Allgemeine okkulte Klasse, Sofia, 7.1.1931, 5:00 Uhr
Meditative Vertiefung
Thema für das nächste Treffen: „Herkunft des menschliche Gehirns“
Wenn man über ein Thema schreibt, muss man klar denken. Um das Thema gut zu bearbeiten, muss man sich zunächst auf die kennzeichnenden Hauptmerkmale des Gegenstands konzentrieren, über den man schreiben oder sprechen möchte. Das Wasser hat beispielsweise viele Eigenschaften, aber eine davon ist kennzeichnend. Wenn wir vom Wasser sprechen, denken wir an seinen Zustand und seine Reinheit. Es ist flüssig und klar. Sind Verunreinigungen vorhanden, verändern sich seine Eigenschaften. Was ist die Haupteigenschaft des Lichts? Wenn wir über die Eigenschaften von Wasser und Licht sprechen, meinen wir das Leben. Die charakteristischen Merkmale des Lebens sind Reinheit und Licht. Das reine Leben trägt also Licht in sich. Um das Leben in seiner Gesamtheit zu verstehen, muss man vom Physischen zum Spirituellen gehen, also von der äußeren zur inneren Seite. Das Spirituelle ist zeitlos und raumlos. Wie lässt sich das verstehen? So wie das Verhältnis zwischen Geist und Fleisch ist, so ist das Verhältnis zwischen der äußeren und der inneren Seite des Lebens. Es sind zwei gegensätzliche Dinge, die nicht miteinander harmonieren und sich in einem ständigen inneren Kampf befinden.
Man hört jemanden sagen, etwas bedrücke seine Seele. Ein anderer sagt, sein Herz sei schwer und sein Geist finster. Wo ist seine Seele? Er weiß es nicht. Wo sind Verstand und Herz – das weiß er, aber welcher Verstand und welches Herz empfinden Traurigkeit und Dunkelheit? Es sind nicht der physische Verstand und das physische Herz des Menschen. Der Mensch hat ein anderes Herz und einen anderen Verstand, mit denen er Phänomene und Gefühle aus der spirituellen Welt wahrnimmt. Dies sind abstrakte Dinge, von denen nur zu demjenigen gesprochen werden kann, der sie erfahren hat. Um zu den abstrakten Dingen des Lebens zu gelangen, muss man mit dem Sichtbaren beginnen und sich allmählich dem Unsichtbaren zuwenden.
Als Schüler müsst ihr zuerst die Gesetze der physischen Welt studieren und dann die Gesetze der spirituellen und der göttlichen Welt. Das bedeutet, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren zu gelangen. Wenn man beispielsweise die Eigenschaften des Wassers nicht kennt, kann man niemals die kennzeichnenden Merkmale des Lebens erfassen. Eine der charakteristischen Eigenschaften des Wassers ist seine Neigung, an Gefällen abwärts zu fließen und im Raum aufzusteigen. Lässt man es fließen, sucht es sich das geringste Gefälle und fließt hinab. Wenn man Wasser verdampfen lässt, steigt es hoch in den Weltraum. Als Dampf steigt das Wasser auf; als Flüssigkeit fließt es hinunter; und als Feststoff in Form von Schnee und Eis bleibt es an seiner Stelle. Was macht Wasser als Dampf, als Flüssigkeit und als Eis?
In allen drei Zuständen spielt das Wasser eine wichtige Rolle in der Natur und im Leben. Wer die Bedeutung des Wassers in der Natur nicht erkennt und versteht, behauptet, dass Nachdenken nichts bringe. Das Denken ist wie fließendes Wasser. Daher sollte man sich fragen, welchen Beitrag Wasser zur Natur leistet. Meiner Meinung nach leistet fließendes Wasser einen wichtigen Beitrag. Folglich leistet auch das Denken einen wichtigen Beitrag. Wir meinen damit nicht das gewöhnliche menschliche Denken, das sich mit den Belanglosigkeiten des Lebens befasst. Wir sprechen vom erhabenen, schöpferischen Denken. Neben diesem erhabenen Denken gibt es auch Gedanken, die sich dem Menschen trotz seines hohen Bewusstseins aufdrängen. Woran denkt beispielsweise ein Hungriger? An Brot. Woran denkt ein Durstiger? An Wasser. Woran denkt ein Kranker? An Gesundheit. In diesen Zuständen kann der Mensch nicht über Erhabenes nachdenken. Er ist nur damit beschäftigt, wie er Hunger, Durst und Schmerzen bewältigen kann.
Was ist das Wichtigste im Leben? Jeder Mensch trägt etwas Wichtiges in seinem Leben, dessen er sich selbst bewusst sein muss. Jeder Tag birgt einen wichtigen Moment. Welcher dieser Moment ist, muss jeder für sich selbst entdecken. Hat er diesen Moment nicht gefunden, wird das Leben eintönig und sinnlos sein.
Jemand behauptet, das Wichtigste im Leben sei, gut, klug und moralisch zu sein. Das sind selbstverständliche Werte, die für jeden Menschen gelten. Darüber muss man nicht diskutieren. Macht es Sinn, vom Wasser zu sagen, es müsse flüssig sein, oder vom Licht, es müsse hell sein? Das ist doch klar. Die Erde ist nicht Erde, wenn sie nicht fest ist; Wasser ist nicht Wasser, wenn es nicht flüssig ist; Licht ist nicht Licht, wenn es nicht hell ist. Genauso sagen wir: Ein Mensch ist kein richtiger Mensch, wenn er nicht gut, klug und gerecht ist. Man könnte sagen, ein Mensch müsse einen festen Charakter haben. Was versteht man unter „festem Charakter“? Charakter kann nicht fest sein. „Fest“ impliziert etwas, das sich nicht biegt. Was sich nicht biegt, zerbricht.
Ein Mensch sollte also einen gefestigten, nicht einen festen Charakter haben. Wer einen gefestigten Charakter besitzt, erträgt alle Schwierigkeiten und Prüfungen. Welche Stürme und Winde ihn auch treffen mögen, er wird sich zwar zur Seite neigen, aber niemals zerbrechen. Er wird sich ein wenig beugen und dann zu seiner ursprünglichen Haltung zurückkehren. Wenn er sich entscheidet, Gutes zu tun, wird er es tun, egal wie schwer es auch sein mag. Wenn er seine guten Wünsche nicht erfüllt, wenn er sich weigert, jemandem zu helfen, ist sein Charakter unbeständig. Er wird von seinem Wunsch, jemandem Gutes zu tun, abweichen und es dann bereuen. Stellt euch vor, dieser Mensch, dem ihr Gutes tun wolltet, wird in einem Monat eine hohe Position bekleiden. Wie wird es euch ergehen? Ihr werdet es bereuen, ihm nicht Gutes getan zu haben. Als jemand in einer hohen Position hätte er die Möglichkeit, euch zu danken, aber ihr habt euch bereits dieser Dankbarkeit beraubt. Wir gehen noch weiter und sagen: Tut Gutes um des Guten willen und nicht, um dafür belohnt zu werden. Daher hat jede gute Tat, die ein Mensch vollbringt, auch einen inneren Nutzen. Es gibt kein Gutes, das keine positiven Folgen hat. Selbst wenn man von der guten Tat nichts erwartet, hat sie an sich schon positive Auswirkungen.
