Hervorgehoben

Die Lehre Beinsa Dounos in deutscher Sprache

 

7861E4A1-99EA-43EF-94AE-57531289CA39

Beitragsthemen

Das Erwachen des kollektiven Bewusstseins

Vortrag vom 19.08.1921, Veliko Tarnovo, Sondervorträge

(in leicht redigierter Form von hier übernommen)

Bitte, seid so gut und hört mir zu, ich werde nicht lange sprechen. Zu einem klugen Menschen braucht man nicht lange zu sprechen, wenig soll man zu ihm reden, jedoch vernünftig und veständlich. Weil ihr meine Achtung und Ehrerbietung habt, will ich kurz und verständlich zu euch wie zu vernünftigen Menschen sprechen.

Das Leben auf der Erde ist Musik. Dieses Leben entwickelt sich in drei Richtungen. Wenn ich mich mittels der Sprache der Musik ausdrücken sollte, würde ich es so sagen: Einmal geht es in Dur, so wie sich die Militärs ausdrücken; ein anderes Mal in Moll, wie der Ausdruck der Trauer; ein drittes Mal geht es in chromatischer Tonleiter, die die ersten beiden Tonleitern in sich vereint. Das sind drei große Gesetze, die unser Leben regeln. Verstehen wir nicht den tieferen inneren Sinn des Lebens, dann halten wir uns bei den unbedeutenden Dingen auf und fragen uns, warum das Leben so geschaffen ist und nicht anders.r Augen, dass ich jene positive Ansicht einer Lebenserfahrungswissenschaft unterstütze, die wir neunundzwanzigmal geprüft haben und in uns gibt es auch nicht den hundertmillionsten Teil eines Zweifels an unseren Worten. Zweifel ist ein Merkmal der Unwissenheit in der Welt. Ich sage nicht, dass Unwissenheit schlecht ist, sondern sie ist ein Entwicklungsprozess. Alle kleinen Kinder, die auf die Welt kommen, sin Unwissende, ihr Bewusstsein muss allmählich aufgeweckt und entwickelt werden.

Also, das menschliche Bewusstsein verläuft (wenn ich mich streng wissenschaftlich ausdrücken soll) in drei Stufen: der essentiellen Stufe, der substanziellen Stufe und der materiellen Stufe. Die essentielle Seite beinhaltet die Prinzipien des Lebens, die substanzielle Seite beinhaltet die Gesetze des Lebens und die materielle Seite die Fakten des Lebens. Das Gruppieren der Fakten in der Welt, das sind unsere kleinen privaten Erfahrungen, die wir sammeln, wenn sie entstehen, bildet also ein Gesetz und wir sagen, dass das Gesetz in dieser oder jener Weise zum Ausdruck kommt. Die heutigen gelehrten Leute sagen von dem Gesetz, dass es etwas Mechanisches sei, aber das Gesetz ist ein lebendiges Wesen. Ein Gesetz kann es nur in Lebewesen geben, die selber vernünftig sind und deren Bewusstsein von der materiellen Seite, von den Fakten zu den Gesetzen und vom Einzelnen zum Allgemeinen sowie vom Allgemeinen zum Gesamten übergegangen ist.

Wir fragen uns, was das Wichtigste für uns ist, wenn wir uns auf der Erde behauptet haben. Unter den heutigen Bedingungen meinen die Leute, dass das Wichtigste für das Leben auf der Erde sei die materielle Sicherheit, und alle Völker – einzeln und gemeinsam – streben nach materiellem Wohlstand und Sicherheit. Heute haben wir einen so genannten Wirtschaftskampf. Das Streben der Völker nach materieller Sicherheit ist eine Strömung. Das bedeutet, dass das menschliche Bewusstsein vom Materiellen zum Substanziellen übergeht oder dass ein Erwachen des kollektiven Bewusstseins im Menschen stattfindet. Die Menschheit hat bis jetzt im kollektiven Unterbewusstsein, wie die Tiere, gelebt, aber von jetzt an geht die gesamte Menschheit zum kollektiven Bewusstsein über,d.h. die Menschen beginnen zu verstehen, dass einer für den anderen notwendig ist. Bis jetzt hat jeder Mensch für sich allein gelebt, jeder hat für sich allein nach Rettung gesucht. Aber jetzt hat die ganze Menschheit einen inneren Impuls, den gemeinsamen Zustand zu verbessern so dass sich die Lage nich nur für eine, sondern für alle gesellschaftlichen Klassen verbessert, und zwar auf vernünftige Art und Weise. Wir dürfen nicht denken, dass wir das Leben allein verbessern werden.

Nein, vor Tausenden und Abertausenden von Jahren hat die Menschheit ihre Lage verdorben. Es gibt Ursachen dafür, die wir jetzt nicht erläutern wollen. Es gab die Zeit, wo die Erde einem Paradies ähnlich war. Die Pflanzenwelt war so reich, es wuchsen Tausende und Millionen Früchte und die Menschen haben sich nur von Früchten ernährt. Dann aber ist, verursacht durch gewisse physikalische Faktoren, die Eiszeit über die Erde gekommen. Die Fruchtbarkeit der Erde ist zurückgegangen und als Folge begannen die Menschen Fleisch zu essen, nicht nur die Tiere zu schlachten, sondern auch sich gegenseitig zu töten und zu fressen. Deshalb ist der Ausdruck „Ich werde dir das Blut aussaugen“ bis heute geblieben. Ich frage euch, wenn einer des anderen Blut aussaugt, was hat er davon? Das ist ein Unverständnis des Lebens. Nicht nur die gewöhnlichen Menschen, sondern auch die Gläubigen und Geistlichen, die eine Spitzenposition einnehmen, verstehen sich nicht untereinander. Sie denken, dass sie eine Verbindung, eine Kommunikation zu Gott und deshalb einen Führungsanspruch haben, aber sie haben das richtige Verständnis des Lebens verloren. Ich spreche die Wahrheit. Nicht dass die anderen nicht die Wahrheit sprechen wollten, sie verbergen die Wahrheit nicht bewusst, sie wissen es einfach nicht anders. Wenn sich ein Mensch einen Dorn in den Fuß getreten hat, dann wird er nervös. Zieht man ihm den Dorn heraus, so wird er sich beruhigen. Wenn also die heutigen Menschen schlecht erscheinen, dann hat jeder von ihnen einen Dorn im Körper, der ihm keine Ruhe lässt. Der Heilige Apostel Paulus sagt, dass er einen Dorn gehabt habe, der ihm keine Ruhe gegeben habe. Keinen Menschen ohne Dorn habe ich bisher getroffen. Wir können nicht richtig denken, solange dieser Dorn in uns sitzt. Wegen dieses Dornes ist unsere Phlosophie entstellr. Zieht den Dorn heraus und ihr werdet die richtige Lebensphilosophie haben.

Ein Engländer – Händler war er – bat einmal einen englischen Priester, ihm zu erklären, was die Bibel lehrt. Der Priester erzählte ihm dies und jenes. Der Händler sagte: „Nein, nein, erkläre mir konkret, in wenigen Worten, worin diese Lehre besteht“. Er wollte wie in einer Walnuss den Kern sehen und die Lehre verstehen. Schließlich sagte ihm der Priester: „Kaufe dir eine Bibel und du wirst viele Dinge daraus lernen“. Der Händler kaufte sich eine Bibel und las viele Dinge darin, aber seitdem gingen seine Geschäfte zurück und er machte hohe Verluste. „Seitdem ich mir dieses Buch gekauft habe, bin ich nur noch vom Unglück verfolgt“, ärgerte sich der Kaufmann. Und so warf er eines Tages das Buch ins Feuer. Als die Bibel brannte, fiel ein kleines Stückchen von einem Blatt herunter und verbrannte nicht. Der Kaufmann nahm das Zettelchen und las: „Gott ist Liebe.“

Die heutigen Christen fragen sich, was für eine Religon das Christentum sei. Sie erzählen Verschiedenes über das Christentum. Nein, nein, Gott ist Liebe, die die Menschen vereinen soll, damit sie in Liebe, Frieden und Brüderlichkeit leben. Und ob die Menschen Könige, Regierende oder was auch immer sind, das ist eine Nebensache. Alle Menschen müssen in Liebe, als Brüder leben und einander achten, alles brüderlich miteinander teilen, nicht mit Gewalt, sondern freiwillig und bewußt.

Wenn wir diese Frage ansprechen, entstehen daraus andere Fragen: Gibt es ein Leben nach dem Tod oder nicht, welche Religion ist die wahre usw. Ich sage: Auf der Welt gibt es nur eine Lehre, die die Heimstätten verbessern kann und das ist die Lehre der vernünftigen Liebe, nicht die der heutigen Klassenliebe. Prinzipielle Liebe, Liebe, die die Selbstaufopferung, die Mutterliebe, die Bruderliebe, die Freundesliebe, die heilige Liebe, die Liebe des erhabenen Menschen in der Welt beinhaltet. Wenn uns diese Liebe erfüllt, dann öffnen sich unsere Augen.

Viele Leute in der Welt glauben heutzutage nicht, dass der Mensch einen sechsten Sinn hat, mit dem er sehen kann. Jeder kann sehen. Wenn sich ein junger Mann in eine hässliche Jungfrau verliebt, sieht er in ihr das, was die anderen Leute nicht sehen. Er sagt: „Diese Jungfrau ist ein Edelstein“. Wenn wir jemanden lieben, sehen wir seine Fähigkeiten, seine Begabungen. Wo sind die? Es gibt einen Ort, wo wir diese Begabungen sehen. Aber wenn wir jemanden nicht lieben, dann schreiben wir ihm die schlechtesten Eigenschaften zu – er sei so und so!

Ein großes Gesetz beginnt in der Welt zu wirken. Denkt daran, dass die Welt in eine neue Phase getreten ist und in weniger als zehn Jahren wird sich dieser Einfluss erhöht haben. Dieses große Gesetz funktioniert jetzt in allen Menschen, im menschlichen Bewusstsein, in den menschlichen Herzen. In der Unruhe der heutigen Menschen wird die Wirkung dieses Gesetzes sichtbar. Warum sind sie unruhig? Wenn sie arm sind, dann würde ich sagen, sie arbeiten zu viel und sind deshalb unruhig. Das wäre verständlich. Aber warum sind die Gelehrten, die Reichen unruhig? Sowohl sie, als auch die gläubigen Menschen sind unruhig. Warum? Weil sie nur Gläubigkeit haben, aber keinen Glauben. Wenn heute die Menschen für ihren Glauben verfolgt würden, weiß ich nicht, wie viele das ertragen könnten. Heute sind sie alle Christen, weil niemand sie verfolgt. Der Glauben wird jedoch in beschwerlicher Lage geprüft. Die Selbstaufopferung wird in der Armut, im Elend geprüft. Wenn der Mensch sein Leben zu opfern bereit ist, dann wird auch sein Charakter der Prüfung unterzogen.

Und was ist jetzt das höchste Gut in der Welt? Das Wohl des Individuums, das Wohl eines Volkes, das Wohl der gesamten Gesellschaft oder das Wohl der ganzen Menschheit? Das ist ein und dasselbe. Der Mensch ist eine Miniaturausgabe der gesamten Menschheit. Folglich stellt ein Volk in seiner Entwicklung die Menschheit in verkleinerter Form dar. Wenn wir daher von einem Individuum sprechen, verstehen wir den Menschen als ein Samenkorn. Wenn wir von einer Gesellschaft sprechen, verstehe ich, dass dieses Korn zu wachsen begonnen hat. Sprechen wir aber über die Menschheit in ihrer Gesamtheit, so verstehe ich, dass sich das Samenkorn verzweigt und Blüten und Früchte angesetzt hat. Wenn wir das Leben so sehen, erkennen wir, dass jeder von uns ein notwendiger Faktor für die Menschheit ist.

Die Menschheit verstehen wir nicht so, dass die Hälfte von ihr für ein Leben im Paradies und die andere Hälfte für ein Leben in der Hölle geschaffen wurde. Ich weiß – wenn wir Gott als Liebe begreifen, dann leben wir alle im Paradies und außerhalb davon ist nichts als Leere. Um Gott zu erkennen, müssen wir Liebe haben. In dieser Liebe ist jeder Mensch, jede Form ein Faktor. Die Formen, in denen wir jetzt existieren, sind nicht vollkommen. Denkt ihr, dass ihr zum ersten Mal auf die Welt kommt und zum ersten Mal geboren worden seid? Nein, ihr alle habt eine lange Geschichte hinter euch und wenn jemand euch eure Geschichte beschreibt, wird es euch sehr interessant erscheinen, was ihr in eurer Vergangenheit wart und was ihr in der Zukunft sein werdet. Das ist ein großer Prozess, den wir durchlaufen. Wenn zum Beispiel ein Mensch sich richtig entwickelt hat und edel ist, dann begreift er, dass alle Menschen in Liebe leben müssen. Egal, was für ein Mensch er ist, er wird alle Bedingungen des Lebens annehmen und das gemeinsame Wohl anstreben. Nur die Liebe schenkt alle diese Bedingungen.

Ich werde nicht darauf eingehen zu erklären, woher die Kämpfe in der Welt kommen. Für mich entstehen sie auf ganz natürliche Weise. Ich will es am folgenden Beispiel erklären: Nehmt zwei nahe beieinander wachsene Bäume. Diese beiden Bäume mit ihren zahlreichen Blättern, Blüten, Zweigen leben gut, brüderlich, zärtlich miteinander. Dann aber kommt ein plötzlicher Wind auf und die Zweige und Blätter verflechten sich, umschlingen sich. Der Wind wird stärker, ein Gewitter zieht herauf, die Zweige schlagen heftig gegeneinander. Sie fragen sich: „Warum seid ihr so verwickelt?“ Wo liegt die Ursache, außen oder innen? Der Grund ist äußerlich. Die Ursachen für die Missverständnisse zwischen den Menschen heute sind äußerlich, das sind die wirtschaftlichen Bedingungen. Dieser Wind ist es, der die Menschen dazu zwingt, sich misszuverstehen und gegeneinander zu kämpfen. Manche fragen, wie lange dieses Gewitter denn dauern wird. Ein Gewitter kann vierundzwanzig Stunden, achtundvierzig Stunden, höchstens drei Tage dauern und danach kommen alle Blätter zur Ruhe. Ein solcher Sturm herrscht jetzt in der Welt. Er stößt und rüttelt uns, Beine und Köpfe werden gebrochen. Ärgert euch deshalb nicht, dieser Sturm wird bald vorüber sein. Der soziale Sturm wird in fünfundvierzig Jahren vorüber sein, aber nur, wenn die Menschen klüger werden. Wenn sie jedoch keine Lehre aus ihren Erfahrungen ziehen, um ihr Leben zu verbessern, dann wird der Sturm noch länger andauern. Aber wenn die Menschen sich von der Erfahrung belehren lassen, dann wird sich die Dauer des Gewitters verkürzen, denn das große Gesetz, das die Welt regiert, ist vernünftig – ohne Unterschied, ob der Mensch glaubt oder nicht.

Es gibt eine vernünftige Kraft, ein großes Gesetz in der Welt, das die Menschen einheitlich wirken und denken lässt, unabhängig davon, ob sie glauben oder nicht. Ich habe mehrmals Leute gesehen, die nicht an Gott glauben, die Kirche nicht besuchen, sich aber ins Wasser stürzen, um jemanden zu retten. In einem solchen Menschen gibt es kein mechanisches Gesetz, aber ein anderes – er ist mit dem Gesetz der Selbstaufopferung geboren. Man trägt in sich also etwas Größeres als die formelle Religion. Die Religion ist später in die Welt getreten. Einige fragen: „Bist du gläubig?“ Der Mensch kann sehr gläubig und trotzdem nicht aufrichtig sein. Die Religion ist kein Schild, das anzeigen soll, ob man ehrlich ist oder nicht. Um sich davon zu überzeugen, solltet ihr alle gottgläubigen Händler aufsuchen und sich deren Rechnungen und Verkaufsweise anschauen. Ein anderes ist das Gesetz, das die Welt regiert. Die Liebe muss in den Herzen existieren und die Menschen müssen sich bewusst sein, dass sie ihren Bruder nicht belügen dürfen. Das wird sie zwingen, die Interessen der anderen Menschem wie ihre eigenen wahrzunehmen und ihrem Bruder keine schlechte Ware zu verkaufen. Nur wenn wir unsere Dinge so sehen, dann können wir uns verstehen.

Wenn wir von der ethnischen Zugehörigkeit ausgehen und die Frage stellen: „ Bist du ein Bulgare, ein Engländer, ein Franzose, ein Deutscher? „, werden wir uns nicht verstehen. Wir sagen: „Ein Bulgare das ist etwas Schlechtes“. Das sind nur individuelle Ideen, das ist kein kollektives Bewusstsein, das ist auch kein Göttliches Gesetz. In den Völkern äußert sich das Göttliche Gesetz noch nicht. Jeder kümmert sich nur um die eigene Wirtschaft. Kein Volk hat einen Vorteil den anderen Völkern gegenüber, jedes hat seinen eigenen Platz. Wenn ich zum Beispiel meine Hand hebe und nur einen einzigen Finger ausstrecke, kann sich dieser Finger als vorrängig betrachten. Doch was geschieht dann? Ein Finger zeigt nur die Richtung der Dinge, aber mit einem Finger kann man nicht arbeiten; Die Arbeit wird mit allen Fingern gemacht und jeder hat seinen eigenen Platz an der Hand. Nur wenn alle Finger zusammen sind, haben wir die ganze Hand, die ein Zeichen des Willens ist und ihre Pflicht erfüllen kann. Ein Volk ist also an seinem Platz, wenn es seine Lage als ein Teil der Menschheit oder als ein Organ innerhalb des ganzen Organismus versteht, das rechtzeitig seine Pflicht erfüllen muss.

Die heutigen Menschen wollen an ihrem alten Gott festhalten. Seid nicht beleidigt. Dieser alte Gott hat alle Kriege, alle Gewalttätigkeiten, das ganze Unglück gebracht. Im Gott der Liebe aber gibt es keinerlei Lügen. Der Gott der Liebe schaut auf alle Menschen, wie auch auf die kleinsten Wesen mit derselben Liebe, mit demselben Mitleid und ist jedem bereit zu helfen. Und wenn ein kleines Wesen mit zerstörter Form zu Ihm kommt, dann gibt ihm Gott eine neue Form und sagt:„ Setze deine Arbeit fort, fürchte dich nicht, gehe weiter.“ Ich frage jetzt: Wenn wir nach fünfzig, sechzig Jahren unser Leben auf der Erde beenden, was haben wir dann gewonnen? Nehmen wir an, eine Mutter hat eine sehr schöne Tochter geboren, ein ausgezeichnetes Mädel, gut angekleidet, viele Jpnglinge umgeben sie, sie ist glücklich. Ich frage: Wie lange wird das dauern, fünf, zehn, fünfzehn Jahre? Im Laufe der Zeit erscheinen Falten im Gesicht, Schöhnheit und Frische gehen verloren, sie wird hässlich und die Jünglinge wenden sich ab. Andere Schöhnheiten treten auf und ersetzen sie. Über sie wird die Unzufriedenheit kommen, dass ihr Leben keinen Sinn hat, dass sie unglücklich ist. Zuerst war sie zufrieden, aber dann hat ihr Leben seinen Sinn verloren. Sie ähnelt jenem europäischen Schriftsteller, der in einem Buch den Menschen als das edelste Wesen auf der Erde und das Leben als etwas Herrliches beschrieben hatte. Nachdem er aber eine Krise durchgemacht hatte und von den Menschen enttäuscht war, schrieb er ein anderes Buch, in dem er die Menschen als die schlechtesten Lebewesen und das Leben als die schlechteste Sache auf der Welt darstellte. Also wenn es uns gut geht, sagen wir: „Alles ist gut, Gott ist gut.“ Wenn uns aber ein Unglück, eine Katastrophe oder eine Untat widerfährt, die wir nicht erwartet haben, dann sagen wir :„ Es gibt keinen ungerechteren Gott in der Welt als den jetzigen.“ Die Welt geht den ihr bestimmten Weg.

