicht ständig auf dem Berg verweilen.

Wenn jemand in den Bergen stürzt oder ausrutscht, bedeutet das immer, dass ein schlechter, fremder Gedanke durch ihn hindurchgegangen ist. Wer einen guten Gedanken hat, stürzt nicht. Wenn du also in die Berge gehst, sprich oder denke nicht darüber nach, dass du mit jemandem streitest, dass dir jemand etwas vorenthält, was dir zusteht usw. Betrachte in den Bergen all deine Angelegenheiten als geregelt.

Der Berg hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das Nervensystem, die Leber usw. Sein Einfluss auf die Leber zeigt sich darin, dass er die schlechte Laune vertreibt und die Stimmung hebt. All dies ist auf das Prana zurückzuführen, das in den Körper fließt. Doch der Berg hat auch eine andere, tiefere Wirkung. Menschen mit Neurasthenie oder andere Nervenleiden können davon befreit werden.

Die Ausflüge sind gut, sie bringen Leben. Das sesshafte Leben birgt Gefahren, ebenso wie das stehende Wasser. Doch wenn das Wasser zu stark fließt, besteht eine weitere Gefahr – es kann über die Ufer treten und alles mitreißen. Daher sind Mäßigung und Maß gefragt.

Dieses Jahr ist uns mit Regen, Schnee, Hagel und Blitz in Erinnerung geblieben …

Auf dem Mount Everest, dem höchsten Gipfel des Himalaya, treten häufig Stürme auf. Den versuchten neulich Engländer zu besteigen, doch sie scheiterten. Nun wird eine neue Expedition vorbereitet.

Wenn du den höchsten Gipfel besteigst, musst du etwas lernen. Interessanterweise vergisst der Engländer, nachdem er eine solche Höhe erreicht hat, dass er Engländer ist, er verliert seinen Ehrgeiz, wird Vegetarier und kann wochenlang kein Fleisch essen.

Wann entstand der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt? Das ist ein relativ junges Gebirge. Seine Entstehung hat tiefe Gründe. Vielleicht werden in Zukunft sogar noch höhere Gipfel auf der Erde entstehen.

Einige Schwestern traten auf dem Mussala aus ihrem Körper aus. Ihr werdet fragen, wodurch dies verursacht wurde. Der Druck ist niedriger und es kommt zu einer größeren Ausdehnung. Dieser Gipfel ist elektrisch. Der Mussala ist wie eine große elektrische Batterie. Die blauen Steine ​(immBalkan-Gebirge) ​sind magnetisch. Der Mussala war einst viel höher. Hier erstreckte sich ein Gebiet von 400 Kilometern Breite. Dieser Gipfel ist nie gesunken. Und Bulgarien ist mehrmals gestiegen und gesunken. Das Mittelmeer war einst ein Tal, das später versunken ist. Ganz Mazedonien und die Ägäis versinken allmählich. Die ersten Kulturen von Mussala existieren in den Bibliotheken der unsichtbaren Welt.

Bei einer Bergwanderung befinden wir uns bei gutem Wetter in der Kausalwelt. Bei Wind und Sturm sind wir in der Mentalwelt. Und bei Wolken und Nebel befinden wir uns in der Astralwelt. Wenn wir nach Hause zurückkehren, sind wir wieder in der physischen Welt.

Eine Schwester sagte:

– Ein Bruder träumte, als er am Grantscharsko-See (im Rila-Gebirge) schlief, dass ein Wesen zu ihm kam, den nahegelegenen Felsen öffnete und ihn hineinführte. Dort befanden sich weite Räume – Hallen, Gemächer usw. Dieses Wesen erzählte dem Bruder, wie die Wesen dort leben und was sie tun. Ist das alles real?

Der Meister antwortete:

– Ja, das war alles real. Im Allgemeinen sollte man den Grundsatz kennen: Die höheren Wesen leben stets in den Bergen an Orten, die kein Mensch betritt. Sie lieben die Reinheit.

– Meister, bitte, zeigen Sie uns solche Orte, wenn wir nächstes Jahr ins Rila-Gebirge gehen.

 „Auf der Erde“, antwortete der Meister, „gibt es Orte, die schöner sind als das Paradies, sie sind sehr rein.“

Eine Schwester fragte: „ErzählennSie uns etwas über die Sieben Rila-Seen.“

Der Meister sagte:

„Der Zwillingssee steht für die spirituelle Welt. Der fünfte See – der Nierensee – und der sechste See – der Herzsee – stehen für die mentale Welt, und der obere See – der siebte – ist die göttliche Welt. Der zweite See – Elbur – bildet die Grenze zwischen der physischen und der spirituellen Welt. Der erste See steht für die materiellen Güter. Elbur steht für das Gute. Der dritte See steht für das Schöne. Die Zwillingssee steht für die Freundschaft. Der Nierensee steht für die Reinheit. Der sechste See steht für den Austausch von Liebe. Der oberste, der siebte See, ist das Göttliche. Die Orte in der Nähe der Seen sind magnetisch und rein. Der ganze Ort ist magnetisch, besonders in der Nähe des Brunnens. Dort gibt es reichlich ultraviolette Strahlen. Das Wasser im Brunnen stammt aus dem See der Reinheit. Im See selbst ist es rein und wird bei seinem Weg durch die Erdschichten weiter gereinigt.“ Das ist sehr klares und schmackhaftes Wasser.

Auf der Erde gibt es Zentren, die Tore des Lebens sind, und das Wasser, das durch diese Tore fließt, ist bereits heilig und hat eine starke Wirkung. Diese Tore werden bewacht.

Wasser mit großer und starker Wirkung, voller Leben, findet sich an unzugänglichen, heiligen Orten in den Bergen, die von Eingeweihten bewacht werden. Es sind unzugängliche Orte!

Der Ort, durch den wir zum Biwak gehen, ist so polarisiert, dass wir uns beim Durchqueren heilen. Er hat eine angenehme Aura. Auf dem Weg, den wir gehen, kann sich schon jeder heilen, denn er wird selten benutzt. Nur wenige gehen denselben Weg.

Palästina wurde gewählt, weil die Gegend für spirituelle Arbeit geeignet ist – sie ist sehr felsig. Bulgarien wurde gewählt, weil es dort viele Berge gibt. Die Berge sind unverzichtbar.

Wenn du einen Ausflug unternimmst, ist es egal, ob du ihn am Donnerstag, Freitag oder an einem anderen Tag machst. Jeder Tag hat seine eigene Bedeutung. Freitag ist der Tag der Venus; ein Ausflug am Freitag dient der Herzensveredelung. Wenn du etwas Edles, Erhabenes in dir entwickeln möchtest, wähle Donnerstag für einen Ausflug. Um einen scharfen Verstand zu entwickeln, wähle Mittwoch. Wenn du ängstlich und nachgiebig bist, wähle Dienstag für deinen Ausflug.

Wenn du deine Vorstellungskraft entwickeln möchtest, wähle Montag.

Worin besteht das Glück? Stellt euch einen Schüler vor, der scharfsinnig und einsichtig ist. Oder einen strengen Professor, der in sich gekehrt ist und seinen Studenten keine Beachtung schenkt. Doch wenn er einen begabten Schüler sieht, wendet er sich ihm zu. Dieser Schüler zieht die Aufmerksamkeit des Professors durch seine Ausstrahlung auf sich. Und dann erfährt er Glück.

Genauso verhält es sich mit der Natur. Sie ist wie ein strenger, in sich gekehrter Professor. Wenn du begabt bist, wirst du ihre Aufmerksamkeit wecken, sie öffnet ihre Augen und interessiert sich sofort für dich. Wenn man in die Natur kommt, darf man nicht denken, sie sei tot. Sie besitzt Bewusstsein, sie besitzt Intelligenz. Es gibt besondere Zentren in der Natur, wo sich ihr Bewusstsein manifestiert, wo es erwacht ist. Folgendes geschieht beispielsweise in einem solchen Zentrum: Jeder wird dir dort einen Gefallen tun. Dort findedt du einen Hirten, der dich bewirtet. Dort findest du Früchte und Nahrung. Und wo das Bewusstsein der Natur nicht wach ist, ist das, wonach du suchen wirst, entweder knapp oder du wirst nichts finden – dort ist kein Bewusstsein vorhanden.

Nehmen wir an, die Elektrizität im Körper funktioniere nicht richtig. Wenn man den Mussala besteigt, reguliert die dortige elektrische Batterie das Funktionieren der Elektrizität im Körper.

Vor einem Ausflug zum Mussala sollte man sich zunächst etwas Zeit zum Nachdenken nehmen. Man braucht ein oder zwei Tage, um sich an den Gipfel zu gewöhnen.

Erinnert ihr euch an den heftigen Sturm, den wir im Januar im Witoscha erlebt haben? Das war eine tolle Erfahrung – man konnte seine Kräfte testen und herausfinden, was man alles kann. So ein Sturm ist nicht einfach nur ein Windstoß, sondern voller Elektrizität. Unten angekommen, klang es, als würde ein ganzer Wasserfall tosen, irgendetwas schien da oben zu pfeifen. Ich dachte: „Da oben werden wir zu tun haben.“ Und tatsächlich, wir sind oft hingefallen und auf Armen und Beinen gekrochen. Wenn man also zu Gott geht, macht man sich klein, und wenn man von dort weggeht, richtet man sich wieder auf. Denn als wir hinaufstiegen, waren wir gebückt, und als wir hinabstiegen, haben wir uns zu voller Größe erhoben. Während des Sturms blieb kein einziger Muskel unbewegt. Wir haben die besten Übungen gemacht. Der Sturm wirbelt dich herum, aber er wirft dich nicht auf einen Stein, sondern auf etwas Weiches. Was für einen herrlichen Sonnenaufgang hatten wir damals! Wir haben ihn in der Nähe des Dorfes Simeonovo gesehen. Der ganze Himmel im Osten, ca. ein Drittel des Firmaments, war rot. Es war ein grandioser Anblick!

Der Sturmwind flüsterte: „Ihr müsst denken! Ihr müsst kämpfen, hinfallen und wieder aufstehen und vorwärtsgehen.“ Denn wenn du nicht vorwärtsgehst, fällst du zurück … Die Welle war warm. Wäre sie kalt gewesen, hätte niemand hinaufklettern können.

Niemand war da. Selbst einige Dorfbewohner fragten sich: „Was machen die denn be diesem Wetter dort?“

Bei Bergwanderungen ist das Reinigen von Quellen und Bächen sinnvoll. Zum einen stärkt es die Natur und sorgt für gutes Wasser, zum anderen wirkt sich die Arbeit an den Quellen, Bächen und Brunnen positiv auf den Menschen aus – er wird gesund und voller Energie.

Durch diese Brunnen, die wir in den Bergen bauen, werden unsere Ideen in den Tälern verbreitet.

Die Brüder und Schwestern sollten wissen: Wenn sie den Wald von trockenen Zweigen und Ästen befreien, verbessert sich auch ihr Leben.

In Zukunft wird das Leben in den Bergen besser genutzt und der Tagesablauf besser strukturiert sein. Es werden spezielle wissenschaftliche Vorträge gehalten, um uns ein tieferes Verständnis der Natur zu vermitteln. Wenn man genauer hinsieht, entdeckt man in unscheinbaren Ecken viele Details und interessante Gesetze, die solchen einfachen Orten zugrunde liegen. Die Natur birgt viele interessante Botschaften – man muss sie nur lesen können.

Auf dem Mussala sagten wir, dass eine Hütte nötig sei – und man hat eine Hütte gebaut. An der Skakaviza-Hütte sagten wir, dass eine Brücke gebaut werden müsse – und sie wurde gebaut. Wenn wir etwas tun wollen, geht unser Wunsch in Erfüllung, weil wir es uns nicht nur wünschen, sondern daran arbeiten und es wirklich wollen.

Wenn man zum Berg geht und ihn liebt, reagiert er sehr sensibel auf diese Liebe, er ist ihr gegenüber sehr empfänglich. Er freut sich sehr über die Liebe und drückt seinerseits seine Liebe auf irgendeine Weise aus. Er reagiert auf unsere Liebe, denn er liebt auch.

Man geht zum Berg, um die großen Gesetze Gottes zu lernen. Der Berg ist ein Ort, an dem sich die Liebe offenbart. Für denjenigen, der ihn versteht, birgt der Berg alle Segnungen in sich.

In Zukunft wird man nicht mehr hier essen, sondern auf dem Berg, wohin man mit dem Flugzeug gelangen wird. Und die Gymnastikübungen werden nicht mehr im Tal stattfinden, sondern man wird mit dem Flugzeug in die Berge fliegen, sie dort absolvieren und dann zur Arbeit zurückkehren.

