Die Wiederkunft Christi


Dimitar Golov (1863 – 1917) war ein bekannter bulgarischer Verleger und Anhänger des Meisters Beinsa Douno. Als Schreiber führte er zusammen mit Petko Gumnerov von 1905 bis 1915 das Protokoll der Kette. In einem Notizbuch des Bruders Dimitar Golov lesen wir folgende Worte Beinsa Dounos über die Wiederkunft Christi:

Bei einer Versammlung im Oktober 1910, die Herr Peter Danov führte und an der Petko Gumnerov und Gina Gumnerova, Dimitar Golov, Ivan Tatschev, St. Dimitrov und Michalaki Georgiev anwesend waren, wurden folgende Unterweisungen gegeben.

Die Wiederkunft Christi ist da, Christus ist gekommen. Er ist gekommen, nur erscheint Er nicht so, wie die Kirche Ihn erwartet, sondern auf eine ganz andere Art und Weise. Das Kommen Christi beginnt ab 1914. Im Jahr 1914 geht das Karma der Juden bereits zu Ende, und von da an wird eine kleine Belebung einsetzen. Die gegenwärtige Ordnung soll zerschlagen und die wirkenden Kräfte sollen aufgelöst werden. Christus muss etabliert werden, damit die guten Menschen kommen, damit sie sich entwickeln können. Lesen Sie das letzte Kapitel von Daniel. Dieser Michael, von dem hier die Rede ist, ist der Heerführer Christi. Er ist derjenige, der jetzt zwischen den Kirchen agiert, die, wenn sie sich nicht einigen können, gegeneinander aufgerieben werden. Die bösen Menschen müssen entweder zu Gott umkehren oder sie werden vernichtet werden. Jetzt gibt es keine Verzögerung mehr. Kein Gesetz wird dem Kommen Christi entgegenwirken können. Christus wird kommen, um das Werk zu vollenden, und die Gerechtigkeit wird der Grundstein sein. Jeder Mensch muss das Recht bekommen, und die Gesellschaft muss sich ändern. 

Heuchelei und Diebstahl müssen ein für alle Mal aufhören, denn wer dich oft belogen hat, wird dich auch jetzt belügen. Aber demjenigen Gerechten, der zuviel Mitleid mit dem Sünder hat, wird der Herr sagen, dass er mit dem Sünder den Platz tauschen soll. Die Welt soll bestraft werden und jeder soll bekommen, was er verdient hat. Da ihr euch in der elften Stunde befindet, muss das euch gesagt werden; den anderen darf nicht geredet werden. Auf der Erde gibt es alle Voraussetzungen für ein gutes Leben, aber aufgrund unserer Schuld sind diese Voraussetzungen nicht für alle gegeben. Bis jetzt haben die Guten den Bösen gedient, aber von nun an wird es umgekehrt sein: die Bösen werden den Guten dienen. Die Zeiten, in denen ihr lebt, verlaufen ganz normal und natürlich. Gott hat begonnen, die Welt zu reinigen, aber nur kluge Menschen wissen das. Wenn die jetzigen Minister, Bischöfe und Päpste stehlen, werden nicht nur sie, sondern auch ihre Familien verschwinden, und es wird keine Erinnerung mehr an sie geben. Man muss verstehen, dass es eine Ordnung in der Welt gibt. Nun ist der Erzengel Michael der Heerführer, er ist derjenige, der auf der Erde mit den bösen Geistern kämpft, der sie zerstreuen, zerstören und ihre Gedanken gegen sie wenden wird. 

Alle Heiligen werden auf die Erde kommen, aber sie warten auf günstige Bedingungen, und diese Bedingungen wird Christus für sie vorbereiten, damit sie kommen können. Diese guten Menschen werden wegen der Evolution kommen, nicht dass es ihnen besser gehen wird. Ihr steht an der Tür zu einem Zeitalter, in dem eine Säuberung bevorsteht. Derjenige, der Recht hat, wird am meisten dienen. Es wird nicht mehr diese Gier geben, dass jeder dich betrügen will. Ihr habt so viele Jahre gewartet, und jetzt steht ihr vor der Tür, es gibt keinen Grund zu stöhnen. Gute Menschen haben keinen Grund zu weinen, aber wenn ihr seht, wie Gott drischt, dann freut euch, denn das ist ein Segen. Wenn alle bösen Geister aus den Menschen vertrieben sein werden, wird die Welt in Ordnung sein. Ihr, die ihr in der elften Stunde seid: Diejenigen, denen ihr begegnet, müsst ihr hinschicken, damit sie auf dem Weg der Wahrheit wandeln können. Und wenn das Leiden für die Restlichen kommt, wrd es sie belehren. 

Über Bulgarien hätten viele Unglücksereignisse kommen können, aber wir haben sie verhindert, und in Zukunft, wenn die Bulgaren sich gut entwickeln, wird ihnen besser geholfen werden. Aber wenn sie sündigen, ist das Karma reif und es kann das Schlimmste für sie folgen. Ihr wollt dienen und fragt, was der Wille Gottes ist. Er ist ganz eindeutig: Würde die Hand etwa fragen, wie sie deinen Willen erfüllen kann? Sie kann deinen Willen nicht erfüllen, nur wenn sie verkrüppelt ist, Die Gefahr, die ihr fürchten solltet, ist: ihr konzentriert euch einfach auf euch selbst und hypnotisiert euch damit selbst. Und das müsst ihr vermeiden, denn der Teufel hat sich in der Vergangenheit der Hypnose als Werkzeug bedient. 

Solange wir unsere Rechnungen mit dem Herrn nicht begleichen, werden wir immer leiden. Aber sobald wir sie beglichen haben, wird es uns gut gehen. Der Dienst an Gott beginnt mit Gebet und innerer Reinigung. Die Welt wird gereinigt werden, wenn das Karma der Menschen gereinigt ist, und dann wird die Erde selbst klimatisch gereinigt werden. Es ist Erzengel Michael, der jetzt daran arbeitet, den Willen Gottes auf die Erde zu bringen, und viele sind bereits gebunden worden, wie es zum Beispiel in Portugal geschehen ist und in Spanien folgen wird. Alle Führer, Minister, Bischöfe, Gouverneure, die ein zügelloses Leben führen, werden, wenn sie sich nicht bessern, gereinigt werden. (Hier brechen die Notizen von Bruder Golov ab.)

Warum wird am 19. August der Anfang des göttlichen Jahres gefeiert?


Am 17.08. um 5:30 Uhr morgens wurde in Varna der hellste Stern Sopdet-Sirius wiedergeboren und ging für seine Mission in den Strahlen der Sonne auf. Dieser heliakische Sonnenaufgang vollzieht sich innerhalb weniger Minuten, wobei Sirius am ersten Tag seiner Sichtbarkeit nur 4-5 Minuten lang sichtbar ist. Mit jedem weiteren Tag wird Sirius vor dem Hintergrund der Morgendämmerung einige Minuten länger sichtbar. Heute ging er klar auf und durchbrach die Wolken am östlichen Horizont, während Osiris-Orion mit seinem Gürtel aus den drei Sternen Alnitak, Alnilam und Mintaka zeigte, wo Sirius am Horizont erscheinen würde. So symbolisieren die drei Sterne die drei Weisen, die die Geburt Gottes auf der Erde gefunden und geehrt haben. Deshalb wurde der Sonnenzyklus des hellsten Sterns, Sirius, von allen großen Eingeweihten der Vergangenheit verehrt. Der Aufgang von Sopdet-Sirius markierte für die Eingeweihten des Landes Kemet (Altägypten) das Überlaufen des Nils, was nicht einfach der Beginn des ägyptischen Kalenders war. Der Nil ist eine Projektion des kosmischen Flusses der Galaxie, und in diesem Sinne ist der Nil, der neues Leben und Fruchtbarkeit bringt, nur ein Spiegelbild der kosmisch-galaktischen Flut des göttlichen Lebens und Segens. Daher zeigt der heliakische Sonnenaufgang des Sirius den heiligen Moment an, in dem der Höchste Gott als Geist und Bewusstsein der Galaxie die besondere Verbindung zwischen der Alphiola (Große Zentralsonne der Galaxie) und dem Geist unseres Sterns, der Sonne, herstellt. Diese besondere Verbindung bringt Leben und Segen für alle Wesen im Sonnensystem und insbesondere für uns Menschen auf der Erde. Deshalb ist der Aufgang von Sopdet-Sirius in den Strahlen der Sonne seit der Antike ein Hinweis auf den heiligen Moment, in dem der Geist der Sonne uns neues Leben, Kraft und den Impuls zur Tugendhaftigkeit schenkt. Dies wurde in den Sonnenmysterien und Tempeln des alten Ägypten gefeiert, und es wird heute in den esoterischen Sonnenschulen Christi als das Fest des göttlichen Neujahrs begangen, in dem der Große Rat der in die Sonne Eingeweihten das Leben und das Schicksal aller Völker und aller Wesen auf der Erde bestimmt. Dieses Fest dauert mindestens sieben Tage und beginnt traditionell mit dem christlichen Fest Mariä Himmelfahrt (15. August), das den Übergang der Jungfrau Maria in die geistige Welt anzeigt, der als Sternengeburt durch den heliakischen Sonnenaufgang des hellsten Sterns – Sirius – realisiert wird … Und wenn in 3 Tagen der Stern der kosmischen Frau – Sirius – stetig und deutlich aufgeht, dann wird am 19. August das göttliche Neujahrsfest gefeiert. Das ist der Moment, in dem jeder Mensch, der an seinem kosmischen Bewusstsein arbeitet, eine besondere Verbindung mit der Sonne, Sirius und Alphiola und der trinitarischen Manifestation Gottes durch diese drei großen Sonnen herstellen kann … 

Paneurhythmie im Rila-Gebirge, mit der der Anfang des göttlichen Jahres festlich begangen wird.

Ich werde ein Geheimnis der Alten lüften, das mit diesem Thema zusammenhängt. Es gibt besondere Sonnengrade am Himmel, die göttliche Kraft in sich tragen. Sirius befindet sich in einem Sonnengrad, das galaktische Sonnenzentrum, Alphiola, befindet sich in einem Sonnengrad und was am wichtigsten ist, am 18. und 19. August tritt die Sonne auch in den ersten Sonnengrad des Sternbilds Löwe am Himmel ein. Deshalb hat der Begründer der bulgarischen astrologischen Tradition, Meister Beinsa Douno, die Feier des göttlichen Neujahrs genau am 19. August wieder eingeführt, dem Tag, an dem der vernünftige Mensch eine besondere kosmische Verbindung mit der Sonne, dem Sirius und dem Alphiola herstellen kann!

Filip Filipov via Facebook

Der Sonnenaufgang im Rila-Gebirge am 19. August 2022 (Quelle)

Bekanntes und Unbekanntes 

Allgemeine okkulte Klasse, 30. Januar 1929, 5:00, Sofia – Izgrev

Nachdenken über den Sohn Gottes

Es wird über das Thema „Die Beziehung zwischen Friede und Freude“ vorgetragen.

Oft ist von bekannten und unbekannten Dingen die Rede. Welche Dinge sind bekannt und welche sind unbekannt? Alles, was gelernt wird, ist bekannt; alles, was nicht gelernt wird, bleibt unbekannt. Alles, was sich manifestiert, ist bekannt. Wo immer sich Dinge manifestieren, ist auch Intelligenz vorhanden. Ohne Intelligenz gibt es keine Manifestation. Manifestationen, bei denen die Intelligenz fehlt, nennen wir mechanisch oder physisch. So war beispielsweise die Vertreibung der Bogomilen ein unvernünftiger Vorgang. Er fand unter dem Einfluss des Antipoden Bulgariens statt, der dich irgendwo im Westen befindet. Jedes Land, jeder Mensch hat seinen Antipoden, der zwei Einflüsse auf ihn ausübt: einen negativen und einen positiven. Zu jener Zeit stand Bulgarien unter dem starken Einfluss der negativen Kräfte seines Antipoden, was zur Folge hatte, dass die Bogomilen vertrieben und in ganz Europs verstreut wurden. Dieser negative Einfluss auf Bulgarien war sehr stark. Er wurde durch das falsche Verständnis, durch die Wildheit im Menschen verursacht. Um dieses Unrecht zu korrigieren, musste eine größere Kultur unter die Völker kommen. Heute jedoch wirken auf Bulgarien die positiven, vernünftigen Kräfte seines Antipoden ein, so dass Bulgarien bestrebt ist, seinen Fehler zu korrigieren.

Das Gesetz der Antipoden lautet: Ist der eine Pol aktiv, so ist der andere passiv; während der eine schafft, gestaltet der andere; während der eine kämpft, hat der andere Frieden. In diesem Gesetz wirken die Gegensätze. Wenn der Mensch also siegen, die Schwierigkeiten in seinem Leben überwinden will, muss er als Antipoden seiner selbst das Göttliche, das Vernünftige stellen. Wenn er das Unvernünftige, das Menschliche als Antipoden seiner selbst stellen, wird er unbedingt besiegt werden. Gott als Antipoden seiner selbst stellen bedeutet, dass Gott deine Nachhut ist. In dieser Situation wird alles, was du dir vornimmst, gelingen. Die Situation Bulgariens in der Vergangenheit wie auch heute hing und hängt von seinem Antipoden ab. Er birgt große Kräfte, große Energie in sich.

Was studiert wird, ist bekannt; was nicht studiert wird, ist unbekannt, geheim. Wenn ihr zum Beispiel die Sonne studiert, ist sie euch bekannt; Wenn ihr sie nicht studieren, ist sie euch unbekannt. Wenn ihr den Himmel studiert, ist er euch bekannt; Wenn ihr ihn nicht studiert, ist er euch unbekannt. Der Mensch hat zwei Pole, zwei Antipoden, nach denen er strebt: der eine ist der Mittelpunkt der Sonne, der andere – der Mittelpunkt der Erde. Der Verstand des Menschen muss mit dem Mittelpunkt der Sonne verbunden sein. Nur in dieser Situation kann der Mensch helle, erhabene Gedanken haben. Wenn sein Verstand mit dem Mittelpunkt der Erde verbunden ist, ist sein Denken absteigend. Die absteigenden Gedanken sind die Ursache für das Elend der Menschen. Wenn sich die Sonne mit ihrem Einfluss vom Menschen entfernen würde, würde jede Aktivität in ihm aufhören.

Wenn von Antipoden die Rede ist, müsst ihr wissen, dass sie nicht nur in der physischen Welt existieren, sondern auch in der menschlichen Welt – im menschlichen Organismus. Wenn zum Beispiel die Linie AB (Abb. 1) die Länge des menschlichen Gehirns darstellt, gemessen von einem Ohr zum anderen, und wir eine Höhe von der Mitte C der Linie AB einzeichnen, können wir den Antipoden des Punktes C finden. Er wird oben sein, am Punkt D im Gehirn, wo der Sitz der moralischen Gefühle ist. Je entwickelter die moralischen Gefühle im Menschen sind, desto höher und runder ist der Kopf an dieser Stelle. Der obere Teil des Kopfes der Schlange ist vollkommen flach und mit der Wirbelsäule in einer geraden Linie verwachsen, was darauf hinweist, dass bei ihr moralische Gefühle fehlen. Beim Hund ist der obere Teil des Kopfes leicht erhöht, was auf den Ansatz moralischer Kräfte in ihm hinweist. Diejenigen, die diese Wissenschaft studieren, sehen sich mit bekannten Dingen konfrontiert. Wer sie nicht studiert, steht vor dem Unbekannten, vor einem Geheimnis, und ist gezwungen, zu raten. Sie sagen: „Aus diesem Menschen könnte ein Musiker oder ein Künstler werden.“ Doch aus ihm wird weder ein Musiker noch ein Künstler. Sie sagen: „Dieser Mensch kann glücklich werden, aber er könnte auch unglücklich sein“. Das ist nicht die richtige Art zu reden. Das Glück beruht auf etwas Bestimmtem, auf etwas Bekanntem. Es reicht nicht aus, zu sagen, dass etwas zufällig passiert ist, dass es einen Zufall gab oder dass man Glück gehabt hat. Alles in der Welt wird durch Gesetze geregelt. Was für den einen Zufall ist, stellt für den anderen etwas Regelmäßiges, etwas Vernünftiges dar.

Drei Personen treffen sich am selben Ort. Einer von ihnen sagt, sie hätten sich zufällig getroffen. Die anderen wissen genau, dass sie sich nicht zufällig getroffen haben, denn sie haben ihr Treffen im Voraus arrangiert, sie haben den Tag, den Ort und die Stunde festgelegt, an dem sie sich treffen sollten. Für sie ist das Treffen bekannt, für den Dritten ist es ein Geheimnis. Wenn der Naturforscher die Entwicklung der Samen, der Pflanzen studiert, geht er allmählich vom Unbekannten zum Bekannten über, er beginnt zu verstehen, wie und warum die Zweige emporkommen, warum sie bis zu einer Stelle eine bestimmte Lage haben und dann eine andere einnehmen usw. Er sieht den Einfluss äußerer Bedingungen auf die Pflanzen und untersucht sie. Wer sich nicht mit den Pflanzen beschäftigt, bewegt sich im Reich des Unbekannten. Für ihn ist alles ein Geheimnis, ein Rätseln.