Vor einiger Zeit kam zu mir eine sehr intelligente, gebildete Frau, die von mir eine Frage, ein Missverständnis gelöst haben wollte. Es war Folgendes: Ihr Mann (als er noch jung war) weilte einmal während einer Ausstellung in Antwerpen. Er hatte gehöhrt, dass es in dieser Stadt einen Mann gebe, der den Leuten in schlafendem Zustand die Zukunft voraussage. Der junge Mann hatte Interesse daran und ging zu ihm, um auch etwas über seine Zukunft zu hören. Der schlafende Mann sagte zu ihm: „ Du heiratest sehr jung, vier Kinder wirst du haben, von denen eines stirbt. Du wirst aus Liebe heiraten und zehn Jahre lang ein glückliches Familienleben führen. Dann wird eine blonde Frau in dein Haus kommen und dein Familienleben zerstören und du wirst mit ihr leben. Wenn du aber diese Prüfung bestehst, dann kehrst du zehn bis fünfzehn Jahre später zu deiner ersten Frau zurück und lebst weiterhin glücklich mit ihr.“ „ Und wirklich“, sagte die Frau, „ein Kind ist uns gestorben und zwischen den Büchern meines Mannes habe ich diesen Zettel mit den Zukunftsprophezeiungen gefunden. Die blonde Frau ist zu uns gekommen und hat uns das Leben verdorben.“ Dann fragte die Frau, was sie machen soll, ob sie ihren Mann verlassen soll. Ich habe ihr geraten, die Geschichte weiter zu verfolgen und abzuwarten, ob sich auch der zweite Teil verwirklichen wird. Sie hat gefragt, wie solche Sachen geschehen. Meine Antwort lautete: „Das Leben ist vorbestimmt, aber nicht fatal; Es gibt eine Reihe von Ursachen, die das menschliche Schicksal bestimmen.“

Auch unser Leben wird, so wie es sich entwickelt, von einer Reihe vorausgegangener Ursachen bestimmt. Wenn wir diese Ursachen nutzen, dann können wir unser Leben verbessern, können mit dem Bösen in der Welt kämpfen, es besiegen. Das nennen die Inder Karma oder Sündenfall. Wir können es überwinden. Ein Mensch, der fallen, eine Sünde begehen kann, der kann auch wieder aufstehen und siegen. Aber die heutigen Gläubigen verfallen in ihren Auffasungen ins andere Extrem: Sie behaupten, die Religion werde unser Leben völlig verbessern. Das ist nur zur Hälfte wahr. Die Religion kann unser Leben nicht völlig verbessern. Diese Behauptung ist nur zu fünfzig Prozent richtig, weil wir selbst zu fünfzig Prozent ein Faktor für unser Schicksal sind. Es gibt auch noch weitere Faktoren, die unser Leben bestimmen. Ich sage: In unserem Leben spielt zu fünfzig Prozent das Schicksal, die Natur eine Rolle, fünfundzwanzig Prozent entfallen auf uns selbst und fünfundzwanzig Prozent auf die Gesellschaft. Wenn also diese drei Faktoren gemeinsam wirken, erfolgt ein Aufschwung, eine Verbesserung in esoterischer und moralischer Hinsicht. Um das zu verwirklichen, müssen unbedingt viele Personen in ein und derselben Richtung wirksam sein. Kommt der Frühling nur mit einer Blume? Nein, er kommt mit vielen Millionen von Blumen. Dann kommen die Bienen und all diese große Bewegung in der Natur beginnt. Und damit entsteht eine Gesamtheit.

Aus esoterischer Sicht sind wir also wie kleine erblühte Blumen, d.h. unser Bewusstsein ist auf einer solchen Entwicklungsstufe, dass wir erst jetzt begonnen haben, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Ihr sagt, man dürfe doch ein bisschen schwindeln. Nein, im bewussten Leben hat absolut keine Lüge Platz, so wie in der Mathematik keinerlei Fehler zulässig sind, weil jeder in der Architektur oder in der Technik zugelassene Fehler unerwünschte Folgen hätte. So führt auch die Lüge, die wir in unserem Leben zulassen, zu solchen Ergebnissen in unserem Bauwerk, genau wie die falschen Berechnungen eines Architekten. Die gegenwärtigen spirituellen Menschem müssen doch Regeln haben, so wie die Musiker. Gebt diesen Leuten ein Musikstück und alle werden beim Spielen den Takt einhalten. Gebt einigen berühmten Malern ein Bild und alle werden es nach dem gleichen Gezetz malen. Gebt einigen Mathematikern eine Aufgabe und sie werden die Aufgabe nach dem gleichen Gezetz lösen. Wenn wir aber auf das geistige Leben zu sprechen kommen, sagen wir: „Wir brauchen keine Musik, wir brauchen keine Berechnungen. Gott wird es schon richten.“ Nein, meine Freunde, im geistigen Leben wird strenge Mathematik gefordert. Ob ein Mensch oder ein Volk glücklich oder unglücklich ist, hängt von bestimmten zugelassenen Tatsachen ab.

So hat dieses große Gesetz, das das Leben der gegenwärtigen europäischen Völker regiert, sie auf ihren heutigen Platz gestellt. Diese fast abgeschlossene Zivilisation hat in Ägypten begonnen, hat Syrien, Persien, Rom, England, Deutschland, Amerika durchwandert und kehrt jetzt wiederum nach Russland und in den östlichen Erdteil zurück. Von dort aus nimmt sie eine andere Richtung. Diese Welle, die in die Welt kommt und die Menschheit bewegt, ist nicht mechanisch. Euch allen ist es bestimmt, an ihr teilzunehmen, ob ihr wollt oder nicht. Auch wir müssen bewusst daran teilnehmen.

Worin besteht der Edelmut eines Volkes? Warum sind die Engländer edel? Weil es bei ihnen ein erwachtes kollektives Bewusstsein gibt. Obwohl auch sie Fehler haben, korrigieren sie diese leicht. Unter ihnen gibt es die meisten Esoteriker. Jedes Volk, in dem das kollektive Bewusstsein erwacht, erkennt gewissermaßen, dass alles dem gemeinsamen Zweck unterordnet werden muss. Die Engländer haben das in gewissem Maße verstanden. Dieses Bewusstsein bildet sich nicht nur bei den Engländern heraus, sondern überall, auf der ganzen Erdkugel. In alle armen Leute, in alle armen Witwen und Waisen ist dieses Bewusstsein eingedrungen. Wisst ihr, in welcher Lage ihr euch heute befindet? In der Lage jenes amerikanischen Predigers, für den es Brauch geworden war, jeden Tag arme Kinder in sein Haus zu laden und ihnen zu essen zu geben. Er hatte die Gewohnheit, vor dem Essen gemeinsam mit ihnen das Vaterunser zu beten. Eines Tages fand er ein Waisenkind, brachte es in sein Haus um es zu bewirten, sagte ihm aber vorher:

– Beten wir zusammen das Vaterunser.

Sie begannen:

-Vater unser, der Du bist im Himmel,

Geheiligt werde Dein Name…

Das Kind hört auf, schweigt.

– Warum schweigst du?

-So, Gott ist also unser Vater?Ja.

-Also musst du mein Bruder sein?

Mit diesen Worten wollte das Kind sagen:“Du bist Prediger, du schläfst in einem weichen Bett, du isst gut, während ich, dein Bruder, du siehst es selbst, vor Kälte zittere und mich hungrig schlafen lege.“ Der Prediger verstand seine Lage.

So jetzt auch wir. Christus kam, um die Welt zu erlösen. Wir beten:“ Vater unser, der Du im Himmel bist“. In keiner Gesellschaftsordnung darf es Arme geben. Es ist eine Schande, dass es heutzutage arme Menschen gibt. In keinem Volk darf es arme Witwen geben. Es ist eine Schande, dass unsere Schwestern und Brüder ihre Ehre heute für Brot verkaufen! Tausende unserer Schwestern und Brüder sind heutzutage in den Häusern des Lasters und verkaufen ihre Ehre. Und wir sagen: „In der Kirche, im Himmel gibt es Gott, gibt es Christus.“ Ja, dieser Christus erschien wegen dieser Dirnen, um sie zu erlösen. Er kam nicht um der Gerechten willen. Folglich müssen wir heute den Mut haben, unsere vergangenen Fehler zu korrigieren. Wir müssen sie irgendwie berichtigen. Wir müssen unseren gefallenen Schwestern und Brüdern die Hand reichen.

Heute leiden alle Menschen unter unverstandener Liebe. Nehmt irgendeiner Blume, einer Pflanze das Sonnenlicht und ihr seht den krassen Unterschied, der sich auftut. Nehmt irgendeinem Wesen die Liebe und es gilt das gleiche Gesetz. Und so dürfen wir über den Gott der Zukunft nicht wie über ein fernes Wesen reden, sondern wie über ein Wesen, das in unseren Herzen wirkt, damit wir freiwillig, ohne Gewalt, Seinen Willen und Sein Gesetz erfüllen können.

Jetzt seid ihr alle an diese große Tafel der Welt berufen. Dieser Gott der Liebe hat sie berufen, ohne Rücksicht auf eure Lage, auf euer Credo. Heute ruft er euch herüber zu kommen, einen Schritt nach oben zu machen, nicht als Bulgaren, nicht als Protestanten, nicht als Orthodoxe, nicht als Katholiken, nicht als Mohammedaner, sondern als vernünftige Wesen, als von einem Vater geborene Brüder, in deren Adern das gleiche Blut fließt. Ein und das gleiche Blut fließt in den Adern aller Menschen. Begreifen wir diese Tatsache, das ist die neue Lehre, so muss die Religion reformiert werden. Wenn die Religion der Zukunft das große Gesetz nicht begreift, ist sie dazu verurteilt, dass sie in hundert Jahren mit einem „Gott habe sie selig“ versehen wird. Ich sage eine große Wahrheit. Das muss die Geistlichkeit wissen und ihrer Kirche das Motto geben: „Gott ist Liebe und wir alle opfern uns für die Liebe.“ Und alle: Bischöfe, Pfarrer, Mütter, Lehrer, Richter müssen dieses Gesetzt aufschreiben. Das muss das allgemeine Prinzip sein – die Liebe. Und wenn wir uns begegnen, erkennen wir, dass wir Brüder sind. Dann werden wir andere Kenntnisse, eine andere Wissenschaft haben und die zwischen uns stehenden Hindernisse werden verschwinden. Und dann beginnt ein neues Leben, das Frieden und Freude bringt, Frieden in unserem Verstand, Freude in unseren Herzen und Kraft im menschlichen Willen.

Jetzt, wenn wir alle in diesem kollektiven Bewusstsein der Menschheit leben werden, ist es an der Zeit zu wissen, dass es keinen Tod gibt. Die menschliche Seele, das menschliche Bewusstsein ist unsterblich. Der menschliche Körper verändert sich, seine Form wird anders, aber das ist unwesentlich. Der Mensch wechselt viele Körper, viele Organe, aber als Seele, die sich weiterentwickelt, als Bewusstsein in der Natur, ist er unvergänglich. Das ist eine Tatsache, die keine Ausnahme kennt. Prüft die Wahrheit und ihr werdet es sehen. Also ich sage euch: Prüft die in euch angelegte Wahrheit, sucht euer Ideal in euch, in eurer Seele. Dieses Ideal findet ihr nicht draußen. Es ist in euren Seelen, in euren Gehirnen, in euren Körpern angelegt, so wie die Energie im Samenkorn angelegt ist und der Samen selbst in der Erde. Er saugt die Säfte aus der Erde und schafft sich sein Wurzelwerk. Genauso sind auch alle Energien in unserem Körper angelegt und nach dem gleichen Gesetzt werden diese Energien vom menschlichen Geist genutzt um alle Organe des menschlichen Körpers zu schaffen.

Ich würde an Folgendes erinnern: Wie viele Jahre waren nötig um eure Hand zu schaffen? Diese Verbindungen oder Fingergelenke beweisen, wie viele Millionen Jahre der Mensch schon gelebt hat, sie zeigen die Geschichte der Menschheit, die Geschichte der menschlichen Entwicklung, den Zustand, den die ganze Menschheit durchlaufen hat. Wenn ich euch sagen würde, dass der menschliche Finger die gesamte Geschichte des Menschen erzählt, würdet ihr entgegnen, dass sei unmöglich, eine Fantasie. Ja, für denjenigen, der die Gesetze der Natur nicht versteht, ist es so.

Eines Tages ging ich mit Freunden in einen Kiefernwald spazieren. Wir blieben vor einer Kiefer stehen und ich sagte: „Die Verzweigungen dieser Kiefer zeigen, in welchem Jahr es mehr Feuchtigkeit gegeben hat und in welchem weniger. Das kann man an ihnen erkennen.“ Ihr könnt es nachprüfen. Wenn es also in einem Jahr einen Überfluss an Regen gab, dann sind die Abstände zwischen den Verzweigungen größer und umgekehrt – wenn das Jahr arm an Regen war, dann sind diese Abstände kleiner. Man kann folglich mathematisch die Feuchtigkeitsmenge berechnen und bestimmen, wie viel es gab. So wirkt sich also die Feuchtigkeit aus.

In unseren Körpern spiegeln sich auch bestimmte Ereignisse wider – individuelle, gesellschaftliche und soziale. Wisst ihr das? Wir tragen in uns die Sünden der gesamten Menschheit. Denkt nicht, dass wir, so weit von Afrika entfernt, nicht die Sünden der Afrikaner trügen. Doch, wir tragen sie. Es gibt eine innere Kraft, die die Menschen verbindet und ihr Leben verflicht. Wenn wir also in Zukunft dieses große Gesetz begreifen, verstehen wir, dass alle Menschen zukünftig gute Bedingungen schaffen müssen, um das ganze heutige Unglück zu überwinden. Ich habe des Öfteren gesagt, dass nur die Mütter imstande sind, das zu schaffen. Jede Mutter, die mit einem Jungen oder einem Mädchen schwanger ist, soll sagen: „Mein lieber Sohn, meine liebe Tochter, ich will, dass du zukünftig nach dem Gesetz der Liebe lebst und die Völle der Liebe vertrittst.“ Wenn sie so spricht, gebiert sie eine Tochter oder einen Sohn, die wie Helden nach dem Gesetz der Liebe leben werden. Jede Mutter muss das ihren Kindern einflößen. Die jungen Leute, die heiraten, müssen sagen: „ Unsere Söhne und unsere Töchter sollen für die Liebe leben, für den Gott der Liebe, der die Menschen vereinigt.“ Die neue Generation wird die neuen Ideen tragen, die Ideen der Göttlichen Liebe. So wie wir uns heute bewegen, so schwächlich, wie wir zur Welt kommen, wie wollen wir da die Menschen umerziehen, die sich Tausende von Jahren entwickelt haben? Da können wir gar nichts tun. Der Mensch kann nur im Mutterleib umerzogen werden, in Liebe zu Gott, allein kann er sich nicht umerziehen. Nur die Mutter ist in der Lage, den Menschen wiederzuschaffen und ihn umzuerziehen. Er selbst ist nur zu fünfzig Prozent ein Faktor für seine Umerziehung. Er gleicht einem Schiff ohne Steuer, das von den Wellen überall hin getrieben werden kann.

In Zukunft müssen sich also die Bedingungen für die Frauen ändern. Frauen, die ein Kind tragen, müssen unter den besten Bedingungen leben, auch die Bedingungen für die Kinder müssen sich verändern. Und das darf nicht mechanisch geschehen, sondern nach dem Gesetz, das in der lebenden Natur wirkt. Lebendig ist diese Natur, sie ist ausgezeichnet; Ich lese in ihr, was für schöne Methoden sie hat! Wenn die Bulgaren die Methoden der Natur anwendeten, würden sie ihre Lage verbessern. Welch reiche Schätze verbergen sich in der Natur! In nur zehn Jahren könnten alle Schulden bezahlt sein. Aber was machen die Bulgaren heute? – Sie erwarten ihre Rettung von irgendwoher, von dort, woher sie nicht kommt. Die Rettung aber ist in dieser lebendigen Natur, die ihre Kräfte zur Verfügung stellt. Die Menschen müssen diese Kräfte in Bewegung bringen, damit sie nach dem Gesetz der Liebe für das Wohl der anderen wirken. So kommt auch ihr Segen.

Also, das große Gesetz fordert die Menschen auf, Brüder und Schwestern zu sein. Nur so werden wir eine neue Wissenschaft der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit haben. Wie sieht jetzt unsere Wissenschaft aus? Ein kleines Lamm, um das sich das Kind kümmert, es liebt und ihm Kränze windet, – so kommt der Tag, an dem die Mutter sagt: „Wir müssen das Lamm schlachten, damit mein liebes Kind leben kann.“ Das Kind weint. Ihr sagt: „So ist nun mal das Leben.“ Und wie, denkt ihr, wird das Kind erzogen sein? Es wird sich fragen: „Warum erlaubt Gott, der so gut und lieb ist, das kleine Lamm zu schlachten?“ – „Nun, mein Kind, so hat es Gott angeordnet.“ Nein, Gott hat es nicht so angeordnet, wir selbst haben es so angeordnet. Jetzt müssen wir uns von unserem Irrtum befreien! Denken wir nicht, dass Gott das Leben so geregelt hat. Nein, diese Lämmer müssen nicht geschlachtet werden. Wir haben heute eine Kultur des Tötens, des Verkrüppelns der Beine von diesem und von jenem. Man hört nur: Bum-bum. Alle sagen „ Das ist für die Heimat“. Aber welchen Nutzen haben die Kriege der Menschheit gebracht? Absolut keinen. Die Menschen sind grausam geworden und die Kriege haben diese Unzucht heute mitgebracht. Auch zukünftige Kriege werden zu nichts Gutem führen. Wir sollen kämpfen, aber wie? – Krieg führen, ja, aber ohne zu töten. Dieses Gesetz der Liebe ruft heute die Menschen auf. Die Fähigsten müssen kommen, Mütter, Väter, Lehrer, Priester, auch Uninteressierte, um diese große Aufgabe in Angriff zu nehmen. Wenn sie nicht rechtzeitig kommen, dann tun es andere.

Jetzt will ich folgende Schlussfolgerugen ziehen. Keinesfalls will ich euch zwingen, daran zu glauben. Ich will, dass ihr es selbst versucht. Erfahrung, Erfahrung braucht man und nichts weiter. Es gibt einen inneren Erfahrungswert. So wie jede Pflanze den richtigen Boden finden muss, um günstige Bedingungen für ihr Wachstum zu haben, so muss sich auch jeder Mensch in der Welt die richtigen Bedingungen für seine Entwicklung und sein Wachstum suchen. Denkt niemals, dass eure Lebensbedingungen ungünstig sind. Das sind nur innere, subjektive Vorstellungen. Bei dieser Entwicklung des kollektiven Bewusstseins ist jeder Mensch auf seinem richtigen Platz. Aber wir täuschen uns und fragen: „Warum bin ich nicht wie dieser Herr?“ Schaut nicht auf jenen Menschen dort, vielleicht ist er wohlhabend, hat reichlich zu essen, aber er ist unglücklich, sein inneres Leben ist verdorben, weil er einen Herzfehler und Magenstörungen hat. Ein anderer Mensch jedoch, der arm ist, nicht so einen Überfluss hat, aber gesund ist, genießt das Essen. Das Glück eines Menschen ist vom Wohl seines Geistes bedingt – mit dem zufrieden zu sein, was man im Moment besitzt. Und wenn sich die Menschen zusammentun, müssen sie die gleichen Ideen haben. Die Ideen von uns allen müssen richtig sein. Ich sage nicht, dass sie immer richtig sind, aber individuell sind die richtig. Wir müssen also unsere Ideen in individueller, gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht korrigieren und die neuen Ideen, die von oben in die Welt kommen, einführen. Wie die Pflanze ihre Formen aufbaut, so müssen wir unsere Gedanken und Gefühle richtig aufbauen.

Manche sagen: „Das Leben heute ist schwer.“ Nein, ich habe euch mehrmals gesagt, dass ihr euch unter den besten Lebensbedingungen befindet. Ihr seid in der Lage der Juden, die aus Ägypten auszogen. In der Wüste würdet ihr vielleicht kein Fleisch und keine anderen Dinge finden, aber ihr hättet Wasser und frische Luft und kein Pharao würde euch befehlen. Besser frei in der Wüste, als ein Sklave mit Fleischmahlzeiten und allen Vergnügungen und der Pharao schlägt euch mit der Peitsche und befiehlt: „ Backsteine und Ziegel werdet ihr machen!“ Und wir sagen: „Wir können nichts tun, machen wir also Backsteine und Ziegel.“ Nein, wir werden keine Backsteine und Ziegel mehr machen. Vor uns liegt ein langer Weg durch die Wüste des Göttlichen Lebens.