Am 20. Juni 1942 begann die letzte Exkursion mit dem Meister ins Rila-Gebirge

Aus den Erinnerungen von Ilija Usunov, die 1973 in Sofia aufgeschrieben wurden (https://beinsa.bg/chronology.php?id=1982):

Im Juni 1942 unternahmen wir eine Exkursion zu den sieben Rila-Seen. Der Meister wollte eine kleine Gruppe mitnehmen, damit wir problemlos den Proviant tragen konnten und damit die Atmosphäre ruhiger und bescheidener wurde. Sieben Personen wurden eingeladen: Bojan Bojev, Boris Nikolov, Maria Todorova, Stojanka Iljeva, Ilija Usunov, Savka Keremidtschijeva und Penka Kâneva, eine Lehrerin aus Sliven. Am 20. Juni 1942 erreichten wir die Seen und schlugen unser Biwak auf. Am nächsten Tag, dem 21. Juni 1942, machten wir uns morgens auf den Weg zum Gebetsgipfel. Nach Sonnenaufgang sprach der Meister unvergessliche Worte. Bojan Bojev und Savka haben sie stenografiert. Diese Worte wurden im Buch „Stützpunkte des Lebens“ veröffentlicht – die Worte des Meisters, die er vom 21. Juni bis 3. Juli 1942 sprach. Darin stand der folgende Satz: „Heute Morgen kamen insgesamt sieben Menschen zum Gipfel. Die Zahl Sieben steht für die Wochentage. Gott schuf die Welt in sieben Tagen. Jeder von euch repräsentiert also einen Wochentag – von den Tagen der Erschaffung der Welt an.“ („Stützpunkte des Lebens“, S. 7). Die Zahl Sieben wurde also nicht zufällig gewählt, und auch wir wurden vom Meister nicht zufällig namentlich gerufen. Jeder von uns sollte der Repräsentant einer Welt sein, an die sich das Wort des Meisters und Gottes richten sollte. Das war ein großes Privileg für uns. Ich erinnere mich an seine Worte: „Studiert das Wort, das von Gott kommt!“

Der nächste Tag war der 22. Juni 1942. Ein Jahr war vergangen, seit Deutschland die Sowjetunion angegriffen hatte. Wir studierten die Worte des Meisters erst, als wir vom Gebirge abstiegen und nach Sofia zurückkehrten. Dann schlugen wir die geschriebenen Seiten auf und sannen über das, was der Meister gesagt hatte, nach. Jahre später, nachdem wir den Verlauf des Krieges und seinen Ausgang schon miterlebt hatten, erinnerten wir uns daran, was der Meister zu uns, den sieben Vertretern der Menschheit, vor dem Großen Meister gesagt hatte, als sich das Schicksal der Welt entscheiden musste. Ihr könnt das studieren. Der Meister sagte auch Weiteres, was stenografiert und entschlüsselt wurde, doch die Freunde wagten es damals nicht, es zu drucken. Seitdem sind 45 Jahre vergangen, und alle Ereignisse, um die es in dieser Ansprache ging, haben sich erfüllt. Wir haben miterlebt, wie sich diese Prophezeiung erfüllte. Ich bin nun einer der Letzten von uns, die dabei waren. Der Rest der Prophezeiung wird von der nächsten Generation überprüft werden. Deshalb geben wir euch die aufgezeichneten Worte des Meisters vom Rila-Gebirge im Juni 1942. Lest sie, vergleicht sie mit dem, was in einem Vortrag abgedruckt war, und mit den historischen Ereignissen, und ihr werdet verstehen, was der Meister meinte. Damals ging er mit uns hinauf, um genau dieses Problem zu lösen. Und er löste es, genau wie seine Worte es prophezeit hatten.

Wir verbrachten wundervolle Tage dort. Jeden Morgen nach dem Sonnenaufgang lauschten wir auf dem Gebetsgipfel seinem einzigartigen Wort. Hier ist ein Zitat: „Gott schuf das Universum, damit die Seelen darin leben und die Herrlichkeit Gottes genießen können, in die er sie gekleidet hat.“ 

Einen besseren Abschluss eines vergangenen Zeitalters werdet ihr nicht finden.

Die Prophezeiung kann man im Buch „Изгрева” – “Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ (Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 1, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993) nachlesen:

Ich komme hierher, weil Gott mit Seinen Füßen diese hellen Orte betreten hat. Unser Aufenthalt im Rila ist mit der Geschichte der gesamten Menschheit verbleichbar: mit ihrem Auszug aus dem Paradies, dem Einzug in die dichte Materie und ihrer Rückkehr ins Paradies.

Wenn ein Mensch Buße tut, wird er in das Leben im Paradies eintreten.

Ihr glaubt, wenn der Krieg vorbei ist, wird das Reich Gottes auf die Erde kommen. Nein, kein Reich Gottes, Feuer kommt auf die Erde! Leid kommt! Großes Leid kommt auf die Erde. Großes Feuer kommt.

Jetzt kommen die Lichten [Mächte] auf die Erde. Ihr Anführer ist Christus. Die Lichten kommen mit Waffen in der Hand. Einst waren sie schwach, doch jetzt sind sie bewaffnet und stark. Der Mensch der Liebe wird nun stark sein, und wenn der Mensch des Bösen ihn sieht, wird er fliehen. Die Erde wird von den bösen Menschen gereinigt. Die bösen Menschen werden die Erde verlassen und zur Verbesserung zum Mittelpunkt der Erde gehen. Zweitausend Kilometer beträgt die Erdkruste, dann kommen zweitausend Kilometer leerer Raum. Dann folgt eine innere Sphäre mit einem Radius von zweitausend Kilometern. Auf dieser Sphäre leben Menschen, die den Magnetismus zum Beleuchten benutzen. Dorthin werden die bösen Menschen zur Umerziehung geschickt.

Der erste Helfer Christi ist nun der Erzengel Michael, der aktiv ist. Auch die Engel wechseln sich ab bei ihrem Dienst, der einige Jahrhunderte andauert.

Zur Zeit des Propheten Daniel war der Erzengel Michael im Dienst. Jetzt ist die zweite Wiederkunft, jetzt ist das Ende des Zeitalters.

Alles, was im 24. Kapitel des Matthäus-Evangelius und im 12. Kapitel des Propheten Daniel gesagt wird, gilt für die Gegenwart. Wenn diese Tage des Leidens nicht verkürzt würden, würde kein Mensch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt.

Es wird Bürgerkriege geben. Sie werden schrecklich sein. Wir wollen sie nicht. Großer Hass wird zwischen den beiden Klassen entstehen. Die Massen werden sich erheben, es wird großes Blutvergießen geben. In vielen Ländern werden Bürgerkriege herrschen. Dann wird die Natur selbst wütend sein und große Erdbeben werden kommen. Wo es trocken war, wird es Wasser geben. Und wo es Wasser gab, wird es trocken sein. Diejenigen, die gerettet werden, werden in das Reich Gottes eingehen, wo beispiellose Schönheit herrschen wird. Seid wachsam, denn den Gerechten wird kein Haar vom Haupt fallen. Alle werden Prüfungen durchmachen. Seid wachsam, denn diejenigen, die allen Versuchungen und Prüfungen standhalten, werden in das Reich Gottes eingehen. Im größten Leid sollte der Mensch Frieden, Glauben und Liebe finden und nicht entmutigt sein.

Im 12. Kapitel des Propheten Daniel wird von der Wiederkunft des Erzengels Michael gesprochen. Es werden die größten Leiden kommen, wie sie die Menschheit noch nie erlebt hat. Da Erzengel Michael sonnenhaft wirkt, wird auch die kommende Kultur eine Sonnenkultur sein. Dann wird der Mensch der Liebe stark sein, er wird dem Bösen auf den Kopf treten und zu ihm sagen können: „Wirst du auf dem Weg des Herrn wandeln oder nicht?“ Dies ist symbolisch gemeint. Das meint, dass der Böse durch die Kraft des Menschen der Liebe gelähmt wird, der starke Schwingungen hat.

Die jetzigen Kämpfe auf der Erde spiegeln den Krieg wider, der in der unsichtbaren Welt zwischen der Weißen und der Schwarzen Loge tobt. Die Weiße Loge wird siegen. Die dunklen Geister werden gebunden und in den Abgrund geschickt. Wir erleben gerade das wichtigste Zeitalter der Menschheitsgeschichte. Freut euch, dass ihr in diesem wichtigsten Zeitalter lebt. Bevor Erzengel Michael seinen Dienst antrat, hatte Erzengel Gabriel das Sagen. Und Erzengel Michael ist ein kollektives Wesen, das aus einer ganzen Armee gewaltiger Engel besteht.

Die Menschheit hat vier Blutgruppen, aus denen vier Gruppen von Engeln hervorgehen werden. Drei Arten von Engeln sind vergangen. Es gibt vier Arten von Menschen auf der Erde, die in Zukunft zu vier Arten von Engeln werden. Dann werden sich die Türen für die Tiere öffnen, damit sie Menschen werden. Der Himmel hat einen Plan.

Wer in das neue Leben eintritt – das wird die Auferstehung sein. Sich von einer Raupe in einen Schmetterling verwandeln – das ist die erste Auferstehung.

Vom Leben zur Liebe, von der Liebe zu Gott und von Gott zur Welt – zum Helfen, zum Wirken.

Wer nicht leiden will, kann in der Freude verweilen, aber er wird nur das mit sich tragen, was er bisher erreicht hat. Neues wird er jedoch nicht erlangen. Im Leid schafft man die Voraussetzungen für neue Errungenschaften.

Ich kann sofort Künstler, Dichter oder Musiker werden, aber ich muss in das Feld der jeweiligen Kunst herabsteigen. Nur mit der Liebe kann man diese Felder betreten. Die Liebe kann alles aus dir machen.

Wisst, dass es eine Vorsehung gibt. Die Vorsehung kann auch das „Auge der Liebe“ genannt werden. Sie wacht über jedes Geschöpf, auch über das Kleinste, und lenkt sein Leben. Dies ist das „Auge der Liebe“. Seid versichert, dass es eine Vorsehung gibt, und deshalb müsst ihr Frieden haben und mit allen zufrieden sein.

Niemand kann die Liebe erlangen, solange die Natur für ihn noch nicht lebendig geworden ist. Dann kannst du ein Träger von Gottes großer Liebe werden. Wenn du das innere Leben der Natur spürst, bist du würdig und fähig, ein Träger der Liebe zu sein. Solange die Natur nicht in euch lebendig geworden ist, könnt ihr keine Liebe entwickeln.

„Danke, Herr, für die Liebe, die du in die Welt gesandt hast. Danke, Herr, für die Weisheit, die du in die Welt gesandt hast. Danke, Herr, für die Wahrheit, die du in die Welt gesandt hast, um uns in deine selige Heimat zu bringen.“

Dies ist der große Plan Gottes, dies ist das Ende der Evolution. Diese Formel zeigt, was der große Plan Gottes ist.

Etwas Großes erwartet uns. Für jeden von uns sind große Reichtümer vorgesehen. Diese Reichtümer werden euch nicht anvertraut, weil ihr noch klein seid. Wenn ihr erwachsen werdet, werden euch diese Reichtümer gegeben. Diese Reichtümer befinden sich in sicheren Händen, in den Händen eures Mentors.

Bereut nie, geliebt zu haben, und bereut nie, geliebt worden zu sein. Jemand liebt dich und nach vier oder fünf Jahren liebt er dich nicht mehr, dann liebt er dich wieder, dann liebt er dich nicht mehr und so weiter. In denjenigen der dich liebt, ist ein höheres Wesen eingeströmt, das dich durch ihn liebt. Doch dieses höhere Wesen hat zu tun und verlässt dich, kommt aber dann wieder. Denke nicht, dass dieser Mensch dich nicht liebt. Das Wesen, das dich liebt, wird wiederkommen, um dich zu lieben. Wenn ein gewöhnlicher Mensch dich liebt, wirst du ein gewöhnlicher Mensch werden. Wenn ein fortgeschrittener Mensch dich liebt, wirst du talentiert sein. Wenn ein noch fortgeschrittenerer Mensch dich liebt, wirst du ein Genie sein.

Wenn du die Liebe annimmst, wirst du nicht blind, taub, stumm, krank oder dumm sein.

Das schönste Wesen der Welt ist Gott.

Alles, was ihr habt: Begabungen, Fähigkeiten usw., verdankt ihr denen, die euch lieben.

Ich bin für eine wichtige Aufgabe ins Rila-Gebirge gekommen. Ihr kennt diese wichtige Aufgabe nicht, und ich werde sie euch nicht verraten. Lasst die Klugen zu euch sprechen. Lasst die Früchte dieser Arbeit zu euch sprechen.

In Bulgarien gibt es derzeit viele Eingeweihte. Auch in anderen Ländern gibt es solche. Sie arbeiten gemeinsam nach einem Plan und leiten die Menschheit. Sie bilden ein großes Netzwerk und arbeiten an der Erhebung der Menschheit.

Mehein

Am 22. Januar 1941 sagte der Meister: „Christus spricht auch jetzt. Wenn einer aufsteigt, steigen alle auf. Ich werde ein Potpourri aus Beethoven, Bach, Mozart machen. 

Beethoven – von unten nach oben – sucht die Richtung der Bewegung; Mozart – von oben nach unten, Bach – das spielende Kind, er hat Inhalt, er drückt die Bewegung der Natur aus. Schumann beschäftigt sich mit materiellen Dingen. Beethoven ist dramatisch, und Wagner ist am dramatischsten, er hat einen Sinn für das Grandiose. Die Musikanten, das sind verschiedene Phasen. Bach hatte ein ausgezeichnetes System – Gesundheit.

Die neue Musik, das werden die Kinder sein, die aus der alten Musik – der Mutter und dem Vater – hervorgehen werden. Diese Kinder werden genial sein. Wenn jemand spielt, solltet ihr ihn nicht kritisieren, denn das würde ihn aus dem Konzept bringen. Wenn du komponierst und du hast jemanden, dessen Schwingungen nicht mit den deinen übereinstimmen, wirst du nicht komponieren können. Deshalb wurde eine Gruppe von Komponisten geboren, die sich gegenseitig helfen. Einer spricht, aber er ist der Ausdruck von zwölf anderen. Einer hält eine Rede, die anderen unterstützen ihn.“

Am 29. Januar hielt der Meister einen denkwürdigen Vortrag, bei dem er ein musikalisches Thema von außergewöhnlicher Schönheit und Tiefe gab. Er kam zu dem Vortrag mit der Geige herunter, was er manchmal tat, und spielte das Thema, wobei er, während er spielte, zu singen begann. 