Ihr trefft einen jungen Mann und ein junges Mädchen und hört, wovon sie träumen. Der junge Mann träumt davon, eine Königstochter zu heiraten. Das Mädchen träumt davon, einen Königssohn zu heiraten. Das ist möglich, aber sie wissen nicht, unter welche Bedingungen sie dabei geraten werden. Zunächst wird eine große Einschränkung in ihrem Leben eintreten: im Essen, in der Bekleidung, im Umgang. Sie dürfen dann nicht mehr frei essen, sich anziehen und herumlaufen wie ein normaler Mensch. Ihr werdet sagen, dass die Dinge ohnehin Grenzen, eine gewisse Einschränkung brauchen. Gleichzeitig sagt ihr, dass Gott grenzenlos ist, dass das Universum grenzenlos ist. Fragt ihr euch nicht, wieso Gott, der grenzenlos ist, eine begrenzte Welt geschaffen hat? Gott schuf die begrenzte Welt, weil Er wusste, dass die in ihr lebenden Wesen Seine Gesetze nicht befolgen, sondern brechen und großes Unheil anrichten würden. Gott hat sie begrenzt und sie dann in die begrenzte Welt geschickt, damit sie dort leben. Die Vorstellungen der begrenzten Wesen  unterscheidet sich grundlegend von den Vorstellungen Gottes, der ein unbegrenztes Wesen ist. Wenn zum Beispiel der Krug undicht ist, ist der Mensch unzufrieden. Warum ist der Mensch unzufrieden, dass der Krug undicht ist? – Weil der Krug einen Riss hat. – Auch die Erdschichten sind irgendwo rissig und das Wasser sickert durch sie hindurch. Es gibt also Fälle, in denen manches Rissige uns glücklich macht und anderes – uns Unannehmlichkeiten verursacht. Es gibt Fälle, in denen manches aus dem Menschen herausfließen sollte und manches nicht herausfließen darf. Man sollte unbegrenztes Verständnis haben, um zu wissen, wann man sich freuen und wann man trauern sollte.

Man muss das Gesetz der Entsprechung verstehen, man muss bei jedem Ding wissen, was sein Antipode ist. Zum Beispiel ist der Antipode des Guten das Böse, der Antipode der Liebe ist der Hass, der Antipode der Wahrheit ist die Unwahrheit usw. Wenn der Mensch die Antipoden in seinem Leben studiert, muss er wissen, wann er welche Tür aufmachen soll. Wenn er die Tür des Bösen, des Hasses, der Lüge nicht schließt, wird er Leiden ausgesetzt sein. Von Zeit zu Zeit sollte man diese Türen nur dann öffnen, wenn sie als Voraussetzung für die Veränderung bestimmter Zustände benötigt werden. Ihr sagt: „Was soll ich tun, wenn ich einen Menschen nicht liebe?“ – Du solltest ihn lieben, ihm einen freundlichen Blick zuwerfen und weitergehen. In dieser Hinsicht bist du zum „Briefträger“ ernannt, und unabhängig davon, ob du jemandem zugeneigt bist oder nicht, musst du ihm seinen Brief zustellen. Andernfalls wirst du aus deinem Dienst entlassen. Die Entlassung aus dem Dienst ist nichts anderes als der Aufbruch in die andere Welt – der Tod.

Man muss folglich das Gesetz der Entsprechung der Dinge verstehen und anwenden, seine Antipoden kennen, um sein Leben gut und vernünftig zu gestalten. Der Antipode des Vernünftigen im Leben ist das Unvernünftige. Es ist zum Beispiel unvernünftig, einen Brunnen mit einer Nadel zu graben. Es ist unvernünftig, die Kleinmünzen einzeln zu sammeln, sie in ein Taschentuch zu binden und sie abends zu zählen. Es ist unvernünftig, einem Menschen seine Liebe aufzudrängen, zu verlangen, dass er dich liebt. Wenn du darauf bestehst, dass er dich liebt, wird er dir den Rücken kehren. – Und warum? – Denn zwischen dir und ihm besteht nicht die notwendige Entsprechung. Eine Entsprechung zwischen zwei Menschen besteht nur dann, wenn sie gegenseitig Geld in ihre Banken eingezahlt haben, so dass es heute etwas abzuheben gibt. Man zahlt zuerst ein und hebt dann ab. Jemand sagt, er wolle nicht glauben. – Wie kannst du glauben, wenn du noch nichts in die Bank eingezahlt hast? Wenn du etwas eingezahlt hast, gibt es dort auch etwas zu holen. Wenn du dort etwas abhebst, gehörst du zu den Gläubigen. Glauben heißt, sein Kapital bei der Göttlichen Bank zu deponieren. Wenn man einige Zeit lang eingezahlt hat, wird der Kassierer der Bank sagen: „Sie haben genug eingezahlt“. Wenn du weiterhin Geld einzahlst, läufst du Gefahr, ungläubig zu werden. Sobald du mit den Einzahlungen aufhörst, wirst du mit dem Abheben beginnen.

Heute reden alle über Glauben und Unglauben, über Hass und Liebe, aber sie verstehen sie nicht. Glauben heißt einzahlen, ungläubig sein heißt abheben, nehmen. Lieben bedeutet, etwas in die göttliche Bank einzuzahlen; Hassen bedeutet, etwas von dem zu nehmen, was du eingezahlt hast. Wenn man sich auf das Gesetz der Liebe einlässt, sollte man nicht mit ihr wetteifern, sondern sich freiwillig in ihre Hände begeben. Sie kann einen groß machen, sie kann ihn klein machen – es hängt von ihr ab. Sie kann einen erheben, sie kann einen zerstören. Wenn ihr wollt, dass die Liebe euch erhebt, dann setzt ihr keinerlei Grenzen. Seid auch mit dem Wenigen zufrieden, was die Liebe euch gibt. Wer liebt, muss dienen. Wenn er das Gesetz des Dienens gelernt und angewendet hat, kann er alles erreichen, was er sich wünscht. Dienen setzt Lernen voraus. Du wirst so lernen, wie die Kinder in der Schule lernen, und allmählich wirst du zu höheren Wissenschaften aufsteigen. Als Schüler braucht ihr ein neues Verständnis. Dieses Verständnis wird euch nämlich in die Lage versetzen, das Gesetz der Entsprechung zu verstehen und zu nutzen. Wenn ihr es nicht versteht, werdet ihr auf eine Reihe von Widersprüchen stoßen.

Wenn wir nun vom Gesetz der Entsprechung reden, meinen wir zwei Größen oder zwei Personen, die einander entsprechen. Man sagt, X und Y sind aktive Menschen. Dass sie aktiv sind, bedeutet, dass sie beide zur Arbeit bereit sind. Wenn der eine nur befiehlt und der andere ausführt, gibt es keine Entsprechung zwischen ihnen. Beide müssen bereit sein, unabhängig voneinander eine Arbeit zu erledigen. Wenn sie vorhaben, diesen oder jenen zu rufen, der die Arbeit erledigen soll, dann sind sie nicht aktiv. Zwei Menschen entsprechen einander im Guten, wenn beide unabhängig voneinander Gutes tun können. Zwei Menschen entsprechen einander in ihrer Gelehrsamkeit, wenn beide unabhängig voneinander wissenschaftliche Forschung betreiben können.

Um das Gesetz der Entsprechung zu verstehen und anzuwenden, muss man positives Wissen in sich tragen. Positives Wissen ist jenes, das jeden Zweifel ausschließt. Für die Wissenschaft ist der Zweifel eine besondere Art von schmerzhaftem Zustand, schlimmer als Lepra. Um zur positiven, zur göttlichen Wissenschaft zu gelangen, muss man durch die menschliche Evolution gehen, die die Zahlen von 100 bis 1000 umfasst, dann durch die Evolution der Engel gehen, die die Zahlen von 10 bis 100 umfasst. Schließlich kommt man zur göttlichen Evolution, die die Zahlen von 1 bis 10 umfasst. Um zur letzte Evolutionn zu gelangen, muss man aus allem lernen können. Ob man nun Gelehrte oder Unwissende, Reiche oder Arme, Glückliche oder Unglückliche trifft, muss man alles als eine Art Anschauungsunterricht betrachten. Wenn man glücklich sein will, muss man damit beginnen, von innen heraus zu arbeiten, seine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu korrigieren, zu verstehen, woher die eigenen Gedanken und Gefühle kommen und wohin sie gehen. Wenn dir ein dunkler Gedanke durch den Kopf geht, musst du wissen, ob er dir gehört oder nicht. Vielleicht ist eine Art Verflechtung der Antipoden deiner Gedanken mit denen eines Mitmenschen eingetreten, in deren Folge du einen Gedanken von ihm angenommen hast, ihn aber für deinen eigenen Gedanken hältst. Wenn man das weiß, sollte man sich vor einer solchen Verflechtung hüten. Wenn man klug und vorsichtig ist, kann man die Linien des eigenen Schicksals verbessern.

Was erlernt wird, ist bekannt; was nicht erlernt wird, ist unbekannt. Jemand trägt seine Mütze verkehrt herum, sitzt, träumt und denkt, dass alle seine Angelegenheiten in Ordnung sind. Er weiß nicht, dass er in einer halben Stunde weinen wird. Ein solcher Mensch befindet sich in der Region des Unbekannten. Er ist nicht vorausschauend, er weiß nicht, was mit ihm geschehen wird und kann daher keine Maßnahmen ergreifen, um das Unglück zu verhindern. Um ein Unglück zu verhindern, muss sich der Mensch mit glücklichen Menschen zusammentun, die die Macht haben, sein schlechtes Schicksal zu ändern. 

Wenn du überhaupt ein gelehrter Mensch werden willst, schließe dich einer Gemeinschaft von gelehrten Menschen an, von denen geistige Energien zu dir fließen werden. Wenn du ein guter Mensch werden willst, schließe dich einer Gemeinschaft von guten Menschen an, die ein günstiges Umfeld für dich darstellen. Man wird so, wie diejenigen, mit denen man verkehrt. Möchtest du deinen Glauben weiterentwickeln, solltest du dich mit gläubigen Menschen verbinden, die einen lebendigen Glauben haben. Der Glaube solcher Menschen beruht auf einer Reihe von Erfahrungen. Stellt Versuche an, um die Kraft des lebendigen Glaubens zu erfahren. 

Stellt euch vor, ihr seid den ganzen Tag in einem langen, dichten Wald unterwegs, ohne ein Stück Brot zu haben. Von der langen Reise bekommt ihr Hunger und überlegt, wo ihr Brot finden könnt. Setzt euch den Gedanken in den Kopf, dass ihr zu einem Stein kommt und einen Brotlaib aus frischem, gutem Weizen finden werdet. Konzentriert euch, vertraut eurem Gedanken und denkt nicht mehr daran, ob es möglich ist, Brot zu bekommen oder nicht. Lasst keine Philosophie, keinen Zweifel an euch herankommen. Wenn ihr Glauben in euren Verstand hineinlegt, werdet ihr sehen: Wenn ihr den Stein erreicht, wird dort das Brot auf euch warten, das ihr euch gewünscht habt.

Ist dies tatsächlich möglich? Für diejenigen, die eine solche Erfahrung gemacht haben, ist das bekannt und möglich. Was auch immer man euch nach einer solchen Erfahrung sagen mag, ihr könnt nicht mehr wanken. Ihr tragt einen Brotlaib in eurem Kopf wie einen Zauberstab. Mit diesem Zauberstab könnt ihr alle Fragen lösen. Ihr könnt diesen Versuch zu Hause machen, aber ihr werdet immer den Verdacht haben, dass jemand, der euch nahe steht, das Brot mitgebracht hat. Wenn ihr den Versuch im Wald macht, sind die Zweifel ausgeschlossen, denn ihr seid dort allein, es sind keine Menschen um euch herum. Wenn der Versuch scheitert, braucht das euch nicht zu bekümmern, ihr habt nichts verloren. Wenn ihr den Versuch erfolgreich abschließt, werdet ihr den Zauberstab erlangen.

Als Schüler einer okkulten Schule müsst ihr überall das Gesetz der Entsprechung studieren. Ihr werdet dieses Gesetz zum Beispiel auch auf eurer Hand finden, wenn ihr die Linien des Schicksals, des Lebens, des Verstandes und des Herzens studiert. Ihr werdet sehen, dass es lebendige und tote Linien des Glücks, des Lebens, des Verstandes usw. gibt. Es gibt eine gewisse Entsprechung zwischen der einen und der anderen Linien, die studiert werden muss. Wenn eine Entsprechung zwischen den Linien der Hand vorliegt, wird das Leben des Menschen gut verlaufen. Wenn mehrere solcher Menschen in Kontakt miteinander kommen, beginnen sie, in Harmonie miteinander zu leben. Sie lieben einander, sie sind bereit, füreinander Opfer zu bringen. Eine solche harmonische Kombination der Linien erscheint nicht nur zwischen Menschen, die auf der Erde leben, sondern auch zwischen ihren Verstorbenen, sowie zwischen Wesen von anderen Planetensystemen, Sonnen und Planeten.

Strebt als Schüler danach, das Gesetz der Antipoden, d.h. das Gesetz der Entsprechung, anzuwenden. Wenn euch z.B. ein Gedanke stört, setzt euch sofort seine Entsprechung, d.h. seinen Antipoden in den Kopf. Wenn der Gedanke, der euch quält, menschlich ist, setzt ihm seinen Antipoden – den entsprechenden göttlichen Gedanken – entgegen. Es wird nicht lange dauern, und die Schwierigkeit wird verschwinden. 

Es genügt, dass Gott Seine Gedanken zu einem Wesen richtet, damit alle diesem Wesen zu Hilfe kommen. Daher wird jeder Ort, zu dem Gott Seine Gedanken lenkt, zu einem Zentrum der Kultur. Auf diese Weise sind alle Wissenschaftler, alle großen Menschen der Welt entstanden. Deshalb sagen wir, dass die Wissenschaftler, die großen Menschen, nicht von dieser Welt sind. 

Wer nicht auf diese Weise denkt, hat das Gesetz der Entsprechung nicht verstanden. Die Kultur ist die Frucht der unsichtbaren Welt. Jeder Impuls auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Musik und der Kunst ist aus der unsichtbaren Welt gekommen, er ist nicht von der Welt. Jeder Impuls, der von der Welt ausgeht, hat zu Verzerrungen in Wissenschaft, Religion und Kunst geführt. Wahre Wissenschaft ist diejenige, die den Menschen aus dem Bereich des Unbekannten in den Bereich des Bekannten bringen kann. Studiert den Menschen von seiner Urzelle bis zu der Form, in der wir ihn heute sehen. Das Leben der Zelle ist interessant, weil sie unsterblich ist. Die große Form, der Mensch, verschwindet, aber die Zelle verschwindet nicht. Sie vermehrt sich, sie wird abgeändert, bis sich eine Menge Zellen wieder zusammenschließen und einen neuen Organismus bilden. Dann sagen wir, dass der Mensch geboren wird, in einer neuen Form erscheint. Der Mensch lebt so lange, wie er die Energien seines Organismus vernünftig benutzt. Wenn er sie nicht vernünftig benutzen kann, trennen sich die Zellen voneinander und er stirbt. Die gesamte Gemeinschaft oder der Verband stirbt, aber seine Mitglieder sterben nicht. Sie gehen in einen anderen Verband über.

Wenn ihr nun über den Vortrag nachdenkt, solltet ihr die wichtigen Gedanken von den zweitrangigen, d.h. von den hineingeworfenen Gedanken trennen. Letztere sind wie wahllos liegende Linien. Nehmen wir zum Beispiel ein Dreieck, so können wir damit die Stirn etwa eines Chinesen darstellen. Wer eine solche Stirn hat, ist ein großer Materialist. Das Geistige ist in ihm nur schwach entwickelt. Die Gefühle eines solchen Menschen stehen an der Spitze des Dreiecks. Wenn ihr dieses Dreieck auf den Kopf stellt, wird euer Leben aufwärts gehen. Diese Stirnform bedeutet einen hervorragenden Verstand. Je runder und breiter die Stirnlinie wird, desto idealistischer ist der Mensch. Er ist vollkommen ungefährlich, er kann nichts Böses tun. Das Böse ist eine schiefe Ebene, auf der das Gebirgswasser stürmisch und mit großer Geschwindigkeit abfließt. Sobald es in die Ebene hinabsteigt, breitet dich das Wasser aus und wird völlig ungefährlich.

Wenn ihr also jede Gefahr vermeiden wollt, stellt Gott als Antipoden in euer Leben. Nur so werdet ihr inneren Frieden haben, fröhlich und heiter sein und eure Tugenden entfalten. Welche Arbeit ihr auch immer beginnt, ihr werdet erfolgreich sein.

Stellt also die göttlichen Gedanken und Gefühle als Antipoden zu euren Gedanken und Gefühlen, und lasst euch nicht stören. Was immer ihr euch wünscht, werdet ihr erreichen.

Die göttliche Liebe bringt Glück.

Die göttliche Liebe und die göttliche Weisheit bringen vollkommenes Glück.

Die göttliche Liebe, die göttliche Weisheit und die göttliche Wahrheit bringen das ganze Glück.

Was ist aus der ehemaligen Siedlung der Weißen Bruderschaft geworden? 