Alle jungen Menschen, die laufen können, sollen einen Rucksack auf die Schultern nehmen und vorwärts gehen. Weißt du, was du dann bist? – Wenn du jemanden triffst, wirst du deinen Weg frei weitergehen. Wenn du jetzt jemanden triffst, hältst du dich zurück, versteckst dich sogar, damit er dich nicht ausraubt, dir in die Tasche greift. Du sagst: „Er ist ein Räuber.“ Ich sage: Die Welt heute ist voll von Räubern. Antwortet mir, wer von euch kein Räuber ist, wer nicht in die Tasche des Vaters gegriffen hat? Wer hat nicht von der verbotenen Frucht gekostet? In Zukunft aber betreten wir einen Obstgarten und fragen, dem Gesetz der Liebe folgend: „ Bruder, darf ich von den Früchten deines Gartens pflücken oder pflückst du mir selber welche?“ Und er antwotet: „Du darfst, Bruder, bitte, komm rein!“ Wenn ich zu einem Freund komme, frage ich: „Darf ich, Bruder, in deinem Haus übernachten?“ – „Du darfst“. So muss die Neue Lehre sein. Und was sagst du heute? „Mein Herr, es gibt Hotels, geh dorthin, wir haben keine freien Zimmer, es herrscht Wohnungsnot usw.“ Und die Frage ist erledigt. Wenn du jetzt jemanden triffst, beginnst du ihn auszufragen: „Bist du Bulgare? Glaubst du an Gott? Zu welcher Partei gehörst du?“ usw. Ich sage nicht, dass diese Dinge schlecht sind, aber sie sind unwesentlich. In uns muss das edle Gefühl der Brüderlichkeit Eingang finden, so dass wir in jeder Frau und in jedem Mann unseren Bruder erkennen. Wenn ihr dieses Gefühl erziehen könnt, dann hebt ihr die Menschheit auf eine neue Stufe. Dann existiert kein Missverständnis zwischen uns und wir werden das richtige Bestreben haben.

Das ist die Göttliche Lehre, die jetzt in die Welt kommt. Die kleinen Kinder haben die Lehre aufgenommen, in zehn Jahren werden sie sie predigen. In zehn Jahren verwandeln sich die Raupen in Schmetterlinge und fliegen mit ihren Flügeln davon. Sie werden sagen: „ Nein, nein, wir brauchen keine Puppen mehr.“ Dieses Gesetz kommt in die Welt. Die Fakten gruppieren sich, die Gesetze nehmen Gestalt an. Wir gehen von der materiellen zur geistigen Welt über, alles entwickelt sich vom Einzelnen zum Allgemeinen. Das heißt, wir dürfen nicht nur an jenes Versicherungsgesetz denken, wo jeder danach strebt, nach seinem Tode ein Millionenerbe zu hinterlassen: So und so viel für dieses, so und so viel fiel für jenes, „Spenden“ für Wohltätigkeitszwecke, damit die Leute sagen: „Der Verstorbene hat so viel Geld hinterlassen, ein edler Mensch ist er.“ Nein, in Zukunft werden die Menschen nicht sterben, sie werden keine Denkmäler brauchen.

Nehmt also die Liebe als Bestreben in eure Herzen auf, als Gefühl in eure Seelen, als Kraft in eure Sinne und als Prinzip in euren Geist. Darin liegt die Erlösung für den menschlichen Geist. In diesen drei Dingen müssen wir folglich die Liebe verstehen: als Bestreben im Herzen, ein unüberwindliches Streben nach unten; als Gefühl in der Seele – ein Streben nach oben – und als Kraft, die die Sinne erweitert, die in sich das vernünftige Prinzip trägt, zu wissen, warum wir leben, warum wir auf diese Welt gekommen sind und was unsere Bestimmung auf Erden ist.

Das Lied „Neva sanzu“

Нева санзу, нева санзу,

биют менси,

хариен хади хензи.

Ава Махар вен хабер менси.

Ава Махар вен хабер менси.

Ава Махар вен хабер менси.

Ава Махар вен хабер менси.

„Neva sanzu“ in der Interpretation von Ognjan Nikolov …

… und von Yoana Strateva

 

Neva sanzu, neva sanzu,

bijut mensi,

harien hadi henzi.

Ava mahar ven haber mensi.

Ava mahar ven haber mensi.

Ava mahar ven haber mensi.

Ava mahar ven haber mensi.

 

Das Lied wurde am 1.5.1929 gegeben. Folgendes hat Beinsa Douno aus diesem Anlass gesagt:

„Jetzt werde ich euch ein neues Lied in einer fremden, östlichen Sprache geben. Es kann nicht ins Bulgarische übersetzt werden, da die Silben nicht übereinstimmen. Und wenn man die Worte übersetzt, werden sie ihre Kraft verlieren. Wenn der Mensch mit Inspiration singt, wirkt er schöpferisch. In diesem Sinne ist das Singen ein kreativer Prozess. Im Lied ist der Weg nicht glatt, man muss von einer Höhe in ein Tal hinabsteigen, um eine schwierige Frage im Leben zu lösen … Im Allgemeinen hilft die Musik dem Menschen bei bestimmten Krankheiten. Damit kann er sich heilen. Die Musik ist ein besseres Heilmittel als allerlei Medikamente und Spritzen. Auch wenn man eine Aufgabe im Leben nicht lösen kann, muss man trotzdem singen. Nicht nur die gewöhnlichen Menschen singen, sondern auch die größten Adepten und Heiligen. Ihre Musik existiert länger als die Musik auf der Erde. Die Musik der gegenwärtigen Menschen stellt ein kleines Licht inmitten großer Dunkelheit dar. Egal wie klein dieses Licht ist, eines Tages wird es stärker werden. Es ist der Beginn der zukünftigen Musik, ohne die die neue Kultur nicht auf die Erde kommen kann. Wenn keine neuen Musikformen geschaffen werden, kann keine neue Musik kommen.“

Aus den Protokollen der Jahrestreffen der synarchischen Kette

1901 unternahm der Meister Beinsa Douno seine erste Reise durch Bulgarien und besuchte verschiedene Orte, um öffentliche Vorträge zu halten. Zwischen 1901 und 1912 machte er phrenologische Untersuchungen von Vertretern des bulgarischen Volkes.

1902 begann die Veröffentlichung der Zeitschrift „Videlina“ (‚geistiges Licht’) , eine Fortsetzung der Zeitschrift „Nova svetlina“ (‚Neues Licht’). Der Meister unternahm eine zweite Reise durch Bulgarien, die in Varna begann und wieder dort endete. In den Jahren 1903-1904 und 1904-1905 unternahm er seine dritte und vierte Reise durch Bulgarien. Die Zahl der Teilnehmer an den jährlichen Hauptversammlungen nahm kontinuierlich zu.

Auf diese Weise wurde die synarchische Kette der Weißen Bruderschaft in Bulgarien geschaffen.

Varna, 1908, 11. August, Montag

Um 4.30 Uhr morgens versammelten wir uns zum Gebet.

Wir gingen alle nacheinander in das Obergeschoß, wo sich der viereckige Tisch mit den vier Bändern darauf befand – in Rosa, Gelb, Weiß und Blau. Jeder von uns sollte eines dieser Bänder halten und beten. Also gingen wir in der folgenden Reihenfolge hin und wieder zurück: M. Georgiev, T. Batschvarov, P. Gumnerov, Gina Gumnerova, D. Golov, Elena Ilarionova, Ilija Stojtschev, An. Bojnov, Maria Kasakova, Todor Stojanov, Penju Kirov, K. Ilarionov und An. Zheljaskova, wobei die ersten Vier das blaue Band hielten, die zweiten – das Weiße, die dritten Drei – das Gelbe und die letzten beiden – das rosa Band.

Herr Danov erklärte uns, dass die vier Bänder die vier Jahreszeiten symbolisieren. Und die zwölf weißen Streifen an der Wand über dem Tisch bedeuten die zwölf Monate des Jahres. Da alle Streifen weiß sind, bedeutet dies Reinheit. Diese zwölf Bänder symbolisieren gleichzeitig die zwölf Tierkreiszeichen, in denen wir alle geboren sind.

Es wurde uns auch erklärt, dass sich gestern, als wir bei der Andacht versammelt waren, ein Dreieck sich vor uns oben auf dem Tisch bildete, was hieß, dass das Göttliche kommen würde, um uns zu erheben, während heute ein Viereck vor uns war, ein Quadrat, was bedeutete dass dieses Göttliche bereits den Grundstein für unsere Erhebung legt.

– Warum kommt ihr zum Jahrestreffen? – fragte uns Herr Danov. – Weil wir aufgerufen werden, antwortete P. Gumnerov.

– Nein, sondern um Kontakt mit Gott zu erhalten und den Herrn zu berühren. Und ihr werdet lernen zu lieben. Die Liebe kann niemals begrenzt werden.

Heute Nachmittag um 5 Uhr haben wir ein weiteres Treffen.

———————————-

Um 5 Uhr abends versammelten wir uns alle. Auf Wunsch von Herrn Danov las Petko [Gumnerov] einige seiner Notizen vom letztjährigen Treffen.

Dann las Herr Danov Kapitel 10 des Johannes-Evangeliums und sagte unter anderem:

Ich werde eure Aufmerksamkeit auf Vers 12 lenken (lest ihn). Diese Worte Christi haben eine allgemeine Bedeutung für die Menschheit und eine konkrete Bedeutung für jeden einzelnen Menschen. Das Schaf gilt als Symbol der Tugend. Es ist eine Kreatur ohne Beschützer, aber es steht unter der Führung eines Hirten, eines guten Schafhüters, die Rasse dieses Schafs wird sich in jeder Hinsicht verbessern. Aber wenn das Schaf in die Hände eines Tagners gerät, wird dieser immer nach der Milch und dem Fell streben. Hier ist Christus der Hirte der Seele und was wir den Teufel nennen, ist der Tagner.

Christus ist ein Geist und Satan ist ein anderer Geist, die beiden kämpfen um die menschlichen Seelen. Es war Christus, der den Atem in den Mund des Menschen, in Adams Mund einhauchte. Und deshalb ist die Lunge die Wohnstätte der Seele. Zwischen beiden Hälften der Lunge befindet sich das Herz, wo die Seele ihren Sitz hat. Und da die Lunge den Zweck hat, das Blut zu reinigen, entspricht das Blut dem Leben.

Wenn die Seele an ihrem Platz ist, kann keine Krankheit existieren, aber wenn die Seele ihre Wohnstätte – Herz und Lunge ‚ verlässt, erliegt sie einem Handlanger und es kommt zu einer Besetzung. Und wenn ein Mensch besessen ist, werdet ihr feststellen, dass zuerst seine Atmung abnimmt. Und mit abnehmender Atmung wird die Seele ständig ausgestrahlt. Wenn jemand besessen ist, werdet ihr immer eine Verkrampfung der Lunge beobachten. Deshalb müsst ihr dann tief atmen, denn durch tiefes Atmen könnt ihr einen Geist aus euch vertreiben. Und wenn ihr ihn einmal vom physischen Feld vertrieben habt, könnt ihr in den höheren Gebieten noch besser mit ihm fertig werden. Ein böser Geist kann niemals durch die Nase eintreten, sondern immer durch den Mund. Und wenn er durch den Blutkreislauf in euren Magen gelangt, kehrt er durch die Venen zum Herzen zurück, nicht durch die Arterien. Das Niesen ist nichts anderes als das Herauswerfen eines Geistes aus dem Mund. Ich erzähle euch das, um euch zu zeigen, wo das Tor der bösen Geister ist. Deshalb raten die Hindu-Meister ihren Schülern, stets tief zu atmen. Und es ist bemerkenswert, dass ein gesunder Mensch immer tief atmet und wenn er krank ist, seine Atmung flacher wird. Ich möchte, dass ihr euch selbst testet, um festzustellen, ob nicht ein Geist sich irgendwo in euch eingenistet hat. Ich weiß, dass einige schlechte Geister in euch sind, die sich nicht von ungefähr eingenistet haben und wenn ihr sie nicht vertreibt, werde ich sie finden. Und wisst, dass die Krankheiten Barometer sind, die einen gewissen Mangel in der Seele anzeigen.

Es gibt eine Parallele zu der Tatsache, dass ein Wolf, wenn er zum Stehlen kommt, in der dunkelsten Nacht kommt, wenn die Hunde des Hirten schlafen. Wenn es klar ist und der Mond scheint, kommt der Wolf nicht. Die Geister tun das Gleiche: Um euch zu besetzen, bereiten sie euch allerlei materielle Schwierigkeiten, um Chaos und Aufruhr zu verursachen. Dann springen sie über den Zaun. Jetzt, wo der Herr mit euch ist, zeigt Er euch, wie ihr das Eindringen böser Geister in euch vermeiden könnt: Atmet tief ein und stellt euch beim tiefen Atmen vor, dass die blaue Lichtfarbe von oben in euch eindringt. Auf diese Weise werdet ihr frei sein. Wenn ihr von einem bösen Geist besessen seid, entmagnetisiert er euch und dann verliert ihr den Segen, der euch bevorsteht. In solchen Fällen solltet ihr euch an den Herrn wenden: Atmet tief durch, konzentriert euch nach oben und auf den Herrn und es wird euch geholfen.

In der Kette sind drei böse Geister gefangen. Diese Geister mussten gefangen und zum Arbeiten gebracht werden. Dann müssen sie das, was sie gegessen und getrunken haben, bezahlen – das ist der Wille des Herrn.

Aus dem Vers, den ich gerade vorgelesen habe (Johannes 10:12), möchte ich, dass ihr die folgende Lektion lernt: Jeden Gedanken, der euch dazu bringt, düstere Stimmung zu haben, zu zögern, zwischen zwei Überlegungen zu schwanken, Angst um eure Zukunft und um eure Familie zu haben, müsst ihr vertreiben. Denn ein solcher Gedanke ist nicht göttlich, sondern diese Gedanken kommen von jenen Geistern, die gefangen wurden und Tagner sind; Diese Geister sollten an ihren Ort geschickt werden. Der Segen wird nämlich nur dann kommen, wenn ihr diese Gedanken in euch selbst überwindet.

Ihr müsst glauben, dass Gott der Herr der Erde ist und dass Er die Macht hat, alles zu tun – Er auferweckt und gibt die Leiber. Deshalb müssen wir durch den Herrn handeln, um Seinen Willen zu tun. Unsere Arbeit in diesem Jahr muss aktiv sein: Nicht nur glauben sollen wir, sondern auch unseren Glauben im wirklichen Leben anwenden. Und wenn ihr eine Prüfung habt, solltet ihr euch freuen, denn dann wird der Herr Sein Werk um so besser erledigen. Wenn Verzweiflung von überall kommt, dann tut der Herr Sein Werk. Dann werden wir verstehen, dass nur Er alles erfüllen kann.

Wenn ihr mal nicht in der Lage seid, einen Geist zu fangen, der in euren Magen hineingeht, wird er von eurer Wirbelsäule, von euren Ohren Besitz ergreifen – das nennen die Ärzte Ohrensausen. Wenn der Teufel in jemanden hineingeht, macht er Dämme und deshalb rauscht es. Sobald die Ohren besessen sind, wird es viel schwieriger, einen Geist auszutreiben, als ihn aus der Lunge zu vertreiben. Aber der innere Sinn hier ist, dass der Mensch sein Herz Gott übergeben muss, denn wenn der Geist sich ständig in der Lunge aufhält und lebt, kann kein böser Geist in den Menschen eintreten, seine höheren Manifestationen beeinflussen und das Gehirn berühren.

I. Stoitschev: Im Vers ist von Wölfen die Rede, die die Schafe plündern und zerstreuen. Es stellt sich die Frage, wer die Wölfe sind.

Es gab verschiedene Debatten zu diesem Thema und es wurden unterschiedliche Meinungen geäußert. Herr Danov fuhr dann fort:

Wenn ein böser Geist in den Magen eindringt, werden die Augen trübe, wenn er in das Hinterhirn eindringt, werden die Augen schlangenförmig, mit einem beißenden Blick. In der Familie darf es keine Streitigkeiten geben, da die Verbindungen dort über das Hinterhirn – den unteren Teil des Kleinhirns – zustande kommen und daher jemand leicht besessen sein könnte.

In der Hölle wird jeder gefoltert, weil dort das Recht des Starken herrscht.

Wenn der Mann oder die Frau schlecht gelaunt und wütend sind, sollten sie füreinander beten, damit der Herr sie heilt, denn nicht sie sind es wert, sondern ihre Feinde.

Wenn jemand schlecht über jemanden denkt, mit dem er sich gestritten hat, öffnet er das Tor für böse Geister, die ihn dann besetzen. Durch den Zweifel könnt ihr sogar das Tor öffnen, so dass böse Geister in euch eindringen. Aber ihr könnt versuchen, den Zweifel loszuwerden.

P. Gumnerov: – Gut, aber wir haben verstanden, dass wir nicht Danov im Fleisch, sondern Danov im Geist um Hilfe bitten sollten. – Er ist der gleiche. Dies ist ein wichtiger Gedanke, den ihr in die Tat umsetzen müsst, da wir in den nächsten Jahrestreffen zu anderen Gesetzen kommen und dabei fortschreiten werden.

Wenn das Treffen vorbei ist und ihr auseinandergeht, werden diese drei Geister, die in der Kette waren, schon eingespannt und nicht mehr unter euch sein.

Ich werde euch jetzt mit vollen Taschen nach Hause schicken. Dieses Jahr möchte ich, dass ihr für alles dankbar seid und sagt: „Danke, Herr, für alles, was Du für uns getan hast.“ Ich möchte, dass ihr eure Last hier lasst. Wo es [geistiges] Licht gibt, kann ein böser Geist nicht kommen und sich verstecken.

Morgen, am 12. August, treffen wir uns um 4 Uhr morgens.

Vier Übungen zur Entwicklung des Willens

Ein sehr gutes Video, das die Übungen veranschaulicht, gibt es hier.

Die Übungen werden mit dem Gesicht nach Süden langsam ausgeführt, indem langsam und rhythmisch in 6 Takten gezählt wird. Beim Knien berührt das Knie nur ein wenig den Boden.

Zu den Willensübungen sagte der Meister Beinsa Douno Folgendes:

Das sind keine gewöhnlichen Übungen, sondern Übungen, die nach den Gesetzen der Natur ausgeführt werden. Wenn ihr sie nach den Gesetzen der Natur macht, werdet ihr davon profitieren. Alle Übungen folgen einem bestimmten Gesetz. Wir werden versuchen, das Gesetz zu begreifen, sofern es rhythmisch werden kann. Diese Übungen sind einfach, aber euer Verstand muss daran teilnehmen. Wenn ihr auf einem Bein steht, sollte es kein Schwanken, kein Zögern geben, da dies auf einen nervösen Zustand hinweist. Jedes Zögern ist ein Symptom dafür, dass es bestimmte Elemente gibt, die außerhalb eurer Natur liegen, mit denen ihr fertig werden solltet. Das ist kein Mangel eurer Natur, es zeigt jedoch, dass es einige Hindernisse gibt, die ihr überwinden müsst.

In diesen Übungen beginnt der Wille bewusst zu wirken, deshalb nenne ich sie ‚Willensübungen‘. Sie steuern jede Bewegung. Jeder wird üben, um sie gut auszuführen.

Der Fehler der modernen Bildung besteht darin, dass wir die Dinge in wichtige und unbedeutende unterteilen, während in den Manifestationen der Natur alle Momente, alle Handlungen gleich wichtig sind. Dort gibt es keinen Prozess und keine Handlung, die als unwichtig angesehen werden können – sie sind alle gleichwertig…

Für euch ist wichtig, dass ihr in erster Linie besonnen seid und nicht übereilt. Die Schnelligkeit wird erst zum Schluss kommen. Wisst ihr, dass die schnellen und phlegmatischen Menschen zwei Extreme sind? Derjenige, der es immer eilig hat, hockt sich schließlich irgendwo und wird phlegmatisch. Bei den phlegmatischen Menschen haben die Drüsen die Übermacht, sie beginnen den Menschen zu kontrollieren und er wird phlegmatisch. Solche Menschen sehen aus wie Fässer, während diejenigen, die es immer eilig haben, wie trockene Stöcke aussehen. Habt ihr bemerkt, wie sich der übereilige Mensch bewegt, der wie ein trockener Stock aussieht? Er ist viel zu leicht und wenn eine Welle kommt, wird sie ihn fortreißen. Alle können mit ihm tun, was sie wollen. Der Phlegmatiker sollte im Meer einen Teil seines Gepäcks abwerfen und der Dürre etwas zu seinem Gepäck hinzuzufügen, für beide besteht die Gefahr des Ertrinkens. Man muss vital sein, ein vitales Temperament haben, der Einfluss von Magen und Lunge sollen im Gleichgewicht sein. Wenn der Einfluss des Magens überwiegt, liegt ein phlegmatisches Temperament vor. Wenn der Einfluss der Lunge überwiegt, liegt ein sanguinisches Temperament vor. Wenn die Leber die Übermacht hat, haben wir ein cholerisches Temperament und wenn der Einfluss der Nerven überwiegt, haben wir ein nervöses Temperament.