Er nannte das Thema „Die Verbindung der drei Welten: ‚Mehein‘ – Abstieg, ‚Hein‘ – Versöhnung“. Das war freies Singen. „Diese Melodie ist jetzt in die Welt gekommen“, sagte er. Er nannte den Vortrag „Das Gesetz der Erneuerung“. „Die Natur will den Menschen durch die Nase, die Augen, den Mund, die Haut erwecken und erneuern. Um sich zu erneuern, muss der Mensch in Harmonie mit demjenigen Gegenstand sein, den er studiert. Wenn du die Natur liebst, erneuert sie dich. Das Gesetz der Erneuerung verlangt, dass die Widersprüche beseitigt werden. Wir müssen unseren Organismus studieren, die Stellen der Erneuerung kennen. Der Mensch hat etwa hundert Organe. Die Liebe ist ewige Erneuerung. Wenn Gott die Welt nur anschaut, wird alles so werden, wie Er es will, alles wird sich zum Guten wandeln.“

Die Melodie, die der Meister inspiriert spielte und leise summte, drang wie ein starker, lebensspendender Strom in meine Seele ein. Ich schrieb einen Teil davon auf, und nach dem Vortrag las ich die folgenden Worte in meinem Notizbuch:

„Mehein, Hein – himmlische Barmherzigkeit, Versöhnung – diese seltsamen Worte erklangen von seinen Lippen, und sein Bogen zupfte Melodien, die zum ersten Mal vom Himmel herabkamen und eine Welt des Friedens und der Schönheit offenbarten. Diese Melodie hat sich tief in mir eingeprägt und wird in den kommenden Jahren Früchte tragen.“

Me-Hein

Was bedeutet das? Es ist die Hymne der himmlischen Heimat. Der Text ist ungewöhnlich::

„In Tagen des Kampfes, in Tagen des Kummers

von dir, mein Heimatland,
denke ich immer an dich,
denke ich immer, immer an dich.“

Dies ist die Verbindung zwischen der himmlischen Heimat und der menschlichen Seele, die ins Fleisch hinabgestiegen ist. Dies ist ein Aufruf, den Weg der menschlichen Seele in die himmlische Heimat wiederherzustellen.“

Es existieren zwei Texte, von Stojanka Ilieva und von Boris Nikolov.

Liedtext (Stojanka Ilieva):

Me-Hein

Ohne dich ist es dunkel, ohne dich ist es traurig.

Göttlicher Strahl, scheine auf mich.

Bring in mein Herz,

Bring in mein Herz Freude, Frieden.

Ich erwache aus einem tiefen Schlaf

und rufe nach dir wie ein Kind.

Ich glaube immer, dass du über mich

mit mütterlicher Liebe wachst.

Liedtext (Boris Nikolov):

Me-Hein

In Tagen des Kampfes, in Tagen des Kummers

Weit weg von dir, mein Heimatland,

Denke ich immer an dich,

Denke ich, denke ich immer an dich. (2mal)

Quelle: 

https://beinsaduno.bg/topic/1685-1941_01_29-учителя-дава-песента-ме-хейн/

Das Lied in der Interpretation von Simeon Simeonov:

Borislav Borisov von der bulgarischen spirituellen Website portal12.bg stellt eine interessante Verbindung zwischen der Melodie „Mehein“ und Tschaikowskys Symphonie Nr. 6  (»Pathétique«) her[1]:

„Wahre musikalische Kompositionen kommen immer als eine Offenbarung des Geistes herab. Sie sind niemals das Ergebnis intellektueller Anstrengung oder eines Talents (das Talent ist immer mit dem Ego und dem Selbstausdruck verbunden), sondern sind die Frucht rein geistiger Verdienste, die sich in Form von vertikalen, augenblicklichen Offenbarungen manifestieren und die wir einen Kompromiss machend, „Gaben“ nennen können.

Die viermalige Wiederholung ist kein Zufall, denn sie hängt mit dem Quadrat zusammen, das ein Symbol für die irdische Manifestation und die Lösung irdischer Probleme ist. Aus dem Studium des Wortes des Meisters wissen wir, dass man in der Lage sein muss, innerhalb des Quadrats einen Kreis zu schaffen und dann vom Zentrum des Kreises aus in die mystische Spirale der Unendlichkeit einzutreten. Solange sich der Mensch im Quadrat befindet, steht er unter dem Einfluss von Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Vergangenheit und Zukunft und allen möglichen Dualitäten, die überwunden werden müssen. In Gott gibt es keine Dualität – es gibt kein „Ich“, „Du“, „Er“, „Sie“ usw. Es gibt keine Dualität im Einssein.

Musikalische Kompositionen, die tiefgründig, inspirierend und vielschichtig sind und die Seelen durch ihren Impuls zur Entwicklungzu führen vermögen, kommen aus einem uralten Zentrum, in dem die Musik eine Gegebenheit an sich ist. Und da es auf der Erde keine Bedingungen für die volle Manifestation dieser Musik gibt, haben wir hier nur einzelne Gaben jener himmlischen Harmonie.

Ein solches herausragendes musikalisches Thema ist „Mehein“, das von Meister Beinsa Douno am 29. Januar 1941 gegeben wurde. Diese Melodie vatanischen Ursprungs ist nicht nur eine musikalische, sondern auch eine spirituelle Offenbarung. Interessanterweise ist die Anfangsphrase von „Mehein“ identisch mit dem Hauptthema von Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Sechster Symphonie („Pathétique“). Der Komponist hat das Thema jedoch in ein tragisches Tableau eingebettet, das Leid, Angst und Ausweglosigkeit ausdrückt. Im Gegensatz dazu interpretiert Meister Beinsa Douno die Melodie neu und verleiht ihr eine neue, lebensbejahende Kraft. Das Finale des Themas endet mit einer vierfachen Wiederholung des Haupttons, einem Symbol des Auswegs und des spirituellen Aufstiegs.“

Peter Tschaikowsky: 6. Sinfonie („Pathétique“), Wiener Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan

TCHAIKOVSKY – Symphonie Nr. 6 (Pathétique) – Herbert von Karajan & Wiener Philharmoniker


[1] https://portal12.bg/publikatsii/Me-Hein-muzika

Du wurdest bezahlt

Ein amerikanischer Milliardär ist gestorben. Da er immer der Erste auf Erden war, ging er direkt zum Heiligen Petrus, damit er ihm die Tür des Himmels öffne und der Milliardär ins Parades komme.

„Warte einen Moment, dein Leben muss untersucht werden, um zu sehen, was du Gutes getan hast.“

„Ich habe eine große Kirche gebaut.“

„Hat man dir dafür gedankt?“

„Alle Zeitungen haben über mich geschrieben.“

„Man hat dich also für dieses Gute bezahlt. Hast du noch etwas anderes Gutes getan?“

„Ich habe eine Universität mit meinen eigenen Mitteln gebaut.“

„Wie hat man dir gedankt?“

„Die Zeitungen haben wieder über mich geschrieben, ich wurde zum Ehrenmitglied der Universität ernannt.“

„Auch dafür wurdest du bezahlt. Versuche, dich an ein Gutes zu erinnern, das du getan hast und wofür du nicht bezahlt wurdest.“

Der Milliardär überlegte angestrengt. Schließlich erinnerte er sich daran, dass ihn eines Tages, als er auf dem Weg zu seinem Kontor war, eine arme Witwe einholte und ihn um irgendwelche Hilfe bat. Da er in großer Eile war, hatte er keine Zeit anzuhalten und warf ihr einen Dollar zu. Die arme Witwe nahm den Dollar und er war sie los.

„Das ist eine gute Tat, für die du dich an Gott wenden muss, damit Er die Angelegenheit regelt.“

Sie gingen zu Gott, erzählten den Fall, und Er antwortete:

„Gebt dem Milliardär zwei Dollar und bringt ihn zurück auf die Erde.“

Jeder braucht die Güter Gottes. Deshalb: Was immer du tust, tue es für Gott; Erwarte nicht, dass man dir dafür dankt. Wenn du das Wort gepredigt hast, erwarte nicht, etwas Gutes zu bekommen, sondern frage dich, ob diese Menschen etwas Gutes gelernt haben.

Aus: „Kostbare Dinge“, Sonntagsvorträge, 31. Oktober 1943, Izgrev

Diese und viele andere Geschichten, die Vorträgen des Meisters Beinsa Douno entnommen wurden, kann man im wunderbaren Buch „Lichter auf dem Weg des Lebens. 99 inspirierende Geschichten“ lesen (Verfasst von Antoaneta Kruschevska und Maria Brajkova, 2019, Verlag „Interval“, die englische Ausgabe ist bei „amazon“ erhältlich https://www.amazon.de/Lights-Along-Path-Life-Collection/dp/1732681716 ).

Ich komme von der Sonne

Auf meinen Reisen durch Bulgarien vor 10-15 Jahren habe ich die Köpfe der Bulgaren studiert, ich habe sie mit Kreisen und Zirkeln vermessen, ich habe Berechnungen angestellt und bin zu bestimmten Schlussfolgerungen gekommen. Viele fragen mich, wenn sie sehen, dass ich solche Berechnungen mache: „Was machst du da?“ – „Ich lerne rechnen.“ Ich habe bereits gelernt, für welche Fragen sich die Bulgaren interessieren.“

Wenn ich irgendwohin reise, fragen sie mich: „Woher kommst du und wohin gehst du, was ist das Ziel deiner Reise?“ usw. Einmal sagte ich: „Ich komme von der Sonne, um in Bulgarien Beobachtungen zu machen. – „Könntest du uns einige deiner Forschungen anvertrauen?“-„Das werde ich nicht tun.“ – „Was machst du sonst noch?“ – „Ich halte Vorträge.“ – „Wirst du dafür bezahlt?“ – „Nein, ich mache es umsonst.“ – „Wie ist das möglich, bist du nicht verheiratet, wie viele Kinder hast du, leben dein Vater und deine Brüder, bist du Bulgare?“ – „Zur Zeit bin ich Bulgare. Und dann höre ich sie sagen: „Er wird von irgendjemandem bezahlt, deshalb ist er ein gelehrter Mann. Ich würde auch gelehrt werden, wenn ich dafür bezahlt werden würde“.

Auch ihr solltet jeden Tag mit einem Zirkel eure Köpfe messen. Ich habe viele Augen, Ohren, Augenbrauen, Nasen gemessen und beobachtet, und ich bin zu dem Schluss gekommen, was die lange Nase, die breite Nase, die dicken Augenbrauen, die hohe Stirn, die breite Stirn, die niedrige Stirn usw. bedeuten.“

(Aus: „Die gekrümmte Frau“, Sonntagsvorträge, Sofia, 8.6.1919, 10:00) 

Der alte Schriftgelehrte

Sonntagsvorträge, Sofia, 29. Juni 1919, Sonntag, 10:00 Uhr

Da sagte er zu ihnen: „Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.“ (Matth. 13:52)

Christus definiert einen gelehrten Schriftgelehrten durch zwei von dessen Eigenschaften: Er bringt aus seinem Schatz Neues und Altes hervor. In dem vorgelesenen Vers fügte Christus die Worte ein: „Der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist“. Mit dem „Himmelreich“ meint Christus im weitesten Sinne all jene großen Gesetze, die das menschliche Leben leiten, denn alles in der Natur ist eng mit dem Menschen verbunden, und der Mensch ist eng mit der Natur verbunden. 

Alle Phänomene oder Kräfte in der Welt, die scheinbar nichts mit unserem Leben zu tun haben, nennen wir physisch oder anorganisch. Aber alle diese Kräfte haben eine Beziehung nicht zum einzelnen, sondern zum kollektiven Menschen. In einem solchen Fall macht das Hervorholen des Neuen und des Alten aus dem Schatz einen gewissen Sinn. Das Alte steht für die Vergangenheit und das Neue für die Zukunft. Das Alte steht für die Fehler des Menschen, das Neue für das Gute, das ihm gegeben wird. Der Schriftgelehrte, der die Natur und das Leben der Menschen studiert, findet alte Dinge, die Fehler der Menschen, und bringt etwas Neues in die Welt. In diesem Sinne können wir also sowohl das Gute als auch das Böse, das sich aus diesen Folgen der Vergangenheit ergibt, positiv definieren. Ein altes Ding ist also alles, was in Disharmonie ist, d.h. abgenutzt, untauglich für die Arbeit.

Die Materie, die ihre Kraft verloren hat, betrachten wir als negativ, d.h. als eine, in der sich keine Kraft manifestieren kann. Jeder von euch hat diese beiden Zustände an sich selbst erfahren: das Neue und das Alte aus seinem Schatz hervorzuholen. Wenn ein Mensch das innere Gleichgewicht zwischen seinem Herzen und seinem Verstand verliert, beginnt er, das Alte hervorzuholen, und damit kommt die Unzufriedenheit. So geht es dem kranken Menschen, der immer unzufrieden ist mit denen, die ihm einen Gefallen tun. Der Gesunde, der die Kraft in sich selbst hat, ist mit allem zufrieden. Die Gesetze, die den einen und den anderen Zustand, den Zustand der Zufriedenheit und der Unzufriedenheit, regeln, sind in Harmonie, denn zu einem bestimmten Zeitpunkt entspricht euer negativer Zustand einem positiven Zustand eines gesunden Menschen. In einem bestimmten Moment, in dem ihr am meisten leidet, erlebt ein anderes Wesen, das in irgendeiner Beziehung zu euch steht, die beste Gemütsverfassung. Dies ist ein Gesetz, das in der Natur existiert. Himmel und Hölle existieren als zwei Pole. Der Himmel ist das Neue und die Hölle ist das Alte. 