Wenn wir vom Guten sprechen, müssen wir wissen, dass nur ein liebender Mensch Gutes tut. Sobald man über die Liebe spricht, empfinden die Menschen entweder Angst oder Begeisterung. Diejenigen, die die Liebe verstehen, sind von ihr begeistert und nennen sie die Sonne des Lebens. Tatsächlich bezeichnen wir den Sonnenaufgang des menschlichen Lebens als das Leben der Liebe. In der Heiligen Schrift heißt es: „Die alte Sonne wird untergehen, die neue Sonne wird aufgehen.“ Anders ausgedrückt: Die alte Liebe wird vergehen, die neue wird erstehen. Wenn die neue Sonne des Lebens aufgeht, werden alle Menschen auferstehen. Es heißt auch, dass Sonne, Mond und Sterne sich verdunkeln werden. Warum? Um Platz für eine neue Sonne, einen neuen Mond und neue Sterne zu schaffen.
Wenn man diesen Gedanken wörtlich nimmt, kommt man zu einer bestimmten Schlussfolgerung. Im übertragenen Sinne bedeutet er jedoch, dass alte Ideen verschwinden, wie Gras und Blumen, die wachsen, verwelken und durch neue ersetzt werden. Die Ideen wachsen und entwickeln sich wie die Pflanzen, Tiere und Menschen.
Der Mensch behauptet, er könne ohne Licht, Luft, Wärme, Wasser und Nahrung nicht wachsen und sich entwickeln. Es stimmt, dass er sich ohne diese Elemente nicht entwickeln kann, doch es handelt sich dabei lediglich um äußere Bedingungen. Es gibt weitere Elemente, ohne die der Mensch sich nicht entwickeln kann: innere oder spirituelle Bedingungen. Um die äußeren Bedingungen richtig zu nutzen, muss der Mensch deren spirituelle Bedeutung verstehen. Es genügt nicht, dass er Wasser trinkt, sondern er muss wissen, wie er das Wasser trinkt, um die physische und spirituelle Kraft des Wassers zu nutzen; es genügt nicht, dass er Luft einatmet, sondern er muss wissen, wie er atmet. Die Hindus verfügen über spezielle Atemtechniken, die Europäer nicht anwenden können. Würde man einen Europäer den Vorschriften der Hindus unterwerfen, könnte er diese kaum ertragen.
Es ist nicht leicht, nach bestimmten Regeln und Vorgaben zu leben. Wer sich einer bestimmten Vorschrift unterwerfen will, muss sie regelmäßig befolgen, so wie ein Akrobat die Regeln für seine körperliche Entwicklung einhält. Egal wie schwierig die Umsetzung einer bestimmten Vorschrift ist, man muss sich dennoch anstrengen. Wer sich nicht an eine bestimmte Vorschrift hält, wird in seinem physischen oder geistigen Leib etwas ansammeln, das sich schädlich auf seine Psyche auswirkt.
Manchmal hat man eine gute Verfassung und möchte etwas Gutes tun, wird aber plötzlich von Kummer, Trauer oder einer Last überwältigt und verzichtet auf das Gute, das man sich vorgenommen hatte. Man fragt sich: Wieso soll ich überhaupt an das Wohl der anderen denken? Jeder sollte sowohl an sein eigenes Wohl als auch an das Wohl seiner Mitmenschen denken, ohne sich Gedanken zu machen, wann er es verwirklichen kann. Man sollte sich keine Frist für gute Wünsche setzen. Jemandem Gutes zu tun ist eine hervorragende Idee, aber sie entspringt nicht nur dem Geist eines Einzelnen. Viele Menschen denken darüber nach. Sie kommt ursprünglich von Gott und durchdringt viele menschliche Gedanken. Wenn dir also eine Idee kommt, prüfe zuerst ihren Ursprung, bevor du sie annimmst. Sobald du sie annimmst, suche ihr einen geeigneten Platz und pflege sie, bis sie sich festsetzt.
Stellt euch vor, der Gedanke an Liebe ist euch gekommen und ihr möchtet ihn verwirklichen. Ihr beginnt, euch ein Bild mit besonderen Eigenschaften vorzustellen und sucht danach unter den Menschen. Wenn ihr es in der physischen Welt nicht findet, werdet ihr es in der geistigen oder göttlichen Welt finden. Es ist unmöglich, ein Bild von etwas zu besitzen, das nicht existiert. Was das Sein betrifft, ist alles real. Wir sagen, dies oder jenes sei eine Illusion, aber im Verhältnis zum Sein existieren keine Illusionen. Illusionen entstehen nur, wenn die Beziehungen zwischen den Dingen nicht verstanden werden. Wenn jemand glaubt, von jemandem geliebt zu werden, kann er sich nur in Bezug auf die Liebe dieser Person täuschen, nicht aber in Bezug auf die Liebe an sich. Dieser Mensch liebt, aber nicht ihn. Er ist bereit zu sagen, dass das Objekt seiner Liebe jemand anderes ist. Ihr fragt: Hat Christus uns nicht gelehrt, einander zu lieben? Christus predigte, dass die Menschen einander lieben sollen, aber dieser Gedanke muss etwas genauer verstanden werden. Wenn ein Käufer auf den Markt geht, um einen Topf auszusuchen, wird er nicht den ersten nehmen, den er sieht. Alle Töpfe stammen von demselben Töpfer, doch der Käufer wählt einen Topf aus, der zu ihm genau passr. Unter den vielen Töpfen wird ihm einer gefallen, und er kauft ihn. Der Käufer sucht einen Topf, der seinen Vorstellungen entspricht. Es mag schönere, größere Töpfe geben als den, den er gewählt hat, aber diese entsprechen weder seinem Geschmack noch seinen Vorstellungen. Und so vielfältig die Töpfe eines Töpfers auch sein mögen, wie viel mehr gilt das erst für die Menschen. Wenn es eine besondere Vorliebe und Liebe für die Töpfe eines Töpfers gibt, wie viel mehr gilt das erst für die Menschen selbst.
Man sagt, wir sollten einander lieben. Das ist allgemein gesprochen. Wir sollten leben. Auch das ist allgemein gesprochen. Lieben ist das eine; „ich liebe“ ist das andere. Leben ist das eine; „ich lebe“ ist das andere. Gesund sein ist das eine; „ich bin gesund“ ist das andere. Wie sollen wir lieben? Es gibt keine Regeln für die Liebe. Wenn wir über die Liebe der heutigen Menschen sprechen, werden wir davon angesteckt. Ihre Liebe hat etwas Schmerzliches an sich. Sie haben in sie ein Element eingeführt, das sie verdorben hat. Dadurch haben die Menschen das Vertrauen zueinander verloren. Wenn man einem gesunden Menschen seine Liebe zeigt, wird er denken, man wolle ihn ausnutzen – er wird an der Liebe zweifeln. Wenn man einem Kranken seine Liebe zeigt, wird man ihn aufrichten, ihn hinlegen, ihn versorgen. Wie vorsichtig man ihn auch berühren mag, man wird ihm durch die Berührung Schmerzen zufügen. Am Ende wird er an der Liebe zweifeln, er wird denken, man wolle sich an ihm rächen. Um den Fehler wiedergutzumachen, bringt man ihm Milch, Suppe, etwas zu essen. Dann fasst man ihn an, um es ihm bequem zu machen, und fügt ihm erneut Schmerzen zu. Er beginnt zu glauben, dass ihr ihn nicht liebr. Egal wie sehr ihr den anderen eure Liebe zeigt, ihr könnt sie nicht zufriedenstellen; eine gewisse Disharmonie wird dennoch zwischen euch entstehen. Wer stört die Harmonie: der Gesunde, der dient, oder der Kranke, dem gedient wird? Damit Liebe sich in ihrer wahren Natur entfalten und erkannt werden kann, dürfen die Beteiligten vor allem keine Mängel haben – weder körperliche noch seelische. Sie müssen äußerst aufmerksam zueinander sein und die Gefühle des anderen nicht verletzen.