Was bedeutet die erste Bewegung nach vorne? Beide Arme – das ist der Wille, die Manifestation der Liebe. Man macht den ersten Schritt – um Gutes zu tun. Man zählt bis sechs – also hat man sich bereits entschieden, Gutes in der Welt zu tun. Dann beginnt das Knien – das ist der Herabstieg ins Leben, um das zu verwirklichen, was man beschlossen hat. Du hast einen falschen Schritt gemacht – trete zurück (was in den Übungen geschieht) und korrigiere deinen Fehler! Du hast vor, Böses zu tun – trete jetzt nach demselben Gesetz zurück! Auf die gleiche Weise, wie du das Gute tust, wirst du auch das Böse in dir selbst glätten. Diese Bewegungen nach vorn und zurück verlaufen in einer geraden Linie.

Ich gebe euch diese Erklärungen für die erste Übung, die der erste Schritt im Leben ist – Gutes zu tun. Und diese Schritte werden ‚das Gesetz der Selbstverleugnung‘ genannt. Macht den anderen Menschen Platz – wenn jemand kommt, um Gutes zu tun, werdet ihr zurücktreten und ihm Platz machen, damit er in Erscheinung treten kann. Platz ist auch für euch da, denn es gibt drei Situationen: Wenn jemand kommt, um Gutes zu tun, wirst du ihm deinen Platz abtreten: Es kann ein Zweiter erscheinen – du wirst ihm auch deinen Platz abtreten und der dritte wirst du selbst sein. Wenn sich euer Fuß in eine bestimmte Richtung bewegt, um eine gute, vernünftige Tat zu vollbringen, werden alle anderen vernünftigen Wesen und Kräfte mit euch zusammenarbeiten. Eine Bewegung ist nur dann vernünftig, wenn sie im Einklang mit den Bewegungen aller vernünftigen Wesen steht; Eine Bewegung ist dann unvernünftig, wenn wir selbst etwas tun und die anderen nicht teilnehmen. Wenn wir eine bestimmte Handlung ausführen, spüren wir die Wirkung dieses inneren Gesetzes. Wenn alle Wesen in Harmonie mit uns waren, fühlen wir innere Freude und wenn wir etwas Dummes tun, fühlen wir uns traurig. Dies zeigt, dass unser Handeln unzeitgemäß ist; es mag richtig sein, aber es stimmt nicht mit den vernünftigen Kräften überein. Jede Bewegung von uns, jeder Gedanke von uns, jedes Gefühl von uns muss im Einklang mit dem ganzen göttlichen Gesetz aller Wesen stehen, die im kollektiven Bewusstsein sind. („Kurze Erläuterungen zu den Gymnastikübungen und anderen Fragen“, Veliko Tarnovo, 20.08.1921)

Er wird alle Völker regieren

Aus der Reihe der Sonntagsvorträge, Sofia, 7.3.1920, 10:00

„Und sie gebar einen Sohn, ein Knäblein, der alle Heiden sollte weiden mit eisernem Stabe. Und ihr Kind ward entrückt zu Gott und seinem Thron.“(Offenb. 12:5)

Ich werde jetzt nur auf die Hälfte des zitierten Verses eingehen. Das Kind, von dem hier gesprochen wird, bildet den Kern des ganzen Kapitels. Ich werde eine Analogie über das gesamte Kapitel ziehen, d.h. ich werde die erwähnten Zeichen und Symbole durch das neugeborene Kind in Verbindung zueinander bringen.

Die gegenwärtigen Kulturmenschen befinden sich erst jetzt in der ersten Lebensphase, in der sie die Sprache der Natur studieren sollen. Und wenn sie lernen zu sprechen – nicht der Form nach, sondern auch dem Inhalt nach und nicht nur dem Inhalt nach, sondern auch dem Sinn nach – wird sich die Welt in einer neuen Form, in einem neuen Inhalt und einer neuen Bedeutung präsentieren. Das größte Hindernis in der gegenwärtigen Phase der menschlichen Entwicklung ist die tiefe Überzeugung, die dem Menschen eingepflanzt wurde, dass er kultiviert ist. Ich leugne nicht, dass ihr kultiviert seid, ich stehe nicht gegen das Wort ‚Kultur’ auf, aber ich gehe davon aus, dass ihr nur der Form nach, nicht dem Inhalt und der Bedeutung nach kultiviert seid. Kultiviert im vollsten Sinne des Wortes ist nur ein Drittel der Menschen.

Was wollte der Evangelist Johannes in diesem Kapitel sagen? Was repräsentiert die Frau hier? Wir können sie als Symbol der gesamten Menschheit, als Symbol eines Volkes oder als Symbol eines einzelnen Menschen betrachten. Was repräsentiert das Kind? Das Kind kann gleichzeitig als Symbol der Ideale angesehen werden, nach denen die Menschheit strebt; Das Kind ist die Frucht dieser Ideale. Ihr werdet mich fragen: Was streben die Apfel-, Birn- oder Kirschbäume an? Ich antworte: Ihr Ziel ist es, mindestens einen Apfel oder eine Birne hervorzubringen. Apfel- und Birnbäume haben außer ihrer Früchte keinen anderen Sinn. Was repräsentiert der Drache? Er ist ein Symbol für jene Widersacherkräfte in der Natur, die das Wachstum der Menschen, ihrer Gedanken und Wünsche behindern, d.h. sie widersetzen sich dem Guten. Der Drache ist kein Symbol für die rohe Gewalt, sondern er ist eine intellektuelle Kraft, die dazu benutzt wird, jeden Wachstumsprozess und jede Erweiterung des menschlichen Bewusstseins aufzuhalten.

Was stellt der Kampf zwischen Erzengel Michael und dem Drachen dar? Dieser Kampf ist das Emblem der beiden Großmächte der Welt, die wir ‚Gut‘ und ‚Böse‘ nennen. Die Theosophen nennen sie ‚höheres‘ und niederes Manas‘, die Okkultisten – ‚dunkle und helle Kräfte in der Natur‘. Diese beiden Kräfte kämpfen gegeneinander. Michael ist der Gott, d.h. das Erhabene, das Vernünftige in der Welt kämpft gegen das Unvernünftige. Es gibt eine gewisse Intellektualität im Drachen, aber er hat kein Verständnis für die großen Gesetze, nach denen die Entwicklung der gesamten Menschheit verläuft. Der Drache stürzte auf die Erde – das meint, dass sich die Bedingungen auf der Erde seit dem Sturz des Drachen geändert haben. Die Frau floh in die Wüste. Bis heute wiederholt sich diese Geschichte. Ich werde nicht näher darauf eingehen, da es über diese Dinge ganze Bände theologischer Interpretationen gibt. Meine Deutung unterscheidet sich von ihnen, sie erklärt den Text, so wie er ist. Die Frau präsentiert die weiße Rasse. Sie ist die Trägerin dieser lebendigen göttlichen Idee, die durch die Geburt des Kindes versinnbildlicht wird. Wenn die Mutter das Kind empfängt und der Vater es gebiert, müssen sie sagen: Die lebendige göttliche Idee beginnt ihre richtige Entwicklung. Interessanterweise blieb das Neugeborene nicht auf der Erde, sondern wurde in den Himmel gebracht. Und die Mutter ging in die Wüste. Mutter und Sohn haben sich getrennt. Daher muss das Kind im Himmel erzogen werden, bis die Bedingungen auf der Erde sich ändern und es für ein neues Leben bereit ist. Die Mutter, die noch nicht bereit ist, geht in die Wüste. Wie viele Tage blieb sie und lebte dort? Insgesamt 1260 Tage. Jetzt streitet man darüber, was diese Tage bedeuten. Einige betrachten sie als Tage des Jahres, andere als Perioden. Sie können sowohl als Tage als auch als Perioden betrachtet werden. Es ist egal, wie alt man ist, es zählt wie klug und gut man ist. Ein lebender Hund ist einem toten Löwen vorzuziehen und der starke Löwe ist dem toten Hund vorzuziehen.

Das neugeborene Kind repräsentiert die neue Menschheit, die in der unsichtbaren Welt vorbereitet wird und auf die Erde kommen wird. Und dieser Krieg, der dort vorgesehen wurde und sich im Kampf zwischen Michael und dem Drachen ausdrückt, repräsentiert in gewissem Maße den Weltkrieg, den wir erleben, aber er ist noch nicht vorbei. Im Kapitel 19 der Offenbarung gibt es eine Wiederholung der Ereignisse. Dort ändern sich die Symbole. Es ist die Rede von einem weißen Pferd. Der Sturz des Drachen aus dem Himmel bedeutet, dass er aus den Gedanken der Menschen herausgeworfen werden soll, damit er sie nicht verführt. Er soll in die physische Welt hinabsteigen. Die größten Verirrungen und Entstellungen existieren im Verstand. Ihr könnt niemanden verbessern, solange sein Verstand verzerrt ist. Ihr könnt nicht jemanden richtig laufen lassen, wenn sein Fuß schief ist. Daher muss zuerst der menschliche Verstand von allen Widersprüchen gereinigt werden. Und so wurde das Kind im Himmel erzogen. An anderer Stelle bezeichnet das Evangelium das Kind mit den Worten ‚neuer Mensch‘.

Es wird oft von Religion gesprochen. Diejenigen, die erhöht sind, spirituelle Erfahrungen haben und in Verbindung mit Gott stehen, verstehen, dass die Religion keine neue Form ist, sondern ein großes Leben, eine Einstellung, eine Verbindung des Menschen mit Gott. Ihr wart alle Kinder und Jugendliche und habt die ersten Liebkosungen und Zuneigungen eurer Mutter erfahren. Einige von euch haben die Liebe ihrer Freunde erfahren; andere – die Liebe des Geliebten und ihr kennt die Schwingungen des eigene Herzens. Es schwingt wie das göttliche Herz. Es gibt geheime Dinge im Leben, nach denen wir suchen. Dies sind Erlebnisse, für die man bereit ist, sein Leben zu opfern. Göttliche Erlebnisse unterscheiden sich von gewöhnlichen: Sie ändern sich nicht, sie sind dauerhaft. Wenn ihr gegessen habt, empfindet ihr ein angenehmes Gefühl, das allmählich nachlässt und nach fünf oder sechs Stunden durch ein unangenehmes Gefühl ersetzt wird – ihr spürt wieder Hunger. Wieder stillt ihr euren Hunger und habt ein angenehmes Gefühl; Nach ein paar Stunden bekommt ihr Hunger und habt ein Ärgernis. Vergnügen und Ärger – das sind veränderliche Erfahrungen.

So ist der physische Mensch. Wenn ihr es ihm mit Hühnern, Lämmern, Fleischbällchen u.ä. recht machen wollt, werdet ihr nichts erreichen. Der Sinn des Lebens besteht also nicht im Essen. Ich nehme diese beiden entgegengesetzten Pole der Erlebnisse, damit ihr begreift, dass es in der physischen Welt eine Veränderung der Erfahrung gibt, während es in der geistigen Welt keine Veränderung gibt. Kein Leiden, keine Hindernisse sind in der Lage, unser Streben nach der geistigen Welt zu verändern. Für die spirituellen Erfahrungen ist der Mensch bereit, sich zu opfern, zu leiden. Ich nenne es Liebe und in ihr sind alle Bestrebungen eingeschlossen.

Viele von euch streben nach Reichtum, Ehre, Stärke, Wissen. Ich frage: Was bleibt euch nach 100 Jahren von all dem übrig? Ihr werdet sagen: Zumindest werden sich die Leute an mich erinnern, mein Name wird in die Geschichte eingetragen werden. All das kann sein, aber wie wirst du selbst von diesem Ruhm profitieren?

Wirst du diese Erlebnisse in dir behalten, nachdem du von dieser Welt in die andere übergegangen bist, nachdem du durch den Rachen des Drachen  gegangen bist und mit ihm gekämpft hast? Die gegenwärtigen Philosophen sagen: Das muss bewiesen werden. Ich beweise nichts, ich argumentiere nichts, weil sowohl ich als auch ihr es sofort beweisen können. Zum Beispiel habt ihr ein paar Tagen gehungert und um herauszufinden, ob ihr etwas bekommen könnt, beginnt ihr euch von weitem zu erkundigen, ob ich ein guter, ehrlicher Mensch bin, welche Überzeugungen ich habe usw. Ohne euch zu antworten, decke ich den Tisch und bewirte euch. Ihr fühlt euch gut, seid zufrieden mit mir. Dann habt ihr wieder Hunger und beginnt wieder, an mir zu zweifeln. Am nächsten Tag ernähre ich euch wieder – der Zweifel verschwindet. Aber macht es Sinn, an mir zu zweifeln, wenn ich euch zehn Jahre lang ernähre? So verfahren auch die Natur und Gott, der in ihr arbeitet. Wenn Gott zehn Jahre lang den Tisch für den Menschen deckt – ein gutes Mittag- und Abendessen – und man immer wieder fragt, ob es einen Gott gibt und was für eine Person Er ist? Dann wird der Herr sagen: Raus mit diesem Esel! Wenn man ihn hinausjagt, legt man ihn in einen Sarg, Verwandte und Freunde versammeln sich mit Tränen in den Augen, um Gebete für ihn vorzulesen, damit Gott ihn in Seinem Reich erwähnt. Nein, er wird nirgendwo erwähnt! Wenn er ein zweites Mal kommt, wird ihm Gott die Beweise, ob es Ihn gibt oder nicht, andersherum geben. Und ich werde das nicht argumentieren, denn die Erde ist so geschaffen, dass wir uns selbst von der Wahrheit überzeugen werden. Ich werde meinen Gedanken durch ein Beispiel aus einer okkulten Erzählung veranschaulichen, die viel übersetzt wurde.

In der alten Zeit, die dem Sündenfall folgte, gab es zwei Königreiche: eines hieß Mensi und das andere – Esperti. Der König des ersten Königreichs hatte einen Sohn, der nach der damaligen Sitte seine Ausbildung zu absolvieren hatte, seine Einweihung. Ein berühmter Lehrer im Königreich, der dem Hof nahestand, untersuchte das Leben des Sohnes des Königs astrologisch und stellte fest, dass dieser einmal in seiner Vergangenheit ein Verbrechen begangen hatte, das die Trennung der beiden Königreiche und die Entstehung der Feindschaft zwischen ihnen verursachte. Der berühmte Lehrer sagte dem König, der Sohn solle das Königreich seines Vaters verlassen, irgendwo Hirte werden, die Schafe hüten, meditieren und in den Himmel schauen, bis er Erleuchtung erlangt. Nach zehn Jahren sollte der Königssohn zum Lehrer zurückkehren und von ihm seine Einweihung erhalten. Der Königssohn zog einfache Kleidung an und ging in das Königreich der Esperti. Er nahm seinen Stab, pfiff vor sich hin und verbrachte zehn Jahre als Hirte. Eines Tages weidete seine Herde bei einem mit den schönsten Blumen bewachsenen Berggipfel, als die Königstochter in ihrer besten Kleidung angeritten kam. Als sie die schönen Blumen sah, stieg sie ab und rannte los, um sich an ihnen zu freuen. In diesem Moment sprang eine Kobra aus dem Nichts und biss die Königstochter in die rechte Hand. Der junge Hirte sah alles und wusste, dass sie in zehn Minuten tot sein würde. Er nahm sofort ihre Hand, saugte das Gift mit seinem Mund aus und sie entkam dem Tod. Einer der Wachen, welche die Königstochter begleiteten, sah dies, ergriff sofort seinen Bogen und schoss einen Giftpfeil in die linke Hand des jungen Mannes. Das Mädchen ahnte auch die schlimmen Folgen, rannte zu dem Jungen, riss an der verwundeten Stelle die Kleidung auf, nahm den Pfeil heraus, und saugte das Gift mit ihrem Mund heraus. Ich frage: Wer hat wen gerettet? Das war die Auflösung. Nach diesem Vorfall versöhnten sich die beiden Königreiche.

Ich sage: Wenn wir erwarten, dass man das Gift aus unserer Hand heraussaugt und wir das Gift in der Hand unseres Nächsten lassen, sind wir keine echten Menschen. Das Mädchen war sofort bereit, das Opfer mit einem anderen Opfer zu erwidern und saugte das Gift aus der Wunde. Ihr werdet mich fragen: Welche Anwendung hat dieses Beispiel? – Eine hervorragende Anwendung. Wenn jeder Mann und jede Frau bereit wären, das Gift aus der verwundeten Stelle herauszusaugen, würde es dann Leiden und Tod auf dieser Welt geben? Beachtet, dass das Mädchen in der rechten Hand und der Junge in der linken verletzt wurden. Der Junge sagte zu dem Mädchen: Du hast unter Tiergift gelitten. Das Mädchen sagte zu dem Jungen: Und du hast unter menschlichem Gift gelitten. In dieser Welt gibt es zwei Gifte, die den Mann und die Frau zerstören, die menschliche Gesellschaft zerstören.

„Und sie lag in Wehen, um ein Kind zu gebären.“ Was diese Frau empfunden hat, werdet ihr auch empfinden. So viele von euch empfinden jetzt Qualen. Warum? – Um ein Kind zur Welt zu bringen. Versucht unbedingt, ein solches Kind zu gebären. Eine Schwangere fragt mich: Glaubst du an Gott oder nicht? Ich sage: Frau, wenn du dein Kind gebärst, dann glaubst du an Gott, wenn du es nicht gebärst, glaubst du nicht. Wenn dein Kind geboren und in den Himmel mitgenommen wird, um dort erzogen zu werden, kannst du sagen, dass du an Gott glaubst und Gott sich um dich kümmert. In der Bibel heißt es, dass Gott für diese Frau einen Platz in der Wüste vorbereitet hat – d.h., sie wird unter knappen Bedingungen leben.

So kam auch das Volk Israel aus Ägypten, einem Kulturland, heraus und ging in die Wüste, wo es 40 Jahre lebte. Warum? Um sich selbst die Angst zu nehmen. Die gegenwärtige Menschheit hat eine fürchterliche Angst wie die Israeliten in Ägypten. Bis zum heutigen Tag haben sie Angst. Heutzutage haben die Menschen Angst, sie sorgen sich, wie sie ihr Leben verbringen werden, was mit ihnen geschehen wird, ob sie gewinnen werden usw. Das sind Nebensachen. Wenn ihr gebärt, wird euer Kind in den Himmel gebracht, ihr werdet in die Wüste gehen und Michael wird für euch kämpfen. Die Schlange wird fallen und gegen diejenigen kämpfen, die an die neue Lehre glauben. Alle Menschen, die Ordnung in der Welt aufrechterhalten wollen, sagen, dass alle Macht von Gott gegeben wurde. Ich füge hinzu: Jede gerechte Macht wurde von Gott gegeben.

Diejenigen, die sich für die Macht und die Rechte des Drachen einsetzen, werden sehen, wie er auf die Erde kommt und sich auf unterschiedliche Weise manifestiert. Wir wollen die Leiden in dieser Welt nicht reduzieren, aber selbst wenn wir es wollten, wird das uns nicht helfen. Die Leiden werden nur dann verringert, wenn man den Sinn dieses großen Gesetzes im menschlichen Leben begreift und ein angemessenes Verständnis erlangt. Ihr sagt: Wir glauben an Gott.  Seid ihr bereit, euch für Ihn zu opfern? – Ich bin ein Christ. – Bist du bereit für Christus zu sterben? – Ich bin evangelisch, orthodox. – Bist du bereit, dich für das Evangelium, für die Orthodoxie zu opfern? Wenn du nicht bereit bist, dann bist du nur ein Schauspieler auf der Bühne. Wo sind jene großen Menschen, die bereit sind, sich für ihre Ideale zu opfern?