So wird jeder von euch in seinem Leben in den einen oder anderen Zustand hinauf- oder hinuntergehen. Ich spreche zu euch nicht von Himmel und Hölle, wie ihr sie kennt, sondern ich spreche zu euch über eine positive Wahrheit, die euch abstrakt zu sein scheint. Diese beiden Zustände sind für den menschlichen Geist notwendig. Ihr fragt: „Warum ist es notwendig, dass der Mensch alt und jung wird?“ – Das ist ein Prozess, der in der Natur selbst abläuft. Fragt nicht, warum dieser Prozess abläuft, sondern seht zu, dass ihr einen Nutzen daraus ziehen könnt. 

Wie würdet ihr Jugend oder Alter definieren? In der Antike sagte ein weiser Mann: „Wenn du Stärke suchst, suche sie bei den jungen Menschen, bei den neuen Menschen, und wenn du Weisheit suchst, suche sie bei den alten Menschen.“ Weisheit und Stärke sind nicht das Gleiche. Die Stärke umfasst den menschlichen Willen und die Weisheit den menschlichen Verstand. Deshalb gibt es zwei entgegengesetzte Pole: Der Verstand ist oben, im Himmel, und der Wille ist unten, auf der Erde. Wenn ihr alt, weise sein wollt, müsst ihr oben, im Himmel sein, und wenn ihr jung sein wollt, müsst ihr unten, auf der Erde sein. 

Wenn wir also die Verhältnisse der Dinge vertauschen und den alten Menschen auf dem physischen Feld und den jungen Menschen im Himmel platzieren, erzeugen wir Disharmonie. In diesem Fall werdet ihr eine falsche Schlussfolgerung ziehen und denken, dass alle Menschen im Himmel alt sind und alle Menschen auf der Erde jung sind. Aber das ist nicht wahr. Mit „Jugend“ meine ich nicht nur die äußeren Verhältnisse, sondern ich meine das innere Wachstum im Menschen. Das Gleiche kann man in der Natur beobachten. Vom 9. März an bemerkt man ein Wachstum, das gegen den 20. Juni oder gegen Anfang Juli langsamer wird, und in der Natur beginnt ein Zustand der Ruhe. Was auch immer an Veränderungen in der Natur stattfindet, findet auch in unserem Leben statt. Wenn wir nicht verstehen, was in uns als Individuen vor sich geht, das heißt, wenn wir unseren eigenen Verstand und Willen nicht verstehen, geraten wir oft in Widersprüche im Leben, die wir „Schicksal“ nennen, und dementsprechend würden einige glücklich und andere unglücklich sein. Manche denken, dass einige Menschen von bestimmten Kräften unterstützt werden, und andere denken, dass dieselben Kräfte sich ihnen widersetzen. 

Wenn ihr mit dem Strom schwimmt, wird er euch natürlich helfen, aber wenn ihr gegen den Strom schwimmt, wird er euch entgegenwirken, weil ihr euch gegen ihn bewegt. Dieser Strom hat nichts gegen euch, aber er will euch sagen, dass ihr leiden werdet, wenn ihr euch gegen ihn stellt, weil die Kräfte, die euer Leben lenken, euch selbst zuwider sind. Wenn das Leben eines Menschen nicht gut läuft, zeigt das, dass sein Denken seinem Willen zuwiderläuft. Das gilt sowohl für das individuelle als auch für das gesellschaftliche Leben. Ich spreche von Ereignissen, die sich jetzt in Europa abspielen und die vor Tausenden von Jahren festgelegt wurden. Die gegenwärtige Menschheit ist bereits vor Millionen von Jahren in Konflikt mit der Bewegung geraten. Infolgedessen ist die heutige europäische Kultur mit dieser Strömung in Konflikt geraten, und sie kämpft um ihren Weg. Dies hat zur Folge, dass ein hartnäckiger Kampf geführt wird, dem viele zum Opfer fallen werden. Wie viele Opfer es sein werden, ob ein, zwei oder mehr Millionen, ist der Natur gleichgültig. Ich sage, dass das der Natur gleichgültig ist, weil unsere Spielzeuge ihr gleichgültig sind.

Wenn wir Städte gründen, Häuser und Tempel bauen, denken wir, das sei Kultur, aber die Natur will von dieser Kultur von uns nichts wissen, irgendwann wird sie sie zerstören. Für all unsere schönen Stoffe, selbst für die feinsten, hat die Natur die Motten geschaffen, den Staub, und sie werden die Stoffe zerstören. Darüber hinaus hat sie viele schädliche Elemente geschaffen, die unseren Organismus ständig zerstören. In der Vergangenheit, bevor die Menschheit von der rechtmäßigen Richtung ihrer Kultur abgewichen ist, hatten die Menschen sehr korrekte Vorstellungen von den Gesetzen, die das Wachstum unseres Lebens bestimmen. Dieses Wachstum kann mathematisch, mit einem Zirkel, bestimmt werden. Ich nehme zum Beispiel einen Zirkel und messe damit die Nase eines Mannes sehr genau und sehe, dass sie vier Zentimeter lang ist, die eines anderen fünf Zentimeter und so weiter. Dann messe ich wieder mit einem Zirkel das Kinn des einen, des zweiten, des dritten und sehe, dass sie alle unterschiedlich groß sind. Auf die gleiche Weise messe ich die Stirn des einen und sehe, dass sie z.B. drei Zentimeter beträgt, die eines anderen vier Zentimeter oder fünf Zentimeter, sechs Zentimeter, usw. Sie werden fragen: „Welches Verhältnis liegt hier vor?“ 

Es gibt ein wichtiges Verhältnis, denn wenn man sieht, dass die Nase eines Menschen kurz und breit ist, zeigt das, dass die Energien in seinem Organismus in einem gespannten Zustand sind und der kleinste Anstoß eine Explosion verursachen kann. Wenn sein Kinn sehr breit und lang ist, zeigt das, dass die Energie dieser Person nicht nur sehr erregt, sondern auch sehr aktiv ist, so dass sie überall, wo er vorbeikommt, Zerstörung hervorrufen wird. Aus dem unteren Teil des Kinns, der sich unter der Nase befindet, lässt sich ablesen, wie der menschliche Wille ist und wie er sich auf dem physischen Plan manifestieren würde. Beobachtet dies bei den großen Feldherren, bei den Generälen. Am Kinn kann man erkennen, ob jemand jung oder alt ist. Nur junge Menschen kämpfen, alte Menschen nicht. Das Verhältnis des alten zum jungen Menschen ist 1:100. Eine Armee von jungen Männern kann eine Armee von 100.000 alten Männern schlagen. Wenn ich sage, dass die Zukunft der Erde in den Händen der jungen Menschen liegt, habe ich Recht, denn diese Welt ist für Menschen geschaffen, die gerne kämpfen. Der Himmel ist für alte, weise Menschen geschaffen. 

In der oberen Welt entsprechen 1.000 alte Menschen 100.000 jungen Menschen, hier ist das Verhältnis also umgekehrt. Ihr werdet mich fragen: „Wie ist das Verhältnis zwischen den Jungen und den Alten?“ In der geistigen Welt sind die alten Menschen nur der Drehpunkt, um den sich das Pendel des jungen Menschen bewegt, wie bei einer Uhr. Während der junge Mensch 100 Kilometer zurückgelegt hat, hat der alte Mensch keinen einzigen Kilometer zurückgelegt. Die jungen Menschen sind also die Zeiger der Uhr. Die alten Menschen in dieser Welt bewegen sich nicht, also erwartet von ihnen keine Kultur auf der Erde. Eine intellektuelle und spirituelle Kultur, von der hier auf Erden die Rede ist, kann es nicht geben. Der größte Aufschwung in der Kultur kann nur durch Aderlass erreicht werden. Je mehr Blut freigesetzt wird, desto größer ist die Kultur, die daraus hervorgeht. Die Menschen des 20. Jahrhunderts halten sich für sehr kultiviert und sagen: „Wir modernen Menschen brauchen keinen Aderlass, das haben nur die Menschen der Vergangenheit getan.“ Der heutige Krieg hat diese Theorie jedoch widerlegt und gezeigt, dass junge Menschen immer Blut vergießen, und je jünger sie sind, desto mehr Blut vergießen sie. Die Menschen von heute richten also, weil sie sehr jung sind, die größten Verwüstungen an. Die Menschen von heute können mit Raupen verglichen werden, die alles verwüsten. Und dieser Schriftgelehrte, der etwas über das Himmelreich gelernt hat, nimmt aus seinem Schatz das Neue und das Alte und sagt: „So spricht Christus.“ Wozu braucht er das Neue und das Alte? Wenn ihr die alten Kleider aus einem Einschlagtuch oder einem Schrank nehmt, dann habt ihr einen Zweck, ihr denkt, dass ihr etwas damit anfangen könnt, nicht wahr?

Wenn ihr die neue Kleider herausholt, tut ihr das doch, um zu sehen, ob sie von Motten zerfressen sind. Wenn der Schriftgelehrte das Neue und das Alte herausnimmt, hat er einen klugen Gedanken. Er ist nicht mit einer törichten Aufgabe beschäftigt, wie es ein König tat. Ein König wollte einen Mann finden, der ihm eine unendliche Geschichte erzählt. Er suchte verschiedene Philosophen, um seinen Wunsch zu erfüllen. Er versprach große Belohnungen, aber es fand sich niemand, der ihm eine unendliche Geschichte erzählen konnte. Schließlich kam ein weiser Mann zu ihm und sagte: „Ich kann dir eine endlose Geschichte erzählen“. Er begann: „Vor langer Zeit gab es einen König, der Tausende und Abertausende von Hektar Land besaß. Dieses Land wurde mit Weizen besät, und weil das Jahr sehr fruchtbar war, trugen seine Felder sehr viel. Der König ließ einen großen steinernen Kornspeicher bauen, um den Weizen darin zu lagern und ihn so zu bewahren. Die Steinmetze ließen jedoch ein kleines Loch in diesem Speicher. Eine Grille schaffte es, durch dieses Loch hineinzukriechen und trug die Weizenkörner eines nach dem anderen heraus. Die Grille nahm ein Weizenkorn heraus, trug es in ihr Loch und kehrte zurück, um ein anderes zu holen. Sie nahm das zweite Korn, trug es in ihr Loch und kehrte zurück, um ein drittes zu holen. „Genug davon, erzähl weiter, hat das Tragen des Weizens und die ganze Geschichte kein Ende?“, sagte der König gelangweilt. – „Warte nur, bis der ganze Weizen aus dem Speicher herübergetragen ist, dann ist die Geschichte zu Ende.“

Die gegenwärtigen Menschen wollen das Ende der Dinge wissen, aber ich sage: Wartet, bis der ganze Weizen herübergebracht worden ist, erst dann [kommt das Ende]. Der Schriftgelehrte, der das Reich Gottes studiert, beschäftigt sich nicht mit solchen törichten Theorien. Das Gleiche zu wiederholen, ist keine Erkenntnis. Wir sagen: „Wir müssen die Dinge ausprobieren und so aus unserer Erfahrung lernen!“ Die Erfahrung, die wir haben, genügt uns, denn selbst wenn wir eine Million Körner aus dem Spreicher nehmen, werden wir nichts mehr lernen. Ihr sagt euch: „Wartet ab, was der Meister uns heute Neues sagen wird.“ Ihr habt Recht. Die Größe eurer Nase bestimmt das Volumen eurer Gefühle, die Länge eures Kinns – die Stärke eures Willens und die Höhe eurer Stirn – die Qualität eures Verstandes. Manche sagen, dass man mit einer kleinen Stirn trotzdem klug sein kann. Das ist nicht wahr. Welche Rolle spielen die geraden Linien, die spitzen Winkel usw. in der Geometrie? Wenn dein Mund einen Winkel bildet, wird er dann aufgehen, oder? Die Öffnung eures Mundes bestimmt also das Ausmaß eures Appetits. Je mehr ihr euren Mund öffnet, desto hungriger seid ihr. Zeigt der Mundwinkel dagegen mit der spitzen Seite nach außen, heißt dies, dass ihr euch ausruht. Je nachdem, ob die Nase gerade ist, ob sie konkav oder konvex ist – nach außen oder nach innen zur Stirn hin -, werden unsere Gefühle durch das gleiche Gesetz bestimmt. Ist die Nase breit, hat das Herz einen Zustand, ist sie flach, hat es einen anderen Zustand. Der Zustand eures Magens lässt sich danach bestimmen, ob eure Wangen hohl oder pausbäckig sind. Der äußere Mensch ist also ein Ausdruck des inneren Menschen.

Jeder eurer Gedanken ist an eurem Gesicht sichtbar. Eure Tugend kann durch euer Gesicht bestimmt werden – sie liegt oben auf eurer Lippe. Wenn eure Augen in zwei entgegengesetzte Richtungen sehen, zeigt das, dass es eine Spaltung in eurem Wesen gibt. Wenn der Blickwinkel nach oben oder nach unten gerichtet ist, handelt es sich um zwei verschiedene Zustände. Wenn eure Augen breit geöffnet sind, zeigt das, dass ihr stark beeindruckbar seid, und wenn sie nur wenig geöffnet sind, ist eure Beeindruckbarkeit geringer. Es spielt auch eine Rolle, ob die Augen näher oder weiter von der Nase entfernt sind. Die Augen eines jeden Menschen wurden von Gott mit geometrischer Präzision platziert. Jeder Mensch ist nach einer von oben bestimmten Skizze geschaffen. Jeder trägt mit den kleinsten Details in seinem Gesicht das Zeugnis, das nicht nur sein gegenwärtiges, sondern auch sein vergangenes und sein zukünftiges Leben bestimmt.