Im Jahr 1968 beschloss der Ministerrat der Volksrepublik Bulgarien, das ehemalige Gelände der Weißen Bruderschaft im heutigen Sofioter Bezirk „Izgrev“ für den Bau der sowjetischen und japanischen Botschaften zur Verfügung zu stellen. Die sowjetische Botschaft sollte auf dem Gelände des Gebetshauses (des sog. Salons), des Speisesaals und der Paneurhythmie-Wiese errichtet werden, und das für die japanische Botschaft vorgesehene Grundstück umfasste das Grab von Peter Danov. Aufgrund der vielen Einsprüche von Anhängern der Weißen Bruderschaft wurde die Idee, eine japanische Botschaft auf diesem Gelände zu errichten, fallen gelassen. Die Japaner selbst verzichteten auf das Grundstück, als sie erfuhren, dass sich dort das Grab eines spirituellen Meisters befindet.

Das Grab des Meisters hat die Form einer Ellipse. Der Grabstein ist mit einem Pentagramm, dem Symbol der Weißen Bruderschaft, verziert und mit den fünf christlichen Tugenden Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Tugend beschriftet. Das Zeichen steht in einem Kreis, der das Göttliche symbolisiert. Folgende Worte sind zu lesen: „In der Erfüllung des Willens Gottes liegt die Kraft der menschlichen Seele“. Das ist laut Beinsa Douno ein Symbol für den Weg zur Vollkommenheit der Seele, dem der geistige Schüler folgen soll. Jedes Jahr am 22. März treffen sich hier bei Sonnenaufgang Mitglieder der Weißen Bruderschaft.

Der folgende Film, der in den 40er Jahre des 20. Jahrhunderts gedreht wurde, zeigt die Izgrev-Siedlung, die nicht mehr existiert:

Und so befindet sich der Rest der alten Siedlung der Weißen Bruderschaft, heute ein ruhiger, gepflegter Garten mit vielen Tauben, Blumen und Grünpflanzen, dessen Tor immer für alle offen ist, gegenüber dem riesigen Botschafts-Gelände der Russischen Föderation. Der geplante Bau einer Botschaft der UdSSR auf dem Grundstück der Weißen Bruderschaft blieb nämlich in Kraft. Die Bauarbeiten begannen 1972 und alle Gebäude, die die Bruderschaft in der Zwischenkriegszeit errichtet hatte, wurden abgerissen. Rückwirkend wurde der UdSSR am 18. Juli 1975 durch den Erlass Nr. 301 des Ministerrats das Recht zum Bau eines Verwaltungs- und Wohnkomplexes der Botschaft auf einem 32 921 qm großen Grundstück einschließlich der enteigneten Grundstücke der Weißen Bruderschaft auf Dauer und unentgeltlich abgetreten. Das folgende Foto zeigt den offiziellen Eingang der Botschaft der Russischen Föderation, der sich auf der Seite des Dragan-Zankov-Boulevards befindet:

Über die verschiedenen Länder

Die Länder bilden Paaren von Lieblingen. Früher oder später werden sich Amerika und Russland die Hand reichen, sie werden einen Schritt zurücktreten, sie werden einen Mittelweg finden, den sie „die Idee über Gott“ nennen werden. Im Norden grenzen sie aneinander, bei Kamtschatka trennt sie ein Streifen von zwei Kilometern – im Norden werden sie sich vereinigen, das heißt, im Namen der Wahrheit werden sie sich vereinigen. Russland ist der Hüter des Friedens. Russland wird die neuen Ideen, den ideellen Aspekt beisteuern, und Amerika wird die materielle Seite beisteuern. 

Amerika werden von oben weitere 100 Jahre Kredit gegeben, um über alle Völker stark zu sein.

In Russland wird sich ein geistiger Wandel vollziehen. Dort werden die neuen Ideen aufgenommen. Russland wird seine geistige Mission erfüllen.

In Russland wird eine viel größere Revolution ausbrechen als das, was geschehen ist.

Die Griechen befinden sich südlich von Bulgarien, deshalb müssen die Bulgaren den Griechen gegenüber mit dem Guten gewappnet handeln. Ich wünsche niemandem das, was das griechische Volk durchmachen muss.

Rumänien hat keinen Vertreter in der göttlichen Welt. Deshalb hat es Bulgarien im ersten Balkankrieg besetzt, um eine Verbindung mit ihm herzustellen und dadurch eine Verbindung mit dem Großen Meister herzustellen.

Die Serben haben noch keinen ausgebildeten Astralleib. Er wird jetzt ausgebildet. Deshalb haben sie solche Lieder, die ihren Empfindungsleib als Volk gestalten. Wenn ich sehe und höre, wie Bulgaren mit Verzückung serbischen Liedern zuhören, die aus ihren Cafés und Bierstuben stammen, und diese Lieder singen, weiß ich sofort, was diese Bulgaren tun und wie sie leben.

Die Juden werden erst dann von ihrem Leiden erlöst, wenn sie sich zum Christentum bekehren.

Wenn du willst, dass jemand dich gut empfängt, dir die Füße wäscht, dir ein gutes Mittagessen gibt, ein weiches Bett deckt – das ist der Russe. Sprich Russisch! Wenn du willst, dass jemand für dich eine Arbeit erledigt, ohne dass du ihn beaufsichtigst, dann ist das der Deutsche – sprich Deutsch! Wenn du willst, dass jemand ein Versprechen einhält, dann ist es der Engländer – sprich Englisch! Wenn du möchtest, dass dich jemand in die Mode und die guten Manieren einführt – sprich Französisch! Wenn du die ganze Erde auf deinem Rücken tragen willst – das sind die Chinesen, sprich Chinesisch! Wenn du willst, dass dir jemand etwas aus dem Nichts macht – dann sind es die Japaner, sprich Japanisch! Wenn du einen Professor für Sturheit und Festigkeit finden willst – es sind die Bulgaren, sprich Bulgarisch!

Seid in Harmonie miteinander! Das kann jeder Mensch, jedes Volk tun. Das ist es, was von den Bulgaren verlangt wird, was von allen Völkern verlangt wird. Es ist Harmonie notwendig, sowohl für die Familien, Gesellschaften als auch für alle Völker. Wenn ihr Harmonie habt, bleibt euch nichts anderes übrig, als zu säen. Ihr werdet eine große Fruchtbarkeit und eine reiche Ernte haben. Ohne Harmonie lässt sich nichts erreichen. Warum kommt es zu Hungersnöten unter den Völkern? – Wegen der fehlenden Harmonie. Hass, Feindseligkeit, Eifersucht unter den Menschen – wer herrschen sollte, wer die Oberhand über die Länder bekommen sollte – das sind die Ursachen von Hunger, Entbehrung und Seuchen.

Die Länder streiten untereinander, wer von ihnen die Oberhand gewinnen soll. Wenn es um den Vorrang eines Staates geht, gibt es einen Staat, der über allen Staaten steht – es ist der göttliche Staat.

Gott bereitet eine große Zukunft für diejenigen vor, die weise leben wollen. Es geht nicht darum, sich selbst zu verleugnen, sondern wenn man Bulgare ist, muss man ein echter Bulgare werden; wenn man Engländer, Russe, Franzose oder welcher Nationalität auch immer ist, muss man ein echter Mensch werden.

Aus dem Buch „Peter Danov – Der Meister, der Heiler, der Prophet“, Band 3

Bete für die lebenden Menschen, die Träger der zukünftigen Kultur

aus der Sammlung „Gebetsfundus“

Und wenn du betest, geh in deine verborgene Kammer. Was wirst du dort tun? Du wirst die menschlichen Seelen kennenlernen, du wirst beginnen, sie zu verstehen und mit ihnen zu sprechen. Und wenn du dann einen Menschen triffst, wirst du ihn erkennen und dir sagen: „Das ist der Mensch, den ich suche!“

Geh in deine verborgene Kammer. Was ist das für ein Raum? Es ist der einzige makellose Ort in der menschlichen Welt. Es ist der reinste Ort, in den kein menschliches Auge eingedrungen ist, kein menschliches Verlangen sich manifestiert hat und kein menschlicher Wille gewirkt hat. Die menschliche Seele betritt diesen unberührten Ort und richtet von dort aus ihre Bitte an ihren Vater. Du fragst: „Kann ich nicht in der Kirche, irgendwo zu Hause oder auf der Straße beten?“ Nein, du kannst nur in deiner verborgenen Kammer beten, die sich in deinem Inneren befindet. Gott hat diesen Ort mit einem Gesetz versehen, das mit der Zukunft zu tun hat, und die ist hell und groß!

Das Gebet besteht nicht darin, Kerzen und Lämpchen anzuzünden oder sich zu verbeugen, sondern darin, dass man am Leben seiner Mitmenschen teilnimmt. Die Kraft des Gebetes liegt darin, dass du alle deine Tugenden in die Tat umsetzt, indem du betest.

Das Gebet ist also die wichtigste Arbeit im Leben. Und was das Beten angeht, so ist das eine persönliche Aufgabe, die jeder für sich selbst erlernen muss. Wenn ich euch beten lehre, werdet ihr nur ein Echo hören, das euch schließlich langweilt und ihr das Beten aufgeben werdet. Und das Gebet macht nur Sinn, wenn es aus der Tiefe der Seele kommt. Und da das Gebet ein Ausdruck der Seele ist, müssen wir mit ihr das erbitten, was unser Geist begehrt.

Willst du gesund werden? 

Sonntagsvorträge, Sofia, 10.2.1924, 10:00 Uhr

Willst du gesund werden? (Johannes 5:6)

Es gibt Fragen im Leben, die nur bestimmte Menschen verstehen können. Wenn du einen kranken Menschen fragst, ob er gesund werden will, versteht er die Frage gut und wird dir eine korrekte Antwort geben. Damit jeder die Frage „Willst du gesund werden“ versteht, kann sie auch anders gestellt werden. „Willst du reich sein?“ – „Ja.“ – „Willst du ein Gelehrter sein?“ – „Ja.“ – „Willst du ein ehrlicher Mensch sein?“ – „Ja.“ – „Willst du ein tugendhafter Mensch sein?“ – „Ja.“

Wenn ich natürlich die Frage stelle: „Willst du ein gelehrter Mensch sein?“, dann kann diese Frage nur von jemandem verstanden werden, in dessen Seele ein unstillbarer Durst nach Wissen herrscht. Wenn ich einem Menschen die Frage stelle: „Willst du tugendhaft sein?“, so kann nur derjenige sie verstehen, in dessen Seele ein Durst nach dem Guten liegt. Derjenige, in dessen Seele dieser Durst nicht vorhanden ist, kann die Frage nicht verstehen. „Willst du etwas essen?“ Er wird sagen: „Diese Frage interessiert mich nicht“. Aber der Hungrige, der Durstige, der Kranke werden diese Frage verstehen.

Wenn Jesus Christus heute käme, würde Er der modernen Kulturwelt viele Fragen stellen; Er würde den modernen Wissenschaftlern viele Fragen stellen; Er würde den heutigen Kirchen, den Staatsmännern, den Machthabern viele Fragen stellen, Er würde allen viele Fragen stellen. Natürlich würden sie alle eine Antwort geben. Es gibt еtwas, das die menschliche Seele hegt. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht das Gute liebt; es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht das Wissen liebt; es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht das Geld liebt. Die geistigen Menschen sagen, dass sie kein Geld mögen, aber das ist nur scheinbar. Zum Beispiel ist es eine strittige Frage, ob es Geld geben soll oder nicht, doch warum wird darüber gestritten, ob es Geld geben soll oder nicht? Wer hat das Geld erschaffen? – Der Mensch. Geld ist ein Produkt, eine Erfindung des Menschen. Solange er der Herr des Geldes ist, wird er also Geld wollen. Wenn wir außerdem sagen, dass es eine Ordnung in der Welt geben sollte, dann wird es sie auch geben. Manche Leute sagen, dass in der Welt Anarchie herrschen sollte, und wie sie sagen, so kommt es auch heraus. Beobachtet die Geschichte eines jeden Volks! Es wird Blut vergossen. Die Historiker, die Philosophen, die Staatsmänner, die Wissenschaftler suchen nach der Ursache dafür, aber alles hat seine wahre, tiefe Ursache. Wenn ein Mensch krank wird, was ist die Ursache dafür, dass er krank wird? – Dieser Mensch hat sich auf unnatürliche Art ernährt. Es kann auch andere Gründe geben. Sein Haus kann unhygienisch sein, die Nahrung, die er gegessen hat, kann unsauber gewesen sein usw. Es ist daher wichtig, diese Fragen zu klären, da sie unser Leben beeinflussen werden. Die heutigen Menschen sind merkwürdig!

Ich möchte euch zwei Beispiele aus dem französisch-preußischen Krieg nennen. Es befinden sich zwei Soldaten auf dem Schlachtfeld, ein Franzose und ein Deutscher, die beide für ihre Völker kämpfen. Der Franzose will den Ruhm Frankreichs, der Deutsche will den Ruhm Deutschlands. Sie kämpfen und einer von ihnen stößt seinem Gegner das Messer in die Brust. Man findet beide tot auf, mit Messern in den Händen. Dies ist ein Beispiel. Was haben beide auf dem Schlachtfeld zu gewinnen? Hat der Franzose Frankreich erhoben? Hat der Deutsche Deutschland erhoben? Darüber sollen sich die Historiker Gedanken machen.

Ein anderes Beispiel. Am selben Ort findet man einen Franzosen und einen Deutschen, beide verwundet. Der Franzose verbindet die Wunde des Deutschen, dann verbindet der Deutsche die Wunde des Franzosen, und dann reden sie beide brüderlich. Ich frage: Warum haben sich die beiden erst ein Messer in die Brust gesteckt, und beim zweiten Mal hat der Deutsche die Wunde des Franzosen verbunden und umgekehrt? Einige werden sagen, dass die Kultur dies erfordert. Nein. Wenn ein Mensch sich betrinkt und anfängt, verrückt zu werden, ist das keine Eigenschaft des menschlichen Geistes, sondern der Wein in ihm. Der Wein wirkt jedoch nicht bei allen Menschen gleich. Wenn einer betrunken ist, wird er verrückt, und wenn ein anderer betrunken ist, schläft er ein. Es kommt also auf die moralische Stabilität an. Es gibt Menschen, die selbst wenn sie trinken, nüchtern sind, und es gibt Menschen, die, wenn sie trinken, die kleinste Erschütterung brauchen, um ihre moralische Stabilität zu zeigen.

Was ist nun der tiefe Sinn unseres Lebens auf der Erde? Seit 8000 Jahren haben die Menschen Tausende und Abertausende von Versuchen unternommen, den Sinn des Lebens zu verstehen und die Menschheit zu verbessern. Das ist ausgezeichnet. Die ganze Geschichte zeigt diese Versuche. Es gibt Tausende von Menschen, Tausende von Ärzten, die ihr Leben der Heilung der Menschheit gewidmet haben. Es gibt Tausende von Menschen, die ihr Leben der Aufgabe gewidmet haben, den Menschen Moral zu predigen. Noch nie gab es so viele Schulen, so viele Universitäten, die so gut eingerichtet sind wie heute. Sollten wir nicht innehalten und sagen, dass wir den Höhepunkt unserer Entwicklung erreicht haben? – Nein.

Wir stehen erst am Anfang unserer Entwicklung. Es gibt also etwas Erhabeneres und Edleres, das im Menschen steckt. Und was sollte der Maßstab sein, an dem sich unser Leben ausrichten sollte? Wenn eine Mutter mit der Erziehung ihrer Kinder beginnt, was sollte das erste Prinzip sein, das sie ihrem Kind beibringt? Welche Frage sollte die Mutter stellen? Ihr seid jetzt Mütter und wisst, dass ihr nicht nur wollt, dass das Kind gesund ist, sondern auch, dass es klug und stark ist. Es soll nicht nur klug sein, sondern auch im weitesten Sinne tugendhaft, denn nur der Tugendhafte kann klug sein. Dies sollte als Maxime formuliert werden. Mit jeder Kultur, so auch mit dem Aufkommen des Christentums, beginnt etwas Neues. Eine neue Kultur ist im Kommen! Die Religionen gehen der Kultur immer voraus, um die Grundlage für einen geistigen Aufschwung der Menschheit zu schaffen. So war es in der Vergangenheit, so ist es jetzt und so wird es in Zukunft sein. Die menschlichen Energien und Gefühle müssen reguliert werden, und dann werden Menschen kommen, die „Genies der Menschheit“ genannt werden, um den Aufstieg der Menschheit in Angriff zu nehmen. Das ist ein großartiges Werk! Die Erhebung der Menschheit ist nicht das Werk eines einzelnen Menschen. Wir sagen: „Na ja, irgendein Wissenschaftler, Philosoph oder Schriftsteller wird das schon machen“. Nein, Millionen von Müttern müssen arbeiten, Millionen von Vätern müssen arbeiten, sie sind die ersten Arbeiter, und dann wird eine Schar von edlen Menschen kommen, um für diese Erhebung zu arbeiten.