Sobald du eines Verbrechens überführt bist, wird natürlich der Richter kommen und man wird dich verurteilen. Dann wird der Priester dir die letzte Kommunion geben, man wird das Seil um deinen Hals hängen und sagen: Er ist gestorben, er wurde zum Opfer seines Verbrechens. Ich finde, dass diejenigen Menschen, die am Seil für ihre Verbrechen sterben, größere Helden sind als jene Gläubigen, die nicht bereit sind, einen Tropfen Blut für ihre Ideale zu vergießen. Wenn du einen Gläubigen stichst und nur ein Blutstropfen fließt, wirst dir damit die größten Probleme bereiten. Alle geben an mit den Worten „Wir sind Gläubige.“ Wenn du nicht bereit bist, einen Tropfen Blut zu vergießen, bist du kein Gläubiger. So geschah es mit allen Heiligen, allen großen Menschen, als ihr Glaube geprüft wurde. Wer bereit ist, seine Grundsätze zu verteidigen, ist auch bereit, sein Blut zu vergießen. Wenn wir bereit sind uns zu opfern, dann wird in uns das Erhabene, das Göttliche erwachen.

„Und der Drache blieb vor der Frau stehen, die ein Kind gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn es geboren wurde (4. Strophe). Der Drache stand neben der Frau, aber sie fürchtete sich nicht vor ihm. Sie war nicht ängstlich wie die heutigen Frauen, sie war mutig. Sie sagte zum Drachen: Ich werde ein Kind gebären, aber du wirst mir mein Kind nicht wegnehmen. Die Frau repräsentiert das göttliche Leben im Menschen und das männliche Kind – die göttliche Vernunft.

Also lag in der Zeit von Johannes, als diese Ereignisse stattfanden, die weiße Rasse, d.h. die fünfte Rasse der Menschheit, in Wehen, um ein Kind zu gebären. Die Geburt dieses Kindes führte zu einem Konflikt zwischen dem menschlichen und dem göttlichen Leben. Sowohl zu jener Zeit als auch heute versucht der Drache, das Kind der gebärenden Mutter zu ersticken. Auch wenn sich die ganze Welt dieser Tat widersetzt, die ganze Hölle sich dagegen auflehnt und selbst wenn der Teufel auf den Kopf fällt : Das Kind wird geboren werden. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Welt sich auf den Kopf stellt, werden die Köpfe aller Menschen reifen.

Ein Reisender kam an einer Spinne vorbei, die ihre Spinnkunst entwickelte, und fragte: Was machst du? – Wie du sehen kannst, spinne ich; Ich bin eine fleißige Kreatur, obwohl die Leute eine schlechte Meinung von mir haben. Alle beschuldigen mich für Dinge, an denen ich nicht schuld bin. Ich spinne ein so dünnes Garn, wie es noch niemand zuvor gemacht hat. Bei der Ausstellung im Garten Eden habe ich den ersten Preis gewonnen. Meine Kunst ist unübertroffen. Bienen und Wespen haben einen Stachel, mit dem sie stechen, ich steche niemanden. Ich werde beschuldigt, Fliegen in meinem Netz gefangen zu haben, um ihr Blut zu saugen. Was machen die Leute, wenn sie die Läden betreten? Sie kaufen etwas und bezahlen dafür. Die Fliegen sind meiner Meinung nach meine Kunden. Sie gehen in den Laden, um etwas zu kaufen. Ich wickle sie in mein Netz, gehe auf sie zu und sage: So, jetzt zahlt ihr! Ich mache es aus Liebe zu den Fliegen. Wenn ich nehme, was ich brauche, verabschiede ich mich von ihnen und lasse sie frei. So stelle ich meine wissenschaftlichen Untersuchungen an. Die Fliegen müssen klug sein und nicht dorthin fliegen, wo ich mein Netz webe. Wenn sie nicht klug sind, werden sie zahlen und die Folgen ihrer Dummheit ertragen. Die Vögel werfen ihre Ausscheidungen von oben, aber jeder sagt, dass dies in Ordnung ist, niemand verurteilt sie. Die Menschen begehen die größten Verbrechen, aber über sie wird auch nicht schlecht gesprochen. Sobald ich beginne, meine Kunst anzuwenden, beschuldigen mich alle der Grausamkeit. Wenn jemand das Recht hat, sich über mich zu beschweren, so sind das die Fliegen. Sie sollen Klage gegen mich einreichen und sich beschweren, mal sehen, ob es meine Schuld ist oder ihre.

Jetzt frage ich euch: Wem gebt ihr die Schuld – der Fliege oder der Spinne? Die Wissenschaftler sagen, dass die Spinne ihr Netz extra für die Spinnen macht. Das stimmt nicht. Zuerst erlernte die Spinne ihre Kunst aus Liebe zu ihr. Sie hatte nicht vor, Fliegen zu fangen, das machte sie später. Warum sie sich mit ihrer Kunst beschäftigte, das weiß keiner.

Kehren wir zum Kind der gebärenden Frau zurück, d.h zum menschlichen Geist, der sich erheben soll. Alle Menschen brauchen eine Überzeugung, ein angemessenes Verständnis der Dinge. Die Blumen blühten und trugen ihren Duft in die Weiten, als es noch keine Menschen gab. Sie blühten und dufteten für sich selbst, nicht für uns. Sie glaubten nicht, dass die menschliche Nase sie jemals riechen würde. Die Menschen beschweren sich über die Bedingungen und sagen, dass sie nicht die Möglichkeit haben, zu blühen und sich zu entwickeln. Sie haben nicht Recht. Es gibt Bedingungen, unter denen jeder blühen kann, aber die Menschen möchten jemanden haben, der sie genießt und riecht. Nehmt euch ein Beispiel an den Blumen in der Natur. Es ist nicht nötig, dass Menschen ihre Blüten riechen. Die Aufgabe der Blume ist es, Frucht anzusetzen, die reifen wird. Dies ist ein großartiges Gesetz, das ihr auch befolgen solltet.

Nun spreche ich in dieser Art und einige sagen sich: Was ist der verborgene Zweck dieses Mannes? Wenn ich einen Gedanken oder eine Wahrheit ausspreche, habe ich nur einen Zweck – meinen Gedanken so weit wie möglich in den Raum zu projizieren, um meine Forschung zu betreiben. Wenn sich jemand wie eine Fliege in einem Spinnennetz verfängt, sage ich: Wer hat dir das Recht gegeben, dich in meinem Netz zu verfangen und seine Vollständigkeit zu verletzen? Wenn die Spinne ihr Spinnennetz mit dem einzigen Ziel webt, Fliegen zu fangen, büßt sie bald ihre Kunst ein. Wenn der Mensch den Weg seines Denkens verzerrt, büßt er ebenfalls die Kunst ein, sein Netz zu spinnen und zu weben. Wenn ihr also auch am Leben zweifelt und sagt, dass es keinen guten und ehrlichen Menschen auf der Welt gibt, werdet ihr sofort den Weg des richtigen Denkens verzerren. Mein Freund, woher weißt du, dass es keine ehrlichen und guten Menschen auf der Erde gibt? – Das sagen die Bücher. – Welche Bücher? – Die heiligen Bücher. Wenn du meinst, dass der Mensch frei ist, Fehler zu machen, ist das eine andere Frage. David sagt über sich selbst: Meine Mutter hat mich in Sünde empfangen. Die Menschen lesen, was David gesagt hat und nehmen es als etwas Göttliches an. Man muss wissen, wer es gesagt hat – Gott oder ein Mensch. Dies sind menschliche Worte, von denen nur 50% wahr sind. Es ist wahr, dass der Mensch selbst die Bedingungen für die Sünde schafft und sündigt. Deshalb kann er in Sünde empfangen und geboren werden, aber Gott kann uns niemals in Sünde gebären. Zu denken, dass die Quelle unrein ist, von der ihr hervorgegangen seid, ist die größte Lüge. Nur in seiner Form ist der Mensch in Sünde geboren, aber nicht in seiner Substanz, d.h. in Inhalt und Bedeutung. Die Änderung des Inhalts des menschlichen Lebens hängt von ihm ab. Unter dem Wort „in Sünde hat mich meine Mutter empfangen“ verstand David nur die äußere Seite der Frage.

„Der Drache blieb vor der Frau stehen, die gebären wollte, um ihr Kind zu essen, sobald es geboren wurde.“ In diesem Fall repräsentiert der Drache die ungünstigen Bedingungen für die gebärende Frau, die ihre Frucht verhindern sollen. Wie oft hat dieser Drache eure guten Wünsche, euch selbst oder jemand anderen zu erheben, behindert! Er sagt: Es ist jetzt nicht an der Zeit. Ihr gebt ihm Recht und sagt: Es ist wirklich nicht an der Zeit, Gutes zu tun, Gott soll uns vergeben, aber wir verschieben das auf bessere Zeiten. Gott hat keinen Grund, dir zu vergeben. Du musst dich mutig vor den Drachen stellen und sagen: Mein Kind wird geboren sein und zu Gott gehen, d.h. an einen Ort, wo es keine Sünden und Verbrechen gibt. Der menschliche Verstand soll klar und nüchtern sein, er soll die Wahrheit begreifen. Du sagst: Was für einen Hintergedanken hat dieser Mann? Ich habe keinen Hintergedanken. Mein Ziel ist es, die angezündete Kerze hochzuheben, wer lesen kann, soll zum Licht kommen und lesen. Wenn die Sonne aufgeht, puste ich die Kerze aus und sage: Ab nach draußen mit euren Büchern! Der Tag ist angebrochen. Tagsüber zünde ich keine Kerze an. Wenn es dunkel wird, zünde ich sie wieder an. Das ist meine Antwort auf die Frage, ob ich einen Hintergedanken habe. Wenn ich die Kerze anzünde, können Dutzende und Tausende von Menschen zu meinem Licht kommen, um es zu benutzen. Nun schwafeln die Menschen draußen, was für ein Ziel ich wohl habe, um Rechtsanwälte, Richter und Lehrer um mich zu versammeln. Ich brauche keine Anwälte und Richter. Ich zünde meine Kerze an und lese. Wenn ihr auch lesen wollt, so kommt zu mir, damit wir gemeinsam lesen können. Wenn nicht, so lebt wohl! (Draußen klingelt es lange.) Das ist die letzte Klingel, deshalb klingelt sie so lange. Alle müssen sie hören. Wer es schafft, in den Zug zu steigen, wird es gut haben. Wer es nicht schafft, wird auf einen anderen Zug in anderen Zeiten warten müssen. Es ist schon an der Zeit, dass die Menschen ihren Gedanken in eine andere Richtung schicken. Wie wird das geschehen? Welche ist die richtige Richtung?

In einem Königreich war jemand eines politischen Verbrechens schuldig, für das er zum Tode verurteilt wurde. Der König beschloss, das Leben des Verbrechers zu verschonen, unter der Bedingung, dass er mit einem Topf Milch auf dem Kopf durch die ganze Stadt geht, ohne einen Tropfen auf den Boden zu verschütten. Der Verurteilte stimmte dieser Bedingung zu. Er stellte einen Topf voll Milch auf seinen Kopf und ging durch die Stadt, ohne einen Tropfen Milch zu verschütten. Sein Leben wurde ihm geschenkt. Auf die Frage, was er auf seinem Weg durch die Stadt gesehen habe, antwortete er: Ich habe nichts und niemanden gesehen. –  Warum? # Weil ich nur an den Milchtopf auf meinem Kopf dachte.

Ich sage: Solange du alles in der Stadt siehst, bist du auf einem gefährlichen Weg. Man muss alles vergessen, blind sein für alles, was man sieht. Nur dann wird dein Leben geschenkt. Wenn du eine göttliche Idee hast, musst du dein ganzes Leben, alles, was du hast, dafür opfern. Heute erzählt jeder, den man trifft, was er gesehen und gehört hat. Solange du alles siehst und hörst, was um dich herum geschieht, kannst du keinen Topf Milch auf dem Kopf tragen, ohne ihn zu verschütten. Die religiösen Menschen streiten ständig darüber, wer Recht hat, wer in den Himmel kommen und wer in die Hölle gehen wird. Ich frage euch: Werdet ihr für die Arbeit bezahlt, die ihr verrichtet? – Natürlich werden wir bezahlt. – Sobald ihr bezahlt werdet, werdet ihr nicht in den Himmel kommen. – Warum? – Denn an der Tür des Gartens des Paradieses steht geschrieben: „Wer das Wort Gottes selbstsüchtig predigt, wird hier nicht eintreten.“ – Was machen wir dann? – Tut, was ihr wollt. Werdet Kaufleute, Lehrer, Priester, Anwälte, Richter, aber verzerrt niemals die Wahrheit. Arbeitet niemals für Geld. Die Priester und Prediger werden die Wahrheit meiner Worte prüfen. Wer das Wort Gottes predigt, muss selbstlos und ohne Hintergedanken arbeiten und bereit sein, sich für Gott zu opfern. Der Christ muss absolut selbstlos sein. – Wie sollen wir dann leben? Sollen wir unser jetziges Leben aufgeben? Ich frage: Was für Güter hast du in deinem Leben? Ich habe gesehen, wie ein Sohn seinen Vater geschlagen hat. Nach einer Weile hat er ihn aus seinem eigenen Haus vertrieben und ihn in ein Irrenhaus gebracht. Der Sohn wird seinen Vater los und verfügt über dessen Besitz. So etwas tun die kultivierten Menschen, die an Christus glauben und alle Gebete lesen, die die Kirche empfiehlt.

„Und die Frau floh in die Wüste.“ Sie zog in die Wüste, weil ihr klar wurde, dass es ihr nicht möglich ist, unter den Menschen zu bleiben, mit deren Gedanken und Gefühlen zu leben. Macht welches Buch, welche Zeitung auch immer ihr findet, auf und sagt, ob ihr etwas Sinnvolles dort findet. Schlagt ein Lehrbuch, z. B. ein Geometriebuch auf, und schaut, wovon dort die Rede ist. Ihr werdet Zeichnungen von Dreiecken, Vierecken, Pentagonen, Tangenten usw. sehen. Was bedeutet das? Ihr werdet sagen, dass das alles eine Bedeutung hat. Es repräsentiert die wirkungsgleiche Kraft – den Willen im Menschen. Das gleichseitige Dreieck repräsentiert also die Kräfte des Verstandes, Herzens und Willens, die sich in völliger Harmonie befinden. Auf der Grundlage dieses Dreiecks entsteht das wahre Leben.

Eines Tages werdet ihr die lebendige Geometrie verstehen, die lebendigen Linien, die sich so schneiden, dass einige von ihnen aus dem Verstand, andere aus dem Herzen und wieder andere aus dem Willen herausgehen; Ihr werdet feststellen, dass die Kraft des Willens die beiden Arten von Linien reguliert – die Linie des Verstandes und des Herzens. Zum Beispiel zeigen die beiden Seiten des Dreiecks die Richtung des Bewusstseins, aus dem die Linien des Herzens und des Verstandes hervorgehen. Diese Linien sind einander entgegengesetzt, sie fallen nicht zusammen, doch sie lassen sich leicht versöhnen, was der dritten Seite des Dreiecks, seiner Grundseite zu verdanken ist. Das Dreieck repräsentiert die Kräfte von Geist, Herz und Willen, die in völliger Harmonie miteinander sind. Auf diesem Dreieck entsteht das wirkliche Leben.

Wenn ihr das Gesicht einer Person studiert, seht ihr ein Dreieck – die Nase. Der Bulgare hat einen schwachen Willen; Sein Verstand und sein Herz sind weiter entwickelt als der Wille. Seine Nase hat eine durchschnittliche Länge von 3,5 – 4 cm. Der Bulgare ist stur, er ist kein willensstarker Mensch. Die Beharrlichkeit ist eine Eigenschaft und der vernünftige Wille eine andere. Der Türke bringt die Beharrlichkeit des Bulgaren mit folgendem Sprichwort zum Ausdruck: „Ich verkaufe meinen Hammer und verbrenne meinen Teppich, aber ich gehorche nicht.“ Dieses Merkmal des Bulgaren ist der Grund für die häufigen Kriege. Alle 10 bis 20 Jahre bricht ein Krieg aus. Von den Völkern der Balkanhalbinsel haben die Bulgaren am meisten Krieg geführt. Kein bulgarisches Königreich hat mehr als hundert Jahre gedauert. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Tatsache, die von allen Wissenschaftlern, allen denkenden Menschen festgestellt wurde. Ihr werdet sagen, ihr seid Helden. Das ist eine andere Frage. Der Platz, den die Bulgaren auf der Halbinsel einnehmen, zwingt sie, oft zu kämpfen. Auf diese Weise stärken sie ihren Willen und studieren das Gesetz des Opfers. Die Bulgaren müssen auf ihren Egoismus verzichten. Sie sind bereit, für ein Stück Erde den eigenen Bruder zu töten oder für einen Groschen eine Freundschaft zu kündigen. Das ist ein schlechter Zug, von dem ihr euch befreien sollt. Ihr sagt: Sind die Serben und Griechen etwa besser als wir? – Das geht euch nichts an. Als Volk müsst ihr edle Charakterzüge an euch entwickeln, ihr müsst euren Willen stärken, was eine Notwendigkeit für eure zukünftige Entwicklung ist. Die Willenlosigkeit führt zur Sklaverei. Ohne Willen können Geist und Herz nicht harmonisiert werden. Die Willenlosigkeit ist der Grund, warum zwei an einem Ort versammelte Slawen keine Einigung erzielen können. Die Meinungsverschiedenheit der Slawen ist sprichwörtlich. Weil Gott sie liebt, zieht Er sie durchs Feuer, um sie zu vereinen. Es gibt keine anderen Völker auf der Welt, die so viel Leid durchgemacht haben wie die Slawen. Gott sagt: Aus euch muss etwas Gutes kommen! Welcher gute Vater bestraft nicht seinen Sohn, den er liebt? Und die Slawen sind die geliebten Kinder des Herrn, also bestraft er sie. Sie haben eine erhabene Zukunft vor sich.

Wenn ich von den Slawen spreche, schenke ich den Bulgaren besondere Aufmerksamkeit, um sie zu warnen, dass sie Prügel bekommen werden, und zwar ohne Wenn und Aber. Für die Bulgaren wird bereits eine Peitsche vorbereitet, keine menschliche, sondern eine göttliche. Diese Peitsche werden die Rücken der Bulgaren erleben, bis ihre Köpfe reif werden, bis sie Gottes Willen gehorchen und  sagen: Wir werden unseren Verstand und unser Herz in Harmonie mit Gottes großem Willen bringen; Wir werden eine neue Ordnung in unseren Staat bringen, die mit den göttlichen Gesetzen übereinstimmt. Wenn ihr meinen Worten nicht glaubt, werdet ihr sie selbst überprüfen. Es wird nicht 10-20 Jahre dauern und ihr werdet selbst sehen, was kommt. Ich werde nicht sagen, was kommt – ihr werdet es erleben. Das große Gesetz, das auf der ganzen Welt gilt, ist Erzengel Michael. Er kommt mit seinem Messer. Gott schlägt das Buch des Lebens auf und gibt jedem, was er verdient. Es kommt das Gericht auf die Erde! Es wird keinen Menschen mehr geben, der nicht vor dem Herrn erscheint, um gerichtet zu werden. Jeder wird nach dem gerichtet, was im Buch des Lebens geschrieben steht. Sobald Gott es auf sich nimmt, die Menschen in Ordnung zu bringen, wird der Drache hinausgeworfen. Wenn Gott es nicht auf sich nimmt, euch in Ordnung zu bringen, werdet ihr zusammen mit dem Drachen in den Abgrund geworfen.

In Zukunft wird die Lehre Christi nicht in den menschlichen Herzen – in diesen kleinen Hüllen – leben können. Ich sage nicht, dass die Priester schlecht sind, aber sie verstehen die Lehre Christi noch nicht. Lasst sie zu mir kommen, damit ich ihnen einen Vortrag halte und ihre Augen öffne, so dass sie sehen, wie sie in der Vergangenheit gelebt haben. Gott wird ihren Verstand öffnen, damit sie verstehen, dass sie nicht so rein sind, wie sie denken. Was für Späne haben alle Menschen, die noch gehobelt werden müssen!

Es steht geschrieben „Das Buch des Lebens wird geöffnet und es wird kein Geheimnis unerkennbar bleiben.“ Alles wird so sein, wie es bei der gebärenden Frau war – entweder wird ein lebendes Kind geboren oder ein totes. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Menschen ist folgender: Der Böse quält sich und bringt nichts hervor und der Gute quält sich und bringt etwas hervor. Der böse Mensch ist jenem Drachen ähnlich, dessen Kinder schon im Mutterleib lebendig werden und den Bauch durchbeißen und herauskommen.