Und wenn die heutigen Menschen in diesen Zeugnissen, in diesem göttlichen Buch des Gesichts, das jeder mit sich trägt, lesen könnten, würden tausend Unglücke vermieden werden. Christus empfiehlt allen seinen Anhängern, sich von ihren Fehlern der Vergangenheit abzuwenden. Jemand sagt: „Lasst uns unser Leben prüfen.“ – Lass dich fotografieren und prüfe dein Gesicht, sieh, ob du dich selbst magst. Die modernen Fotos zielen darauf ab, den Menschen schöner zu präsentieren, mit geglätteteren Gesichtszügen, als sie wirklich sind, indem sie sein Gesicht verschönern und nachbessern.

Löscht die göttliche Schrift nicht aus! Man sollte die Züge nicht auf diese Weise glätten, denn ein alter Mensch kann nicht jung werden und umgekehrt. „Das sind unvereinbare Dinge“, sagt Christus. Nur der Gelehrte, der die Dinge so sieht, wie Er sie sieht, kann die Beziehungen verstehen, die zwischen den einzelnen Teilen bestehen. In der Mathematik gibt es bestimmte Formeln, mit denen man eine Größe in eine andere umwandeln kann. Zum Beispiel kann man die Wärme, die 100 Tonnen Kohle abgeben, in eine dynamische Kraft umwandeln, aber man muss die Methode kennen, um das zu tun. Diese Wissenschaft ist den heutigen Menschen verborgen, denn wenn sie sie wüssten, würden sie mit den Menschen spielen und tausendmal Unglück über die Menschheit bringen.

Welchen Nutzen hat dieses Wissen für uns? Wenn wir den Menschen von oben kennen würden, wüssten wir, sobald wir ihn sehen, dass sich seine Energie in einem Spannungszustand befindet. Dann würden wir ihm aus dem Weg gehen, ohne die Flammen weiter zu schüren, oder wir würden den Dampf ablassen, damit die Energie in ihm ein wenig nachlässt. Bei Menschen, deren Energie nachgelassen hat, müssen wir ein wenig Treibstoff einsetzen, um sie wieder in Gang zu bringen. Wir wissen, wie der Brennstoff in der physischen Welt zugeführt wird. In der kausalen und spirituellen Welt gibt es viele Arten der Treibstoffzufuhr, die wir nicht kennen, aber lernen können. Es gibt Menschen, die den Sinn des Lebens verloren haben und für immer jung sein wollen; nur in der Jugend finden sie einen Sinn. Wenn ihr die okkulten Wissenschaften gründlich studiert, werdet ihr sehen, dass der Mensch nicht nur aus einer einzigen Art von Materie besteht, sondern aus verschiedenen Arten von Materie und Zuständen. Es gibt also eine Abstufung in allen Atomen und Ionen, aus denen er besteht. Es gibt bisher 49 solcher Zustände von Atomen im physischen Feld. Jeder Zustand kann ein bestimmtes Ergebnis an Gefühlen und Gedanken hervorbringen. Und je mehr sich der Koeffizient eures Zustands ändert, desto mehr werden eure Gefühle und Gedanken aktiv. Heutzutage sind die Menschen sehr nervös, aber das ist nichts anderes als eine Erhöhung ihrer Energie, also muss ihre Energie transformiert und in einen höheren Zustand der Materie weitergeleitet werden.

Ihr sprecht oft von der Erziehung eurer Kinder. Das bulgarische Wort „възпитание“ bedeutet soviel wie „nähren“. In gleicher Weise kümmern sich die Bienen um die Ernährung ihrer Königinnen. Wenn siе Königinnen großziehen wollen, geben sie ihnen eine bestimmte Art von Nahrung; wenn sie Arbeiterinnen großziehen wollen, wählen sie für sie eine andere Art von Nahrung, und für die Drohnen geben sie eine besondere, dritte Art von Nahrung. Die Drohnen sind die Pfeifer im Bienenstock. Ohne Drohnen geht es nicht, genauso wenig wie ohne Pfeifer. Sie sind eine Art Musiker. Ihr sagt, man kann auf die Drohnen verzichten. Nein, man kann nicht ohne die Pfeifer auskommen. Ihr sagt, dass es auch in eurem Leben viele Drohnen gibt, aber ich nenne sie Musiker. Jeder unangenehme Gedanke ist ein Pfeifer, eine unangenehme Musik. Ihr fragt: „Warum sind diese Gedanken und die Leiden, die sie uns bringen, so unangenehm?“ – Weil ihr krank seid, aber wenn ihr wieder gesund werdet, werdet ihr diese Pfeifer lieben, und die Leiden an sich erneuern den Menschen.

Um nun auf den Gedanken Christi zurückzukommen: Der Schriftgelehrte ist derjenige Lehrer, der die Gesetze kennt. Was wissen unsere Lehrer und Geistlichen heute über die Menschen? Die Lehrer sollten die Mathematik anwenden, damit sie die Menschen an der Stirn, der Nase usw. erkennen können. Diejenigen unter euch, die sich mit Mathematik beschäftigen, sollten diese Formeln studieren, und diejenigen, die sich mit Geometrie beschäftigen, sollten die Winkel bestimmen – vom kleinsten bis zum größten -, die Bedeutung einer gekrümmten Linie studieren usw. Es heißt, dass eine gekrümmte Linie durch die Drehung einer Linie um ihre Achse entsteht, und wenn eine gekrümmte Linie gedreht wird, entsteht eine Sphäre. Was bedeutet diese Sphäre? Eine Sphäre ist eine Erweiterung eurer Gedanken und Gefühle. Wenn ihr in einer Welt leben würdet, die sich nur in eine Richtung bewegt, hättet ihr keinerlei Entwicklung. Es ist eine Welt mit nur einem Kreis und einem Maß. Wenn sich zwei Wesen treffen, können sie nicht aneinander vorbeikommen. Das liegt daran, dass jede Abweichung die Ausdehnung voraussetzt. Wie würdet ihr dann diese beiden Wesen bewegen? – Das eine muss auf dem Rücken des anderen passieren. Deshalb sagen die Bulgaren von jemandem, der sich schleppt, dass er es aushalten muss, wenn andere über seinen Rücken schreiten. Das sind die Menschen, die sich nur in einer Dimension bewegen. Aber das kann uns nicht den wahren Weg des Lebens zeigen. In jedem Seiner Gedanken hat Christus etwas verborgen. Er sagte: „Vieles kann ich euch sagen, aber jetzt könnt ihr es nicht ertragen“. Diese Dinge werden den Menschen gesagt, wenn sie kultiviert genug sind, sie zu verstehen. Die Amerikaner sind im Verstehen dieser Gesetze weit fortgeschritten. Wenn sie zum Beispiel heiraten wollen, schicken sie keine Heiratsvermittler, die ihre Angelegenheiten regeln sollen, sondern die jungen Leute werden zu einem Phrenologen geschickt, der sie untersucht und erklärt, ob sie zusammenleben und heiraten können. Dann werden sie zu einem Physiognomiker, anschließend zu einem Astrologen geschickt, und wenn alle Informationen in einem für beide günstigen Sinne übereinstimmen, heiraten sie und bilden ein glückliches Paar. Wenn also Menschen heiraten, müssen die Zentren ihrer Gehirne ein bestimmtes Verhältnis haben. Wenn sich die Energien zwischen den Zentren des weiblichen und des männlichen Verstandes nicht richtig vermischen, kommt es zwangsläufig zu einem nervösen Zustand. Der Grund dafür ist, dass auf der einen oder der anderen Seite ein Überschuss an unplatzierter Energie verbleibt, der Übel erzeugt. Deshalb sollte eine Frau, die mit ihrem Mann unzufrieden ist, einen anderen Mann suchen, in den sie ihre überschüssige Energie investieren kann, und so kann ein Austausch stattfinden, so dass kein Verlust entsteht. Dies sollte jedoch auf spirituelle Art und Weise zwischen diesen beiden Menschen geschehen, damit durch den Einsatz ihrer überschüssigen Energie die Harmonie zwischen ihnen wiederhergestellt wird. Der Ehemann, der die Situation seiner Frau nicht versteht, sagt zu ihr: „Du darfst keine freundschaftlichen Beziehungen zu einem anderen Mann haben“, und es beginnen Streitereien und Zwistigkeiten. In gleicher Weise verhält sich die Ehefrau zu ihrem Mann, wenn er, um seine überschüssige geistige Energie zu investieren, außerhalb der Familie eine andere erhabenere Frau sucht, mit der er geistigen Umgang haben könnte.

Beide fangen an, sich auf die althergebrachte Art zu streiten. Zu solchen Leuten sage ich: „Ihr habt schlecht angefangen und werdet schlecht enden, weil ihr wie der Schriftgelehrte nicht gesehen habt, was ihr im Beutel habt.“ Der Mann und die Frau sind zwei Schriftgelehrte, die die Gesetze nicht verstehen, aber wie der Schriftgelehrte handeln müssen. Wenn ihr also heiratet, nehmt das Alte und das Neue heraus, das ihr zur Verfügung habt. Der junge Mann und die junge Frau sagen, bevor sie heiraten, dass alles in ihren Beuteln in Ordnung ist, aber wenn sie heiraten, öffnen sie die Beutel und es kommt nicht das heraus, was gesagt wurde.

All dies gilt für das gegenwärtige Leben, und wenn die Bulgaren ihr Leben korrigieren wollen, müssen sie diese Gesetze berücksichtigen. Manchmal sage ich mir: „Warum stochere ich in den kranken Stellen der Menschen herum und mache mir damit Feinde?“ Nun gut, aber wenn ihr ein verstauchtes Bein habt und einen erfahrenen Masseur bittet, es zu massieren, wird er euch, egal wie sanft er das Bein massiert, trotzdem Schmerzen bereiten. Ist es dann seine Schuld, dass er euch, um euch zu heilen, Schmerzen bereitet hat? Dann werdet ihr dem Masseur dafür danken, dass er euren Fuß geheilt hat. Ihr seid krank und ruft einen Arzt, der euch untersucht. Er gibt euch eine bittere Medizin, aber ihr mögt sie nicht und betrachtet deshalb den Arzt als euren Feind.

Deshalb wollen auch Kinder, die bittere Medikamente eingenommen haben, den Arzt nicht sehen oder hören. Eine Eiterbeule tritt bei euch auf, und ihr ruft einen Chirurgen, der sie untersuchen soll. Er nimmt seine Instrumente, schneidet sie auf und drückt sie heraus. Das verursacht dem Kranken Schmerzen, aber der Arzt ist nicht schuld. Ich wünschte, ihr wärt alle Masseure und Chirurgen in dieser Hinsicht, die aber ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen tun, nach allen Regeln der Kunst. Wenn der Mann überschüssige Energie hat, soll er sie in einer anderen Frau verströmen, aber mit Bedacht; und wenn die Frau überschüssige Energie hat, soll sie sie in einem anderen Mann verströmen, aber mit Anstand und Bedacht. Es ist notwendig, dass überall ein geistiger Austausch stattfindet, damit Wachstum, Frieden und Harmonie herrschen können. Die Bulgaren kennen diese Art des Energieaustauschs, und deshalb machen sie Dorffeste. Menschen aus 10-20 Dörfern kommen zusammen und mischen sich dort untereinader: Sie tauschen sich aus, verbrauchen ihre überschüssige Energie und werden auf diese Weise gesund. Alle gehen glücklich nach Hause. Manche sagen: „Wir wollen nichts Altes, wir wollen das Neue“. Aber das Neue hat kein solches Ergebnis. Ich habe die alten Bulgaren beobachtet: Wenn sie Bohnen kochen, werfen sie das erste Wasser weg und kochen die Bohnen im zweiten Wasser. Das erste Wasser ist nicht gut, aber jetzt sagt man, das sei dumm, man sollte kein Holz nicht verschwenden. Ein deutscher oder englischer Arzt empfiehlt dasselbe: Das erste Wasser sollte weggeschüttet werden, weil es ungesund ist. Ich wünschte, die Bulgaren würden zu den alten Volksbräuchen zurückkehren, die auf sehr wichtigen psychologischen Gesetzen beruhten und gute Ergebnisse brachten.

Christus sagt, der gebildete Schriftgelehrte sei wie der Hausherr, der aus seiner Schatzkammer das Alte und das Neue schöpft. Auch die heutige Wissenschaft geht denselben Weg. Alle neuen Entdeckungen, die in der Wissenschaft gemacht werden, sind noch nicht gut erforscht, es sind noch nicht in ihnen jene Wahrheiten gefunden worden, die den alten Völkern seit den frühesten Zeiten bekannt waren. Zum Beispiel wurde das Element Radium in jüngster Zeit entdeckt, aber die Ursachen seiner Besonderheiten sind noch nicht bekannt. Die Lebensenergie, die in der Natur wie in allen Elementen enthalten ist und von den Hindus „Prana“ oder lebensspendende Elektrizität genannt wird, ist noch nicht entdeckt worden. Solche Energien sind in unserem Organismus, in den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff enthalten, aber sie sind nicht der Wasserstoff und der Sauerstoff. Sauerstoff und Wasserstoff sind nur Träger dieser Energien. Wenn wir keine korrekten Vorstellungen von all den Phänomenen und Veränderungen haben, die in der Natur stattfinden, schaffen wir eine falsche Kultur. Wir kritisieren ständig, dass dieser oder jener kein richtiges, gutes Leben führt, dass dieser oder jener ein unkultivierter Mensch ist. Ich frage: Was sind die Regeln, nach denen wir leben müssen, die wir anwenden können? Was ist die Erziehung? Im Christentum sollte es keine Kritik geben, sondern Wissen und Tugenden. Kritik sollte durch ein solches inneres Verständnis bedingt sein, das in der Lage wäre, unser Leben zu verändern und zu korrigieren. Bis dahin müssen die Europäer mindestens hundert Versuche unternehmen, die neue Kultur und die neuen Regierungsformen anzuwenden. Die Einstellung der Diener gegenüber den Herren leitet sich von der Einstellung der Söhne gegenüber den Eltern ab.