Wenn wir von der Liebe sprechen, meinen wir Gottes Liebe, nicht die menschliche Liebe, die sich auf Erden manifestiert. Trotzdem wird immer wieder von der Liebe gesprochen. Die Menschen fragen sich, ob Gott sie liebt oder nicht. Eine solche Frage zu stellen bedeutet, Gottes Liebe nicht zu verstehen. In der Heiligen Schrift heißt es: „Gott ist Liebe.“ Könnt ihr euch fragen, ob Gott euch liebt? Ihr wisst, dass Gott Liebe ist. Das zeigt, dass jede Seiner Offenbarungen, ob klein oder groß, Liebe ist. Solltet ihr das Wasser fragen, ob es bereit ist, euren Durst zu stillen? Es hat keinen Sinn, eine solche Frage zu stellen. Wasser stillt den Durst, indem es in den Mund und von dort in den Magen gelangt. Die Frage ist nicht, ob das Wasser bereit ist, euren Durst zu stillen, sondern ob ihr bereit seid, euch ihm zuzuwenden, euch ein wenig zu bücken, den Mund zu öffnen, damit es einfließen kann. Wenn ihr jedoch erwartet, dass das Wasser zu euch kommt und direkt in euren Mund fließt, ohne dass ihr euch darauf einstellt, werdet ihr lange warten. Das Wasser wird an euch vorüberziehen, ohne euren Durst zu stillen. Den Stolzen gegenüber ist es stolz; den Demütigen gegenüber ist es überaus aufmerksam und hilfsbereit.
Weil sie die Gesetze der Liebe nicht verstehen, verhalten sich die heutigen Menschen wie Aristokraten. Sie sitzen an einem Ort und warten darauf, dass die Liebe zu ihnen kommt. Die Liebe gehorcht nicht den unvernünftigen und unwissenden Menschen. Sie ist bereit, jedem zu dienen, der sie kennt und versteht. Wenn du durstig bist, was tust du dann? Du suchst eine Quelle, um deinen Durst zu stillen. Sobald du die Quelle gefunden hast, kniest du davor nieder und trinkst von ihrem Wasser, bis dein Durst gestillt ist. Also solltest du zur Quelle gehen, nicht umgekehrt. Die Liebe ist die große Quelle des Lebens, zu der jeder gehen muss, um seinen Durst zu stillen. Tut er dies nicht, wird er auf große Enttäuschungen und Widersprüche stoßen. Was seht ihr heute? Alle Menschen fliehen vor der Liebe, sie sind von ihr enttäuscht. Mutter, Vater, Kinder, Lehrer, Staatsmänner – sie alle sind von der Liebe enttäuscht. Wohin fliehen sie? In den Wald. Wenn sie in den Wald gehen und dort verweilen, werden sie wieder durstig sein und sagen: „Was soll’s – wir gehen zur Quelle und trinken Wasser.“ Egal, wie sehr man vor der Liebe flieht, man wird dennoch mit seinem Krug zur Quelle gehen, um von ihrem Wasser zu trinken. Wer vom Wasser der Liebe trinkt, erfreut sich Gesundheit und eines langen Lebens. Indem man vom Wasser der Liebe trinkt, hat man die Möglichkeit, ihre Samen in sich zu nähren und zu pflegen, um eines Tages von ihren süßen Früchten zu essen. Nicht nur das menschliche Leben, sondern das Leben aller Lebewesen wird durch die Früchte der Liebe erhalten. Wenn die Menschen einander lieben, helfen sie einander, und ihr Leben wird leichter.
Trotz aller Enttäuschungen in der Liebe streben die Menschen weiterhin danach. Warum? Sie erkennen, dass ihre Enttäuschungen auf etwas zurückzuführen sind, das sie selbst in die Liebe hineininterpretieren. Die wahre Liebe kennt keine Enttäuschungen und Widersprüche. Ein Grund für die Enttäuschungen der Menschen ist ihr Egoismus. Wenn es also um die Liebe geht, muss man sich von allen egoistischen Gedanken und Gefühlen befreien. Nur so kann man die Liebe verstehen und von ihr profitieren. Andernfalls hört man zwar anderen zu, die über die Liebe sprechen, versteht sie aber ungefähr so gut wie ein Laie klassische Musik. Man hört sich die Musik an, versucht sie zu verstehen, aber am Ende sagt der Bulgare: „Es wäre besser gewesen, sie hätten mir einen Volkstanz vorgespielt, dann hätte ich ein bisschen tanzen können.“ Der Russe sagt: „Es wäre besser gewesen, sie hätten mir Kosakenmusik vorgespielt, dann hätte ich ein bisschen tanzen können.“ Der Türke erwartet vielleicht einen türkischen Tanz. Kurz gesagt: Nur derjenige kann Liebe erlangen, der sie versteht und bereit ist, sie anzuwenden.
Wenn man das Verhalten des Menschen studiert, sieht man, dass er ständig zwischen Freude und Leid pendelt. Beobachtet man jemanden, der überglücklich spielt und herumspringt, weiß man, dass sich dieser Zustand nach kurzer Zeit, nach wenigen Stunden oder Tagen, in Trauer verwandeln wird. Da die Natur wellenartige Bewegungen liebt, verweilt der Mensch nicht lange in seiner Trauer. Von der Trauer gelangt er in einen Zustand der Freude, von dem aus er nach einer Weile wieder auf neue Trauer stößt. Traurige Gefühle verbreiten sich in langen Wellen, freudige in kurzen. Generell gibt es Gefühle, die sich nur schnell, andere nur langsam übertragen lassen. Der Mensch durchlebt Freude und Leid, um das Leben in seiner Gesamtheit zu verstehen. Wer den Tod nicht erlebt, kann das Leben nicht verstehen; und wer das Leben nicht erlebt, kann den Tod nicht verstehen. Wer den tieferen Sinn des Lebens versteht, erkennt den inneren Zusammenhang zwischen allen Phänomenen und allen Menschen und verfällt daher nicht Illusionen und Widersprüchen. Er weiß: erlangt jemand ein bestimmtes Gut, können es auch andere erlangen.