Heute steht vor der Frau – eurer Seele, die euren Verstand gebären will, der Drache, d.h. eure schlechte Einstellung und sagt: Warum glaubst du an dich selbst? Sei nicht so dumm, ohne Glauben lässt sich auch leben. Wenn du auf ihn hörst, wird der Drache auch dein Kind verschlingen, ohne dir etwas zu geben. Ihr habt so viele Jahre gegessen und getrunken, wart immer gut angezogen und habt auf weichen Betten geschlafen, aber ihr seid immer noch unzufrieden. Was habt ihr aus diesem Leben gewonnen? – Was ist zu tun? – Wenn du mit den Daunenkissen und Matratzen unzufrieden bist, so tausche sie gegen Stroh aus; Wenn du auch mit dem Stroh unzufrieden bist, tausche es gegen Bretter aus. Ändere ständig die Umgebung und die Bedingungen, bis du zufrieden und gut aufgestellt, mit munterem Geist erwachst. Wenn du diese Einstellung hast, wirst du wissen, dass alles dem Guten dient. Wenn du in schlechter Laune aufstehst, wirst du bereit sein, mit jedem, den du triffst, zu streiten. – Warum geht es dir nicht gut? – Weil ich nicht schlafen konnte. – Du konntest nicht schlafen, weil deine Matratze sehr weich ist. Nicht nur das, aber du hast auch spät und zu viel zu Abend gegessen. Kann man nach all dem gut schlafen? Ein reicher Mann in Varna aß ein paar Schweinesteaks, trank zwei Liter Wein und ging sofort zu Bett. Er wurde am Morgen tot aufgefunden. Man muss pünktlich essen und pünktlich zu Bett gehen.

In dem vorgelesenen Kapitel heißt es, dass die Frau ein Kind zur Welt bringen wird. Wer ist diese Frau? Laut den Priestern ist diese Frau die Kirche. Was wird sie gebären? – Ihre Kinder, ihre Gemeinde. Das Alte Testament sagt, dass die unfruchtbare Rachel endlich viele Kinder zur Welt gebracht hat. Die niedrigeren Tiere sowie die Fische bringen viele Kinder zur Welt. Eine Frau bringt ein Kind zur Welt – das ist ein Symbol, aber es sind viele Dinge darin verborgen. Jeder einzelne Mensch, der in Übereinstimmung mit dem Verstand, Herzen und Willen Gottes lebt, ist mehr wert als die ganze Menschheit, die nicht nach den Gesetzen Gottes lebt. Eines Tages, wenn die Menschen in Harmonie mit Gott leben, werden wir sagen, dass das vollkommene Leben schon auf die Erde gekommen ist.

Das göttliche Kind kommt auf die Erde. Wer ist dieses Kind? – Christus. Heute warten alle darauf, dass er in den Wolken, von vielen Engeln begleitet, erscheint. Einige erwarteten Christus bereits im frühen 19. Jahrhundert, 1845, und als er nicht kam, zweifelten sie an Ihm. Andere erwarten Ihn bis heute. Einige Gläubige zogen weiße Kleider an und gingen hinaus, um Christus zu begrüßen. Er kam, aber nicht wie man Ihn erwartet hatte, deshalb wurden viele Christen enttäuscht. 1845 erschien der Spiritismus und machte den Verstand der Menschen auf Gott aufmerksam. Sie überzeugten sich, dass es noch ein anderes Leben außerhalb des physischen Lebens gibt. Einige sahen den Spiritismus als ein Werk des Teufels an. Christus kam also durch den Spiritismus, aber nur wenige erkannten Ihn und nahmen Ihn an.

Nachdem sich manche Gläubigen in ihren Interpretationen und Berechnungen verirrt hatten, begannen sie, erneut zu berechnen, wann Christus ein zweites Mal auf die Erde kommen würde. Sie berechneten, dass Christus 1915 auf die Erde kommen würde, aber sie sagten es niemandem, sie schwiegen. Diesmal kam Christus wieder, doch die Menschen erkannten Ihn wieder nicht. – Wie ist Er gekommen? – Mit einer Peitsche in der Hand ging Er durch ganz Europa. Er öffnete die Kassen und zerstreute das Geld; Er öffnete die Scheunen der Reichen und schüttete alles aus. Christus fragte die Reichen: Warum bin ich auf die Erde gekommen und habe mein Blut vergossen? Für die reichen Kaufleute und Fabrikbesitzer etwa, damit sie ihre Brüder quälen und misshandeln? Wozu braucht ihr diese Gewehre und Kanonen? Viele sagen dennoch: Christus ist noch nicht auf die Erde gekommen. Christus kam, aber mit einer Peitsche in der Hand. Und die Menschen fragen Ihn heute immer noch: Aus welcher Vollmacht tust du das? Erzengel Michael wird bald kommen und den Menschen zeigen, aus welcher Vollmacht er alles tut. Ihr werdet Zeugen jenes Großen sein, das Gott für die ganze Menschheit vorbereitet. Die Welt wird erkennen, dass Gott sich nicht spotten lässt. Die Gesetze seiner Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Wahrheit, Weisheit und Liebe werden erfüllt. Himmel und Erde werden vergehen, aber es wird kein einziger Satz von Gottes großem Gesetz entfernt.

„Und sie gebar ein männliches Kind, das alle Völker der Erde regieren würde.“ Wer ist dieses Kind? – Die sechste Rasse, d.h. die Idee der Weißen Bruderschaft, dass alle Menschen Brüder sind. Ihr alle wisst, dass es eine Hölle gibt, aber ihr braucht nicht festzustellen, wie und wo sie ist, weil ihr seit Tausenden von Jahren in deren Feuer brennt. Ich kann euch auch in die Hölle bringen und euch zeigen, wo sie ist, aber es gibt etwas Wichtigeres als das. – Was ist das? – Die Idee der Brüderlichkeit. Christus sagt: „Ihr seid alle Brüder.“ Könnt ihr diese Idee in euren Verstand bringen und zu eurem Bruder sagen: Bruder, warum verfolgst du mich? Alles, was ich genommen habe, habe ich dir zurückgegeben. Vergib mir allen Schaden, den ich dir zugefügt habe. Ich werde dir alles viermal zurückzahlen. Lass uns brüderlich leben, wie Gott es verlangt!

Viele sagen: Diese Lehre ist nichts für die Bulgaren. – Wenn die Bulgaren diese Lehre, so wie sie sie hören, nicht annehmen, werden sie in zehn Jahren erfahren, ob ich die Wahrheit sage oder nicht. Erzengel Michael wird ihnen nach allen Regeln beweisen, dass ich die Wahrheit gesagt habe. Ich verurteile niemanden, ich bin nicht gekommen um zu richten, aber ich sage den Bulgaren und allen europäischen Völkern, dass sie erfahren werden, wer Christus ist, wenn sie nicht brüderlich leben. Alle, die ihr mir zuhört: Beginnt, brüderlich zu leben, nicht wie ich es euch sage, sondern wie ihr es versteht, wie es euer Herz sagt. Nur dann werdet ihr euch erneuern. Ich glaube, dass die Wahrheit in euch liegt. Euer Verstand und euer Herz sind gut. Bringt euren Willen in Einklang mit ihnen und eure Augen werden sich öffnen. Einige sagen: Beweise uns, dass Gott existiert. Ich frage: Seht etwas in diesem dunklen Raum? – Wir sehen nichts. – Wenn ich jedoch einen Lichtstrahl von oben herunterströmen lasse, würdet ihr Tausende von Staubkörnern sehen. Wenn ich das Licht stärker werden lasse, werdet ihr viel mehr sehen. Folglich sind im Raum, in dem ihr lebt, viele Dinge, aber ihr werdet sie nur sehen, wenn er beleuchtet ist. Nur dann werdet ihr verstehen, dass alles um euch herum lebt, dass es überall Leben gibt.

„Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ – Wo ist die Frau, die ein Kind zur Welt bringt? – In ganz Europa. Was Johannes gesehen hat, passiert jetzt in ganz Europa. Er hat die zukünftigen Ereignisse gesehen. Die weiße Rasse versucht, die Idee der Brüderlichkeit hervorzubringen. brüderlich zu leben, aber der Drache steht vor euch und sagt: Ihr braucht keine Brüderlichkeit! Der Drache ist der menschliche Egoismus, die Gier – jeder soll für sich selbst leben und seine Brüder versklaven. Wenn der Erzengel Michael kommt, wird er den Drachen stürzen und dieser wird fallen. Wer fällt, ist bereits verurteilt. Die Erde wird diesen Drachen erziehen. Sie wird ihn binden und ihm sagen: Hier ist dein Platz, nicht oben, wo du die Menschen verdirbst. Wenn der Drache der Erde nicht gehorcht, wird er noch tiefer hinunterstürzen. Es wurde beschlossen, dass in Zukunft keine Verbrechen im Namen Christi, im Namen Seines Blutes, im Namen Seines Wortes begangen werden. Wer sich erlaubt, Verbrechen zu begehen, wird auf die Erde stürzen und sie wird ihn verschlingen.

Es steht in der Bibel: „Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul dem Weibe Wasser nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde. Und die Erde half dem Weibe, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, welchen der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte.“ Das Wasser repräsentiert die falsche Lehre, die von den Bedingungen absorbiert wird. Heute wird eine falsche Lehre gepredigt, morgen -eine andere, dann eine dritte, aber die Erde verschlingt und zerstört ständig. Den Bulgaren wurden viele Versprechen gegeben, bis man sie zwang zu kämpfen. Sie traten in den Krieg ein und erwarteten, dass sie Mazedonien erhalten würden, doch sie verloren auch das, was sie vorher hatten. War das Schicksal? – Nein. Sie hätten sich auf Gott verlassen sollen. Er hätte ihnen mehr gegeben. Das Schicksal aller Völker und das Schicksal der Bulgaren wird von einem anderen Ort aus bestimmt. Weder Frankreich, noch England, Deutschland oder Russland bestimmen das Schicksal der Völker. Gott bestimmt das Schicksal aller Völker. Wenn Er ein Volk erheben will, sendet Er ihm weise Mütter und Väter, Priester, Prediger, Lehrer und Herrscher. Wenn Er ein Volk bestrafen will, entzieht Er ihm die ideenreichen und vernünftigen Menschen und überlässt es den Launen des Schicksals. Dieses Volk wird sich selbst zerstören. Wir brauchen kluge und gute Menschen. Ich rufe alle Priester auf, zu mir zu kommen, damit ich zu ihnen spreche, anstatt Schlechtes über mich zu verbreiten. Was auch immer sie sagen, sie können mich nicht aufhalten.

Über die Bulgaren wurde gesagt: Wenn sie die neue Lehre annehmen, wird die Ernte noch in diesem Jahr reich sein; Wenn sie sie nicht annehmen, warten sieben Jahre einer solcher Hungersnot auf sie, die weder Bulgarien noch die ganze Welt in Erinnerung haben. Ich sage die Wahrheit. Das sollten alle wissen. Alle werden verstehen, dass ein anderes Gesetz die Welt regiert. Dieses Gesetz ist weder von mir festgelegt, noch spreche ich nach meinem eigenen Verständnis. Gott selbst wird den Menschen zeigen, ob Er existiert oder nicht. Er wird ihnen zeigen, dass alles im Brot ist. Solange ihr Brot habt, werdet ihr stark sein; Wenn ihr kein Brot habt, wird euch die Kraft verlassen. Ich sage das nicht von mir aus. Wenn man mit mir unzufrieden ist, so soll man es mir direkt sagen. Ich bin bereit, Bulgarien zu verlassen. Wenn ich gefährlich für euch bin, so sagt es mir, schmiedet keine Intrigen. Ich möchte mich niemandem aufdrängen, ich werde euch verlassen und euch die Freiheit geben, so zu leben, wie ihr wollt. Ich möchte die Priester nicht stören, aber ich sage euch eine große, göttliche Wahrheit, die euch Gutes bringt. Ich bin bereit, alles für euch zu tun, damit ihr gut seid. Über Bulgarien wurden gute Worte gesagt. Eine gute Zukunft erwartet es, aber Bulgarien muss vernünftig und edel sein, um diejenigen anzunehmen, die Gottes Wort frei säen. – Woran erkennen wir, wer die göttliche Wahrheit bringt? Es heißt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

„Und sie schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ Ich möchte, dass die bulgarische Frau, die bereits empfangen hat, ein männliches Kind zur Welt bringt. Ich wünsche euch, dass Erzengel Michael auf eurer Seite und nicht gegen euch ist. Wenn er sein Messer zieht, um für euch zu kämpfen, werden keine Kontributionen über euch verhängt, kein Übel wird euch widerfahren. Gott wird auch auf eurer Seite sein. Es heißt, wenn Bulgarien die neue Lehre akzeptiert, wird es seine Grenzen erweitern und alles bekommen, was es braucht. Wenn es das Göttliche nicht akzeptiert, wird ihm nichts gegeben. Das ist die politische Situation Bulgariens. Jedes Volk, das eine gute Position unter den anderen Völkern haben will, muss vier Eigenschaften besitzen: ehrlich, gerecht, gut und vernünftig sein. Jede Schule, jede Kirche, jedes Gericht muss die Aufschrift haben: Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Güte und Vernünftigkeit. Wenn ihr so lebt, werden alle Völker ihre Arme für euch weit öffnen. Wer liebt denn nicht die guten und vernünftigen Menschen? Ich sage das euch, damit ihr euch verbessern könnt. Die Priester müssen wissen, dass über Gott im Ernst nicht gelästert werden darf. Ich möchte euch nicht erschrecken, aber ich möchte auch nicht das Leiden der Menschen sehen. Ich sage: Es gibt göttliche Gesetze, denen nichts entkommen kann.

Ich frage: Wie lange wird der Himmel geschlossen sein? – Drei Jahre lang. Dies haben sowohl die Propheten als auch Johannes vorausgesagt. So wurde es bestimmt. Und ich möchte euch nicht erschrecken, aber ich sage: Ihr seid vernünftig, ihr habt einen Verstand, ein Herz und einen Willen. Versetzt euren Willen in Aktion und sucht euren Herrn, an den ihr glaubt. – Wo ist er? – Sucht Ihn und ihr werdet Ihn finden. Wer ihn findet, wird stark, gesund, freudig. Seine Seele dehnt sich aus und sein Geist wird stärker. Wenn Gott zum Menschen spricht, verschwinden Armut, Leiden und Krankheit. Überall herrschen Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit, Frieden und Eintracht. – Wir sind religiös, wir streben nach Vervollkommnung. – Habt ihr Missverständnisse unter euch? – Ja. – Also hat Gott noch nicht zu euch gesprochen.

Ich wünsche, dass Gott zu den Bulgaren spricht, damit Frieden, Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Tugend unter sie einziehen. Dann werden die Bulgaren selbst sagen: Wir glauben an den lebendigen Herrn, weil wir Ihn selbst geprüft haben. Ihr werdet wie der Blinde sagen: Früher war ich blind, aber jetzt sehe ich. Welchen größeren Beweis wollt ihr als diesen, dass eure Augen geöffnet werden und ihr die große Wahrheit versteht? Dann werde ich auch meine Hand ausstrecken und sagen: Bruder, gib mir deine Hand! Ich kann mich schon frei mit dir unterhalten. Du bist nicht mehr blind, ich habe keinen Grund, dich zu führen. Ich möchte keine blinden Menschen führen, sondern Menschen mit offenen Augen, die die Schönheit der Welt sehen –  Blumen, Bäume, Quellen, Berge –  und die sich an allem freuen. Das heißt das Reich Gottes auf Erden zu errichten.

„Das Kind wurde zu Gott entrückt und vor seinen Thron gebracht.“ Auch euer Kind ist bei Gott. Wann wird man es zu euch schicken? – Die Zeit rückt näher, in der euer Kind auf die Erde kommen wird. Ich gebe eine Frist von höchstens 10 – 20 Jahren. Das Kind wird kommen, wenn die Erde gereinigt wird, und es wird gesagt, dass der Teufel noch einige Zeit auf der Erde verbringen wird.

Wartet nicht darauf, dass Gott von oben herabkommt, damit ihr Ihn seht, sondern öffnet eure Herzen, um Ihn selbst zu spüren. Wenn ich euch beobachte, kann ich vielen von euch sagen: Du bist schon frei, du wurdest freigesprochen. Komm raus aus dem Gefängnis! Betrete die göttliche Welt und wisse, dass Gott Liebe ist. Das werde ich jeder erwachten Seele, jedem Bruder und jeder Schwester sagen.

Viele fragen: Was stellt die neue Lehre dar? – Das ist die Lehre Christi. So war sie in der Vergangenheit, so ist sie heute, so wird sie in Zukunft sein. Sie leugnet jegliche Hölle. Die Hölle ist eine menschliche Erfindung, der Mensch schafft und betritt sie selbst. Jetzt erschaffen wir das göttliche Paradies und treten in es ein, um dort zu leben. Wir werden uns an den Früchten freuen, die Gott uns gibt. Seid mutig und entschlossen! Habt keine Angst vor dem Drachen! Gott und der ganze Himmel sind auf unserer Seite. Alles wird gut enden. Das sind die Worte, die Christus heute an euch richtet. Er sagt: „Ich bin in die Welt gekommen, damit ihr alle im Licht wandelt.“

 

 

Aus dem Buch „900 Gedanken des Meisters“ – Teil 2

Wenn ein Mensch einen idealistischen Impuls in seinem Leben hat, geht er aufrecht. Sobald er Materialist wird, beginnt er sich zum Boden zu beugen. Wenn er das Vertrauen in sich und seine Nächsten verliert, beginnt er sich zu bücken. Wenn sich jemand bückt, deutet dies immer auf einen Mangel des Geistes hin. Die Wirbelsäule ist eine Senkrechte, jede Abweichung deutet auf einen Mangel des Charakters hin.

Die Materie bestand in ihrem ursprünglichen Zustand aus göttlicher Substanz, aber da sie sich einmal abgetrennt hat, ist sie nicht mehr das, was sie einmal war. Eines Tages werden wir zu dieser physischen Welt zurückkehren, die kristallrein war. Und in diesem Körper wird es keine Überflüsse mehr geben, es wird nicht riechen, in ihm werden Tod und Leben ständig ausgeglichen sein. Deshalb müssen wir alles Mögliche tun, um uns einen reinen Körper zu schaffen, in dem der Geist leben kann.

Wenn du einen negativen Gedanken oder irgendeine Art von Hass auf jemanden hast, wirst du immer krank und schwer zu heilen sein. Die negativen Gedanken sind schlechte Leiter der menschlichen Kräfte.

Die Infektion tritt dort auf, wo dunkle Stellen vorhanden sind. Die Krankheiten sind auf Schmutz und Dunkelheit zurückzuführen.

Alle Krankheiten, an denen wir leiden, sind eine Anklage gegen uns.

Der Stolz ist die Ursache vieler Krankheiten. Alle Krankheiten werden durch Demut geheilt. Der Mensch wird durch Demut von den schmerzhaften Zuständen befreit.

Esst niemals Essen, das ihr nicht mögt. Die Frucht, die ihr gern esst, hat eine heilende Wirkung. Das viele Essen behindert das spirituelle Leben. Je weiter man voranschreitet, desto weniger isst man. Kleine Mahlzeiten wirken heilend.

Für die Heilung eines Menschen sind drei Faktoren erforderlich: Die Natur, Gott und der Mensch selbst. Der Arzt ist der letzte, der dich heilen kann. Dann kommt die Umwelt. Wenn diese Faktoren in innerer Harmonie sind, kann jede Krankheit geheilt werden. Damit man gesund wird, müssen viele sichtbare und unsichtbare Wesen an der Heilung teilnehmen.

Sag zu der Krankheit: „Im Namen des Herrn, an den ich glaube, befehle ich dir (der Krankheit), aus mir herauszukommen!“

Ihr versucht euch mit Medikamenten zu heilen – das ist keine Heilung, das ist eine Übung. Die Heilung, das ist das Wort Christi „Steh auf und geh!“

Wenn sich jemand infiziert hat, zeigt dies, dass sein Licht nicht so stark oder sein Blut nicht so rein ist. Die Infektion tritt dort auf, wo dunkle Stellen vorhanden sind. Die körperliche, mentale und geistige Gesundheit des Menschen hängt von dem Licht ab, das in ihm leuchtet. Der Geist kann verdunkelt und der Körper krank werden. Jeder, der gierig nach Reichtümern ist, der egoistisch, neidisch ist, der Angst hat, hat einen getrübten Geist. Wenn die Seele voll göttlicher, vernünftiger Liebe ist, kann man das Licht seines Verstandes nicht verlieren.

Es gibt keine bessere Medizin als heißes Wasser, aber ihr müsst wissen, wie man es in welchem ​​Behälter und zu welcher Zeit kocht. Wasser ist das erste Element des Lebens und sein bester Leiter, das Lebenselixier. Die Medikamente verstopfen nur die Krankheit, das Wasser heilt. Man muss das Wasser sowie alle Flüssigkeiten in Schlucken trinken. Das Wasser sollte zum Zeitpunkt des Kochens vom Feuer entfernt werden – im Augenblick, wenn seine größte Kraft freigesetzt wird.