Väter und Söhne, Mütter und Töchter schaffen alle Disharmonie der Welt. Wenn eine Mutter ihre Tochter überfordert, behandelt diese sie auch nach denselben Regeln. Die Tochter wird dann ihre Dienerinnen so behandeln, wie die Mutter sie behandelt. Die Diener und Herren entstanden nach dieser Hierarchie, weil sie dieses große Gesetz nicht verstanden haben. Der Vater nimmt den Platz des alten, weisen Mannes ein, und der Sohn nimmt den Platz des starken Mannes ein. Der Vater wird sagen: „Ich werde den Platz des Drehpunktes einnehmen, um den du dich drehst und in tausend und eine Million Richtungen bewegst. Du kannst alles tun, was du willst, aber trenne dich nicht vom Drehpunkt.“ Wenn der Sohn sagt, dass der Vater dumm ist und sich von ihm trennen will, ist alles verdorben. In diesem Fall ist der Vater nicht stark und damit hat auch der Sohn das Nachsehen. Und der Sohn ist stark, aber nicht klug. Kinder haben Sehnsucht nach ihren Eltern, weil sie deren Weisheit und Erfahrung brauchen. Deshalb sollten Eltern anfangen, das Alte und das Neue aus ihren Beuteln herauszuholen, um zu sehen, was sie ihnen zu geben haben. Eltern müssen wissen, was sie ihren Kindern am Montag, Dienstag usw. zu essen geben sollen, denn die Nahrung schafft die Menschen. Nehmt den kultiviertesten Menschen und füttert ihn mit der gröbsten Nahrung, und ihr werdet sein Leben verändern. Füttert einen ungehobelten Menschen mit der feinsten Nahrung, und in zehn Jahren wird er seine Lebensweise geändert haben. Ich bin froh, dass jetzt schon verschiedene Strömungen auftauchen, die näher an der Natur sind, zum Beispiel der Vegetarismus, obwohl auch das keine richtige Auffassung von Ernährung ist, denn die Natur hat alle Arten von Lebensmitteln geschaffen, und jeder sollte sich mit Lebensmitteln ernähren, die auf seinen Organismus abgestimmt sind. Jeder Mensch, jedes Volk, jede Gesellschaft muss die geeignete Nahrung wählen, die die besten Ergebnisse bringt. Die übermäßige Tötung von Säugetieren schafft eine Anomalie in der Natur. Die meisten Krankheiten sind auf die Tötung von Säugetieren und Vögeln zurückzuführen. Da durch dieses Töten ihre Entwicklung gestoppt wird, bleiben alle Kräfte, die ihr Wohl bilden sollten, ungenutzt, und so entsteht ein Chaos, das die Ursache für die verschiedenen Krankheiten ist. Wisst ihr, was nach dem chaotischen Ausströmen dieses Tierblutes geschieht? Aus seinen Dämpfen werden verschiedene Seren und Kulturen für die schädlichen Bazillen gebildet, aus denen alle Übel der organischen Welt stammen. Um ein Gleichgewicht in die Natur zu bringen, musste sie etwa 100.000.000 Kilo Blut ausscheiden, um das Blut der Tiere auszugleichen. Aber in diesem Krieg heute wurden etwa 200.000.000 Kilo menschliches Blut vergossen. Einige werden verlangen, dass ich diesen Punkt beweise. Ich habe eine Reihe von Beweisen dafür, und ich sehe, dass die Naturgesetze auch in Bezug auf euer Leben wahr sind. Wenn du deinen Vater schlägst und beschimpfst, prüfe, ob du danach noch die gleiche Geisteshaltung hast wie vorher. Vor allem, wenn es um einen Dichter handelt, soll er danach versuchen, etwas Gutes zu schreiben. Auch ein Dramatiker oder ein Schriftsteller, der seine Frau schlägt: Kann er danach ein Stück oder ein Buch schreiben? Eine Frau, die versucht hat, ihren Mann zu vergiften, verliert ihre Schönheit.

Wenn ein junger Mann und eine junge Frau sich das Versprechen geben zu heiraten, aber ihr Versprechen sich als töricht erweist, sollten sie diesen Vertrag nicht erfüllen. Wenn ich verspreche, heute 1.000 Menschen zu treffen und mit allen ein intelligentes Gespräch zu führen, ist es undenkbar, dass ich mein Versprechen einhalte. Der Wunsch, ein Versprechen einzuhalten, das nicht eingehalten werden kann, wird von dem Ehrgeiz eines ehrlichen Menschen diktiert. Aber ein ehrlicher Mensch ist jemand, der richtig denkt und handelt.

Ihr aber, Männer und Frauen, seid jetzt der gebildete Schriftgelehrte, und was ihr an Altem und Neuem aus eurem Schatz schöpft, sind eure Söhne und Töchter. Wenn die Mutter ein unfähiges, jähzorniges Kind zur Welt bringt, ist es das alte Kleid. Wenn sie das Gesetz verstehen würde, würde sie ein kluges Kind gebären, das ist das neue Kleid. Aber auf dem physischen Feld befindet sich dieses kluge Kind in einem für es ungeeigneten Umfeld. Es will arbeiten, sich geltend machen, aber seine Mutter lässt es nicht arbeiten, lässt es nicht mit anderen Kindern zusammenkommen usw. Kannst du deinem kleinen Jungen oder Mädchen keine Arbeit geben? Gib dem kleinen Mädchen Puppen, mit denen es spielen und von denen es lernen kann. Oft sagt der Vater: „Ich habe jetzt keine Zeit, mich um die Kinder zu kümmern, ich muss meine Predigten und Aufgaben vorbereiten.“ Ihr könnt viel predigen, aber ihr müsst aus jeder Predigt eine Lehre ziehen. Wenn ihr ein Unbehagen im Magen spürt, zeigt das, dass unter den Menschen um euch herum Disharmonie herrscht. Wenn ihr eine Schwere in der Lunge spürt, zeigt das, dass ihr in den Herzen der anderen in Disharmonie seid. Wenn ihr eine Enge in Kopf spürt, deutet das darauf hin, dass ihr euch in Disharmonie mit den Gedanken der Menschen um euch herum befindet. Wenn du in einem Raum bist und dich unwohl fühlst, geh nach draußen und wechsle den Ort, und damit wird sich dein Zustand ändern. Wenn du in eine Gesellschaft kommst und dich langweilst, dann geh raus zu einem Volksfest oder Kreistanz, und denk nicht, dass die Menschen schlecht sind. Ihr sagt: „Wir sind religiöse Menschen, es ist nicht Gottes Art, dass wir beim Kreistanz mitmachen.“ Nun, wenn der Arzt mit einer Spritze kommt, wenn er euch Chinin verschreibt, wenn du Fleisch für Frikadellen schneidest, wenn ein Mann und eine Frau sich streiten, ist das nach Gottes Willen? Was ist nach Gottes Willen? All das, was wir tun, ist nicht nach Gott, das heißt, es ist nicht vernünftig, und wir halten uns für Idealisten. Oben Idealisten, unten Materialisten. Wir reden von Gott, aber wir füllen unseren Geldbeutel; wir lesen den Kranken vor, aber wir versorgen uns selbst. Priester, Lehrer, Richter – alle denken, sie seien an ihrem Platz, haben aber, wie der Schriftgelehrte, das große Gesetz der Erkenntnis der Dinge verloren. Ich werde einen guten Menschen nur denjenigen nennen, der, wenn er mir begegnet, in der Lage ist, mein Unwohlsein zu ändern. Ich treffe zum Beispiel eine Frau und fange an, mit ihr zu reden; wenn sie überschüssige Energie hat und meine schlechte Verfassung durch dieses Gespräch verändert wird, ist sie gut. Und wenn diese Frau in euch eine gute Stimmung hervorgerufen hat, dann bedeutet das, dass ein richtiger Austausch von Energien zwischen euch stattgefunden hat. Wenn zwei Negative aufeinander treffen, wird nichts dabei herauskommen, sie sind nicht füreinander bestimmt. Macht eure Schlüsse und Beobachtungen unter religiösen Menschen. Und dieses Gesetz überprüfe ich jetzt mit mathematischer Präzision.

Und deshalb sagt Christus: „Dieser gebildete Schriftgelehrte – ihr müsst wissen, was euer Verstand, Herz und Magen hervorbringen.“ Einige religiöse Menschen sagen, dass „Gott den Bauch zerstören muss“. Ja, der Bauch ist etwas Ungezügeltes, aber der Magen ist ein sehr feines Pferd, das mit feinem Futter gefüttert werden sollte. Aber unser moderner Magen ist ein großes Unglückspilz, weil wir ihn zwingen. Ein Bulgare, Ivan, besuchte einen Bauern. Der Bauer empfing ihn sehr freundlich, gab ihm zu trinken, aber Ivan lehnte ab. Der Bauer bestand darauf und sagte ihm: „Du kannst nicht ablehnen, Ivan, du wirst nach dem Wunsch meiner Frau trinken.“ Ivan trank nach dem Wunsch seiner Frau. Dann musste er auf sein Drängen hin auf die Kinder trinken, und so weiter, bis er so betrunken war, dass er kaum noch stehen und gehen konnte. Dann ging Ivan zur Wasserstelle, damit sich sein Pferd satttrinkt. Das Pferd trank so viel, wie es brauchte, und hörte auf zu trinken. Sein Herr begann ihn zu zwingen, mehr zu trinken, aber das Pferd wollte nicht mehr trinken. Da sagte er zu sich selbst: „Junge, das Pferd ist schlauer als du! Es will auf niemandes Wunsch mehr trinken, und ich habe so viel getrunken.“ Wir müssen essen, trinken, denken, fühlen, handeln, so viel wie nötig. Und das ist die zukünftige Wissenschaft: dem menschlichen Verstand, dem Denken, dem Fühlen und dem Willen Freiheit zu geben. Ihr Mütter, die ihr so oft die Ohren eurer Kinder gewaschen habt, könnt ihr an ihnen ermessen, wie lange eure Kinder leben werden? Wenn ich dein Ohr anschaue, weiß ich daran, wie viele Jahre du leben wirst, an welchen Krankheiten du leiden und woran du sterben wirst. Das Gleiche kann ich an einem Nagel erkennen – alle Krankheiten werden sichtbar. Er ist wie ein vollgeschriebenes Buch. Manchmal sieht man sich im Spiegel an und mag seine Lippen nicht, weil sie blass sind – das zeigt, dass man anämisch ist, manche Menschen haben rote Lippen, und die Ärzte sagen, sie haben mehr rote Blutkörperchen. Dünne Lippen zeigen, dass man gefühlsmäßig bankrott ist, oder dass man ein Geizhals ist. Manchmal macht ein Mädchen seine Lippen absichtlich dünn, schrumpft sie. Der Mann denkt, dass dies besser ist, weil sie ihre Gefühle nicht an einen anderen verschenken will. Dünne Lippen sind ein Übel und dicke Lippen sind ein anderes Übel. Je nach Statur sollte es eine Übereinstimmung zwischen der Breite der Brust, der Lippen und der Stirn geben. Wenn wir göttliche Ideen in unserem Verstand trügen, würden Generationen nach allen Regeln der Wissenschaft geschaffen, und die Kinder würden uns lieben. Und deshalb sagt Christus: „Dieser Schriftgelehrte hat nun begonnen, Sachen herauszuholen.“ Was bedeutet der dicke Hals? Wenn man klein ist und einen dicken und kurzen Hals hat, zeigt das, dass er bald dem Popen bezahlen wird. Wenn er eines Abends zu viel isst, siehe, am nächsten Tag hört man, dass er plötzlich gestorben ist. Ist jemand 175 Zentimeter groß und hat einen Hals von 34 Zentimetern, so leidet er an schwacher Brust. Jemand sagt: „Meine Verlobte hat einen dünnen Hals.“ – Es wäre gut, wenn sie einen dickeren Hals hätte, sonst sollte sie nicht heiraten: Sie kann keine Mutter werden. Sie werden mich fragen: „Was haben diese Dinge mit dem Christentum zu tun?“ – Sie sind von großer Bedeutung, denn genau darum geht es im Christentum: das Gute und das Schlechte in uns selbst zu erkennen.