In ihrem Bestreben, ihre Wünsche zu erfüllen, glaubt ein Menschentyp, dies aus eigener Kraft und unabhängig von anderen tun zu können. Ein anderer Menschentyp hingegen ist der Ansicht, dass ein Mensch seine Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen kann. Sie sagen: „Wenn mein Nächster gerettet wird, werde auch ich gerettet.“ Sie vertrauen auf Christus. Warum? Weil sie eine Beziehung zu Ihm haben. Christus kann nur denen helfen, die eine gute Beziehung zu Ihm haben. Wenn dein Freund reich ist, wird er dir sicherlich helfen. Damit er dir helfen kann, musst du eine gute Beziehung zu ihm haben. Andernfalls gehst du an seinem Haus vorbei, ohne Zugang zu erhalten. Im ersten Fall steht der reiche Mann für das Gute, im zweiten für das Böse. Gute Beziehungen führen in den Himmel, schlechte in die Hölle. Viele fürchten die Hölle und wollen davon nichts wissen. Merkwürdig! Christus ist in die Hölle gegangen, und sie wollen nicht hinein. Die Hölle ist ein Ort, den jeder Mensch durchqueren muss.
Was stellt die Hölle dar? Manche sagen, sie befinde sich im Erdmittelpunkt. Andere behaupten, sie sei nicht materiell. Die Hölle ist weder auf der Erde noch auf dem Mond. Es gibt viele Beschreibungen der Hölle, doch keine entspricht der Realität. Man stellt viele Vermutungen über das Leben in der Hölle an, aber sie beschreiben kaum, was die Hölle wirklich ist. In der Hölle leben hochentwickelte und unentwickelte Wesen. Was die Hölle ist, welche Wesen dort leben, das geht euch nichts an. Aber warum erzähle ich euch von der Hölle? Ich verfolge einen bestimmten Zweck. Wenn eine alte Freundin euch besucht und nach eurem Sohn oder eurer Tochter fragt, hat sie sicherlich ein Interesse. Welches Interesse? Sie hat beschlossen, eure Tochter oder euren Sohn mit einem ihrer Enkel bzw. einer ihrer Enkelinnen zu verheiraten. Sie möchte wissen, ob der Sohn bzw. die Tochter heiraten möchte. Sobald sie deren Absicht kennt, wird sie die Frage direkt stellen.
Wenn es um die Ehe geht, sagen die meisten Menschen, dass sie ein natürlicher Prozess sei, den jeder durchlaufen müsse. Wenn das absolut zutrifft und für alle gilt, wie erklärt man dann die Stelle aus dem Evangelium, wo Christus sagt: „Wer den Geist Christi hat, heiratet nicht und lässt sich nicht heiraten“? Das gegenwärtige Leben der Menschen zeichnet sich dadurch aus, dass es vergänglich ist. Deshalb streben sie nach dem ewigen Leben. Die vergängliche Dinge verschwinden von selbst. Sie sind zufällig. Niemand wird mit Schwert und Flinte in der Hand geboren, oder mit Rucksack auf dem Rücken, mit Spielzeug und Puppen. Diese Dinge sind im Laufe des vergänglichen menschlichen Lebens entstanden. Eines Tages werden auch sie mit dem Leben verschwinden.
Der Mensch muss sich von den Nebensächlichkeiten in seinem Leben befreien und sich nur auf das Wesentliche konzentrieren. Nur durch das Wesentliche kann er die große Wahrheit des Lebens erlangen. Die unwesentlichen Dinge sind Schmuck, von dem man sich befreien muss. Kann jemand, der in königliche Gewänder gekleidet ist, eine Krone auf dem Haupt trägt und goldene Ringe an den Händen hat, zu Gott beten? Selbst wenn er wollte, könnte er nicht fleißig beten. Seine Gedanken werden nur um den Schmuck und seine hohe Stellung kreisen. Um ernsthaft beten zu können und damit sein Gebet von Gott erhört wird, muss er, wie die Bibel sagt, auf seine hohe Stellung verzichten, seinen königlichen Rang vergessen und sein Haupt mit einem Sacktuch bedecken. Demut wird vom Menschen verlangt.
Um das Kleid der Demut anzuziehen, muss man also zunächst ein Bad nehmen. Demut bedeutet äußere und innere Reinheit. Man muss wissen, wie man sich angemessen kleidet und wie man sich entkleidet. Man muss wissen, wie man mit seinen neu geborenen Ideen und Wünschen umgeht. Viele glauben, sie seien schwanger, doch treiben sie ihre Ideen ab. Diejenigen, die ihre Ideen nicht abtreiben, wissen dann aber nicht, wie sie diese loslassen sollen und schleppen sie daher mit sich herum. Ohne die Bedingungen des Mutterleibs, ohne den Nährboden, auf dem die Ideen gedeihen können, sterben sie von selbst. Jede Idee muss in die Erde gepflanzt werden, damit sie wachsen und sich selbstständig entwickeln kann. Es besteht eine gewisse Beziehung zwischen den Ideen und demjenigen, der sie hervorgebracht hat, doch das bedeutet nicht, dass er sie ständig in sich behalten muss. Hat er sie einmal hervorgebracht, muss er sie nähren, ihnen Wasser geben und Früchte von ihnen ernten. Manche Menschen bringen Ideen hervor, die fruchtlos bleiben. Warum? Aus zwei Gründen: Entweder pflanzen sie die Pflanzen nicht in Böden, die für deren Entwicklung geeignet sind, oder sie geben sie zur Kultivierung an andere Menschen weiter.
Oft denken die Menschen nicht tiefgründig nach und reden, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Sie sagen: Der Mensch sollte gut, klug, ehrlich usw. sein. Wir sagen, dass der Mensch von Natur aus gut ist, aber jemanden finden muss, mit dem er in Harmonie sein kann. Wenn zwei harmonische Menschen zusammenkommen, stärken sie sich grgenseitig. Dann müssen sie zwei weitere Menschen finden, mit denen sie ebenfalls in Harmonie sein können. Die vier müssen vier weitere finden, mit denen sie ebenfalls in Harmonie sein können. Die acht müssen acht weitere finden usw. Wenn mehrere harmonische Menschen zusammenkommen, bilden sie eine harmonische Gemeinschaft bewusster, intelligenter Einheiten. Wo Intelligenz ist, ist auch Güte. Wenn die Menschen nicht in Harmonie zueinander stehen, können sie keine Verbindung zueinander aufbauen, sie können einander nicht als Seelen erkennen. Die wahre Bekanntschaft setzt eine Verbindung zwischen den Seelen voraus.
Was repräsentiert der Heilige Geist? In der Heiligen Schrift heißt es: „Gott ist Liebe, Gott ist Geist.“ Die religiösen Menschen meinen, Gott als Liebe und als Geist zu kennen, indem sie diesen Vers zitieren. Um Ihn zu erkennen, müssen sie Ihn lieben. Was sollen sie tun, wenn sie Ihn wirklich lieben? Was macht ein Mensch mit dem Brot? Er sagt, er isst gern Brot und isst es. Wenn ein Mensch Gott liebt, muss er also Seinen Willen tun. Handeln steht in Verbindung mit der Liebe. Auch zwischen Essen und Liebe besteht eine Verbindung. Was versteht man unter „Gottes Willen tun“? Gottes Willen zu tun bedeutet, alle Lebewesen zu lieben, die Gott geschaffen hat: Vögel, Säugetiere, Menschen, Götter und so weiter. In Gottes Bewusstsein existieren alle Vögel als ein einziger Vogel, alle Tiere als ein einziges Tier, alle Menschen als ein einziger Mensch, alle Götter als ein einziger Gott.