Die wichtige Frage, die Christus stellte, lautet: „Willst du gesund werden?“

Wenn Menschen einem Vortrag zuhören, gehen sie oft in eine Analyse über, sie wollen wissen, was die Absicht des Redners ist. Das ist die Außenseite der Frage. Manchmal kann der schlechteste Mensch für euch etwas Gutes tun und euch das Leben retten. Und manchmal kann euch der beste Mensch unwissentlich etwas Böses antun. Wenn ein guter Mensch, der keine Ahnung von Medizin hat, euch etwas Gutes tun will, euch heilen will, dann kann er euch töten, indem er euch eine Medizin gibt, von der er nichts versteht. Ihr werdet sagen: „Es war der Wille Gottes“. Das war nicht der Wille Gottes. Und jener böse, jedoch kluge Mensch kann euch eine Medizin aus der Natur geben und euch helfen. Wenn jemand ein Medikament empfiehlt, bedeutet das, dass er Kenntnisse haben muss. Denjenigen, die sich mit der menschlichen Seele befassen wollen, sage ich: Ihr müsst eine hohe Intelligenz und Vernunft haben, um diese inneren Vorgänge, die im Menschen stattfinden, zu verstehen. Es ist eine Schande für die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts, die Menschen der Aufklärung sind, die Mittel der vergangenen Menschheit zu benutzen! Die erste Sache – die Menschen sollten sich durch Ehrlichkeit auszeichnen. Jeder sollte wahrheitsliebend sein – die Wahrheit lieben.

Es geht nicht um unsere Fehler. Wir müssen ein überwältigendes Verlangen, einen überwältigenden Durst nach jener Wahrheit haben, die dem Menschen Freiheit gibt. Dies sollte nicht nur für die Bulgaren gelten, sondern alle Völker sollten diesen Wunsch haben. Der Wunsch wird zu den Ergebnissen führen, die jeder Mensch anstrebt. Das Streben ist wichtig. Jeder möchte wirtschaftlich frei sein, nur unsere Mittel sind begrenzt. Glaubt ihr, dass all diese Franzosen, Engländer, Deutschen, all die herausragenden Menschen, die heute die Welt regieren, das nicht wollen? Glaubt ihr, dass sie dieses Streben nach dem Guten nicht in sich tragen? Sie tragen es, aber sie stehen vor einer großen Aufgabe. Wir können sie verurteilen, aber es ist nicht so einfach, auf einen Schlag ein Gesetz zu schaffen. Wenn es so einfach wäre, die Menschheit mit einem Gesetz zu verbessern, hätten es die Menschen schon längst getan. Nein, die Menschheit braucht etwas anderes. Das Gesetz, das ist eine Einschränkung, und die Anwendung des Gesetzes, die Anwendung dieser Kräfte, die im Leben, in der vernünftigen Natur sind, sie müssen dem menschlichen Geist, der menschlichen Seele zugänglich werden. Daher sind der menschliche Geist und die menschliche Seele göttliche Manifestationen; der Verstand und das Herz sind Manifestationen des Geistes und der Seele, und der Körper ist nur eine Wirkung. Deshalb widmen wir Menschen unser ganzes Leben dem Körper, den Folgen. Hier liegt der ganze Irrtum. Eine Mutter widmet ihr ganzes Leben dem Körper ihres Kindes. Sie streichelt seine Augen, seine Hände, seine Nase, aber sie versucht nicht, in seine Seele zu schauen, um zu sehen, was darin verborgen ist. Sie sagt: „Ah, mein Engel!“ Aber sie weiß noch nicht, was diese Hände alles können. Dieses Kind kann ein Napoleon werden, es kann ein Caligula werden, ein Tolstoi, es kann ein Christus sein, nicht der Christus, den wir erwarten, sondern der Christus, der Mensch der überwältigenden Liebe für alle Menschen. Wenn ich „Christus“ sage, meine ich den Menschen, der eine überwältigende Liebe für die Menschheit hat, der das Gute in der lebendigen Natur gefunden hat und all das an andere weitergeben will, wie er es für sich selbst gefunden hat. Das ist das Ziel von Christus. Und deshalb sind wir gegenwärtige Menschen in die Irre gegangen, wir haben die Lehre Christi verzerrt aufgenommen und Dinge in sie hineingelegt, die nicht wahr sind. Wenn wir zum Beispiel sagen, dass man Liebe haben muss, sagt ihr: „Ja, aber Liebe allein reicht nicht aus.“ – Was ist dann notwendig? – „Du brauchst auch ein bisschen Gewalt!“ Aber gibt es eine größere Macht als die Macht der Liebe? Manche sagen: „Ich habe die Liebe benutzt, aber sie hat mir nichts gebracht“. Du hast sie noch nicht in der richtigen Art benutzt. Diese Liebe muss als ein Erziehungsinstrument dienen, mit dem man handelnd, aktiv sein muss. Wir müssen mit den Schwierigkeiten im Leben kämpfen, um sie zu überwinden, also müssen wir uns mit der Liebe wappnen.

Es gibt bestimmte Kräfte in der Natur, außerhalb von uns, die der menschlichen Entwicklung feindlich gegenüberstehen. Das ist ein Nebenthema, das wir beiseite lassen können, aber ich sage, dass der Mensch die Gesetze kennen muss, nach denen er mit diesen Kräften umgehen kann.

Ich werde euch ein Beispiel geben. Ein indischer Fakir namens Mali, ein Schlangenbändiger, wurde bei der Überquerung des Ganges von einem Krokodil erwischt. Dieser Fakir, der es verstand, alle Arten von Schlangen und Kobras zu zähmen, stieß auf dieses Krokodil, das ihn zum Fluss zog. Aber er war mutig, er war erfinderisch, er steckte seine beiden Finger in die Augen des Krokodils und rettete sich. Das war die einzige Möglichkeit, sich zu retten. Er rettete sich selbst, aber er trug monatelang eine Wunde. Bei einer anderen Gelegenheit wurde dieser Schlangenbändiger während er der indischen Wildnis unterwegs war, eines Tages von einem Tiger zu Boden gestoßen. Er lag 5-10-15 Minuten auf dem Rücken und beobachtete, dass der Tiger ihn nicht ertränkte. Er fragte sich, wieso der Tiger ihm nichts antat, warum er ihn nicht erlegt hat. Und was war die Ursache? Der Fakir hatte eine Kobra namens Saprilla dabei, die sofort heraussprang und den Tiger festhielt. Dieser Tiger war mutig, aber er zitterte beim Anblick der Kobra. Sie starrte ihn etwa 10-15-20 Minuten lang an, und auf einmal trat ein seltsamer Krampf in dem Tiger auf, und er wälzte sich auf dem Boden. Saprilla kam ihrem Herrn zu Hilfe, hackte auf den Tiger ein und dieser wälzte sich am Boden. Der menschliche Geist hat mit dem Bösen in sich selbst zu kämpfen. Um zu kämpfen und Widerstand zu leisten, muss man über Fähigkeiten verfügen. Wir werden das Feuer nicht löschen, indem wir es anpusten, sondern wir werden es mit Wasser begießen.

Nun wendet sich Christus an den Kranken und fragt ihn: „Willst du gesund werden?“ Ich sage den gegenwärtigen Menschen: Wenn jetzt Christus kommen und euch fragen würde, ob ihr glücklich sein wollt, werdet ihr alle sagen: „Ja, Herr!“ – „Wollt ihr reich sein?“ – „Oh ja, wir wollen alle reich sein!“ – „Wollt ihr klug sein?“ – „Nun, Herr, das ist schon eine schwierige Aufgabe. Mit dem Reichtum kann man leicht umgehen, aber das Lernen ist harte Arbeit“. Die schwierigen Werke sind die guten Werke der Welt. Erhabene und edle Werke sind heute gefragt! Alles Wissen, nicht nur das moderne Wissen, muss erprobt und bewiesen werden. Wenn ich sage, dass es geprüft werden muss, dann deshalb, weil es eine Seite gibt, die verifiziert wurde, und eine andere, die nicht verifiziert wurde, aber noch zu verifizieren ist.

Was ist der Sinn unseres Lebens? Oft verhalten wir uns wie diese beiden, der Deutsche und der Franzose, wir haben uns gegenseitig an den Kragen gepackt und bedrohen uns gegenseitig mit dem Messer. Was können wir gewinnen? – Nichts. Das zweite Beispiel, die Wunden unseres Bruders zu verbinden, ist zu empfehlen. Man sollte sagen: „Bruder, ich habe einen Fehler gemacht, aber ich kann deine Wunden verbinden“. Und der andere sollte sagen: „Ich kann auch deine Wunden verbinden“. Diese Sache spüren die heutigen Völker. Die heutigen christlichen Völker sollten versuchen, die Wunden ihrer Brüder zu verbinden, anstatt sich gegenseitig das Messer in den Leib zu stechen. Das sollten alle Völker tun. Die großen, die starken Völker sollten die Wunden von wem verbinden? – Von denjenigen, die verwundet, die schwach sind. Das gilt nicht nur für uns persönlich, das ist die Position, die alle Menschen einnehmen müssen.

Christus sagte zu dem kranken Mann: „Willst du gesund werden?“ – „Ich will, Herr!“ – Da sagte ihm Christus: „Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin!“

Unter den europäischen Völkern findet heutzutage ein Wettlauf statt. Sie wissen nicht, wen sie delegieren sollen, nicht, dass sie das Gute nicht wollen. Jeder will, dass die Initiative von ihm ausgeht. Wenn Frankreich beschließt, eine Konföderation zu gründen, wird Deutschland einwenden: „Wie das?“ Wenn Deutschland beschließen würde, eine Konföderation zu gründen, würde England sagen: „Wie das?“ Jeder wird auf die Bühne kommen wollen. Sie müssen sich einigen. Wenn wir das Gute aufrichtig wünschen, sollte es uns gleichgültig sein, von wem es kommt. Möge der Klügste hervortreten, das Gute hervorbringen, wir werden ihn beglückwünschen. Dieses Gute dient dem Wohle aller. Nun sage ich: Wenn wir Heiden wären, wäre die Sache anders geregelt. Würden wir vielen Göttern dienen, wäre die Sache anders geregelt, aber weil wir christliche Völker sind, weil wir alle einem Meister, einem Christus dienen, der den Menschen die Liebe gepredigt hat, ist es uns gleichgültig, wer das Gute hervorbringen wird. Wenn Liebe gepredigt wird, bedeutet das keine Entpersönlichung. Die Liebe ist jene große Kraft, die es allen Wesen, vom kleinsten bis zum größten, ermöglichen wird, sich zu manifestieren. Sie wird es ermöglichen, dass sich das Leben manifestiert. Und wenn wir das Schöne im Leben verstehen, wird es kommen. Warum leidet ihr? – Weil in euren Herzen die Aufrichtigkeit fehlt. Manchmal stellt ihr euch fromm. Wenn ich jetzt zum Beispiel zu euch spreche, hängt die Kraft meiner Rede von dieser inneren Reinheit ab, von der Lage meines Verstandes, meines Herzens, meiner Seele und meines Geistes in diesem Moment, von der Bedeutung, die ich in sie hineinlege. Das ist es, was die Kraft meiner Rede bestimmt. Es gibt eine große Macht in der Welt, ein großes Wesen, vor dem keine Lüge bestehen kann. Diese Macht bestimmt alles Leben, diese Macht richtet alles. Denkt nicht, dass ihr tun könnt, was ihr wollt. Nein, dieses Wesen schickt ständig Menschen auf die Friedhöfe. Es schickt alle dorthin, sowohl die Starken als auch die Schwachen. Bislang ist noch niemand entkommen. Auch Christus schickte es dorthin, als Er kam. Und dann hat Er seine Kunst gezeigt – Er ist auferstanden. In den Psalmen gibt es einen Vers, in dem es heißt: „Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese.“ Wenn wir diese große Liebe haben, wenn wir Gott auf unserer Seite haben, werden wir diesen Vers erleben. Wir predigen eine Lehre, dass alle diese Liebe haben können, aber dass sie ohne Gewalt angewendet wird.

Heute wollen alle Liebe, aber was ist diese Liebe? Alle sagen: „Lasst uns das, was wir verdient haben, unter uns aufteilen“. Wir, die Menschen der Liebe, brauchen den angehäuften Reichtum der anderen nicht. Wir brauchen den Reichtum, der uns von oben gegeben wird. Wir brauchen den Reichtum, den wir mit Arbeit, mit unseren Händen verdienen. Manchmal sagt ihr: „Geld, Geld!“ Dieses Geld ist mit menschlichem Blut befleckt, es ist geschändet, es ist nicht für uns. Es gibt keinen einzigen Menschen, der das Geld in die Tasche gesteckt hat und danach erfolgreich war. Deshalb werden wir es der Welt überlassen, sich um das Geld zu kümmern, es ist nicht für uns, es ist eine Folge. Wenn wir die Frage des Geldes regeln, ist es für uns kein Prinzip, es ist keine Kontroverse. Geld ist Geld, das Gold wird wieder i die Erde zurückkehren. Wir können dieses Gold und Silber nicht aus der Erde holen. Auch die Welt ist so beschaffen, dass es am Ende unseres Lebens Zölle und Zöllner gibt, und wenn wir zu ihnen kommen, werden sie uns nach allen Regeln der Kunst ausnehmen.

Die Frau eines amerikanischen Konsuls wurde bei der Durchreise durch Deutschland am Zoll ausgezogen und genauestens untersucht, um zu sehen, ob sie einen Brief bei sich hatte, den die deutsche Zensur nicht erlaubt. Sie rief entüstet: „Das ist eine große Unverschämtheit!“ Ich sage: „Wenn die Zöllner zum Zeitpunkt des Todes kommen, werden sie das menschliche Gehirn, die menschlichen Knochen – alles – gründlich untersuchen. Sie werden nicht zulassen, dass man etwas aus der Erde wegbringt. Jemand sagt: „Nun, ich bin reich geworden, ich bin ein gelehrter Mann“. Nein, ich finde, dass der Sinn des Lebens nur in der Liebe zu Gott liegt. Er ist das einzige Wesen, das sich nicht verändert. Er ist ein Prinzip. Gott ist in sich selbst ein mathematisches Ganzes. Das Ganze verändert sich nicht, aber seine Teile erfahren eine innere Veränderung. Die menschlichen Seelen, die Engel, die höheren Geister, mit ihnen können sich Veränderungen vollziehen. So ist das Gesetz der Vollkommenheit. Wir können wachsen und uns entwickeln. Das Ganze kann sich in sich als Ganzes manifestieren, seine Kraft kann weder zunehmen noch abnehmen. Wenn sie zunimmt, fehlt ihm etwas, es strebt danach; wenn sie abnimmt, gibt es einen Überschuss. Das absolute Ganze, Gott, ist also eine konstante Größe, und diese Größe nennen wir den göttlichen Geist. Die erste Manifestation dieses Ganzen ist die Liebe, und die Liebe bringt dem Menschen Leben.

Worin liegt die Liebe in der Welt? – In der körperlichen Liebe gibt es immer ein Verlangen. Du hast das Verlangen, denjenigen zu küssen, einzuladen und zu verwöhnen, den du liebst. Dies ist die erste Erscheinungsform der Liebe. Wen ihr nicht liebt, den haltet ihr von euch fern, und ihr werdet ihn nicht ernähren. Wenn ihr also einen Freund habt, der euch liebt, wird er bereit sein, euch zu dienen, wo immer ihr seid; wenn er euch nicht liebt, wird er euch nicht dienen. Diese Veranlagung besteht auch bei den Völkern. Manchmal haben die Völker eine gewisse Neigung zueinander und zeigen sich deshalb einander gegenüber wohlwollend. Manchmal haben sie diese Veranlagung nicht, und dann entstehen die ganzen Schwierigkeiten. Aber was haben wir davon, wenn wir Gottes Gesetz der gegenseitigen Liebe nicht erfüllen? Schaffen wir uns nicht selbst eine der größten Schwierigkeiten? Und heute brauchen wir mehr als je zuvor Menschen, die die Liebe in ihrem Minimalprogramm verstehen.

Alle Menschen, selbst die fortschrittlichsten, sagen: „Das Leben kann nicht ohne Gewalt gelebt werden“. Wieso nicht? Die Liebe kann ohne Gewalt in die Welt kommen. Die Liebe muss ohne Gewalt in die Welt kommen! Muss das Licht, wenn es in euer Zimmer eindringt, erst die Fenster einschlagen, um hineinzukommen? Nein, es dringt ungehindert durch die Fenster ein. Diese Liebe muss unseren Verstand, unsere Herzen und unsere Seelen durchdringen, und wir müssen aufrichtig sein.

Jetzt sagt der Staat manchmal über uns: „Diese Leute sprechen im Namen Gottes, aber sie haben gegenteilige Ideen, sie sind Anarchisten, sie bereiten eine Revolution vor.“ Nun, wenn wir im Namen Gottes eine Revolution vorbereiten, sind wir die schändlichsten Menschen. Wenn ein Anarchist Gewalt predigt, ist das in Ordnung, das sind seine Ideen, aber wenn im Namen Gottes anarchistische Ideen versteckt werden, ist das eine Schande, und ein solcher Mensch ist in meinen Augen kein Mensch! Wir, die wir von Liebe sprechen, lehnen jede Gewalt ab. Die Liebe schließt Gewalt aus. Und der Staat hat keinen Grund, den Anarchisten böse zu sein, denn sie sind seine Kinder. Dass sie seine Kinder sind, erkennt man daran, dass der Staat Gewalt anwendet und sie als seine Kinder die gleichen Methoden anwenden. So ist es nun einmal. Der Sohn sieht aus wie der Vater und die Tochter sieht aus wie ihre Mutter. Der Vater ist launisch und der Sohn ist launisch. Die Mutter ist nachtragend und die Tochter ist auch nachtragend. Nein, wir werden eine neue Methode anwenden und sagen: „Es geht ohne Gewalt in der Welt, aber es braucht Zeit!“ Eine bestimmte Zeit ist erforderlich.