Mit „alt“ sind all die Fehler gemeint, die in uns veranlagt sind, und mit „neu“ all das Gute, das in uns ist, und wenn wir diese Dinge kennen, werden wir sie kombinieren können, um ein gutes Leben nach diesem Wissen zu schaffen. Für die Zukunft sollten Schulen eingerichtet werden, in denen die Augen, die Ohren, die oberen und unteren Teile des Kopfes – die Stirn, die Nase, das Kinn studiert werden; dann die Lunge, der Magen, die Art, wie das Gewebe beschaffen ist, wie das Nervensystem beschaffen ist, ob es reaktionsfähig ist, usw. Wenn wir all diese Angaben haben, werden wir in der Lage sein, gute Menschen zu schaffen. Wenn wir all dies wissen, können wir auswählen, welche Art von Menschen unsere Kleidung nähen oder unsere Schuhe herstellen sollen usw. Es gibt Menschen, deren Energie sehr schwerfällig ist, deshalb würde ich solche Menschen nicht mit der Herstellung meiner Kleidung beauftragen. Ein solches Kleidungsstück wird bei demjenigen, der es trägt, schlechte Laune hervorrufen. Es gibt Menschen, die, wenn sie ein Haus bauen, die schlimmsten Gedanken und Gefühle darin hinterlassen, so dass alle, die darin wohnen, sterben. Einen Lehrer oder einen Priester, der solche Gedanken hat, würde ich nicht in mein Haus lassen, und ich würde ihm nicht erlauben, Gebete zu lesen. Das sind nicht nur Behauptungen, sondern Ergebnisse von Beobachtungen. Lass den, den du liebst, deine Kleidung nähen. Wenn du in ein Geschäft gehst, wirst du nur dann etwas kaufen, wenn du den Händler magst. Der alte Bulgare, der mehrere Schwiegertöchter hat, sagt: „Ich möchte, dass die jüngste Schwiegertochter für mich das Brot knetet.“ Er weiß, warum er Brot von der jüngsten Schwiegertochter will. Die Schwiegertochter wird, indem sie das Brot knetet, ihre Lebenskraft in es einbringen und mit guten Gedanken umhüllen. Wenn die alte Schwiegertochter Brot backt, wird der Schwiegervater eine Magenverstimmung bekommen. Wenn die Hausfrau entmagnetisiert ist und nur noch Unordnung im Haus herrscht, sollte der Ehemann ein gesundes, lebhaftes Dienstmädchen aushandeln, das die ganze Hausarbeit erledigt, und seine Frau in einen Kurort schicken, bis sie wieder zu Kräften gekommen ist. Gib niemals einem nervösen, steifen Mann die Aufgabe, für dich zu kochen, sondern gib einem wohlernährten, gesunden, fröhlichen Mann diese Arbeit. Damit ist der Schriftgelehrte gemeint, der aus seiner Schatzkammer das Neue und das Alte hervorholt und aufzeigt, worauf die Leiden unseres Lebens zurückzuführen sind. Wenn also ein junger Mann eine dürre Frau heiratet, soll er wissen, dass nichts dabei herauskommen wird. In der geistigen Welt ist die Analogie die gleiche. Menschen, die sehr hölzern sind, haben nicht das erhabene spirituelle Verständnis, sind nicht von der göttlichen Welt, aus dem einfachen Grund, dass sie viele Säuren enthalten, die übermäßige Aktivität hervorrufen, während die beleibten Menschen wie eine Base sind. Die Dürren sind aktiv und die Beleibten passiv. Die Welt besteht aber nicht nur aus Basen oder Säuren, sondern es gibt etwas dazwischen: das sind die Kinder. Fangt jetzt an, das Neue aus dem Alten herauszuholen. Vorher messt eure Nase, euer Kinn, eure Unter- und Oberlippe, betrachtet eure Augen und seht, warum sie mal weiter geöffnet sind, mal weniger, warum sie mal klarer und mal dunkler sind, und so weiter.

Wenn ihr die Dinge auf diese Weise betrachtet, werdet ihr in die Lage versetzt, den inneren Sinn des Lebens zu verstehen. Die Okkultisten sagen über die Gefühle von jemandem: Sein Astralleib steht nicht in der richtigen Beziehung zu seinem physischen Leib, oder sein Mentalleib steht nicht in der richtigen Beziehung zu seinem physischen Gehirn. Ich ersetze den Mentalleib durch das Gehirn, den Astralleib durch die Lunge und den physischen Leib durch den Magen und sage, dass die Beziehung zwischen Magen, Lunge und Gehirn nicht richtig ist.

Beobachtet also die Ohren der Menschen, ob sie viele Falten haben, ob sie breit oder schmal sind; beobachtet auch die Augen der Menschen, die ein hohes Alter erreicht haben, und auch die der jungen Menschen. Und wenn diese Erziehungsmethoden auch im Familienleben richtig angewandt werden, werden alle Männer und Frauen einander sofort verstehen. Das ist die Lehre, die Christus der gegenwärtigen Menschheit vermacht hat. Männer und Frauen, die heiraten sollen, dürfen nicht das gleiche Temperament, das gleiche Gehirn, nicht die gleichen Finger und Nasen haben. Das ist das Neue und das Alte in der Welt. Wenn die Finger des Mannes länger sind, sollten die Finger der Frau kürzer sein. Wenn ihr eine Dienerin wählt, müsst ihr aufpassen, dass das gleiche Verhältnis zwischen ihr und der Hausherrin besteht. Jeder Mensch ist für eine bestimmte Arbeit geboren, die zu dem passt, was er unternimmt. Die Amerikaner sind sich dessen wohl bewusst, und wenn sie ein Dienstmädchen auswählen, lassen sie es von einem Phrenologen untersuchen. Er entscheidet, ob sie geeignet ist oder nicht. So sind auch alle Insekten und Tiere von Gott für eine besondere Aufgabe geschaffen worden. Wenn ein Mensch seinen Platz gefunden hat, für den er bestimmt ist, ist er glücklich, andernfalls ist er unglücklich.

Deshalb sollte es in Zukunft solche Schulen geben, um die Menschen zu untersuchen, mit denen wir ein Unternehmen gründen, und das wird viel Elend vermeiden. Menschen, die nach diesen Gesetzen der Natur leben, leiden weniger. Und diejenigen, die nicht so leben, werden vom Schicksal verfolgt. Konzentriert euch auf diesen Schriftgelehrten, und denkt nach über die alten und neuen Dinge. Ihr werdet nicht die ganze Welt erheben, aber ihr könnt eurer Welt und euren Lieben helfen. Wenn deine Lippen blass sind, bete darum, dass sie rot werden; wenn deine Nase schmal ist, atme tief, damit sie sich weitet; wenn deine Augen trübe sind, bete darum, dass sie klar werden. Das Negative sollte positiv werden. Wenn du Herzklopfen spürst, zeigt das, dass deine Gefühle gespalten sind. Lege mehr Liebe in dein Herz, lass deinen Gefühlen freien Lauf, dann wird das Herzklopfen verschwinden.

Die Einschränkung von Gefühlen verursacht eine Veränderung im Gehirn, das Gehirn seinerseits – in der Blutzirkulation, die Blutzirkulation – im Magen und so weiter. Herzklopfen ist das Ergebnis eines Kampfes zwischen zwei Gefühlen. Beseitigt diesen Kampf, und das Herzklopfen wird verschwinden. Du hast Kopfschmerzen, beseitige den Gedanken, der dich quält, versöhne die gegensätzlichen Gedanken in dir, und die Kopfschmerzen werden verschwinden. Ein bankrotter Kaufmann beginnt sich zu sorgen, und sein Kopf schmerzt. Beseitigt den Gegensatz in Gedanken und Gefühlen, und ihr werdet gesund sein.

Das ist Wissenschaft, Wille, Christentum, Kultur, Religion: uns selbst zu beherrschen und unseren Nächsten zu helfen. Wenn wir einen nervösen Menschen treffen, gehen wir ihm aus dem Weg. Nein, wir müssen ihn auf eine andere Weise beeinflussen. Das ist auch das, was man in solchen Fällen tut, wenn jemand sich einer Sache schuldig macht. Sofort wird er verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Nein, man muss nach den Regeln jenes Schriftgelehrten urteilen, der das Alte und das Neue hervorbringt. Wir sollten die Schulen, die Gerichte und das neue Gesellschaftssystem in diesem Sinne reformieren, so dass wir alles verjüngen können – auch die Familien – und jeder glücklich sein kann. Das ist es, was der Herr will. Früher dachte man, religiöse Menschen sollten mit gesenktem Kopf gehen. Wer den Kopf gesenkt hält, zeigt, dass sein Kopf sehr voll ist, er muss zahlen. Wenn jemand wie ein Fragezeichen oder ein Komma aussieht, bedeutet dies, dass er viel zu geben hat. Wer den Kopf hochhält, zeigt, dass er leer ist. Es gibt auch nichts, was man von ihm nehmen könnte. Das Schelten ist ein Merkmal alter Menschen. Heutzutage schelten und beschimpfen die Leute ständig einander. In der Straßenbahn streiten sie sich jeden Tag, wer wo sitzen soll usw., d.h. sie nehmen Plätze ein und verlassen sie wieder. Das ist die neue Lehre: unsere Energie nicht wahllos zu verbrauchen, sondern sie genau dort zu platzieren, wo sie hingehört. Sonst kommt der Arzt in ein solches Haus und nennt diese Menschen Neurastheniker, Hyperstheniker, manisch Kranke usw. Solche Menschen leiden meiner Meinung nach an einem Mangel, an einem Energieverlust. Das ist die Blutarmut.

Bringt eure Gedanken, eure Gefühle und euren Willen in Einklang und versucht, aus dem Neuen und Alten euer zukünftiges Leben zu gestalten.

Die kleine Kerze


Wenn die vernünftigen Wesen durch den abstrakten Begriff der „Energie“ ersetzt werden; wenn die göttliche Weisheit im Begriff der „Information“ getötet wird; wenn das schöpferische Wesen Gottes auf Elementarteilchen und Wellen reduziert wird; wenn all dies in ein Dogma gekleidet wird, das das Leben als einen Zusammenfall biochemischer Prozesse betrachtet – dann können wir uns an das Lied von Marin Kamburov erinnern:

Die kleine Kerze

Steh morgens früh auf,

wasch dich, zieh dich an,

danke Gott,

öffne das Buch.

Wisse, dass du ein Schüler bist,

so lerne, lerne!

Und wenn die Sonne aufgeht,

vertreibe du die Dunkelheit,

nimm das Geschenk Gottes an,

zieh die Liebe an.

Wisse, dass du ein Diener Gottes bist,

so diene, diene!

In stürmischen, schrecklichen Tagen,

wenn die Sünde regiert

und der böse Zauberer 

die Welt in Finsternis einhüllt,

wisse dass du eine kleine Kerze bist,

so leuchte, leuchte!

Малката свещ

Сутрин рано стани,

умий се, облечи,

Богу благодари,

книгата отвори,

знай, ученик си ти,

учи, учи!

А слънце щом изгрей,

мрак тъмен разпилей,

дар Божи приеми,

с Любов се облечи,

знай, слуга Божи си,

служи, служи!

Във бурни, страшни дни,

кога грехът цари

и света злият маг

обвива с тъмен мрак,

знай, малка свещ си ти,

свети, свети!

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Запалете свещите си всички,  от най-големия до най-малкия, за да не остане някой с незапалена свещ, защото светът се нуждае от Светлина! Като блесне Светлината, ще дойде и Топлината в сърцето, а с това всичката омраза, която съществува, и стремлението да станем малки и големи ще изчезне.“

Учителя Беинса Дуно (Петър Дънов)

Zündet alle eure Kerzen an, von dem ältesten bis zum jüngsten, damit niemand mit einer nicht sngezündeten Kerze zurückbleibt, denn die Welt braucht Licht! Wenn das Licht leuchtet, wird auch die Wärme im Herzen kommen, und mit ihr werden all der Hass, der existiert, und das Streben, groß zu werden, verschwinden.“ Meister Beinsa Douno, Vortrag „Die kosmische Liebe“, 24.8.1919) 

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Marin Kamburov (1902 – 1990), ein Schüler des Meisters Beinsa Douno, wurde in Stara Zagora geboren. Das Wort des Meisters prägte seine Weltanschauung und wurde zu einer Quelle der schöpferischen Inspiration und zum Inhalt seines Lebens. Bis zu seinem letzten Atemzug war Marin Kamburov das Beispiel eines Schülers mit wachem Geist, der alle Momente seines Lebens der Lehre und dem Dienst zur Ehre Gottes widmete.

In 50 Jahren seines Lebens schuf Marin Kamburov 233 Lieder, in denen er die Liebe, die Weisheit und die Güte anpries, wobei er demütig sein Haupt verneigte und seinen Meister und die Größe des Schöpfers verehrte. Er hatte nie einen Schreibtisch und ein Arbeitszimmer. Seine Lieder entstanden in der Natur, bei der Arbeit oder in der Ruhe. Text und Melodie flossen spontan und erwachten meist ohne Korrektur zum Leben.

Viele Jahre bevor die Muse der schöpferischen Inspiration in ihm geweckt wurde, sagte der Meister bei einer der Begegnungen der beiden Brüder Peter und Marin Kamburov zu ihnen: „Ich sage, Marin hat ein starkes musikalisches Gedächtnis“. In der Tat erinnerte sich Marin Kamburov bis zu seinem Lebensende an alle seine Lieder, die durch seinen Geist aus den Welten des Lichts zur Erde gesandt wurden, und sang sie mit Begeisterung. (https://beinsa.bg/chronology.php?id=2295)

Der goldgelbe Kater

(Aus den Erinnerungen von Galilej Welitschkov, veröffentlicht im Buch „Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ – Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 4, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993)

Es sei daran erinnert, dass der Meister eine strenge Disziplin verlangte, die von den Schülern der speziellen und allgemeinen Klasse und auch von Besuchern, die sich für sein Wort interessierten, eingehalten wurde. In einer Reihe von Einführungsvorträgen und auch bei einigen Versammlungen wurden mehrere Stunden den Regeln und Anweisungen gewidmet, die für Harmonie und Ordnung sorgten, für die erfolgreiche und nutzbringende Arbeit notwendig waren. So mussten die Schüler und Zuhörer ihre Plätze vor dem festgelegten Zeitpunkt einnehmen. In den wenigen verbleibenden Minuten wurde gesungen oder geschwiegen. Gesang und Meditation erfrischen die Seele, befreien den Geist vom Alltagstrott. Der von Sorgen befreite Geist nimmt neue Gedanken, neue Gefühle, neue Ideen leichter auf. Gewiss, die Mehrheit befolgte die geforderte Ordnung. Aber es gab auch Übertreter. Sie kamen mit ein paar Minuten oder mit noch größerer Verspätung zu den Vorträgen. Es war nicht üblich Vorwürfe zu machen. Die Verspäteten mussten sich selbst von der geforderten Ordnung überzeugen und die Disziplin einhalten.