Wenn wir von den Göttern sprechen, meinen wir nicht Wesen, die der menschlichen Fantasie entstammen, sondern jene strahlenden und erhabenen Seelen, die auf die Erde kamen, um die Menschen zu lehren, was sie noch nicht wussten. Nach dem Sündenfall verließen die Götter die Erde und setzten an ihre Stelle Könige. Heute herrschen Könige über die Menschen. Doch es wird der Tag kommen, wenn die Könige weichen und die Götter wiederkehren werden. Das bedeutet, dass sich das Rad des Lebens gedreht hat. In der Heiligen Schrift heißt es, dass mit dem Ertönen der irdischen Posaune alle irdischen Reiche zu Reichen des Herrn, unseres Gottes, werden. Dies ist das Zeitalter, das kommen wird. Dann werden alle Menschen mit der göttlichen Welt in Berührung kommen. Das bedeutet, dass günstige Bedingungen für die Menschheit eintreten werden. Die Umstände, unter denen Christus auf die Erde kam, waren ungünstig, da der Saturn damals herrschte. Der Saturn konnte Christus weder bewahren noch war er Seiner Lehre förderlich. Doch seit Christi Zeit haben sich die Bedingungen gewandelt. Nun bricht ein neues Zeitalter auf Erden an – das schönste Zeitalter, das aus kleinen und großen Abschnitten besteht. Es ist das Zeitalter der Sonne – das Zeichen der Sonne. Es ist eine schöpferische Zeit, die günstige Bedingungen für Errungenschaften mit sich bringt. Wer die Gesetze der Sonne versteht, kann alles erreichen. Alle Menschen wenden sich mit den Worten „Sonne meiner Seele“ an die Sonne. So besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen der äußeren, physischen Sonne und der Sonne der Seele.
Als Schüler müsst ihr die Dinge klar verstehen. Wenn ihr zum Beispiel sprecht, müsst ihr die Bedeutung jedes Wortes kennen und es richtig verwenden. Was ist der Unterschied zwischen den Wörtern „Zuneigung“ und „Liebe“? Man kann einem Kranken zugeneigt sein und einen Gesunden lieben. Das Wort „Zuneigung“ bedeutet Mitgefühl, Barmherzigkeit. Liebe hingegen bedeutet das Streben eines Menschen nach Gott, nach dem Zentrum des Seins. Deshalb beginnt das Wort „Liebe“ mit dem Buchstaben „L“, der in Form eines Berggipfels geschrieben wird. Auf dem Weg zum Gipfel offenbart der Mensch all die schönen Eigenschaften und Tugenden seiner Seele – Barmherzigkeit, Mitgefühl usw. Doch in der Liebe gibt es auch eine Polarisierung, einen Abstieg. Dieser Abstieg ist notwendig, denn der Gipfel ist dunkel, und man kann dort nicht lange verweilen. Die menschliche und die engelhafte Liebe haben etwas gemeinsam, deshalb stellen wir die Liebe in Form zweier Gipfel dar, zweier miteinander verbundener Buchstaben „L“. Auf den beiden Gipfeln befinden sich der Mensch und der Engel. Um in Gemeinschaft zu treten, müssen sie hinabsteigen, denn es gibt keine Verbindung zwischen den Gipfeln. In Liebe aufzusteigen ist das eine, hinabzusteigen das andere. Als Liebender muss man notwendigerweise auf- und absteigen. Beim Aufstieg drückt man seine Sehnsucht aus, beim Abstieg verwirklicht man sie. Wer arbeitet, um seine Wünsche zu verwirklichen, wird unweigerlich Härten und Leid erfahren. Daher ist derjenige, der auf den Gipfeln weilt, immer glücklich; wer hinabgestiegen ist, ist unglücklich. Wenn zwei Menschen einander lieben, wird es immer einen Unglücklichen geben. Dieses Gesetz bestätigt sich überall im Leben. Wenn beispielsweise der Mann und die Frau in einer Familie einander lieben, wird ihr Diener unweigerlich leiden. Sie stehen auf den Gipfeln, und der Diener arbeitet unten. Wenn ihr also sagt, dass die Menschen unglücklich sind, werdet ihr wissen, dass die Ursache ihres Unglücks die Götter sind. Sie stiegen zu den Gipfeln hinauf, und die Menschen blieben unten, um für sie zu arbeiten.
Jemanden zu lieben bedeutet also, nach Höherem zu streben, aber gleichzeitig muss man wissen, wie man dieses Streben verwirklicht. Es genügt nicht, dass man sich nur nach Essen sehnt, man muss auch wissen, wie man isst. Isst man viel und falsch, begeht man ein Verbrechen; bleibt man hungrig und isst nicht genug, begeht man ebenfalls ein Verbrechen. Man sollte weder zu viel noch zu wenig essen. Dasselbe gilt für die Liebe: Verlangt man mehr von jemandem, als er geben kann, begeht man ein Verbrechen; ist man gleichgültig und verlangt weniger, als er geben kann, begeht man ebenfalls ein Verbrechen. Jeder Mensch ist verpflichtet, Beziehungen zu seinen Mitmenschen zu pflegen, doch diese Beziehungen sollten freiwillig und aus Liebe entstehen. Jede Kerze spendet nur eine bestimmte Menge Licht. Verlangt nicht mehr Licht von einer Kerze, als sie euch geben kann. Als Schüler müsst ihr richtig und weise leben. Dazu braucht es eine innere Norm, einen inneren Maßstab, an dem ihr eure Handlungen misst und sie als richtig oder falsch einstuft. Man kann seine Beziehungen nicht einfach so in Ordnung bringen. Dass eure Beziehungen und Handlungen heute so sind, wie sie sind, ist das Ergebnis jahrtausendelanger Arbeit. Egal wie viel ihr heute weint und betet, eure Töchter und Söhne werden das sein, was ihr geschaffen habt. Sie können sich nur dann selbst bessern, wenn sie es selbst wollen und beginnen, selbstständig zu handeln. Ihr Wunsch nach selbständiger Arbeit wird von ihrem Bewusstsein bestimmt.
Wenn ein Mensch kein Verlangen danach hat, sich mit der Ersten Ursache, mit der vernünftigen Welt zu verbinden, und nicht bewusst an sich selbst arbeitet, bleibt er, wie er ist. Wir sehen Beispiele im Leben, sowohl bei Einzelnen als auch bei ganzen Völkern. Wer an sich gearbeitet hat, ist den anderen voraus. Das Christentum hat in einer Hinsicht viel bewirkt, in einer anderen jedoch hinkt es hinterher. Einst waren die Menschen grausamer, heute sind sie barmherziger. Doch einst, als sie kämpften, nutzten sie natürliche Mittel, und es gab weniger Tote. Heute, da die Wissenschaft viele Möglichkeiten zum Töten entdeckt hat, töten Millionen von Menschen einander. Und dann wird behauptet, die gegenwärtigen Völker seien kultiviert. Das ist keine wahre Kultur. Was hat das Christentum in dieser Hinsicht bewirkt? Der Fehler liegt nicht in den Prinzipien des Christentums, sondern im Menschen selbst, der die Energien des Christentums missbraucht, anstatt sie zum Guten einzusetzen. Christus kam auf die Erde, um den Menschen zu zeigen, wie sie leben sollen. Er öffnete die Tür zur Hölle und befreite alle Gefangenen, indem Er ihnen einen neuen Weg aufzeigte. Anstatt diesen Weg zum Guten zu nutzen, missbrauchten sie ihn zum Bösen. Sie übertrugen die Lehren der Hölle auf die Erde.