Um dieses große Gesetz der Liebe anwenden zu können, braucht es daher starke Menschen. Alle gegenwärtigen Schriftsteller, alle Diener Gottes, werden von ihrer Umgebung, von der Meinung der Gesellschaft beeinflusst. Wo immer ihr in Amerika hingeht, darf kein Prediger frei sprechen; ein bulgarischer Priester darf seine Überzeugungen nicht frei vor seinen Vorgesetzten äußern; ein Offizier darf nicht frei sprechen; ein Lehrer darf nicht frei sprechen, er versteckt sich. Nun, warum sollten wir unsere Überzeugungen verbergen? Wem hat die Liebe bisher Unheil gebracht? Alles Gute in der Welt ist auf diese große Liebe zurückzuführen. Die Welt an sich ist Liebe. Die Lieblosigkeit ist eine kleine Abweichung. Wenn man sagt, dass die Lieblosigkeit nicht die wahre Manifestation des Menschen ist, dann deshalb, weil die wahre Manifestation des Menschen nur in der Liebe liegt. Wir modernen Menschen leben noch nicht von der Liebe. Und warum? – Wir sind krank. Nun wendet man oft ein: „Wenn wir mit Liebe handeln, werden die Serben nach Bulgarien kommen und uns erobern. Wenn wir sagen, dass wir dem Bösen nicht widerstehen, werden sie uns versklaven“. Dem ist nicht so, Freunde, die Liebe ist nicht für die Schwachen. Die Liebe ist nur etwas für die großen, für die starken Seelen! Sie ist nicht für Pygmäen, für die kleinlichen, sie ist nur für die starken Menschen. Das größte Wesen, Gott, ist Liebe.

Und wisst ihr, welche ungeheure Macht in dem Menschen der Liebe verborgen ist? Die Menschen sind komisch, wenn sie sagen, wenn die Bulgaren nach dem Gesetz der Liebe leben würden, würden die Serben, wenn sie mit einer Armee von 500.000 Mann gegen uns antreten, ein Wunder vollbringen! Nein, wenn die Bulgaren nach dem Gesetz der Liebe handeln, dann werden die Serben beim Winken mit der Hand einschlafen. Dann werden die Bulgaren den Serben die Pferde, die Waffen, dies und jenes nehmen und zu ihnen sagen: „Ihr seid unsere Brüder. Wir haben beschlossen, mit der Liebe zu leben“. Die Serben werden sagen: „Wir haben eine Politik“. Ja, aber wenn sie keine Waffen mehr haben, werden sie umkehren. Nun gut, sie werden ein zweites Mal kommen – und wieder das Gleiche [erleben]. Und schließlich, wenn sie fünf oder sechs Mal kommen und alle ihre Pferde und Waffen zurücklassen, wird es sich dann für sie lohnen, wieder zu kommen? Nein, zum Schluss werden sie sagen: „Wir wollen uns nicht mehr mit euch beschäftigen“. Man muss den kleinsten Versuch machen und erst dann reden. Jemand hat dir ein Medikament gegeben. Ich frage ihn: „Hast du einen Versuch mit diesem Medikament gemacht? „Nein, ich habe die Werbung gelesen, es soll ein gutes Medikament sein.“ Nein, nein, du wirst als Erster einen Versuch mit diesem Medikament machen. Wenn manche Menschen über die Liebe sprechen, frage ich sie: „Habt ihr einen Versuch damit gemacht? Die Bulgaren sagen: „Nun, was ist, wenn wir vor den Serben, oder vor wem auch immer, so mit den Händen fuchteln, und wir haben keinen Erfolg? Nun, dann werden wir in der üblichen Art handeln. Und in diesem Fall wird es gebrochene Beine, gebrochene Arme, gebrochene Köpfe geben. Die geistigen Menschen in dieser Welt sind in zwei Lager gespalten und deshalb scheitern sie. Die Menschen der Welt sind praktisch, sie haben ihre Ansichten ausgearbeitet und handeln danach. Wir brauchen ihre Ansichten nicht abzulehnen. Solange unsere Ansichten, unsere Methoden nicht zu besseren Ergebnissen führen, gibt es nichts abzulehnen. Wir werden einen kleinen Versuch machen und dann sagen: „Hier sind unsere Methoden!“

Christus sagte zu dem Kranken: „Willst du gesund werden?“ – „Ja, aber ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt.“ Christus sagte: „Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!“ Danach entstand ein Streit: „Wer ist der Mann, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? Weißt du nicht, was Moses geschrieben hat?“ – „Ich weiß nicht, was Moses geschrieben hat, aber derjenige, der mir sagte, ich solle aufstehen, hat mich geheilt.“ Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm:
„Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.“ Daher sollten die religiösen Menschen meiner Meinung nach, ob sie nun Christen, Mohammedaner oder was auch immer sind, die weisesten und besten Menschen sein. Daran sollte man sie erkennen. Das sagt die Religion. Wenn die Religion der Dienst an Gott ist, sollten die religiösen Menschen nicht nur wirklich gelehrt, sondern auch die klügsten und besten Menschen sein. Sie werden nicht wie die Engel sein, aber in ihrem Leben sollten sie Vorbilder sein.

Wir müssen also einen kleinen Versuch machen. Macht einen kleinen Versuch eurer Liebe! Ihr habt die Liebe probiert. Diese göttliche Liebe lässt sich nicht in Worte fassen. Sie erfordert vor allem eine neue Sprache, neue Worte. Wenn jemand, in dem diese Liebe sprudelt, in dein Haus kommt, wird er, ohne ein Wort zu sagen, für dich dasselbe sein wie die aufgehende Sonne. Jemand anderes mag kommen und süße Worte zu dir sprechen, aber deine Tränen werden weiter fließen. Doch wenn der Mensch der Liebe zu dir kommt, werden deine Tränen versiegen, dein Kummer wird verschwinden und du wirst spüren, wie etwas Neues in dich einfließt. Das Leben muss in unser aller Herzen fließen wie eine Quelle, damit wir uns erheben und zeigen können, dass wir Träger des Göttlichen sind.

Ich frage die christlichen Völker: Interessiert sich Christus heute für die Kirchen? – Er interessiert sich für sie. Er geht überall hin. Bis jetzt ist Christus durch ganz Europa gegangen und Er staunt über die Genialität Seiner Anhänger, die in Seinen Mund Worte hineingelegt haben, die Er nie zu sagen gedachte. Diese Leute reden über alles Mögliche, aber sie haben noch nie über die Liebe gesprochen, und sie sagen: „Die Liebe Christi ist nicht anwendbar. Diese Lehre ist utopisch, nach Darwins Theorie braucht es noch Tausende von Jahren, bis die Menschen in der Lage sind, diese große Liebe anzuwenden.

Die Bulgaren sagen: „Warte, Pferd, bis es grünes Gras gibt!“ Als Christus den Juden seine Lehre verkündete, sagte Er zu ihnen: „Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ihr meine Lehre anwenden müsst. Wenn ihr sie nicht anwendet, werdet ihr in 2000 Jahren die Konsequenzen eurer Verweigerung zu spüren bekommen.“ Heute sitzt Christus wieder vor der Tür der europäischen Völker und sagt: „Wenn ihr meine Lehre anwendet, erwartet euch eine große Erkenntnis, ein großer Segen, aber wenn ihr meine Liebe ablehnt, wie ihr es vor 2000 Jahren getan habt, werdet ihr das größte Elend erleben, nicht nur der Himmel, sondern auch die Erde wird empört sein.“ Unter der Erde bereitet sich etwas Schreckliches vor. Wenn diese Menschen die göttliche Liebe nicht annehmen, wird sich die Erde öffnen und sie herunterholen. Es wird eine Revolution in der Natur geben, aber nicht eine solche, wie ihr sie kennt. Diese Revolution, die jetzt stattfindet, ist nichts im Vergleich mit der Revolution, welche die Natur vorbereitet. Es wird eine solche Revolution geben, die die Welt noch nie gesehen hat. Eisenbahnen und Telegrafenmasten werden zersplittert sein. Nichts von dieser Welt wird auf der Erde bleiben. Eine andere Kultur wird im Schoß dieser Erde heranwachsen. Wann wird das geschehen? – Wenn ihr die Liebe nicht annehmt. Ich werde euch keine Einzelheiten dazu nennen, aber lest das Evangelium, dort steht geschrieben, dass die Sonne erlöschen wird, dass die Lichter des Himmels sich verfinstern werden.

Man sagt: „Das sind Drohungen!“ Wenn es soweit ist, werden wir sehen, ob es sich um Drohungen handelt oder nicht. Jetzt haben wir keine Angst mehr, dass sich die Erde auftut, dass es Erdbeben gibt. Diese Dinge sind für uns nicht von Bedeutung. Bei einem Erdbeben werden unsere Beine nicht wackeln, wir werden nicht auf dem Boden sein. Die Schrift sagt: „Die Gerechten werden entrückt und in die Luft hinaufgezogen werden, um den Herrn zu sehen, und die Erde unter ihnen wird erschüttert werden.“ Und die Gottlosen werden zu den Bergen sagen: „Verbirg uns vor dem Angesicht dessen, der da kommt.“ Wie ihr seht, hat die Liebe schreckliche Konsequenzen, alle Verbrechen werden sichtbar werden. Ich spreche nicht von den politischen Verbrechen, ich spreche von den schlimmsten, beschämenden, schändlichen Verbrechen der geistigen Menschen, die im Namen der Liebe diese Verbrechen begangen haben. Die Welt wird nicht gerichtet werden, die Welt wird verschwinden. Die geistigen Menschen werden verurteilt werden. Die sündigen Menschen werden nicht zum Gericht gerufen werden. Und manche sagen: „Nun, diese Zeit ist noch nicht gekommen“. Doch, diese Zeit steht vor der Tür. Und jeder sollte dafür beten, dass diese Stunde vorbei geht. Der Tag Gottes ist schrecklich!

Die heutigen christlichen Völker sitzen herum, spielen und lügen weiter. Nein, nein, alle müssen der Liebe dienen! Das Einzige, was uns retten, was uns befreien kann, ist die Verbindung mit dem Gott der Liebe. Und dann wird es den europäischen Völkern besser gehen, sie werden alle bessere Bedingungen haben. England wird größer sein, Deutschland, Frankreich, Amerika, Serbien, Bulgarien auch. Allen Völkern muss die Freiheit gegeben werden! Das ist das Christentum! Jedes Volk, und sei es noch so klein, soll das Recht haben, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Nur auf diese Weise kann eine Bruderschaft entstehen. Wie kann sie entstehen? – Es wird ein Weg gefunden werden. Dazu müssen die religiösen Menschen inspiriert und zu Trägern dieser großen göttlichen Liebe werden.

Ich merke jetzt, ich beobachte, wie um unwichtige Dinge gestritten wird, aber ich glaube an eines: Ich glaube an die menschliche Seele, ich glaube an den menschlichen Geist. Jeder Mensch hat eine zweifache Natur – die Natur eines denkenden Wesens und die Natur eines liebenden Wesens. In jedem Menschen gibt es eine göttliche Seele, zu der wir sprechen können. Jeder Mensch, welchen Platz er auch immer einnimmt, hat einen göttlichen Geist in sich, und wie grob der Mensch auch sein mag, wenn diese edle Saite seiner Seele in ihm erklingt, verändert er sich. Wie kriminell ein Mensch auch sein mag, in manchen Fällen seht ihr in ihm einen Engel, der euch helfen, euch einen Gefallen tun kann.

Wir sollten also vernünftig sein und nicht überreagieren, uns nicht von der Vorstellung leiten lassen, dass sich die Welt verbessert, wenn wir uns begeistern. Ich bestehe nach wie vor darauf, dass jeder Gläubige ein unerschütterliches Verlangen danach haben muss, diese Erfahrung zu machen – sich mit Gott zu verbinden und die göttliche Liebe zu erfahren, wie er die Sonne erlebt. Jede Seele kann diese Liebe erfahren. Wenn die Seele sie gekostet hat, kann sie nicht mehr getäuscht werden. Sie wird diese Liebe genauso kosten wie die Sonne. Wir können uns irren, aber wann? – Nur wenn es dunkel ist. Wenn ihr Augen habt und ich Augen habe, dann kann es keine Lüge geben.

Wir sitzen jetzt in dieser Gesellschaft, aber es gibt Tausende von anderen Menschen, die in anderen Gesellschaften, in anderen Kirchen oder Moscheen versammelt sind. Denkt nicht, dass dieser Ort allein ein Ort der Anbetung ist. Wo immer ihr seid, wenn ihr im Namen Gottes versammelt seid, ist es ein Ort des Segens. Wir dürfen nicht sagen, dass dies kein Ort für den Dienst an Gott ist. Nein, wo auch immer die edlen Menschen versammelt sind, in welchem Haus, in welcher Kirche oder Moschee auch immer, es wird immer eine innere Sehnsucht nach der Liebe Gottes geben. Es muss in uns eine aufrichtige Ehrfurcht vor der göttlichen Seele und dem göttlichen Geist herrschen. Wir werden mit dem Guten in uns geboren. Jemand wird sagen: „Meine Mutter hat mich in Sünde empfangen“. Ja, aber bevor meine Mutter mich empfangen hat, war ich im Guten, und danach hat mich das Böse, die Sünde, eingehüllt. Wir müssen wissen, dass dieses große Gesetz der Liebe größer ist als das Böse, und wenn dieses Gesetz der Liebe kommt, werden wir alle uns verständigen. Wir müssen alle daran glauben, dass es die Liebe ist, die die Welt überwinden wird. Und jetzt gibt es einen Streit. Worum? – Ihr zweifelt an mir und sagt: „Diese Lehre ist gefährlich“. Nun, ich sage nicht, dass ihr sie akzeptieren solltet. Probiert sie aus, wendet sie an, macht das kleinste Experiment damit. Eure Einwände, eure Pfeile, nehme ich zur Kenntnis. Aber wenn Christus kommt, was wird Er dann zu den Menschen sagen, sagt mir?

Alle sagen, dass wir Nahrung brauchen. Wurde der Welt die Nahrung vorenthalten? Jedes Jahr gab es auf der Welt reichlich Nahrung. So viele Bauern in Frankreich, in England, in Bulgarien und überall auf der Welt haben mit ihren Pflügen gearbeitet und mehr Nahrung als notwendig produziert. Es gibt heute mehr Lebensmittel auf der Welt, als wir verbrauchen. Und doch wird der Weizen jedes Jahr irgendwo gelagert und kommt nicht an seinen Platz. Es ist nicht so, dass diejenigen, die ihn aufbewahren, Böses denken, aber es gibt einen Stau in ihren Herzen; sie denken nicht an das Wohl der anderen. Wenn ein Millionär und ein Milliardär, wie es sie in Amerika gibt, ein Herz für andere hätten, wenn diese edle Saite des Mitgefühls in ihnen geweckt würde, könnten sie dann so viele Millionen Tonnen Weizen für sich behalten und andere Menschen sterben lassen?

Und wir sitzen da und sagen: „Gott wird die Welt in Ordnung bringen“. Nein, heute geht der Aufruf an uns alle. Wir sind Kinder Gottes. Wir dienen dem Gott der Liebe, aber haben wir dieses Gesetz der Liebe erfüllt? – Wir haben es noch nicht erfüllt, aber wir geben uns gegenseitig die Schuld. Wenn du jemanden fragst: „Hast du das Gesetz der Liebe erfüllt?“, wird er dir sagen, dass du im Irrtum bist. Nein, wir sind nicht im Irrtum, aber niemand ist in der Lage, diese Lehre so zu erfüllen, wie sie sein sollte. Warum haben wir den notwendigen Mut nicht? – Denn die Liebe hat noch keine Wirkung in uns entfaltet. Wenn die Liebe zu wirken begonnen hat, wird sie uns die wahren Methoden für die Anwendung dieser Lehre nahebringen. Ich spreche nicht von der Liebe eines Mädchens, das das Haus seines Vaters und seiner Mutter verlässt und mit einem jungen Mann durchbrennt. Sie hat die Angelegenheit nicht durch die Heirat geregelt. Die Heirat verbessert das Leben nicht. Dieses Mädchen hat sich einen jungen Mann ausgesucht, und nach unseren Vorstellungen müssen die Mutter, der Vater, die Brüder und Schwestern ihn mögen. Dies ist ein Segen für ihr Zuhause. Wenn sie ihn nicht mögen und sie mit ihm wegläuft, dann stimmt etwas nicht mit ihm. Und von dem Mädchen, das die mütterliche Liebe für den Geliebten opfert, sagt man: „Dieses Mädchen hat ein Ideal!“ Nein, nein, es gibt nur ein Ideal auf der Welt, und das ist Gott. Eine Frau, die ihre Mutter verlässt, verlässt irgendwann auch ihren Mann. Was garantiert, dass derjenige, für den du dein Leben opferst, dich liebt? „Nun, er redet lieblich zu mir!“ – Nein, nein, die Welt stirbt an süßen Worten. „Nun, seine Augen leuchten. Er umarmt und küsst mich“ – Wer umarmt und küsst nicht? Man hat Christus auch geliebt, aber dann hat man Ihn gekreuzigt, und dann hat man geweint und Tränen über Ihn vergossen. Ja, die Menschen weinen über die Nägel Christi, aber wenn sie auf die Straße gehen und jemandem begegnen, der Nägel an den Händen hat, sagen sie: „Nun, das ist sein Schicksal“, und sie gehen weiter.