Das Sonnenbaden in den Bergen ist vorzuziehen, da der Rhythmus der Sonne nicht durch die astrale Gedankenwolke gestört wird, welche die Stadt umgibt.

Die Sauberkeit (äußerliche und innerliche) ist die beste Medizin gegen alle Krankheiten. Der Grundton des Lebens wird durch Reinheit erreicht. Sie trägt die rote Farbe, welche ihrerseits das Material trägt, aus dem das Leben aufgebaut ist. Diese rote Farbe, die wir sehen, ist nur ein Schatten der realen. Die Farbe Rot bringt Freude, Wärme, Licht und Kraft in euch hinein.

Alles, was genommen und verwendet werden kann, gibt es vor und in dem Moment des Sonnenaufgangs. Was man tagsüber nimmt, sind nur Kleie.

Wenn ihr vor einer unlösbaren Frage steht, sagt: „Was ich nicht lösen kann, wird Gott lösen. Es gibt Dinge, die nur Gott lösen kann. “

Das Wort „AUM“ („OM“) ist heilig und von einer erhabenen Kultur übrig geblieben. Aum, Amen, Amin, Om – das ist immer das gleiche Wort, das eine sehr starke Wirkung hat. Das ganze Universum benutzt es. Wenn ihr es oft aussprecht, selbst unbewusst, werdet ihr seine Kraft erfahren. Es enthält alles in sich. Dies ist der Schlüssel, mit dem ihr alle Türen entriegeln werdet.

Bei jeder Arbeit muss man singen und Gott preisen, damit die Früchte dieser Arbeit gesegnet werden.

Jeweils ein Viertel aller Elementargeister kontrolliert unser Physisches. Damit wir in einem normalen Zustand sein können, müssen die Elemente der vier Königreiche müssen im Gleichgewicht sein, aber wir müssen sie kontrollieren, nicht umgekehrt.

Wenn ihr ein Problem physischer, spiritueller oder mentaler Natur habt, beginnt, euch in Gedanken Edelsteine vorzustellen. Beginnt mit den einfachsten Steinen und geht zu den besten und teuersten über. Achtet darauf, bei welchem ​​Stein das unangenehme Gefühl verschwinden wird. Wenn ihr diese Steine ​​durch eure Gedanken zieht, müsst ihr sie gleichzeitig mit den Tugenden verbinden, die jeder Stein repräsentiert. Jeder Stein kann sich positiv auf den Menschen auswirken und dessen Zustand verändern. Wenn dieser Versuch fehlschlägt, so lasst euch nicht entmutigen, macht ihn mehrmals, bis er funktioniert.

Die Gedanken sind lebendig. Viele Wesen kleiden sich in unseren Gedanken. Es ist also nicht egal, welche Gedanken du in dich hereinlässt oder von anderen aufnimmst. Ersetze den schlechten Gedanken sofort durch einen guten.

Der gute Gedanke ist der Körper eines erhabenen Wesens, das für kurze Zeit zu uns kommt. Es kommt mit einer Mission, um uns etwas zu hinterlassen und dann zurückzukehren.

Lasst euch nicht lange von traurigen, düsteren Gedanken überwältigen. Es gibt Gesellschaften, die nach dem Gesetz der Suggestion arbeiten. Glaubt nicht, dass ihr frei seid.

Der Gedanke nährt den Menschen wie das Brot. Wenn die Gedanken nicht gesund sind, wird er immer verkümmern, egal wie viel und was er physisch isst. Wer nach den Gesetzen der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung lebt, kann auch mit trockenen Brotkrusten gesund und glücklich sein. Das Wort Gottes ist das lebendige Brot, die verdichtete göttliche Energie – je mehr man es kaut, desto mehr gibt es.

Jede Kultur, die Gottes Willen nicht tut, wird ausgelöscht. Jeder Staat, der Gottes Gesetzen nicht gehorcht, wird zerstört, und wenn er ihnen gehorcht, wird er gesegnet. So war es und so wird es sein.

Du siehst einen Wurm auf deinem Weg. Du kannst ihn zertreten, niemand wird dich verurteilen – es gibt kein Gesetz zum Schutz des Wurms. Aber der gute Mensch, der Mensch der Liebe, wird zur Seite gehen, um den Wurm nicht zu zertreten.

Die Edelsteine ​​leuchten astral und können den schlechten Einflüssen der Planeten entgegenwirken.

Die Edelsteine ​​sind Kinder erhabener Wesen, sie haben magische Kräfte.

In einem Edelstein ist ein Geist verborgen, der lernt. In einer Pflanze, in einem Tier, in einem Menschen ist ein Engel, ein Geist eingesperrt.

Es gibt Bäume, die, wenn ihr sie liebt und mit Liebe zu ihnen geht, euch reichlich Energie geben, eure Gesundheit und geistige Entwicklung verbessern und sogar eurem religiösen Leben helfen werden. Es gibt Bäume, die religiöser sind als Menschen. Wie wäre es mit dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse? Noch heute lernen die Menschen von ihm, beide zu unterscheiden.

Aus dem Buch „900 Gedanken des Meisters“

In einem der unveröffentlichten Vorträge sagt der Meister: „Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand von euch Gedanken aus allen Vorträgen herausschreibt, die eine universelle Bedeutung für jede Seele haben und mit diesen Gedanken die Welt umgibt.“ Ich habe mich sofort an die Schreibmaschine gesetzt. Meine Idee war ursprünglich, 9000 Gedanken herauszuschreiben, aber nachdem ich etwa 100 aufgeschrieben hatte, war mir klar, dass das ein sehr dicker Band werden würde. So habe ich in Gedanken die eine Null gestrichen und es sind 900 Gedanken geworden. Dieses Buch habe ich an Ronald Reagan, George Bush, Margaret Thatcher, Johannes Paul dem II., Simeon II. sowie einigen Freundinnen im Ausland geschickt. Nur Margaret Thatcher hat mir mit einem sehr warmen Brief geantwortet. Mögen diese kleinen Samen in guten Boden geraten und hundertfach Früchte bringen.

                                      Lalka Krasteva (1927-1998), Herausgeberin

https://ia601001.us.archive.org/19/items/900-misli/900%20Misli%20na%20Uchitelia%20-%20Petar%20Danov.pdf

Das konzentrierte Denken und das bewusste Gebet sind Bedingungen zum Umzäunen des Menschen, damit er vor schlechten äußeren Einflüssen geschützt wird. Wenn er einmal umzäunt ist, erkältet er sich nicht und wird nicht von Infektionskrankheiten befallen.

Wenn ihr ständig Angst habt, wird eure Aura verstimmt, dann kann auch eure Stärke nicht zur Geltung kommen. Ihr dürft der Angst keinen Zutritt zu eurer Seele gewähre ! Ihr dürft nicht zulassen, dass eure Rinde abgeschält wird!

Unverwundbar für die äußeren Angriffe, die niedrigen Wünsche und Einflüsse kannst du nur durch Umzäunung und Gebete sein. Wenn du die Schwingungen deiner Aura erhöhst, kann dich kein Übel angreifen. Das Gebet ist eine mächtige Schutzmethode.

Wie oft am Tag wendet ihr euch an Gott, um Rat zu erhalten? Ihr fragt wohl kaum jemanden. Es gibt intelligente Wesen in der unsichtbaren Welt, die jederzeit bereit sind, den Menschen zu dienen. Für denjenigen, der sich an sie wendet, ist jedes Wort ein Segen. Jedes ihrer Wörter kann für etwas Konstruktives verwendet werden.

Es gibt kein Wesen, das euch näher ist als Gott und es gibt nichts auf der Welt, hinter dem nicht Gott steht.

Der Geist, die Seele und das Weizenkorn sind die drei Prinzipien, nach denen Gott seine große Weisheit entwickelt. Göttliche Kräfte sind im Weizenkorn verborgen. Es wurde von der Sonne auf die Erde gebracht.

Wer für sich selbst arbeitet, wird einmal empfangen und wer für Gott arbeitet, wird hundertfach empfangen.

Es gibt keine Macht auf der Welt, die euch von dem Ort wegbringen kann, an den Gott euch versetzt hat.

Immer wenn man sich an Gott wendet, werden die schlechten Bedingungen gemildert.

So wie eine Ameise den Menschen nicht sehen kann, so kann auch der Mensch Gott nicht sehen. Eine Mücke sieht einen mikroskopisch kleinen Teil des Menschen. Der Mensch sieht eine mikroskopische Manifestation Gottes. Der Stein ist ein Stein, aber wer [die Sache] versteht, weiß, dass der Stein ein Teil Gottes ist. Ein schlafender Geist ist darin eingeschlossen.

Das Licht der Sonne kommt nicht von der Sonne selbst, sondern vom göttlichen Geist. Das Licht ist der Ausdruck jenes Gedankens, den der Große an alle Lebewesen richtet. Dieses Licht lässt uns aufsteigen, es unterstützt uns. Ohne es gibt es kein Leben, keinen Gedanken, kein Wissen. Was die Sonne gibt, muss empfangen und verarbeitet werden. Jeden Morgen verteilt sie reichlich Güter und Energie für Gehirn, Lunge, Magen, für den ganzen Körper. Diese Energie ist Gott.

Betet vor dem Essen: „Herr, du segnest uns und wir erhalten die Fülle deiner Güte!“

In Zukunft werden die Menschen die Nahrung direkt aus der Natur beziehen, so wie sie heute die Luft aufnehmen. Dann wird das Essen nicht gemahlen und gehackt, um in Scheunen, Kellern und Kisten aufbewahrt zu werden.

Eines Tages, wenn der Mensch die Gesetze lernt, um seine Zellen zu kontrollieren, seinen Körper zu erweitern und zu schrumpfen, ihn im Raum zu zerreißen und wieder zusammenzusetzen, wird er alle Hindernisse, Abgründe und Barrieren passieren, ohne von irgendetwas verletzt zu werden. Durch die Kraft seines Willens wird er in der Lage sein, wie ein Vogel in der Luft zu fliegen und von der Erde zur Sonne zu reisen. Es gibt Adepten, die es heute schon tun.

Wenn heute jemand sagt, dass er an Gott glaubt oder dass er mit seinem toten Großvater gesprochen hat, werden ihn alle für verrückt halten. Wenn er nicht [an Gott] glaubt, wenn er nicht mit den Verstorbenen spricht, gilt er als gesunddenkend. In Zukunft werden die Menschen anders denken und anders leben.

Das Land unter dem Pazifik ist verborgen. Es wird sich über das Wasser erheben, dies wird der sechste Kontinent sein, der größer und sauberer als die jetzigen fünf sein wird. Es werden große Veränderungen eintreten – geistige, intellektuelle und körperliche. Die Sonne und der Mond werden sich ebenfalls verändern. Dieses Leben wird verschwinden, um dem neuen Leben Platz zu machen. Die Materie wird sich verändern. Von der Sonne kommen riesige magnetische Ströme, die den Kontinent anheben und ozonisieren. Teile Frankreichs, Belgiens, Griechenlands und Asiens werden bis zu einem gewissen Grade sinken. Die Sahara wird überflutet sein und eine neue Kultur und ein neues Klima werden entstehen. Europa wird eine Insel der Weißen sein.

Der Strom wird zukünftig ohne Kabel übertragen. Dann wird jeder Mensch seine eigene Lampe haben, wenn er denkt, wird sein Kopf leuchten. Wenn er will, wird er die Lampe einschalten oder ausschalten. Es wird der Tag kommen, wenn die Menschen von der Energie ihres Denkens erleuchtet werden. Dies wird geschehen, wenn eine radikale Transformation unserer Erde stattfindet.

Wenn das Eis schmilzt und das Wasser die Erde überflutet, wachsen aus ihrem Schlamm die besten Blumen und Obstbäume. Das Gute wird von den schlechtesten Menschen kommen. Ob ihr das glaubt oder nicht, ist eine andere Frage. Die schlechtesten Menschen werden dann, wenn die Sonne scheint, die selbstlosesten, die bravsten sein, sie werden die Träger der neuen Ideen sein.

Die gegenwärtige Kultur muss auf die Verwendung von Kohle verzichten, in Zukunft müssen die Wissenschaftler die Sonnenenergie für die Herstellung von Brennstoffen, für Heizung und Beleuchtung einspannen.

In Zukunft werden Brot, Obst und alle Lebensmittel im Menschen selbst sein. Es reicht, an die Birne zu denken – und sie wird sofort dir ihm kommen. Es reicht, im Gebirge an eine Quelle zu denken – und sie wird sofort vor dir sprudeln.

Der Mensch hat jene ursprüngliche Materie, aus der er seinen neuen Leib aufbauen kann, noch nicht aufgenommen. Er wird eines Tages in die neue Materie eintreten, um in ihr zu leben. Jetzt versteht er nicht, wie sie ohne einen Mann und eine Frau geschaffen werden kann. Aber weder Mann noch Frau werden für diese Angelegenheit benötigt. Eines Tages wird sich der Mensch selbst hervorbringen, er wird keine Mutter und keinen Vater brauchen, er wird gleichzeitig ein Mann und eine Frau sein.

In Zukunft werden die Ärzte den Körper nicht schneiden, um ihn zu untersuchen, sie werden alle Hellseher sein. Wenn der Kranke kommt, wird der Arzt ihn außen und innen untersuchen, ohne ihn zu berühren, da die Materie für ihn transparent und der Leib beleuchtet sein wird. Die Natur färbt die Dinge, um etwas zu verbergen und bei einem farblosen Körper kann man alles sehen.

In Zukunft werden keine schlechten Menschen auf die Erde kommen. Es wird keine Bedingungen für sie geben. Sie werden verschwinden, wie die großen uralten Tiere verschwunden sind. Die Wölfe werden vom Erdboden gewischt. Alle Fleischfresser werden vernichtet. Dann werden auch die bösen Menschen verschwinden.

Eines Tages wird man die menschlichen Gedanken fotografieren können, so wie heute Bilder von Objekten auf lichtempfindlichem Glas aufgenommen werden. Dann werden alle menschlichen Verbrechen aufgedeckt.

Die Ursache der Kälte ist der menschliche Egoismus. Wenn die Menschen eines Tages in Gedanken und Gefühlen harmonieren, wird die Erde in ein warmes Kleid gehüllt. Dann werden solche Energien von der Sonne kommen, dass sogar der Nordpol bewohnbar sein wird.

Die gegenwärtige Kultur leidet an Übermaß. Sie hat Konserven, Mehl, Fisch und Dosen … All dies ist ein Überschuss, für den die weiße Rasse teuer bezahlen wird. Die konservierte Nahrung ist eine Geißel für die Menschheit. In der Natur sind keine Dosen erlaubt.

Es gibt einen Zustand, den ihr nicht gewahr werdet – ihr nehmt lediglich entgegen. Du willst nur das Gute und gibst nichts. In dieser Situation erscheint das Böse als ein Prozess, der das wegnimmt, was ihr entgegennehmt.

Wer verschwenderisch auf der Erde lebt und in Vergnügen versinkt, verbraucht seine geistige Energie vollständig.

Wenn Menschen sterben, möchten sie, dass ihr Gesicht aus Stein geformt und an prominenter Stelle platziert wird, aber sie wissen nicht, dass dies sie jahrhundertelangen Leiden aussetzt. Das ist eine große Täuschung, denn die Unsterblichkeit und Würde befinden sich in anderen Dingen, nicht in Büsten. Die Steinbüste ist ein Hindernis für den Menschen, den die Gesellschaft verewigen will. Die Natur mag es nicht, wenn ihre Bilder fotografiert werden, besonders „für immer“. Der Mensch verändert sich und kann nicht immer dieselbe Gestalt haben.

Das Gute ist Magie, durch die man die negativen Kräfte in positive verwandelt. Ein Gesetz besagt: „Wenn du unter Hindernissen, Schwierigkeiten oder einer schweren Krankheit leidest, musst du ein Opfer bringen und sie werden beseitigt.

Das Böse hat keine Macht, es nutzt eure Macht. Berührt das Böse nicht. Bleibt weg von ihm! Es gibt niemanden, der das Böse bekämpft und Erfolg gehabt hat. Ihr braucht nicht zu wissen, was ein schlechter Mensch ist.

Wann immer du eine gute Tat in der Welt tust, singt ein Chor heller Wesen im Himmel: „Lobet den Herrn, weil ein Mensch eine gute Tat getan hat.“

 

Gebete und Formeln aus dem Buch „900 Gedanken des Meisters“

 

In einem der unveröffentlichten Vorträge sagt der Meister: „Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand von euch Gedanken aus allen Vorträgen herausschreibt, die eine universelle Bedeutung für jede Seele haben und mit diesen Gedanken die Welt umgibt.“ Ich habe mich sofort an die Schreibmaschine gesetzt. Meine Idee war ursprünglich, 9000 Gedanken herauszuschreiben, aber nachdem ich etwa 100 aufgeschrieben hatte, war mir klar, dass das ein sehr dicker Band werden würde. So habe ich in Gedanken die eine Null gestrichen und es sind 900 Gedanken geworden. Dieses Buch habe ich an Ronald Reagan, George Bush, Margaret Thatcher, Johannes Paul dem II., Simeon II. sowie einigen Freundinnen im Ausland geschickt. Nur Margaret Thatcher hat mir mit einem sehr warmen Brief geantwortet. Mögen diese kleinen Samen in guten Boden geraten und hundertfach Früchte bringen.

Lalka Krasteva (1927-1998), Herausgeberin des Buchs „900 Gedanken des Meisters“, Sofia, 1989

Das Gebet erhöht die Schwingungen der menschlichen Aura und somit wird man für die niedrigeren Umwelteinflüsse unverwundbar. Das Gebet ist die Kommunikation mit Gott, das Atmen der Seele und ein Ausdruck großer Harmonie, und nur es kann jene Grobheit beseitigen, die in der Welt existiert.

Das Gebet dient der Erleichterung, damit ihr nicht das Leben verliert, das ihr habt. Das Gebet hilft euch, damit ihr nicht das Gefühl verliert, das ihr in eurem Herzen habt, den Gedanken, den ihr in eurem Kopf habt. Das Gebet ist eine Unterstützung.

In eurem Gehirn kann sich eine solche niedrigere Energie ansammeln, mit der man jemanden töten kann. Heute sammelst du diese Energie, morgen sammelst du sie und eines Tages bringt sie ein kriminelles Verlangen in dir hervor. Deshalb sage ich euch, dass ihr jeden Augenblick in Kontakt mit Gott sein solltet, weil es überall solche dunklen Wesen gibt, die nur lauern und darauf warten, jemandem Böses anzutun. Das Gebet stellt eine Umzäunung dar.

Bete so, dass niemand weiß oder sieht, dass du betest. Wenn ihr beim Gebet die Verbindung mit dem Urbeginn spürt, wird jeder Gedanke in euch klar und jedes Gefühl stark und kraftvoll sein.

Stürze dich in nichts vorschnell, sondern bitte den Herrn leise und vertrauensvoll um Hilfe.

Ihr werdet nicht in der Lage sein, euch mit der Natur zu verbinden, wenn ihr nicht in euch eine unabänderliche Gebetsstimmung habt. Das Gebet stellt Licht und Wärme dar, die benötigt werden, damit die menschliche Seele mit Gott, mit der vernünftigen Natur in Verbindung kommt.

Die Natur liebt es, wenn du konkret, klar und präzise sprichst. Wenn du in dieser Art nach etwas verlangst, ist sie bereit, es dir zu geben. Jede Seele kann das bekommen, was sie wünscht, aber sie muss wissen, wie sie darum beten soll.

Das kollektive Gebet ist mächtig, deshalb wirkt es, wenn alle in die gleiche Richtung beten und das Gebet aufrichtig vom Herzen kommt. Wenn es Harmonie gibt, hat das Gebet Kraft.

Jeder Vers oder jedes Gleichnis, das Christus ausgesprochen har, ist eine Formel, eine Aufgabe, die seit alters her in uns veranlagt worden ist.

Herr, umgib mich und beschütze mich vor jeder unreinen Kraft, indem Du einen strahlenden und treuen Geist sendest, um mir die Wahrheit zu zeigen, nach der sich meine Seele sehnt!

Herr, was auch immer mit mir passiert, verwandle es in Gutes.