Es gibt in der Welt die Voraussetzungen für die Aufrichtung der Menschheit. Die beiden Seiten des Buchstabens „L“ zeigen, dass sich im Menschen eine Spaltung vollzieht. Dennoch strebt er weiterhin nach dem Höchsten – dem gemeinsamen Interesse der beiden Seiten des „L“ – dem Zentrum der Verschmelzung. Daraus schließen wir: Wenn Geist und Denken nicht im Höchsten verschmelzen, denkt der Mensch nicht richtig. Fehlt die Verschmelzung von Geist und Verstand einerseits und von Seele und Herz andererseits, erfährt der Mensch besondere Einschränkungen in seinem Denken und Fühlen, die ihm Leid zufügen. Er leidet, quält sich, ohne den Grund zu kennen. Du willst dich von diesem Leid befreien, aber es gelingt dir nicht. Damit ihr nicht unnötig leidet, sage ich: Leiht euch kein Geld von Reichen, die nicht die innere Bereitschaft zum Geben haben. Nehmt keine Menschen in euer Haus auf, denen ihr nicht dienen könnt. Diese Menschen brauchen Geld, und ihr werdet mit ihnen über Gott reden. Sie werden versuchen, euch auszunutzen. In beiden Fällen entsteht in euch eine gewisse Disharmonie, gegen die ihr nichts tun könnt.
Eines solltet ihr wissen: Geld spaltet die Menschen, es vereint sie nicht. Wo es Streit um Geld gibt, entstehen unweigerlich Missverständnisse. Wenn dich jemand um Geld bittet, wird es mit Sicherheit zu Problemen kommen. Willst du jemandem einen Gefallen tun, schicke ihm einen bestimmten Betrag, ohne dass er weiß, woher das Geld kommt. Weiß er es, wird er ein zweites und drittes Mal kommen und um Geld bitten, was dich nur verärgern und deinen inneren Frieden stören wird. Anders sieht es aus, wenn ein reicher Mann eine Quelle des Reichtums ist. Tausende mögen ihn um Geld bitten, und er kann alle zufriedenstellen, ohne seinen Frieden zu verlieren. Im menschlichen Leben gibt es Unterbrechungen und Mangel, im Göttlichen hingegen Kontinuität und ewigen Überfluss. Seid euch dessen bewusst und achtet aufeinander. Deshalb sage ich, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen vernünftig sein sollten. Wenn ihr jemandem begegnet, achtet darauf, wie ihr ihn anseht, wie ihr ihm die Hand gebt und was ihr zu ihm sagt. Eure Einstellung ihm gegenüber bestimmt seine Zuneigung oder Abneigung euch gegenüber. Wenn ihr jemanden mögt, trefft euch mit ihm und sprecht mit ihm; wenn ihr ihn nicht mögt, versucht nicht, ihm eure Zuneigung zu zeigen. Das wäre Heuchelei. Es ist besser, diesem Menschen aus dem Weg zu gehen, als vor ihm heuchlerisch zu sein. Wenn eure Weinschläuche alt sind, füllt keinen neuen Wein hinein. Alter Wein in alte Schläuche und neuer Wein in neue. Anders gesagt: Mit der neuen Hochzeitskleidung könnt ihr nur zu einer Hochzeit gehen, mit der alten Arbeitskleidung nur zur Arbeit. Manche glauben, dass sie im Himmel mit Musik und Gesang empfangen werden, Kränze aufgesetzt bekommen und ein Leben in vollkommener Glückseligkeit verbringen werden. Das kann auch sein, jedoch kurz, wie auf einer Hochzeit. Du kannst ein, zwei, drei Tage, höchstens eine Woche lang Hochzeitsgast sein. Dann legst du deine Hochzeitskleidung ab und gehst wieder an die Arbeit. Im Himmel kann man einige Jahre verbringen, höchstens 50, und dann wird man auf die Erde gesandt, um alles Gelernte anzuwenden. Was ein Mensch im Himmel gelernt hat, zeigt sich daran, wie er es auf Erden umsetzt. Man hat schon viel gelernt, aber es gibt noch viel zu lernen.
Das Wissen von heute gilt nur für heute; der morgige Tag braucht anderes Wissen. Die Liebe von heute ist wichtig für heute; der morgige Tag braucht eine andere Liebe. Die Sonne wärmt nur heute; der morgige Tag braucht andere Wärme. Jeder Tag braucht eine bestimmte Wärme der Sonne. Das sollte euch nicht beunruhigen, sondern ihr solltet wissen, was von euch verlangt wird. Wenn ihr nach einem bestimmten Wissen sucht, müsst ihr wissen, warum ihr es sucht. Heute suchen alle Menschen Christus auf ihre Weise. Jeder wünscht sich etwas von Ihm. Der Prediger sucht Christus, um von Ihm Licht zu empfangen, um das Wort besser zu verstehen, es eloquent zu verkünden und mehr Zuhörer zu gewinnen. Der Arzt sucht Christus, um von Ihm mehr Kraft zu erlangen und ein angesehener Arzt zu werden. Die Mutter sucht Christus, damit sie mit Seiner Kraft schöne und gesunde Kinder großziehen kann, damit die Menschen staunen, dass sie solche Kinder geboren hat. Das ist an sich nicht schlecht, doch im Kern dieser Suche nach Christus liegt Gewinnsucht. Sie gibt dem Leben keinen Sinn. Was hat die Mutter mit ihrer Gewinnsucht erreicht, wenn ein junger Mann kommt und ihr ihre gesunde und schöne Tochter wegnimmt? Er wird sie für sich behalten. Es ist verständlich, dass die Mutter Christus sucht, um gute Söhne und Töchter zu erziehen, die zusammen mit ihren geliebten Menschen die beiden Gipfel der Barmherzigkeit und des Mitgefühls bilden werden.
Wer also die Kräfte Christi weise nutzen will, der entsage dem alten Leben, das Zwietracht, Missverständnisse und Unglück in die Welt gebracht hat. Der Mensch braucht ein neues Leben, eine neue Liebe. Diese neue Liebe bringt Fülle in die Welt. Wo Fülle herrscht, gibt es keine Zwietracht, keine Missverständnisse, kein Unglück, krine Krankheiten usw. Die neue Liebe schafft Harmonie zwischen den Menschen. Die Harmonie setzt Komplementarität voraus. Daher müssen sich die Menschen ergänzen wie der Geiger mit seiner Geige, der Schriftsteller mit seiner Feder, der Verstand mit den Gedanken, die aus der göttlichen Welt kommen, das Herz mit den Gefühlen, die aus der geistigen Welt kommen. Verstand, Herz, Lunge, Magen, Hände und Füße des Menschen erfüllen ihren Dienst in dem Maße, wie sie von der erhabenen Welt abhängig sind. Alles in der Welt hat Bedeutung, insofern es etwas Göttliches in sich birgt.