Was ich euch sage, gilt für euch persönlich, es gilt für alle. Es gibt ein persönliches Problem, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Das ist der wichtigste Punkt. Selbst die edelsten und erhabensten Dinge der Welt wachsen nicht im Streit. Wo es Streit gibt, kann die Wahrheit niemals ans Licht kommen. In Frieden und Stille wächst und entwickelt sich die Wahrheit. In Frieden und Liebe wächst die Wahrheit. Wenn die Liebe kommt, werdet ihr mir vertrauen und ich euch, und wir werden miteinander reden und einander verstehen können. Sobald der geringste Zweifel aufkommt, kann diese Beziehung zwischen uns nicht mehr bestehen. Es gibt nichts Verborgenes in der Welt!

Sobald Christus den Kranken sah, flößte Er ihm Vertrauen ein, Er sah ihm in die Augen und fragte: „Willst du gesund werden?“ – „Ja, Herr!“ Als Christus ihm in die Augen sah, sagte Er: „Solche Augen habe ich noch nie gesehen!“

Es ist ein Segen für uns, wenn wir dem Herrn begegnen und Er zu uns spricht, allerdings nicht äußerlich begegnen. Hütet euch vor dieser Täuschung! Sucht den Herrn nicht im Äußeren! Noch einmal sage ich euch: Das Göttliche bringt Licht in den Verstand und Wärme ins Herz; Wissen in den Verstand und Liebe ins Herz. Das Göttliche bringt auch Freiheit, aber diese Freiheit beruht nicht auf Gewalt und auch nicht auf der Wissenschaft, sondern ist etwas Ideales. Wenn diese große göttliche Liebe kommt, werden wir den menschlichen Irrtümern keine Beachtung schenken. Manche fragen mich: „Können wir nicht ohne Fehler auskommen?“ Die Menschen sind merkwürdig ! Ist es möglich, dass, wenn die Flut kommt und Zweige und Schlamm mit sich reißt, der Fluss verschont bleibt? Manche fragen: „Warum ist dieser Fluss unrein?“ – Es gibt keinen Grund, das Leben zu verurteilen. Das Leben ist ein großer Fluss, an sich ist er rein, aber er führt viele Sedimente mit sich, die sich allmählich absetzen werden.

Und nun fragt Christus den Kranken: „Willst du gesund werden?“

Ihr sagt: „Das war vor 2000 Jahren“. Nun, vor 2000 Jahren sprach Christus. Wie viele Menschen haben Seine Lehre angenommen? Nach Seinem Tod waren es insgesamt 500 Brüder. Und als Christus in den Himmel fuhr, zweifelten sogar einige Seiner Anhänger daran, ob das wahr ist oder nicht. Ein solches Volk waren die Juden. Ihr solltet wissen, dass die Welt diese Lehre probieren wird, wenn wir in der Lage sind, diese Wahrheit weiterzugeben. Die Liebe bringt Gesundheit, sie bringt Licht, sie bringt Verständigung zwischen Männern und Frauen, zwischen Kindern und Eltern, zwischen Brüdern und Schwestern, zwischen Herren und Knechten, überall. Sie ist der innere Prozess, der aufbaut. Diese Dinge, die jetzt geschehen, sind außerhalb der Liebe. Die Liebe ist ein innerer Prozess. Das hat nichts mit den Dingen zu tun, die in der Welt passieren. Die Liebe bringt Leben. Christus sagt: „Wie mein Vater die Macht hat, Leben zu geben, so hat auch der Sohn die Macht, denen, die an ihn glauben, Leben zu geben“.

„Willst du“, sagt Christus, „gesund werden?“

Ihr müsst den Mut jenes Fakirs haben, eure Finger in die Augen eurer Fehler, des Bösen in euch, zu stecken, damit es erblindet. Deine Kobra, dein Verstand, muss so stark sein, dass sie, wenn sie dem Tiger in die Augen schaut, ihn erschreckt. Wir dürfen nicht willensschwach sein. Ihr müsst wissen, dass es etwas Böses im Menschen gibt, das überwunden werden muss. Stellt euch vor, ich bin ein armer Mann, ich bin seit ein paar Tagen unterwegs, ich habe Hunger. Ich komme an einem reichen Haus vorbei, ich betrete das Zimmer eines Millionärs, ich sehe seine geöffnete Geldkassette, ich sehe das Geld, ich stehe einer Versuchung, einer Prüfung gegenüber. Es gibt ein Gesetz in mir, das mir sagt, dass ich mich nicht in Versuchung führen lassen soll. Natürlich werde ich, wenn es Wächter gibt, ehrlich sein. Wenn es keine Wächter gibt, gibt es kein Gesetz. Nein, es gibt ein großes Gesetz drinnen in der Welt, das die Dinge regelt.

Christus fragt: „Willst du reich sein?“

Jetzt sitzt Christus an der Kasse und fragt euch: „Willst du reich sein?“ – „Ich will, Herr!“ – „Na, dann greif zu!“ Glaubt ihr, dass das derzeitige Gesetz dieses Zugreifen zulässt? Wenn ihr erwischt werden, werdet ihr sagen: „Christus hat mir gesagt, ich soll in die Kasse greifen“. Nein, es ist nicht dieser Reichtum, über den Christus zu euch spricht. Wenn Christus dich fragt, ob du reich sein willst, wird Er zu dir sagen: „Kümmere dich nicht um diese Kasse, komm mit mir!“ Christus wird dich an einen Ort in den Bergen bringen, und wenn du dort sitzt, wird Er zu dir sagen: „Willst du reich sein?“ – „Ja, Herr!“ Dann werden alle Reichtümer aus der Erde kommen, in Säcken, und Christus wird zu dir sagen: „Nimm so viel du willst! Was aus der Erde herauskommt, ist mein, und was fremd ist, hat sein eigenes Bild, es ist des Kaisers. Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Was aus der Erde herauskommt, ist dein, und wenn nichts herauskommt, wirst du den Pflug nehmen und pflügen, du wirst diesen Reichtum wiederfinden.“

Willst du gesund sein, willst du Wissen haben, dies und jenes – das ist die wichtige Frage, die wir lösen müssen.

Gott ist Liebe, und außerhalb der Liebe Gottes gibt es kein anderes Leben! Es gibt nichts Besseres, als eine freundschaftliche Beziehung zu Gott zu haben! Was ist Gott? Jemand sagt, wenn wir zu Gott gehen, werden wir nackt sein. Nein, wenn man zu Gott geht, werden große Gedanken in ihm erwachen. Gott wird dir zeigen, warum Er die Welten erschaffen hat. Jetzt möchtest du ein kleines Haus. Gott sagt: „Du bist unglücklich, wenn du ein kleines Haus willst. Ich werde dir eine ganze Erde geben, du sollst um ganzen Planeten wandern.“ Die Welt ist reich; sie ist reich für diejenigen, die den Herrn lieben. Und wenn ihr euch manchmal unzufrieden fühlt, dann liegt es daran, dass ihr euer Erbe der Sterne kennt. Dort ist euer Erbe!

„Willst du gesund sein?“ Christus fragt: „Willst du den Herrn lieben?“ – „Ich will, Herr!“ Wie? Dort heißt es im Gesetz: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.“

„Willst du gesund sein?“ Das bedeutet: „Willst du den Herrn lieben, damit die Herrlichkeit Gottes in dir offenbar werde?“

Das ist der Sinn des Lebens, den jeder in seinem jetzigen Leben verwirklichen möchte!

Aufruf an mein Volk

gegeben durch Beinsa Douno am 8. Oktober 1898

Bulgarische Söhne der slawischen Familie,

hört die Worte des Himmels:

Brüder und Schwestern aus dem slawischen Haus, Geschlecht des Leidens, Stamm der Zwietracht, Seele und Herz der Zukunft, Leben und Erlösung der Gegenwart, Träger und Verteidiger des Friedens, Söhne des Reiches Gottes, hört auf das Wort:

Der Himmel teilt euch einen heiligen Dienst im Reich des Friedens zu, das in seiner Kraft kommt und naht, ein großes Ereignis im Leben dieser Welt zu verzeichnen. Und wenn ihr euch von jetzt an dieser edlen und heiligen Berufung, die auf euch wartet, treu erweist, so glaubt, dass der Herr der Heerscharen euch selbst mit dem Ruhm und der Erhabenheit seines Lebens krönen und eure Namen in den großen Büchern der höheren Welten vermerken wird, welche das große heilige Werk der großen Erlösung fördern und unterstützen. Auf euch wartet eine ruhmreiche Zukunft, die nicht kommt, um das Leben auszulöschen und zu vernichten, sondern um es in seiner vollkommenen Fülle auferstehen zu lassen. An diesem Leben teilzunehmen, sind alle auserwählten Menschen und Völker berufen; sie bilden die Blüte der neuen Generationen des menschlichen Geschlechts. Eure Zeit naht. Eure Prüfung ist beendet. Die Stunde eures Aufrufs schlägt, und der Zeitpunkt des Lebens kommt, wo ihr erwacht und in dieses gute Leben eintretet, welches zu diesem leidgeprüften Land kommt.

Ich komme von oben, gemäß der großen, hohen Anweisung Gottes, eures himmlischen Vaters, der mich mit der großen Mission beauftragt hat, euch vor dem schlechten Weg zu warnen und euch die Wahrheit des Lebens zu überbringen, welche von der himmlischen Wohnstätte des ewigen Lichtes herabsteigt, um jeden Verstand aufzuklären, jedes Herz zu erneuern und alle Geister — die auserwählten Söhne der Wahrheit — zu erheben und zu erneuern; diese sind dazu bestimmt worden, den Keim der Neuen Menschheit zu bilden, die der Slawischen Familie — einem jüdischen Stamm — zur Heimstätte werden wird.

Der Führer der Erlösung, der Gesalbte Zions, der Herr und König, der Bruder der Leidenden wird in all seiner Kraft und geistigen Fülle kommen und die Gestalt dieser Welt verändern. Es wird bald geschehen, dass ihr einen hohen Platz in der Ordnung der erlösten, hohen Welten einnehmt, die allmählich und beharrlich, eine nach der anderen, in einen neuen Bereich der oberen, höheren Welten hinaufsteigen. Im Himmel der göttlichen Ordnung wird auch diese eure Welt einen Schritt vorwärts tun, um ihren Platz, der ihr bereits vom höchsten Bischof unter den anderen zugewiesen worden ist, einzunehmen. Euer Eintritt in diese neuen unendlichen Grenzen des Neuen Reiches der ewigen Welten wird damit beginnen, dass der höchste Herrscher, der Herr und Königs über alles, ein Zeichen geben wird. Er wird euch mit all Seinen Engelscharen entgegenkommen, und diese werden herbeiströmen, um euch als Mitbürger des ewigen Reiches, dessen Macht und Herrlichkeit unendlich ist, froh und fröhlich aufzunehmen.

Verbittert Gott nicht mit eurem Handeln, zweifelt nicht an Seiner Wahrheit, die Er zu euch aus der himmlischen Wohnstätte als Zeichen Seiner Treue und Liebe zu euch bringt. Strebt nach Aufklärung, kommt zu euch, werdet euch der Wahrheit des Lebens bewusst. Der, der euch geboren hat, wacht über euch. Ihr kennt Seinen Namen. Schwankt nicht, zweifelt nicht, sondern legt euren Kleinmut und eure Kleingläubigkeit zur Seite und kommt zum ewigen Licht des Lebens, um den ewigen Weg Gottes zu verstehen, der euch aus der Brandstätte der Nichtigkeit zur Herrlichkeit und Größe der Unsterblichkeit erhoben hat.

Lasst euch nicht in die Irre führen, sondern räumt Demjenigen Platz ein, der euch belebt. Vor Ihm verschwinden die Familien, die Generationen, die Völker nicht, sondern sie erneuern sich und werden aus demselben ewigen Geist, der überall in dieser göttlichen Welt die Ordnung herbeiführt, neugeboren. Die Erneuerung ist ein ewiger Segen, der euch hilft, euch dadurch auszuzeichnen, dass ihr den Weg des Lichtes einschlagt, auf dem der Frieden und die Liebe in jedem Schritt des Lichtes wohnen. Das Licht ist der mächtige, ewige Motor im Leben, der alle geistig Gefallenen erhebt. Das Licht ist der Weg der Erlösung, den das unglückliche menschliche Geschlecht, welches vom Himmel zu einer großen Heldentat aufgerufen ist, einschlagen muss, damit alles, was bestimmt worden ist, zur Vollendung gelangt.

Der Weg, auf den ich euch führen will, auf dass ihr ins Reich Gottes hinaufsteigt und Ihm dient, ist ein ewiger Weg, ein Weg, der mit der ganzen Güte des Lebens erfüllt ist. Auf ihm sind alle Hierarchien und himmlischen Antlitze vor dem Keim dieser Ewigkeit selbst, die ohne Anfang und ohne Ende ist, aufgestiegen. Und zwischen euch und dem Weg der himmlischen Antlitze existiert ein großer Zwischenraum, der von keiner noch so mächtigen Kraft gemessen werden kann, und dennoch gibt es eine unsichtbare Verbindung, die alles zu einer unzertrennlichen Bruderschaft verbindet. Diese Verbindung ist die Liebe des ewigen, unsichtbaren Gottes — die Quelle des Lebens.

Die unüberwindbare Liebe von Ihm, der euch liebt und sich um euch kümmert, hat mich von oben gerufen, um zu euch zu kommen und euch in diesen beschleunigten Zeiten, die zum letzten Mal in dieser Welt auftreten, zu helfen.

Euch steht eine große Gefahr bevor; diese bereitet vor, alles zu zerstören, was von der Hand eures himmlischen Vaters gesät worden ist. Deshalb bin ich in diese Welt gekommen, um euch persönlich während dieses hochgefährlichen Momentes im Leben zu führen. Zeigt euch als Männer, die fest und unerschütterlich, ihrer Berufung treu, mit umgürteten Lenden zum Kampf bereit sind. Bringt jedes nur erdenkliche Opfer, auf dass die Wahrheit triumphiere; jetzt ist der Moment günstig, dass ihr euch als auserwähltes Volk zeigt, die königliche Saat, das Volk, dessen Führer der Herr der Heerscharen ist.

Ich komme, um dem slawischen Volk zu helfen; ihm ist es gegeben, über alle seine Feinde zu triumphieren. Diese wollen es auf seinem Weg, nach edelmütigem Wissen zu streben, behindern und davon abbringen, seiner Bestimmung, die ihm von der hohen Vorsehung der Offenbarung zuteil geworden ist, zu folgen. Die Zeit ist nah und vor der Tür dieser Welt. Die Wahrheit wird triumphieren und in ihrer vollen Schönheit, das Antlitz dieser Welt mit himmlischem Schein beleuchtend, eintreten. Siehe, der Tag der Wahrheit, der euch für Seine Herrlichkeit geboren hat. Hört Seine Stimme, sie kommt von oben; erhebt eure Augen und seht das, was euch erwartet. Öffnet eure Ohren und hört die süßen Lieder, die lieblichen Hymnen und die erhabenen Loblieder, die Lieder der Engelscharen, die sich auf diesen ruhmreichen Tag vorbereiten.

Hört, die Treue ist der erste Schritt beim Eintritt in das neue Leben. Sie ist die erste Bedingung vor dem engen Aufnahmetor, sie ist die erste Frucht der Liebe, die ihr auf der Feuerstelle des Altars des Vaterlands darbringen werdet. Es bleibt keine Zeit, uns in leere Auseinandersetzungen über die Vergangenheit zu stürzen; sie nützt euch nichts, wenn ihr nicht Lehren aus ihren Fehlern zieht, um die gegenwärtigen zu berichtigen. Für eure Neugeburt bedarf es reiner Tugenden, die jetzt noch fehlen. Sie ist jetzt noch oberflächlich und nicht grundlegend, vergänglich und unwesentlich und kann die erwarteten Früchte nicht bringen. Dieses Volk muss aufs dringlichste von heiligen und gottliebenden Prinzipien geführt und beherrscht werden; sie sind für seinen Erfolg notwendig. Diese Prinzipien hat Gott schon vor langer Zeit bestimmt; Er kümmert sich um die Vervollkommnung aller seiner Familien. Und diese Prinzipien sind in eure Seele gesät. Bei der Wiedergeburt der Völker sollen Verstand und Herz parallel und Liebe und Tugend nebeneinander gehen, und durch Kraft und Vernunft zusammen sollen die guten Bestrebungen der Völker geleitet und gelenkt werden. Ohne diese Voraussetzungen ist alles für die Völker unwiderruflich verloren. Deshalb ist es nötig innezuhalten und eure Lage, in der ihr euch befindet, zu überdenken, um die allgemeine Zerstörung zu vermeiden, die bereits über den Häuptern von euch allen hängt.