Wenn du Entbehrungen und Prüfungen ausgesetzt bist, wende dich mit den Worten an Gott: „Herr, Du, der Du Dich um die kleinsten Seelen kümmerst, Du, der Du Deine Güte ihnen zeigst, zeig auch mir kleiner Fliege Deine Güte und hilf mir in dieser schwierigen Zeit!“

Dies ist das wahre Gebet: In all den Widersprüchen, denen du in deinem Leben begegnest, sagst du: „Herr, möge Dein Wille geschehen! Herr, gib mir mehr Licht, damit ich Deinen Willen verstehe und tun kann, was du von mir willst! “

Herr der Kräfte, umgib mich mit Deiner Diamantwand, stärke mich durch den feurigen Ring der Liebe, damit die gerissenen Gedanken, Zaubereien, Verleumdungen und Angriffe der sichtbaren und unsichtbaren Feinde abgewendet werden können!

Wenn ihr morgens aus dem Bett aufsteht, sagt mit erhobenen Armen: „Herr, bitte lass in mich lebendige kosmische Kräfte einströmen, die in jede Zelle meines Körpers eindringen und Kraft, Leben und Gesundheit in sie bringen, meinen Geist stärken, so dass ich die Aufgabe erfülle, für die ich auf die Erde gekommen bin! “

Formel: Alles was gut ist, kann ich annehmen. Alles was gut ist, kann ich anwenden. Wenn ich etwas Gutes tun will, gibt es keine Kraft, die mir entgegenwirken kann. Ich kann alles durch den lebendigen Herrn der Liebe tun, der alles in der Welt erschaffen hat.

Hilf mir, Herr, die schlechten Taten zu vermeiden und die guten nachzuholen, die ich gestern versäumt habe!

Möge Gott aller Fülle uns mit Seinem guten Geist erfüllen, so dass wir Seinen Willen erfüllen. Allgütiger Herr aller Fülle, erleuchte uns im Namen Deiner Liebe mit Deinem heiligen Geist und erfülle unsere Herzen mit Deinem Frieden!

Der Demütige sagt: „Herr, nicht mein Wille geschehe, sondern Dein Wille!“

Die Verwendung der Sonnenenergie

Aufgeschrieben von Bojan Boev in: „Das Stimmen der Menschenseele“, Bojan Boev (Hrsg. Dimitar Kalev, Emilia Ivanova), Bd.2, Sofia, 2008

Wir feierten das Frühlingsäquinoktium und ein Bruder fragte beim gemeinsamen Mittagessen: „Wir wissen, dass nach dem 22. März sich der Zustrom von Sonnenenergie und Prana verstärkt. Wie können wir diesen Zufluss von Leben besser nutzen?“

Das Erleben des Sonnenaufgangs und die Paneurhythmie sind kein Kult, bei ihnen wird Energie aus der Natur geschöpft. Man kann die höheren Sonnenenergien nicht immer wahrnehmen. Es gibt Methoden zu ihrer Wahrnehmung. Für manche Energien hat der Mensch keine Sinne und infolgedessen bleiben sie unbekannt. Morgens gibt es günstigere Bedingungen für die Wahrnehmung der Sonnenenergie. Dann sind die Atmosphäre und die Menschen ruhig und die Energie wird auf harmonische Weise übertragen. Sobald die Sonne aufgeht, wacht alles auf und beginnt seine Aktivität, dann bilden sich Regungen und die gesamte Atmosphäre kommt in Bewegung.

Bei Sonnenaufgang regulieren die Sonnenstrahlen das Nervensystem. Wenn du klug bist und Gott liebst, wird dich Sonne besser bescheinen, du wirst empfänglicher für bestimmte höhere Sonnenenergien sein, während Lieblosigkeit in dieser Hinsicht ein Hindernis darstellt. Um von der Sonne dasjenige zu empfangen, was sie gibt, müssen wir eine Einstellung zu ihr haben – nicht nur zu dem physischen Körper, sondern auch zu den Wesen, die sie bewohnen und wir müssen uns mit ihrem Bewusstsein verbinden.

Wenn ein Mensch ein ganzes Jahr lang Tag für Tag immer die Morgendämmerung und den Sonnenaufgang in richtiger Weise erlebt, unabhängig davon, ob das Wetter klar, bewölkt, regnerisch ist, ob es Schneestürme oder Gewitter gibt, kann er ein Genie werden.

Die Sonnenstrahlen sind die lebendigen Gedanken der fortgeschrittenen Wesen. Sie erhalten unser Leben aufrecht. Zur Heilung muss man sich vor dem Mittag der Sonne aussetzen. Der Geist muss jedoch wach und konzentriert sein und du musst denken, dass diese Strahlen lebendige Gedanken sind. Dann werden sie von Nutzen sein und alles Negative – Krankheiten, krankhafte Zustände – vertreiben. Wenn du dich sonnst, darfst du nicht einschlafen, sonst absorbierst du negative Energien. Im Raum zwischen Erde und Sonne gibt es Transformatorkreise, die das Licht transformieren. Jemand sagt: „Die Sonne hat mich verbrannt!“ und rennt weg; Warte, deine Gesundheit hängt von der Sonne ab, du hast dich mittags gesonnt, obwohl du das Morgenlicht benutzen solltest.

Wenn es Wolken gibt, gehen die Sonnenstrahlen durch sie und das reicht vollkommen. Sobald ihr sie durch euren Geist angezogen habt, werdet ihr die ultravioletten Strahlen spüren. Es ist sehr wichtig, die Wirbelsäule der Sonne auszusetzen. Im Bereich der Wirbelsäule befindet sich Fett, das sich ansammelt und die Kanäle verstopft, durch die die Nerven verlaufen. Das Fett drückt auf die Nerven und dann geht die Energie nicht vollständig durch sie hindurch und dies wirkt sich auf alle Organe aus. Doch wenn die Wirbelsäule von der Sonne beschienen wird, werden die Kanäle frei und die Energie kann durch die Nerven fließen. Viele Krankheiten sind auf diese Verstopfung der Kanäle zurückzuführen.

In Sofia gibt es disharmonische Gedanken, die über der Stadt eine Aura mit einem unregelmäßigen Rhythmus bilden. Von der Sonne strömen gesunde, rhythmische und harmonische Energien herab, aber wir beeinflussen sie hier unten mit unseren Gedanken. Die Sonnenenergien, die dieses Gebiet passieren, büßen ihren Rhythmus der richtigen Schwingungen ein. Deshalb gilt: Je höher man steigt, um Sonnenenergie aufzunehmen, desto gleichmäßig und rhythmisch wird sie sein.

Der Meister Beinsa Douno über die Paneurhythmie

Aufgeschrieben von Bojan Boev in: „Das Stimmen der Menschenseele“, Bojan Boev (Hrsg. Dimitar Kalev, Emilia Ivanova), Bd.2, Sofia, 2008

Der Paneurhythmiekreis bildete sich schnell, der Meister stand in der Mitte neben dem Orchester und führte die Bewegungen aus und wir verfolgten ihn mit unseren Augen. Für die „Sonnenstrahlen“ stellten wir uns in zwölf Strahlen auf, um diese herum gab es einen Kreis von Paaren. Den Abschluss bildete der feierliche Marsch des Pentagramms, anschließend versammelten wir uns um den Meister und sangen die „Hymne an die große Seele“, „Ich kann lieben“ und andere Lieder. Danach konnte ein Gespräch beginnen. Bei einem dieser Gespräche sagte der Meister unter anderem Folgendes über die Paneurhythmie:

Die Paneurhythmie ist eine Wissenschaft, die die physischen, spirituellen und mentalen Funktionen des Menschen reguliert und eine Kombination menschlicher Gedanken, Gefühle und Handlungen darstellt. Die harmonischen Bewegungen der Paneurhythmie sind eine Methode der intelligenten Wesen zur Selbsterziehung. Diese Bewegungen stehen in Verbindung mit den menschlichen Gedanken und Gefühlen, andernfalls würden sie mechanisch sein und nicht jene erweckende und erneuernde Wirkung auf Verstand und Seele haben. Alle fortgeschrittenen Völker und Rassen – die sechste Rasse, die künftig kommen wird (die sechste Kulturepoche)  -, werden Träger der Paneurhythmie sein. Bei ihr ist es erforderlich, dass man gleichzeitig harmonisch denkt, fühlt und sich bewegt. Die Paneurhythmie muss in der Erziehung des Individuums, der Gesellschaft und der Menschheit angewendet werden.

Jeder Ton hat seine eigene Bewegung. Es ist eine Kunst, Musik und Bewegungen miteinander zu verbinden. Wenn man die Sprache der Natur spricht, dann antwortet sie und fragt: „Was kann ich für Sie tun?“, aber wenn man ihre Sprache nicht spricht, schweigt sie. Alle Gaben der Welt, die erworben werden, werden eines Tages der ganzen Menschheit verfügbar sein. Was auch immer jeder von euch erwirbt, wird öffentliche Errungenschaft werden. In der Paneurhythmie sind die drei Welten harmonisch vereint und es gibt kein besseres System als dieses. Wenn es Musik, Bewegung und inneres Leben gibt, nimmt der ganze Mensch an ihnen teil. Die Wahrheit muss in Bewegung gesetzt werden; Bei diesen Bewegungen werden die Hindernisse beseitigt und der Weg geöffnet.

In der Natur sind alle Bewegungen vernünftig. Die slawischen Tänze müssen mit Inhalt erfüllt werden. Wenn die Menschen zukünftig laufen und etwas tun werden, werden alle ihre Bewegungen harmonisch sein, weil Denken, Fühlen und Wollen an ihnen teilnehmen werden. Jede Bewegung entspricht einer Seeleneigenschaft: Es gibt Bewegungen des Guten, der Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit. Es gibt keine Tugend ohne ihre eigene Bewegungslinie. Ihr müsst sie lernen und einmal, zweimal, zehnmal, hundertmal versuchen, bis ihr sie gefunden habt.

In der Paneurhythmie werden alle geometrischen Linien in Bewegung gesetzt – gerade, gekrümmte und gemischte. Jede Linie wirkt sich auf das Bewusstsein aus und ruft neue Kräfte im Menschen zum Leben – physische und geistige. Diese Lieder müssen zu Bewegungen werden, an denen Arme, Beine und der ganze Körper teilnehmen. Der Körper sollte in verschiedene Positionen gestellt werden. Wir wollen als intelligente Wesen leben, wir wollen, dass sich alles bei uns vorwärts bewegt. Aber wenn man geht, wie soll man das tun? Und wenn man liest, wie soll man lesen? Oder wenn man nachdenkt – wie soll man verfahren? Wenn man beim Lesen oder Denken seine Wirbelsäule verzerrt, erlangt man nichts dabei. Man muss die richtige Position zwischen Gott und dem Mittelpunkt der Erde einhalten. Wenn möglich, sollte die Wirbelsäule eine sehr kleine Krümmung haben. Wenn man anfängt, richtig zu denken, wird man auch gute Bewegungen haben. Jeder hat eine bestimmte Schönheit in seinen Bewegungen, die von seinem Charakter abhängt. Man hat einen Befehlshaber – den Kopf, der den Befehl gibt, die Beine, die das Befohlene ausführen und die Hände sind Helfer.

Der Mensch ist die höchste Manifestation der Natur in der physischen Welt, während die Steine, Pflanzen und Tiere eine niedrigere Manifestation von ihr sind. In der Natur wirkt Gott durch den Menschen. Das Gute im Menschen ist das Göttliche. Das Wort des Menschen, wenn er spricht, wenn er denkt und wenn er Gutes tut, ist eine Manifestation des Göttlichen in ihm.

Konzentriert euch während der paneurhythmischen Übungen, denkt an die Bewegungen und an die ihnen angelegten erhabenen Ideen, dann gehen die Gedanken in die Arme, Beine usw. über. Mit diesen Übungen öffnet sich der Bulgare. Aber wenn ihr nicht bei jeder Bewegung konzentriert seid, dann hat sie keinen Sinn; Jede Bewegung bestimmt die nächste, sie sind miteinander verbunden.

Die Kraft des Menschen liegt in der Konzentration bei den Gymnastikübungen und wenn wir sie mit Liebe, mit dem Herzen und nicht mechanisch machen, nimmt die lebendige Natur an unseren Bewegungen teil. Sie schaut, ob es einen Rhythmus gibt und wenn es keinen Rhythmus gibt, nimmt sie nicht daran teil und dann ist unsere ganze Arbeit umsonst. Wenn ihr die Hände zur Erde hinuntersenkt und euer Geist wach ist, werdet ihr die guten Energien von ihr empfangen und eure negativen Energien von euch fortschicken. Wenn du dich auf den Boden setzt, musst du zufrieden sein, dann wird es einen richtigen Energieaustausch geben und deshalb wirst du dich sofort erholen. Jede Handlung, die ihr ausführt, muss ein Sakrament sein. Gibt es Tau, könnt ihr barfuß laufen. Führt euren Gedanken jeden Tag mindestens vier- oder fünfmal durch eure Arme, Beine usw.

Derjenige, der liebt, hat musikalische Bewegungen mit einer bestimmten Amplitude, die eine schöne Wirkung haben. Wenn du diese Bewegungen in der Musik zum Ausdruck bringst, wird ihre Wirkung eine andere sein. Ich habe sehr selten Musik gehört, die mit dem Grundton der Liebe beginnt. Wenn das Lied so anfängt, wirkt es beruhigend.

Die Übungen der Paneurhythmie wandeln die Energien von mechanische in organische und von organische in psychische um. Die Paneurhythmie erhält die Harmonie zwischen dem Atmungs-, Gehirn- und Verdauungssystem sowie zwischen Verstand, Seele und Geist aufrecht.

Soll ich euch sagen, wo euer Fehler liegt: Ihr habt die Übung auf euren Rücken gehoben, um sie zu tragen. Nein, ihr sollt auf die Übung steigen und sie wird euch lehren. Lasst sie euch tragen! Die Übung weiß, wie man sich dreht, wie man die Arme hebt. Steigt in den Zug ein und sagt ihm nicht, wie er die Räder drehen soll – das bedeutet, dass die Musik der Übung euch durchdringt und ihr sie eure Bewegungen leiten lasst.

Diese Bewegungen der Paneurhythmie, die jetzt gegeben werden, stehen im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Zeitalter der Menschheit, sie sind der Natur selbst entnommen und befinden sich in ihr als Ganzes. Die Paneurhythmie beinhaltet sparsame – nicht komplizierte, aber zweckmäßige – Bewegungen, mit denen man ein großes Ergebnis erzielen kann. In diesen Bewegungen wird Kontakt mit der Natur hergestellt. Die Paneurhythmie ist nicht nur ein Tanz, sondern auch ein bewusstes Inkontakttreten mit der vernünftigen Natur. Jede Energie in der Natur – Licht usw. – fließt nicht gleichmäßig, sondern es fließt eine bestimmte Menge mit stärkeren Wellen heraus, dann gibt es eine Pause, dann fließen wieder stärkere Wellen heraus usw. Die Energiedosen kommen rhythmisch. In der Natur gibt es einen kosmischen Rhythmus und deshalb haben die rhythmischen Übungen eine so wohltuende Wirkung, weil wir dann mit dem kosmischen Leben in Kontakt kommen. Wenn eine Musik und eine Bewegung etwas von der Natur des kosmischen Rhythmus enthalten, dann verbinden sie uns mit dem kosmischen Leben und haben eine starke Wirkung auf uns.

Bei Gymnastik- und Paneurhythmieübungen sollten Muskeln und Finger angespannt sein. Streckt die Zehen nach außen. Dies ist eine ganze Wissenschaft –  Osteologie. Sobald man die Knochen und Muskeln ein wenig strafft, strömt mehr Blut und auf diese Weise erzielt man eine Heilwirkung. Mit diesen Übungen kann man den ganzen Körper unter seine Kontrolle bringen, das bringt Plastizität in die Bewegungen, man bewegt sich anmutig. Wenn der Arm gestreckt und nach oben gerichtet ist, besteht eine Verbindung mit den Sonnenkräften. Und wenn er gestreckt und nach unten gerichtet ist, besteht eine Verbindung mit den Kräften der Erde. Solange der Arm nicht angespannt ist, befindet er sich in keinen Kontakt mit irgendwelchen Kräften. Und es reicht nicht aus, den Arm nur zu straffen, sondern das Bewusstsein sollte das auch mitmachen.

Einige machen Gymnastikübungen nur zwecks Stärkung ihres Körpers, aber das reicht nicht aus. Manch anderer sagt, er sei nicht daran gewöhnt, Übungen zu machen. Doch dann wird er krank und sie unter Zwang mit seinen Beinen, Armen usw. doch machen. Wenn du diese Übungen nicht machst, hat die Natur eine andere Methode – sie gibt dir Rheuma, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen usw. Wenn ihr die Übungen macht, werdet ihr sofort einen Anstieg von Energie und Zufriedenheit in euch  spüren. Umgekehrt macht jeder Mangel an Energie den Menschen unzufrieden.

Wenn die Musiker diese Übungen jeden Morgen spielen, werden sie um ein Jahr verjüngt. Es gibt Bewegungen, die zur Verjüngung führen: Die Alten tun sie, um sich zu verjüngen, die Jungen tun sie, damit sie nicht alt werden.

Einige machen größere Schritte, andere kleinere, aber die Schritte müssen gleich werden. Wenn ein Paar aus einer großen und einer kleinen Person besteht, wird erstere größere Schritte und letztere kleinere Schritte machen, damit die Ordnung beibehalten wird. Daher sollten die Paare so gewählt werden, dass zwei Große und zwei Kleine ein Paar bilden.

Lasst  den ganzen Körper an jeder Bewegung teilnehmen und jede Zelle eine Bewegung auf dem Feld machen, auf dem sie sich befindet; andernfalls kann man kein Paneurhythmiespieler sein. Alle Körperteile sollten Leiter sein – die Arme, Beine usw. Den Hals sollte man mit manchen Bewegungen in verschiedene Richtungen bewegen, da sonst der Blutfluss zum Kopf gestoppt wird. Wenn ihr alleine seid, könnt ihr verschiedene Halsbewegungen machen.

Jede Bewegung des Menschen muss göttlich sein. Ihr dürft bei der Paneurhythmie keine unharmonischen Bewegungen zulassen.

Wer die Übungen zu locker macht, kann Gott nicht dienen. Seid fleißig, Gott liebt die Fleißigen! Lernt zuerst die Übungen, dann die Theorie! Alle uralten mystischen Schulen hatten rhythmische Übungen als eine Methode, um ihre Schüler in Musik und Plastizität zu unterrichten. Die Übungen, die ich euch jetzt gebe, wurden auch in der Urzeit an verborgenen Orten von großen Adepten zwecks großer Leistungen durchgeführt. Die heutige Wissenschaft hat keine Kenntnisse über die Paneurhythmie und weiß nicht, bei welchem ​​Lied welche Bewegungen der Körper machen soll. Weil wir uns im Zeitalter des Anbruchs der Sechsten Rasse befinden, wird ein neues Fundament der Paneurhythmie gelegt. Früher war sie involutionär, jetzt ist sie evolutionär. Die alten Tänze waren involutionär und in der Evolution sammeln wir die Energie, die wir in die Involution angewendet haben.

Von der Sonne aus beobachtet man aufmerksam, dass in Bulgarien versucht wird, den Rhythmus der Sonne im Tanz nachzumachen. Jetzt werden auf der Sonne große Paneurhythmieübungen durchgeführt, die auf einer großen Ebene gespielt werden. Die Bewegungen sind eine stille Sprache, die studiert werden muss. Und jede Bewegung drückt eine Idee, einen Gedanken aus. Die Bewegung ist ein Ausdruck der Musik, sie ist eine musikalische Form. Von allen Völkern – von Hindus, Ägyptern, Assyrern, Babyloniern, Griechen und von den gegenwärtigen Völkern – müssen Bewegungen genommen werden, aber solche, die heute eine neue Form annehmen, weil bestimmte Übungen, die früher richtig waren, heute geändert werden müssen. Bei der Paneurhythmie habe ich nur die Grundbewegungen gegeben, nur den Samen. Und jede Bewegung wird sich zu einer neuen Bewegung entwickeln, wenn dieser Samen gepflanzt wird. Es gibt bestimmte Bewegungen in der okkulten Wissenschaft, die bei der Ausführung wohltätig und magisch wirken. Die Paneurhythmie wurde aus anderen Welten heruntergeholt und eure Augen müssen geöffnet werden, damit ihr seht, wie viele Wesen an ihr teilnehmen und hier anwesend sind. Was diese Paneurhythmieübungen bewirken, vermag keine andere Übung zu geben, aber sie müssen nach allen Regeln gut gemacht werden.