Man küsst oft die Hände von Älteren und Kindern. Was bedeutet ein Kuss? Hat es überhaupt einen Sinn, jemandem die Hand zu küssen, und wann sollte man es tun? Der Mund mit seinen beiden Lippen – Ober- und Unterlippe – ist ein Tor, durch das die Energien der Natur fließen. Wenn der Verstand und das Herz eines Menschen im Einklang sind, ist ein Kuss angebracht. Besteht jedoch Disharmonie zwischen beiden, sollte man nicht küssen. Ein solcher Kuss bringt nicht nur nichts Gutes, sondern stiftet auch Unheil und Kummer. In der Bibel heißt es: „Küsst einander mit einem heiligen Kuss.“ Ein heiliger, gesegneter Kuss kommt von einem Menschen, in dem alles im Einklang ist.
Wenn ich vom Kuss spreche, meine ich die Gesetze, die auf Erden gelten. Wenn ein Engel zur Erde herabsteigt, küsst er nur den Heiligen. Wenn er jeden Menschen küssen muss, legt er sein feuriges Schwert zuvor an die Stelle, wo er ihn küssen will. Nachdem er die Stelle gründlich gereinigt hat, küsst er ihn. Der Kuss eines Engels bringt etwas Neues, Strahlendes, Erhabenes in die menschliche Seele. Man fühlt sich erneuert und gereinigt. Man muss nach dem Göttlichen streben, um die göttlichen Energien in sich zu erwecken. Was die Welt über euch sagt, ist unwichtig. Das bedeutet nicht, dass ihr die Welt hassen und ignorieren, sondern dass ihr euch nicht mit ihr abgeben solltet. Strebt danach, Gott zu gefallen, nicht den Menschen. Wenn ihr Gott gefallen könnt, werdet ihr auch den Menschen gefallen. Wenn ihr Gott nicht gefallen könnt, könnt ihr niemals den Menschen gefallen. Indem ihr Gott gefallt, werdet ihr stark, gesund und intelligent sein. Und die Welt braucht solche Menschen. Wenn sie sieht, dass ihr gesund, stark und intelligent seid, wird sie euch einen entsprechenden Platz geben. Findet sie etwas Disharmonisches oder Schmerzhaftes an euch, wird sie euch sofort in Krankenhäuser und Gefängnisse einweisen. Befindet ihr euch dann in einem Gefängnis zwischen vier Wänden, werdet ihr lange und inständig zu einem Engel des Herrn beten, der euch von euren Fesseln befreit und euch die Freiheit schenkt.
Heute möchte ich euch zum Weihnachtsfest eine Regel mitgeben, die ihr befolgen solltet: Seid zufrieden in eurer Unzufriedenheit. Wenn euch gegenteilige Gedanken in den Sinn kommen, lasst euch nicht beirren. Zufriedenheit in der Unzufriedenheit haben ist ein innerer Prozess. Ein äußerlich sanftmütiger Mensch ist noch nicht zufrieden. Man kann leise, kaum hörbar, sprechen, ohne sanftmütig zu sein. Ein anderer spricht laut, ist aber in Wahrheit sanftmütig. Wenn er weit weg ist, spricht er natürlich laut. Ihr müsst hören, was er sagt. Ein Mensch kann auf verschiedene Weise sprechen: mit dem Mund, mit den Augen, mit dem Kopf, mit verschiedenen Bewegungen. Wie auch immer ihr mit jemandem sprecht, es ist wichtig, das Göttliche in jedem Blick, in jeder Bewegung zu erkennen. Wenn auch ihr das Göttliche in euch zum Ausdruck bringt, ist das Gespräch richtig.
Wenn also zwei Menschen miteinander sprechen, müssen sie jeweils erkennen, ob das Menschliche oder das Göttliche in ihnen zum Ausdruck kommt. Manchmal vollführt ein Mensch, ohne es zu bemerken oder zu verstehen, Bewegungen, die ihn in Widerspruch zu den Kräften der Natur bringen. Jemand kniet beispielsweise nieder und betet so zu Gott. Er weiß nicht, dass er durch das Knien in Einklang mit der Erde und in Widerspruch zum Himmel tritt. Ein anderer hebt die Hände und betet. Diese Handhaltung zeigt, dass er nicht weiß, was er tun soll. Das ist kein Gebet. Die Bewegungen des Menschen müssen harmonisch sein. Dies gelingt nur, wenn er mit der erhabenen vernünftigen Welt verbunden ist.
Wer sich also der Kontemplation hingeben möchte, sollte aufrecht stehen, die Arme seitlich am Körper, den rechten Fuß leicht nach vorn gestellt. Diese Haltung symbolisiert die Verbindung zur erhabenen Welt, aus der intelligente Wesen herabsteigen, um ihm zu helfen. Bewegung, Übungen, die Aktivierung der Glieder sind notwendig. Doch das allein genügt nicht. Es bedarf Übungen, die einem etwas bringen. Bewegung ohne Gewinn ist sinnlos. Die Türken sagen: „Wer nicht gewinnt, verliert.“ Ganz natürlich. Bewegungen, die keine Energie hinzufügen, führen zu Verlust. Statt Energie zuzuführen, verbraucht man sie. Daher empfiehlt sich ein reines, harmonisches Leben, begleitet von rhythmischen und korrekten Bewegungen.
Als Schüler solltet ihr bestimmte Regeln beachten. Morgens nach dem Aufwachen sollte es eure erste Aufgabe sein, euch mit Gott zu verbinden, von dem helle und erhabene Gedanken und edle Gefühle kommen. Sind eure Gedanken und Gefühle erhaben, werden eure Bewegungen harmonisch sein. Verliert euch nicht in gewöhnlichen menschlichen Gedanken, die wie ein Hammer sind, der unaufhörlich schlägt und zerstört. Ein Hammer, der unaufhörlich schlägt, ein Messer, das unaufhörlich schneidet, verschleißt mit der Zeit. Gebt solchen Hämmern und Messern nicht nach. Wenn ihr eure Energie wahllos in einem inneren Kampf vergeudet, wird euer Leben sinnlos. Das wahre Leben besteht nicht im Energieverbrauch, sondern im Aufbau und Erwerb. Das wahre Leben gründet sich auf Liebe. Wo die Liebe herrscht, herrschen erhabene Gedanken und Freiheit. Wer sich einmal mit der Liebe verbunden hat, muss diese Verbindung schützen, nicht zerstören. Die Verbindung mit der Liebe ist eine der stärksten Strömungen der Natur. Sie ist eine Welle, die den Menschen erhebt und veredelt.
Wenn die Menschen von Liebe sprechen, meinen sie die irdische Liebe. Lasst euch nicht auf die irdische Liebe ein. Selbst wenn ihr sie nicht wollt, wird sie sich zeigen, aber provoziert sie zumindest nicht bewusst. Wenn sich im Wasser Ablagerungen befinden, setzen sie sich von selbst ab. Ihr solltet vernünftig sein und das Wasser nicht trüben. Als Dchüler müsst ihr an euch selbst arbeiten, euch reinigen. Sich zu reinigen bedeutet, einen gesunden Zustand des Körpers zu erreichen, in dem sich alle dunklen Gedanken und negativen Gefühle absetzen und ausgestoßen werden. Nur in diesem Zustand kann man gut und erfolgreich arbeiten.