Ich komme in einem entscheidenden Moment in diese verdorbene Welt, um den nötigen Einfluss auszuüben, um euch von diesem verhängnisvollen Weg abzubringen, auf den sich die Völker auf der Erde gestürzt haben und den sie töricht verfolgen. Wisst: Falls ihr meine gütigen Ratschläge ablehnt und euch meinen göttlichen Anordnungen widersetzt, die ich euch gebe, weil ihr meinem Herzen nah seid, werde ich andere, drastische Maßnahmen ergreifen, welche mir als Antwort auf euren Ungehorsam den heiligen göttlichen Geboten gegenüber aufgetragen worden sind. Ihr steht unter meiner Obhut, und ich habe die Pflicht, euch im Wort der Wahrheit zu führen und zu erziehen. Ich bin euer Ernährer und oberster Führer in den himmlischen Hierarchien. Als ich angetreten bin, um euch unter meinen Schutz zu nehmen, habe ich alle Schwierigkeiten vorausgesehen, die die Zeit mir schaffen wird, bis ich euch an einen ungefährlichen Ort bringe. Ich habe gewusst, wie viele Hindernisse und Unglücke mir mit euch zusammen in diesem großen Kampf entgegenkommen werden, aber mein Geist ist von seiner Absicht nicht abgerückt. Meine Liebe zu euch hat mir eine heilige Pflicht auferlegt und bin vorwärts geschritten, um euch unter meinen höchsten Schutz zu nehmen. In der fernen Vergangenheit hat euer Geist keinerlei Schönheit besessen, welche mich hätte dazu bringen können, euch zu lieben. Ihr wart widerwärtig anzusehen, und wer euch anzuschauen vermochte, hat sich von eurem groben Herzen abgewandt. Wegen dieses schlimmen Mangels habe ich euch weder abgelehnt, noch habe ich euch wegen eures groben Äußeren, mit dem eure Seele bekleidet war, gehasst. Vielmehr habe euch mit meinem gütigen Geist vollkommen geliebt; dieser hat sich angeschickt, vorzudringen und eine göttliche Tugend, eine edelmütigen Eigenschaft in eurer Seele zu finden, damit er diese bearbeiten und befruchten kann, damit sie Frucht in Fülle erbringt und in euch ein reines, heiliges und erhabenes Handeln zeitigt, um euch damit auszuzeichnen, in das Geschlecht der ersten Völker einzutreten, die der Herr der Heerscharen ausgewählt hat, Seinen ewigen und heiligen Willen zu befolgen. Jetzt wird das Hauptschicksal dieser verdorbenen Welt entschieden, in die der Himmel kommt, um eine große Grundverwandlung durchzuführen, und das bald, im Neuen Jahrhundert, welches naht, um neue Seiten auf das Gesicht der Erde zu zeichnen.

Aus diesem Grund will ich euch vorbereiten, weil ihr wegen eurer gegenwärtigen Verbrechen und vergangenen Volkssünden zurückgeblieben seid. Dafür habt ihr unzählige Opfer bringen und sehr viele Leiden ertragen müssen, bis eure widerwärtige Abscheulichkeit abgewaschen und entfernt wurde. Mit diesen Abscheulichkeiten habt ihr Gott gereizt. Deshalb hat er Sein Gesicht von euch abgewandt und euch eine schwere, jahrtausendelange Prüfung auferlegt,[1] damit ihr eure Sünden, welche die heiligen Bande seiner Liebe zerrissen haben, erkennt und bereut. Aber Gott zürnt nicht ewig. Seine Barmherzigkeit geht von Geschlecht zu Geschlecht, und seine Sanftmut wird auf ewig mit denjenigen sein, die Ihn lieben, und Sein Segen wird vor ihnen nicht zurückweichen. Er hat euch mit seiner starken rechten Hand durch alle dunklen Zeiten geführt, und sein Auge hat über euch gewacht, als ihr gefährliche Wege auf dieser Welt zu durchqueren hattet. Dabei hatte Ich, euer oberster Schützer, große Anstrengungen und Opfer zu erbringen, um euch in der Vergangenheit zum Guten zu führen, euch zu erziehen und in die Schönheit des Ewigen zu kleiden; und das ist euch zugeteilt worden. Deshalb habe ich geruht, die beiden Brüder[2], die Leuchten des slawischen Volkes, aus der Ferne, vom Himmel, zu rufen und ihnen das Wort der Wahrheit und das Wort des Lebens auszuhändigen, damit sie es euch bringen und euch meinen Weg lehren, auf dem ihr in das ewige Licht, das ich bewohne, hinaufsteigen könnt; das Licht des Lebens, das ich weitergeleitet habe, damit ihr in ihm auf ewig werdet. Das hat die Welt nicht angenommen, sondern vielmehr abgelehnt und sie hat Meinen Gesandten des Vermächtnisses, Jesus, der Schmach und dem Tod ausgeliefert, weil die Taten dieses Geschlechtes heimtückisch waren. Aber die Verbrecher gegen Mein Vermächtnis haben den Lohn für ihre Gesetzlosigkeit erhalten, und von nun an hört alles auf. 

Die Gerechtigkeit ist ewig, mein Vater ist unveränderlich, seine Taten sind unaufschiebbar, ihr seid Mein Volk. Der Herr hat ein Haus für Sich gesucht, und die Wahl ist auf das slawische Geschlecht gefallen, welches der Himmel um seiner göttlichen Tugend willen liebt. Deshalb habe ich euch Meine beiden Diener gesandt, um euch die gute Nachricht zu überbringen, so dass ihr die Finsternis der dunklen heidnischen Götter verlassen könnt. Und es ward eine große Freude in den Welten des Lichtes, als Gott das Siegel seines großen Namens euch aufprägte und Seinen Geist als ewiges Vermächtnis in eure Herzen legte. Und ich bin damals dem regierenden Herrscher [3]erschienen und habe ihm den Willen des Himmels verkündet, dass er meine Gesandten des Neuen Testaments empfange, und er hat auf meine Stimme gehört und sich vor mir ausgezeichnet, Stammvater eurer geistigen Wiedergeburt zu werden. Ich sage euch, dass im slawischen Haus kein demütigerer Herrscher reines Herzens geboren worden ist als er, der mit einem unerschütterlichen Glauben das gegebene Versprechen angenommen hat, gleich Abraham, der sich nicht seines Sohnes erbarmte, sondern ihn als lebendiges Opfer darbringen wollte. So wohltätig hat auch euer Führer und Vater des slawischen Geschlechtes gekämpft; der hat die Augen seines Erstgeborenen als wohltätiges Opfer gegeben, eine für Gott auserwählte Gabe im Zeichen seiner unabänderlichen Treue zu Ihm.[4] Von diesem Tag an erging vom Herrn der Heerscharen der Aufruf an euch. Ihm hat es in seiner unermesslichen Weisheit gefallen, mit euch allein das gesamte Slawentum zu rühmen, in dem der allmächtige Gott auf ewig ist und dem es zuteil wurde, den ersten Platz in Seinem Reich einzunehmen, welches jetzt in seiner heiligen Macht in diese leidende Welt eintritt. Begreift die unveränderliche Wahrheit, dass die Erhebung des slawischen Geschlechtes eine für alle notwendige Erhebung ist, die Gott selbst für seinen Auserwählten, den Führer der Erlösung, vollbringt, der bald unter euch in seiner vollen Herrlichkeit und Kraft erscheinen wird, um das ewige Reich des Friedens, das Reich Gottes auf Erden wiederherzustellen. „Und wer von jetzt an euch den Vorrang anficht“ , so sagt Gott selbst, „ficht das Meine an, weil ich die Macht habe, das Meine demjenigen zu geben, dem ich es geben will. Und wenn ich aus Meinem guten Willen gebe, wer ist derjenige, der sich Mir widersetzen und mir sagen wollte, was ich tun soll? Derjenige, der es wagen sollte, möge kommen und seine Kräfte prüfen und er wird sehen: Ich bin der Eine und Mein Wort ist unveränderlich und ich bin treu und wahrhaftig in all Meinen Wegen. Das Wort ist unanfechtbar.“[5]

Gott ist euer Führer. Er ist euer Bräutigam, der euch Seine Gaben sendet und sich an euch wie der Bräutigam um der Liebe willen erfreut, die ihr in Treue von Ihm, der der König der Könige und der Herr der Herren ist, erhalten habt. Siehe, deshalb komme ich aus den ewigen Wohnstätten, um euch zum guten und heiligen Leben zu bewegen, um euch zu warnen, nicht abermals gegen den höchsten Willen des Himmels zu sündigen, so dass der Himmel euch wie in der Vergangenheit ablehnte, als ihr mit eurer Gesetzlosigkeit Gott lästig geworden seid und Er es zugelassen hatte, dass ihr in die Hände eurer Feinde gefallen seid, die von weither kamen, um euch für eure Verbrechen zu bestrafen und den Willen des höchsten Richters über euch zu erfüllen. Aber in eurem damaligen Fall habe ich euch mit meiner Liebe unterstützt, da ihr nicht vollkommen vom Gesicht Desjenigen abgelehnt worden wart, der euch erwählt hatte. Auch unter dem ewig langen Joch habe ich euch ständig auf dem Weg der Geduld und der Demut geleitet und habe euch gelehrt, euer Leben zu ändern und euch eurer Sünden bewusst zu werden, um Reue zu zeigen und euch mit eurem ganzen Herzen eurem Herrgott zuzuwenden, mit Dem ihr durch das Eheband eines reinen und unschuldigen Lebens verbunden seid. Und in all euren Leiden und Prüfungen habe ich euch mit meiner Hand geholfen und habe euch Kraft und Macht im Geist verliehen, damit ihr geistig und mental nicht schwach werdet und euch nicht im Schlamm der Verzweiflung verliert. Und mit allen Kräften, über die ich verfüge, habe ich begonnen, in euch eine reine und unschuldige Seele mit einem göttlichen Verhalten zu erschaffen. Und am Ende der jahrhundertelangen Prüfung, als der Himmel nach dem hohen Ermessen der göttlichen Vorsehung entschieden hat, euch vom schweren Joch [6]zu befreien, da war ich der erste, der erschienen ist, um mich für euch einzusetzen und euch die Freiheit zu geben, weil ich angenommen habe, dass ihr den gegebenen Segen nutzen werdet, um es besser als in der Vergangenheit zu machen; aber ihr habt die Gaben der Freiheit erneut missbraucht.

Dennoch habe ich eure Befreiung in die Wege geleitet, indem ich all meine mächtigen Kräfte eingesetzt habe, damit sie überall für das Erreichen und die Verwirklichung des großen Gedankens arbeiten, den ich in kürzester Zeit — auf einen hohen Befehl wartend — vollenden soll, aber eure Zwietracht und euer aufs Neue verdorbenes Leben behindern meinen heiligen Gedanken, den ich zu eurem Wohl und zum Wohl des ganzen menschlichen Geschlechts auf dem Herzen habe. Aber alles hat seine Grenzen, das sollt ihr wissen. Während dieser letzten Jahre eures neu begonnenen Lebens habe ich euch gefahrlos bis zu diesem Moment geleitet und habe die größten Anstrengungen unternommen, um euch vor vielen Unglücken zu schützen. Preist Gott dafür, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die besiegt werden können. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da [7] , wo ihr Meine Kraft erfahrt und erkennt, dass Ich Gott bin, der sich nicht täuscht. Ihr seid jedoch ein eigensinniges Volk, welches nicht sieht, wo sich sein Gutes verbirgt. [8]

Der Schwachpunkt eurer Seele ist die allgemeine Spaltung und Meinungsverschiedenheit, welche das heilige Werk des slawischen Geschlechtes behindert. Aber ich bin treu im Werk Desjenigen, der mich geschickt hat. Für Ihn besteht kein Hindernis, es gibt keine Schwierigkeit, Sein Wille ist ein ewiger und unbeugsamer Wille, und alles, was Er sagt, wird sein, aber nicht während eurer Zeit, wenn ihr zurückkehren wollt, wie das israelische Volk in der Wüste [9] und wenn ihr eure Knochen wegen eures Kleinmuts und Zweifels wie sie hinter euch lasst. Das neue Geschlecht, das der Herr der Heerscharen selbst erheben wird, wird seine Absichten jedoch verwirklichen; für sie ist bestimmt worden, dass sie erfüllt werden müssen. Ihr könnt den Gang eures Werkes beschleunigen oder aber verhindern, wenn ihr euch dem zügellosen Leben der verdorbenen Völker überlasst. Das bringt mich noch mehr dazu, über euch zu wachen, damit ihr nicht abermals in die Schlinge des Teufels tretet, was euch das Leben kosten kann. 

Das hat mich genötigt herabzusteigen, um mich erneut einzusetzen und den höllischen Hass gegen euer brüderliches Geschlecht zu schlichten und aufzuheben, welches für euch unzählige menschliche Opfer erbracht hat: Es ist das heilige Russland, dem Gott eine große Zukunft und die Aufgabe zugeteilt hat, seinen Willen für euren Ruhm und den Ruhm Seines Reiches zu erfüllen. Ihr werdet von Russland einen Tribut erhalten wie Melchisedek von Abraham, der von ihm gesegnet wurde.[10] Seine heutige Kraft und Herrlichkeit verdankt Russland euch, so ist die göttliche Bestimmung: Der eine sät, der andere erntet; letztendlich werden alle am Wohl Gottes teilhaben. Heute wird die höllische Bosheit beseitigt. Der Gang der Dinge nimmt eine andere Gestalt an, die höllischen Kräfte treten vor den ersten Kräften des Schlachtfeldes zurück, die Zerstörer des Friedens Gottes werden überall bestraft, und seine Gerechtigkeit wird auf Erden wieder hergestellt werden. Das Reich, das herzustellen ich wiederkomme, ist kein Reich des Hasses, sondern der Liebe; erhebt euren Blick und seht, dass die Welt reif für die Ernte ist. Bald werde ich die Wahrhaftigkeit meiner Worte bestätigen. Noch eine große Heldentat und alle Herzen werden zittern und das Philosophieren in der Welt wird ein für alle Mal aufhören. Der Himmel hat euch im Zeichen seines Segens ein heiliges Pfand seiner großer Barmherzigkeit und Liebe gegeben, das unter euch seit diesem Tag, an welchem gesagt wurde, dass eure Sühne beginnt, aufbewahrt wird, und ich ermahne euch, dasjenige zu bewahren, was ich errichte, und es nicht niederzureißen, denn es ist heilig. Und wenn ihr freveln versucht, werde ich drei Plagen zulassen: Hunger, Seuchen und Unglücke und ich werde euch nicht verschonen, sondern über jeden von euch richten, und ihr werdet euch immer daran erinnern, dass Gott gesprochen hat. Bewahrt meine Worte. Auf diesem Pfand, das ich euch anvertraut habe, beruht eure Zukunft; das Pfand ist die Tafel eures Hauses, die Hoffnung und das Leben eures Geschlechts. Höre mich, du slawisches Haus, auf das ihr meine Zeugen seid, dass ich zu euch gesprochen habe.

Ich wende mich jetzt an euch, meine Diener, Führer, Lehrer und an euch, ihr Gelehrte, Pharisäer und Heuchler und ich befehle euch, mein Volk nicht zu verderben, das ich euch anvertraut habe. Hört mit euren schlechten Wegen auf. Es ist an der Zeit für euch nachzudenken; führt mein Volk auf den Weg der Wahrheit und führt es nicht in die Irre. Helft den Schutzlosen in ihren Leiden und beleidigt nicht die Armen. Verlasst die Gesetzlosigkeit, beseitigt die Ungerechtigkeit, verlasst das Verderben, weil Gott nicht auf dieses scheußliche Werk, das vor Ihm überall getan wird, schauen will. Sein Geduldsfaden ist gerissen. Ich bin gerufen worden, dem unheilbaren Bösen ein Ende zu setzen. Denkt nach, solange noch Zeit ist, die Stunde kommt und ist jetzt da; bald wird es zu spät sein wird, mich zu suchen. Denkt nach, damit der Unglaube, der euch ergriffen hat, euch nicht eigenmächtig etwas Gutes bringen wird. Jetzt komme ich ein zweites Mal, seit ihr mein Volk geworden seid, um euch mit meinem eigenen Augen anzuschauen, wie ihr eurem Aussehen nach seid und wie ihr lebt, und mein Geist ist vom traurigen Bild, das ihr abgebt, zerrissen. Ihr seid zu bemitleiden; Ihr, für die ich mich und alles, alles, was ich errungen hatte — Leben, Ruhm, Würde –, aufgeopfert habe. Ihr habt meine Güte und Liebe missbraucht.

Vor meinem Angesicht stehen viele eurer unglücklichen Brüder und Schwestern, die von euch selbst vergewaltigt und beraubt wurden. Geht zu ihnen und beichtet ihnen eure Sünden und schließt Frieden mit jedem von euren Nächsten. Am Tag, an dem ich komme, um meinen vollen Ruhm zu offenbaren, will ich, dass es ein Tag der Freude und nicht ein Tag der Trauer ist, ein Tag, der meinem Gott gewidmet ist. 

Ich bin Elochil, der Engel des Vermächtnisses Gottes.

Mitgeteilt am 8. Oktober 1898, Varna, Bulgarien 

Abgeschrieben von den Druckbögen (fünf Seiten) des Bruders Penju Kirov am 30. Mai, Samstagabend, 1. Juni, Montagabend und am 3. Juni, Mittwochabend, 1915, in Burgas, von Mintscho Sotirov.

Quelle 

Erläuterungen zum Text hat u.a. Dimitar Mangurov gegeben.


[1] Bulgarien wurde von 1018 bis 1186 von Byzanz und 1396 bis 1878 vom Osmanischen Reich beherrscht. Die Bulgaren wurden nach Petar Danov von den Osmanen als Strafe für die Verfolgung und Vertreibung der Bogomilen unter ihr Joch gezwungen.