Die Schüler wussten, dass die unsichtbaren Wesen, die die Schule besuchten, dieselbe Disziplin einhielten; es entsprach nicht dem Geist der allgemeinen Harmonie, unpünktlich zu sein. Die unsichtbare Anwesenheit war die strahlende Aura der Klasse, die mit ihrem Licht Respekt einflößte. Diese Wesen waren der leuchtende Zaun, der von ungeübten Geistern nicht leicht zu überwinden war. In diesem Sinne war die Klasse ein Publikum aus sichtbaren und unsichtbaren Schülern, die sich im Namen großer Ideen versammelten.

Als das Zuspätkommen immer häufiger wurde, beschloss einer der Brüder, seine Ruhe zu opfern, sich an die Tür zu stellen und niemanden einzulassen, zumindest während der Zeit, in der die Gebete gesprochen wurden oder die Schüler in Kontemplation versunken waren. Diese strenge Maßnahme des Bruders wurde vom Meister stillschweigend akzeptiert.

Doch eines Morgens befand sich unter den Nachzüglern, die darauf warteten, dass die Tür des Salons geöffnet wurde, ein großer goldgelber Kater, der sich neben dem oberen Zimmer des Meisters „niedergelassen“ hatte. Dort, auf der Fußmatte oder auf dem kleinen Hocker neben der Tür, begrüßte und verabschiedete er alle Gäste. Natürlich erhielt der Kater für diese Beständigkeit eine Belohnung – ein Stück Käse oder ein gekochtes Ei. Es kam nicht selten vor, dass er dem Meister sehr vornehm und wichtigtuerisch in den Speisesaal, in den Weinberg, auf die Wiese und in die Wohnung der Stenografinnen folgte. Wahrscheinlich hat noch nie eine Katze ihre Tage mit so viel Selbstvertrauen verbracht.

Es ist bemerkenswert, dass der Kater den Salon nicht betreten konnte, und als er sich zu den Nachzüglern gesellte und versuchte, mit ihnen einzutreten, wurde er grob weggejagt. Die laute Vertreibung des Katers erregte die Aufmerksamkeit des diensthabenden Bruders, der ihn bemerkte, seine Absicht verstand und offensichtlich beschlossen hatte, ihn nicht in die Klasse zu lassen.

Eine ziemlich große Gruppe betrat den Salon und zur Überraschung aller huschte der Kater schnell vorbei und versteckte sich neben dem kleinen Schrank, der für die zum Verkauf stehenden Bücher vorgesehen war.

Das Gewusel um die Nachzügler und den Kater erregte die Aufmerksamkeit des Meisters, der sich in aller Ruhe von seinem Stuhl erhob und begann, mit Zirkel und Lineal geometrische Formen an die Tafel zu zeichnen – eine Vorgehensweise, die die abstrakten Gedanken am besten verdeutlichte. Während die Aufmerksamkeit aller Zuhörer auf die Zeichnungen gerichtet war, kroch der Kater, fast unbemerkt und von niemandem gestört, zum Pult und trat mit einem beherzten Sprung auf den Stuhl mit dem weißen Kissen, auf dem sonst der Meister saß, legte sich hin und schnurrte zufrieden.

Wir erschraken vor der Dreistigkeit und Unverschämtheit des Tieres, das es wagte, die in der Schule geltenden Anstandsregeln zu verletzen. Derjenige, der am meisten vor Aufregung zitterte, war der Bruder, der über die Ordnung in der Klasse wachte und sich von einer Katze überlisten ließ. Keiner von uns wagte es, den ungebetenen Gast zu verjagen. Unsere Verwunderung und Aufregung wuchsen. Wir gaben unsere Ohnmacht zu und erwarteten, wie der Meister reagieren würde.

Als der Kater den Sprung machte und sich auf das weiße Kissen legte, schaute der Meister hin, lächelte ein wenig und fuhr mit seiner Zeichnung fort. Die Formen wurden gezeichnet, Zirkel und Lineal auf den kleinen Tisch gelegt, und der Meister schaute weiter, mal zu uns, mal zum Kater, und murmelte:

„Ihr habt ihn nicht reingelassen, aber er kam rein. Nicht nur kam er rein, sondern er hat sich auch den höchsten und besten Platz ausgesucht. Wisst ihr, wie lange er auf diesen Moment gewartet hat? Er beherbergt nun den Geist eines der verstorbenen bulgarischen Bischöfe, der seit langem versucht, in die Schule zu kommen. Die unsichtbaren Wesen wollen ihn nicht hereinlassen. Keiner von euch lässt ihn herein, aber er ist an der neuen Lehre interessiert und will sie mit seinen Ohren hören. Doch er hat keine Ohren und leidet. Nicht nur das, der Bischof hat auch keinen geformten Körper, um das Wort und die göttlichen Gedanken zu empfangen. Ich sehe ihn, wie er um den Salon herumgeht und nach einem Weg sucht, um hereinzukommen. Heute hat er den Kater benutzt, der sich als ein gutes Medium erwiesen hat. Außerdem hat der Kater den Fehler der Nachzügler ausgenutzt und den Salon betreten. Und nun wird der Bischof zusammen mit euch dem Vortrag zuhören. Der Kater ist im Halbschlaf, er ist nur entrückt…

Der Vortrag ging weiter. Er wurde nicht nur von uns, nicht nur von den unsichtbaren Wesen, sondern auch von einem Bischof angehört.

Hier sind einige der Gedanken aus dem Vortrag:

„Lasst die Liebe der Antrieb in eurem Leben sein – um den Namen Gottes zu verherrlichen.

Lasst die Weisheit euer Ansporn sein – das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu suchen.

Seid Vermittler für das Kommen des Reiches Gottes auf Erden.

Lasst die Wahrheit der Antrieb für die Erfüllung des göttlichen Willens sein.

Lasst uns den Namen Gottes mit Liebe verherrlichen.

Lasst uns das Reich Gottes mit Weisheit einleiten.

Lasst uns Gottes Willen mit der Wahrheit erfüllen.

Wir wollen allen Menschen auf der Erde Frieden bringen.“

Wir haben uns über diesen Vortrag gefreut. Wir hoffen, dass auch unser Gast, der Bischof, zufrieden war.

„Edel ist das Volk, das den Willen Gottes tut“

Wir heutigen Menschen haben nicht gelernt zu leben. Wir haben die Kunst des Lebens. Ihr werdet fragen, wie ich die Dinge verstehe. Jemand kommt, er will heiraten und fragt, ob das von Gott ist oder nicht. Ich sage: Wird dir die Ehe, wenn du heiratest, mehr Nutzen bringen als jetzt? Wenn sie dir mehr Nutzen bringt, dann heirate. Wenn sie dir größeren Schaden bringt als jetzt, dann heirate nicht. Du willst in den Handel einsteigen – wenn der Handel dir mehr Gewinn bringt als jetzt, fang damit an, wenn du verlierst, brauchst du den Handel nicht. Du willst irgendwo Professor werden – wenn es dir mehr Nutzen bringt, werde einer, wenn nicht, warum solltest du? Ich werde sehen, ob es mir irgendeinen Nutzen bringen wird. Wenn ich Prediger werde und Schaden anrichte, will ich nicht Prediger werden. Mit welcher Arbeit auch immer ich in der Welt beginne, selbst mit der kleinsten Arbeit, ich will sehen, ob sie mir einen größeren Nutzen, etwas Gutes bringt.

Man stellt jetzt Fragen nach dem Krieg. Ich wende dasselbe Gesetz an. Wir wollen kämpfen. Wir können kämpfen. Bringt das Kämpfen mehr Gutes als wir haben, dann lasst uns kämpfen. Wenn es mehr Böses bringt, als wir haben, dann kämpfen wir nicht. Eine göttliche Regel. Dann müssen wir alles so sehen, wie Gott es sieht. Die Mutter will, dass ihr Kind erhoben wird, dass es ein gebildeter Mensch wird – das ist göttlich. Du kümmerst dich nicht um die anderen – dann behindere sie wenigstens nicht, wenn du dich nicht um sie kümmerst. Das Wohl auch der anderen Kinder müsste die Mutter wünschen, denn Gott will, dass alle Menschen Fortschritte machen. Alle Seelen sollen auf dem Weg sein, um das Gute der Liebe zu kosten, um das Gute der Weisheit und der Wahrheit Gottes zu kosten, um das Gute des Lebens, des Wissens und der Freiheit Gottes zu kosten, um das Gute der Schule und der Arbeit Gottes zu kosten, die Gott ihnen in der Welt gibt.

So sage ich: Auf dem neuen Weg, den wir eingeschlagen haben, werdet ihr wissen, welche Enttäuschung in die Herzen eindringt, wenn es einen Menschen gab, der euch liebte, der bereit war, sich zu opfern, um euch zu finden und der dann feststellte, dass ihr falsch wart. Was für eine Enttäuschung in seiner Seele ist das! Bringt keine Enttäuschung in die Seele! Wenn jemand enttäuscht ist, wird der Fehler bei ihm liegen. Sei in der Liebe immer unveränderlich.

Nun könnt ihr mich fragen, wen ich meine. Manche meinen, die Engländer seien schuld in der Welt, manche meinen, die Franzosen seien schuld. Die Franzosen sind schuld, das stimmt. Manche meinen: die Deutschen sind schuld, die Russen sind schuld, die Amerikaner sind schuld. Jeder hat ein bisschen Schuld.

Ich sage: Der Frieden kommt von oben. Es kommen die glücklichen Jahre, in denen Gott beschlossen hat, die heutige Menschheit zu prüfen. Die weiße Rasse steht vor einer großen Prüfung. Ich wünsche allen Völkern das Gute. Lasst die Engländer ihre Menschlichkeit zeigen, lasst die Engländer ihren Edelmut zeigen, lasst die Engländer ihre Besonnenheit und Güte zeigen. Lasst die Deutschen ihre Menschlichkeit zeigen, lasst die Deutschen ihren Edelmut, ihre Besonnenheit und ihre Güte zeigen. Lasst die Russen ihre Menschlichkeit, ihren Edelmut, ihre Besonnenheit und ihre Güte zeigen. Lasst die Amerikaner das Gleiche zeigen. Lasst alle Völker das Gleiche zeigen, und der Frieden wird kommen. Sie werden ein Gut haben, das sie noch nie in der Welt hatten. Sie werden das Neue, das Gott ihnen schenkt, kosten. Ich meine nicht, dass sie nichts haben.

Wenn sie das nicht tun, wird der Herr sie einschläfern; er wird die Völker, die den Willen Gottes nicht getan haben, einschläfern, er wird sie in eine andere Welt bringen [und] andere an ihre Stelle setzen. Ihr werdet fragen: „Wie sollen wir das verstehen?“ Versteht es, wie ihr wollt. Wenn ich einen Sohn habe, und wenn er meinen Willen nicht tut, so will ich ihn einschläfern, ich will ihn verstoßen, ich will ein Waisenkind nehmen, das meinen Willen tun wird. Derjenige, der meinen Willen tut, der ist mein Sohn. Gott will, dass die Völker seinen heiligen Willen tun. Edel ist das Volk, das den Willen Gottes tut.

Ich sage: Wenn ihr den Willen Gottes nicht tut, wird Gott euch einschläfern, Er wird andere an eurer Stelle finden. Ihr werdet Abraham und Lazarus sehen wie der reiche Mann; ihr werdet am Ort der Qualen sein. Wie bist du an diesen Ort gekommen? Als Lazarus vor der Tür des reichen Mannes saß, sagte dieser: „Diese niedrige Kreatur“, und er aß [und] trank und die Musik spielte. Dann verwandelte sich die Musik in Leiden. So ist das menschliche Leben. Das menschliche Leben beginnt mit dem Guten und endet mit dem Leiden. Die Hölle ist das irdische Leben, das menschliche Leben ist die Hölle. Die Hölle ist hier.

(„Der Weg der Gerechten“, Sonntagsvorträge, Sofia, 3.1.1943, 10:00)

Eine Nachricht vom Astrologen Filip Filipov:

„Wir haben um 12:00 Uhr bulgarische Zeit mit einem täglichen gemeinsamen Gebet für den Frieden begonnen. Wir beten das Gute Gebet und anschließend ein persönliches Gebet für den Frieden.

Wir machen das vom 17.10. bis 17.12.2023 und der Höhepunkt ist am 17.11.2023, wenn die Sonne den Mars für 2 Tage (17.-18.11.) verdeckt und damit alles Negative des Planeten Mars für die Menschheit beseitigt und nur den Willen und die Ritterlichkeit übrig lässt, die charakteristischen positiven Eigenschaften dieses Planeten. Eine solche Konstellation hat am Ende des Zweiten Weltkrieges bestanden. Bitte verbreiten Sie die Idee.“

Zu früher Stunde

Es ist frühe Stunde,

alles singt und flattert.

Die Sonne leuchtet,

die Seele der Welt frohlockt

über die große Liebe.

Singej, Herz, vergiss den Kummer

und die Stürme der Menschen

in dieser wundersamen Stunde.

Höre meine Stimme!

Großes Leben wird geboren

im schweren Kummer.

Stille Freude, neues Leben 

bringt dieser Sturm in die Welt.

Neues Leben der Liebe, 

um meine Seele zu wärmen!

Freiheit, starken Geist

Und Frieden sollst du haben.

Höre meine Stimme, 

sanfte Klänge rufen dich,

Ewige Liebe regiert dort!