Sich zu reinigen bedeutet nicht, seine negativen Erscheinungen zu betrachten und sich selbst zu verurteilen. Das ist Pathologie, die schmerzhafte Seite des menschlichen Lebens. Die Pathologie ist eine Wissenschaft für starke Menschen. Sie gehört längst der Vergangenheit an. Ihr müsst euch mit der positiven Seite des Lebens auseinandersetzen, die sich förderlich auf den menschlichen Körper auswirkt. Ein gesunder Mensch bringt seine Liebe und seinen Glauben richtig zum Ausdruck. Wenn er Christ ist, versteht er die Liebe so, wie Christus sie gepredigt und gelebt hat. Christi Liebe lässt keinen Zweifel zu. Wenn du deinen Freund liebst, wirst du ihm bedingungslos vertrauen. Wenn du ihm vertraust, wird er dir vertrauen. Viele halten Christi Lehre für unanwendbar. Wenn Christus vor zweitausend Jahren auf die Erde kam und die Lehre der Liebe verkündete, warum sollte sie zweitausend Jahre später nicht mehr gelten? Auch heute noch kann ein Mensch gut und liebevoll sein – es liegt an ihm selbst. Die Güte, die Wahrheit und die Liebe sind dem Menschen von Anbeginn an gegeben. Es gibt keinen Grund, dass der Mensch erdt heute gut oder liebevoll wird. Heute muss er nur das zum Ausdruck bringen, was in ihm veranlagt ist. Reichtum und Segen sind im Menschen selbst angelegt, und er sucht sie außerhalb von sich. Warum? Weil er nicht in seine Seele, seinen Verstand und sein Herz geblickt hat, um sie dort zu finden. Solange er auf Erden ist, erwartet er, das Gesuchte irgendwo im Himmel zu finden. Wenn er in den Himmel kommt, sieht er, dass es auch dort nicht ist. Er fragt sich, wo sein Reichtum ist: Er ist weder auf Erden noch im Himmel. Wo ist er? In ihm selbst.
Man muss ein wachsames Bewusstsein haben, die Dinge seiner Zeit beobachten und keinen Augenblick verpassen. Wer sein ganzes Leben nur mit Suchen vergeudet, hat nichts gewonnen. Es wird der Tag kommen, an dem man bereut, die guten Zeiten des Lebens verpasst zu haben. Einerseits musst du suchen, andererseits lernen und anwenden. Warte nicht auf Perfektion, um dich dann zu manifestieren. Liebe die Menschen heute so sehr wie nur möglich; morgen wirst du sie noch mehr lieben, indem du deine Liebe vertiefst. Wenn du einen Menschen liebst, genügt es nicht, ihn nur zu küssen, sondern du wirst sehen, was er braucht, um glücklich zu sein. Wenn du ein armes Kind liebst, kannst du es streicheln und küssen, aber gleich danach müsdtest du ihm zu essen und Bücher geben, aus denen es lernen kann. Wenn du die Seele dieses Kindes glücklich machst, wirst auch du glücklich sein. Wenn du glücklich bist, wird auch Gott glücklich sein.
Ich wünsche euch jetzt, dass Christus in euch geboren wird. Das nenne ich die Weihenacht. Ihr lebt in einem sehr wichtigen Zeitalter. Ihr habt wohl noch nie in einem wichtigeren Zeitalter gelebt als in dem heutigen. Seit zweitausend Jahren gab es keine günstigeren Bedingungen als die jetzigen. Das gegenwärtige Zeitalter bietet günstige Voraussetzungen für Errungenschaften und Erwerb von Gutem.
Merkt euch also Folgendes: Der Pessimismus entstand in der vorchristlichen Welt, zur Zeit des Saturns. Als der Mars Einfluss auf die Erde hatte, lernten die Menschen zu kämpfen und Kriege zu führen. Unter dem Einfluss des Jupiters entwickelten sie verschiedene religiöse Systeme und Theorien über die persönlichen Gefühle und die Würde des Menschen. Unter dem Einfluss der Venus lebten die Menschen die Liebe zwischen Mann und Frau. Der Mond lehrte sie die Fantasie. Der Merkur lehrte sie Ordnung und Systematik in ihre Finanzen und Handelsbeziehungen zu bringen. Heute übt die Sonne einen starken Einfluss auf die Erde aus. Sie lehrt die Menschen, richtig zu leben und den Willen Gottes auf Erden zu erfüllen. Alle Planeten haben zwei Seiten ihres Einflusses: eine gute und eine schlechte. Doch in der Sonne ist alles gut.
Als Schüler müsst ihr dem Weg der Sonne folgen. Wandelt alles Schlechte und Negative in euch in Gutes um. Nutzt dazu die Energie der Sonne. Bringt alles Schlechte, was ihr aus der Vergangenheit mit euch tragt, in die Strahlen der Sonne, damit es sich in Gutes verwandelt. Lasst euch nicht entmutigen. Wissr, dass die Bedingungen, die ihr heute auf Erden vorfindet, sehr günstig sind. Wenn ihr sie nicht nutzt und in den Himmel geht, werdet du nichts erreichen. Ihr werdet euch in einer völlig fremden Welt wiederfinden, in der ihr euch nicht orientieren könnt. Egal wie viel Zeit euch auf Erden noch bleibt, nutzt sie so, dass ihr euch mit den Energien der Sonne verbindet und eine Verbindung zwischen eurem gegenwärtigen und zukünftigen Leben herstellt. Wenn ihr diese Verbindung herstellt, werdet ihr, wenn ihr in den Himmel geht, auf die dortigen Bedingungen vorbereitet sein. Wenn ihr euch auf die intelligente Welt vorbereitet, werdet ihr die Erde in einer hellen, feurigen Kutsche verlassen, begleitet von zwei Engeln. Dort werden sie euch mit Gesang und Musik empfangen und euch das gesamte Universum zeigen, damit ihr Gottes Schöpfung sehen könnt. Bis zum Anbruch des neuen Zeitalters werdet ihr auf Erden leben, wo der Erzengel Michael mit seinem feurigen Schwert herrscht. Noch lange wird das Schwert des Erzengels Michael eine wichtige Rolle auf Erden spielen. Wo immer dieses Schwert berührt, wird es reinigen. Im persönlichen, familiären, gesellschaftlichen und nationalen Leben vollzieht sich ein gewaltiger Umbruch, wie er noch nie zuvor stattgefunden hat – doch alles wird zum Guten führen. Warum? Weil die Bedingungen des gegenwärtigen Zeitalters äußerst günstig sind. Ihr werdet sie selbst erleben und euch von der Wahrheit meiner Worte überzeugen.
Wenn ihr morgens erwacht, sagt zu euch selbst: Gott herrscht nun auf Erden und regiert die Welt. Christus regiert nun. Der Erzengel Michael regiert auch und reinigt die Welt mit seinem Feuerschwert. Es wird nicht viel Zeit vergehen, bis alle Reiche der Erde zu den Reichen des Herrn werden. Die Zeit kommt, und sie ist bereits da, da es nur noch eine Herde und nur noch einen Hirten auf Erden geben wird.
Geheimes Gebet
– Nur die offenbarte Liebe Gottes, nur die offenbarte Weisheit Gottes, nur die offenbarte Wahrheit Gottes bringen volles Leben.