[2] Hier geht es um die Heiligen Kyrill und Method. Kyrill und Method betrieben gemeinsam die christliche Missionierung der slawischen Völker im 9. Jahrhundert und begannen mit der Verschriftlichung der slawischen Sprachen, weshalb man sie heute auch als Slawenapostel bezeichnet. Während seiner Mission in Mähren entwickelte Kyrill das altbulgarische Alphabet, die glagolitische Schrift, und übersetzte die Evangelien aus dem Griechischen ins Altbulgarische. Das kyrillische Alphabet wurde später von ihren Schülern entwickelt.

[3] Es geht um den Bulgarischen Zaren Boris I., der von 852 bis 889 regierte. Boris I. führte die Christianisierung der Bulgaren von 865 bis 866 durch und leistete einen großen Beitrag für die Einführung und Verbreitung der bulgarischen Schrift.

[4] Boris I. dankte 889 ab und wurde Mönch. Aufgrund des Versuches seines ältesten Sohnes Wladimir Rassate und weiterer 50 protobulgarischer Adliger, das Heidentum der Vorfahren wieder einzuführen, kehrte Boris noch einmal für kurze Zeit auf den Thron zurück, ließ seinen Sohn Wladimir Rassate blenden und die Familien der Adligen töten. Im Jahr 893, gegen Ende der Amtszeit, empfing Boris die Schüler der Brüder und Slawenmissionare Kyrill und Method, Kliment von Ohrid, Naum und Angelarij in Bulgarien.

[5] In diesen Sätzen spricht Gott.

[6] Nach dem Aprilaufstand von 1876 erklärte Russland 1877 dem Osmanischen Reich den Krieg und befreite die bulgarischen Gebiete. Der Berliner Kongress von 1878 bestätigte zwar die Existenz Bulgariens, jedoch innerhalb kleinerer Grenzen.

[7] Joh. 4:23

[8] Hier spricht Gott.

[9] Nach ihrem Auszug aus Ägypten wollten die Israeliten wieder nach Ägypten zurückkehren.

[10] Hebr. 7:1

Die drei Leben

Erster Vortrag vor der Allgemeinen Okkulten Klasse, 24.2.1922, 20:00 Uhr, Sofia, mit der Meister Beinsa Douno vor 100 Jahren seine okkulte Schule eröffnet hat


(Schweigen)

Heute Abend findet eine Quäkerversammlung statt. Alle werden still sein, bis ihr Inspiration erhaltet.

Ich habe euch heute Abend versammelt, um euch zu fragen, wie wir unsere leere Zeit nutzen sollen. Nicht die Zeit, die ihr eingeplant habt, sondern die leere Zeit. Die leere Zeit verdirbt das Leben. Der gute Käsemacher muss, wenn er käsen will, dafür sorgen, dass im Käse Löcher, Leerräume sind, und dann gilt er als Käsemeister.

Ich möchte, dass ihr ein wenig über die Arbeitsmethode nachdenkt – wie man arbeiten sollte. Was ist die beste Arbeitsmethode für die alten Menschen? Nach den heutigen Vorstellungen sagen die Menschen nämlich: „Der Alte sollte sich ausruhen.“ Das ist das größte Übel. Man sagt: „Er ist jung, lasst ihn spielen.“ Und wer wird dann arbeiten? Die Alten sollten sich ausruhen, die Jungen sollten spielen, und diejenigen, die mittleren Alters sind, etwa 30-33 Jahre alt, werden arbeiten. Wir haben also die 33jährigen, die arbeiten sollen, die Jungen, die herumspringen und die Alten, die sich ausruhen sollen. Für die Versammlungen, die jeden Sonntag nach dem Mittagessen stattfinden werden, solltet ihr ein Programm festlegen, über das ihr auf demokratische Weise abstimmen werdet. 

Das Erste, was ich bei euch feststelle, ist, dass es eine große Disharmonie gibt, die aus eurem heiligen Egoismus resultiert. Meiner Meinung nach gibt es drei Arten von Leben auf der Welt. 

Die eine nenne ich materialistisch. Ein solcher Mensch hat gerne Schafe, Rinder, Kühe, Hühner, Häuser, Felder, und wenn sie alle für ihn singen, sagt er: „Es lohnt sich zu leben!“ Aber nach 20 Jahren, in denen er allen gedient hat, sagt er: „Diese Sorgen sind zu groß, ich bin müde, ich muss mein Leben ein wenig ändern.“ Und er beginnt, allmählich etwas von seinen Besitztümern zu verkaufen, weil er für sich selbst leben will. Das ist die zweite Phase des heiligen Egoismus. Die Kinder und die Frau, die die Motive des Vaters, der so handelt, nicht kennen, sagen: „Was hat unser Vater vor? Was wird aus uns, wenn wir alles verkauft haben?“

Sowohl in der Religion als auch im spirituellen Leben gibt es einen heiligen Egoismus. Dort heißt es: „Wir sollten uns auf uns selbst konzentrieren“l Mit dem, was wir verdient haben, können wir ein wenig leben, wie wir das Wohlstandsleben verstehen. 

Die dritte Art von Leben, das wahre Leben, nenne ich das göttliche Leben. Sie besteht im Aufgeben des heiligen Egoismus und im Erleben der vollkommenen Liebe Gottes, in der sich das Herz und der menschliche Verstand voll entfalten können. 

Wenn wir jemanden treffen, stimmen unsere Interessen nicht überein, er denkt an das eine und ich an das andere. Bei der ersten Lebensweise denken wir, wer was hat, wir unterscheiden, und bei der zweiten unterscheiden wir auch. Doch wenn es dazu kommt, Gott zu dienen, gibt es keine Unterscheidung, es gibt nur eine Methode. Nach diesem Gesetz sagen einige: „Wenn Gott will“. Ihr habt bemerkt, dass die Mutter morgens kommt und zum Kind sagt: „Steh auf, Kind, die Sonne ist aufgegangen“. – Und das Kind sagt zu ihr: „Noch ein bisschen!“ Und wir denken, das sei eine Philosophie. Nein! Das ist keine Philosophie! Nun stellt sich die Frage: Hat Gott schon einmal zu uns gesagt: „Steh auf!“? Er hat es gesagt. Jemand sagt: „Wenn der Geist kommt.“ Könnt ihr sagen, dass der Geist bis jetzt nicht gekommen ist? Er ist viele Male gekommen und wieder weggegangen. Jetzt kann er wieder kommen, anklopfen und wird wieder weggehen. 

Diese Frage ist für die Alten wichtig, nicht für die Jungen: Die Jungen haben Zeit. In der heutigen Zeit sind wir dabei, die Widrigkeiten des Lebens, die Unannehmlichkeiten zu lösen. Wir müssen alle Widersprüche in Einklang bringen; Das, was wir noch nicht abgeschlossen haben, müssen wir zu Ende bringen. In dieser Richtung gibt es zwei Meinungen. Tiere kommen zusammen, um sich gegenseitig zu helfen. Auch die Wölfe kommen im Winter zusammen, aber aus einem bestimmten Anlass – um eine Herde anzugreifen. Die Frage ist nun, ob wir, egal unter welchen Bedingungen und in welchen Schwierigkeiten wir uns befinden, diese überwinden können, ob wir uns über sie erheben können. 

Aus rein christlicher Sicht sagt man: „Das geht“. Es ist nicht wichtig, wie das theoretisch möglich ist, sondern praktisch stellt sich die Frage ein wenig anders. Folgendes hat mich auf diesen Gedanken gebracht: Einer unserer Freunde, einer der eifrigsten, hatte eine sehr hohe Meinung von mir, dass ich alles tun könnte. Das sind falsche Vorstellungen! Er bekommt eine Neurasthenie, er ruft die Ärzte und sie sagen ihm, er solle 45 Tage lang auf dem Rücken liegen. Mit solchen Überzeugungen geschieht nichts, das ist eine Illusion. Wenn dein Glaube an Gott dir nicht helfen kann, wenn das Wissen, das du hast, dir letztlich nicht helfen kann, wozu brauchst du es dann? Der Wunsch zu arbeiten, mit den Gesetzen der lebendigen Natur zu arbeiten, in Harmonie mit Gott zu sein, muss also in uns geboren werden. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Arzt kommt und nach diesen Gesetzen arbeitet – er ist herzlich willkommen! Wenn eine Vene geplatzt ist, kommt der Arzt und kann sie nähen. Aber du hast eine Rübe gegessen und sie nicht ordentlich gekaut und dann kommt der Arzt und gibt dir eine Spritze – ich frage: Versteht dieser Arzt die Krankheit? Ich sage: Es ist ein Abführmittel notwendig, nichts weiter! Diese Rübenstücke sollten aus dem Körper verschwinden, sie sollten euch nicht stören. Viele von euch haben sich mit solchen unzerkauten Stücken vollgestopft und nennen das „die neue Lehre“. Nein! Das ist nicht die neue Lehre, und es ist auch nicht die göttliche Lehre. Wenn ihr die göttliche Lehre hättet, wäret ihr schon längst Heilige geworden. Das Herz eines verliebten jungen Mannes ist großzügig, und er ist begeistert. Sie sind beide inspiriert, wie unterscheiden sie sich? Sie verstehen alles auf die gleiche Art. Die gegenwärtige Lehre ist die Lehre des heiligen Egoismus. Ich möchte, dass ihr euch nichts vormacht. Wenn ihr Ergebnisse erzielen wollt, dürft ihr euch nicht in euren Anschauungen täuschen, ihr müsst wissen, wo die neue Lehre beginnt. Darin liegt eine Erweiterung, eine Umwandlung des Bewusstseins: Es findet eine Veränderung statt, wie wenn sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt.

Euer Stillstand ist nicht nur auf euch zurückzuführen, es gibt noch andere Gründe. In der ganzen gegenwärtigen Welt gibt es zurückgebliebene Seelen, Millionen von zurückgebliebenen Seelen auf der Erde, die die menschliche Evolution verlassen haben. Sie können die Kräfte der Natur nicht nutzen, sie sind Bettler, aber sie sind sehr gerissen und schlau und nutzen alle Schwächen der Menschen aus. Unter ihnen gibt es allerlei. Und wenn sie kommen, versuchen sie, eine Schwäche von euch auszunutzen. Sie sehen zum Beispiel, dass jemand ruhmsüchtig ist und eine prominente Person werden will, bulgarischer Premierminister, und sie beginnen, ihm zu suggerieren, dass er begabt ist und dass er das werden kann, dass er die strengsten Gesetze durchsetzen kann. Doch wenn sie ihn auf diesen Weg führen, wird er sich tausend Probleme schaffen. Und dann sagen sie zu ihm: „Genug, du bist schon müde, trete zurück, lass andere kommen, sieh dir die Ergebnisse an“l Aber wenn die anderen kommen, beginnen sie, ihn zu verfolgen, sie fangen ihn, sie verklagen ihn und stecken ihn in den Knast. Warum? Was hast du daraus gewonnen? – Nichts. 

Auch in religiöser Hinsicht stellen wir wieder die gleichen Schwächen fest. Sie werden zu dir sagen: „In den okkulten Wissenschaften gibt es solche und solche Kräfte, was du sagst, wirst du tun“, und dann wirst du anfangen, dich in die Brust zu werfen. All das ist die Erfindung dieser Geister. Und wenn ihr genauer hinschaut, werdet ihr sehen, dass dies eine Illusion ist, es ist nicht göttlich. Jetzt möchte ich, dass ihr unterscheiden lernt. Ich werde jetzt nicht als Hellseher sprechen. Wenn ich mir die Farbe eurer Gesichter ansehe, zeigt sie mir, dass ihr unter dem Einfluss dieser Geister steht. Und manchmal gibt es ein Erwachen und ihr sagt: „Mein Verstand war verwirrt.“

Aber ihr sagt auch: „Herr, siehst du das nicht?“ Nein, das müsst ihr sehen. Jetzt sind wir in einem Zeitalter, in dem wir uns vor fremden Einflüssen hüten sollen. All die Missverständnisse, die es zwischen uns gibt, sind auf diese Einflüsse zurückzuführen. Ich verurteile niemanden. Es hat keinen einzigen vernünftigen Streit zwischen euch gegeben, bei dem ihr die Sache vernünftig durchdacht habt. Du solltest sagen: „Geh und sag deinem Bruder, dass der Weg, den er geht, nicht gut ist.“ Und du wirst es ihm sagen. Aber diese Geister raten etwas anderes. Sie sagen: „Siehst du den hier, diesen Heuchler?“ – Wenn er ein Heuchler ist, muss die Heuchelei Kennzeichen haben, aber dann muss es ein Gesetz geben, es muss Fakten geben, wo sind seine Kennzeichen? Wenn er böse ist, muss er andere Kennzeichen haben. Nach diesem alchemistischen Gesetz möchte ich, dass ihr jetzt mit einem Aussieben beginnt, mit einem inneren Aussieben. Wenn Astronomen den Himmel beobachten, wählen sie ruhige Nächte, wo keine Unruhe in der Luft herrscht. Dann gelingt die Beobachtung am besten. Wenn wir bestimmte Beobachtungen machen, sollte das Wetter auch ruhig sein.

Wenn diese Geister in unserem Verstand sehr beweglich sind, werden unsere Beobachtungen nicht wahrheitsgetreu sein. Wir sollten unseren Verstand zur Ruhe bringen und uns mit einem ruhigen Verstand mit dem göttlichen Bewusstsein, in dem wir leben, verbinden. Jetzt leben wir nicht im göttlichen Bewusstsein. Ihr müsst eine Arbeitsmethode haben. Es müssen sich zwei, drei, vier Personen zusammenschließen, die miteinander harmonieren, damit sie sich gegenseitig helfen können. Was nützt es, wenn wir auf einem göttlichen Weg wandeln, ohne uns gegenseitig zu helfen? Lasst einige von euch gewählt werden, die das Gesetz der Anpassung aneinander studieren.

Wir müssen uns in Einklang zueinander bringen. Die Alten brauchen diese Anpassung. Man muss sich jedes Mal anpassen, umstellen. Ich will damit nicht sagen, dass ihr nicht aufeinander gestimmt seid. Ich habe oft gehört, wenn ich in ein Haus gehe, dass die Mutter zu ihrem Kind sagt: „Spiel nun „Eine schöne Blume“ vor!“ Ich höre es mir an – das Kind kann das Lied sehr gut spielen. Ich gehe an einen anderen Ort: „“Los, spiel dem Herrn „Eine schöne Blume“ vor!“ Nun, das reicht jetzt. Ewig das Gleiche zu wiederholen ist kein Wissen, sondern Zeitverschwendung. Wir sagen: „Der Herr ist gut“. Der Herr ist gut, aber spiel du lieber das zweite Lied, die nach der „Schönen Blume“ kommt – „Der Wind heult, der Balkan stöhnt“. Die schöne Blume steht also für das Herz, und der Wind für den Geist. Und welches ist nun das dritte Lied, das die Kinder spielen sollen?

Ich mache diese Bemerkung, weil ich feststelle, dass einige von euch denken, dies sei noch nicht der richtige Weg. Ihr wisst noch nicht, was das geistige Leben ist. Und ihr habt das göttliche Leben noch nicht erfahren. 

Der dritte Schritt, den wir tun müssen, besteht darin, in das göttliche Leben einzutreten. Ihr nehmt den heiligen Egoismus heraus und unsere Arbeit ist halb getan. Wenn ihr das Evangelium studiert, seht ihr, dass Christus von den kleinen Regeln ausgeht und zur Vollkommenheit gelangt: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Es gibt Zuhörer, Gläubige und Schüler. Die Zuhörer sind materialistische Menschen, sie glauben an die vielen Besitztümer; die religiösen Menschen sind Gläubige, sie glauben an den heiligen Egoismus, und die Schüler sind in der göttlichen Lehre. Was Christus sagt: „Gebt all euren Besitz weg, verlasst Vater und Mutter“, gilt für die Schüler. Und du sollst das Gesetz kennen, wie man richtig verschenkt und nicht nur der Form nach.

Paulus sagt: „Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.“ Und den Körper zur Verbrennung zu geben, d.h. sich selbst zu opfern, ist wiederum heiliger Egoismus. Es ist auch heiliger Egoismus, wenn wir denken, dass wir das Zentrum des Universums sind. Du drückst es zwar nicht aus, aber es ist dieser Gedanke. Wir drücken ihn nicht nach außen hin aus, aber wir tragen ihn in uns. Doch derjenige, der in das göttliche Leben eingetreten ist, sitzt so hoch, dass niemand ihm was anhaben kann. Und ein Schriftsteller sagt: „Wer Gott lästert, ist wie eine Mücke, die auf den Montblanc spuckt, was wird sie schon auf ihm zurücklassen?“ Wenn wir in die göttliche Welt eintreten und jemand etwas zu uns sagt, ist das wie die Spucke einer Mücke, von der man vielleicht nicht einmal merkt, ob sie gespuckt hat oder nicht. 

In der göttlichen Welt bleibt die Spucke nicht, sie kann dorthin nicht einmal gelangen, weil es ständig regnet, so dass sie weggespült wird. Wir sind also in die Situation gekommen, die Regeln der okkulten Wissenschaft im wirklichen Leben anzuwenden. Diese Anwendung wird unser künftiges Leben bestimmen. Jetzt wird festgelegt, wie der zukünftige Zustand sein wird. Was du jetzt tust, wirst du für dich selbst tun. Und du musst wissen, wie du vorgehst. Du musst im göttlichen Leben leben, du musst verstehen, worin die besonderen Merkmale des göttlichen Lebens bestehen. Das brauchst du für dich selbst. In dieser kleinen Gesellschaft gibt es gewisse Disharmonien, die sich sehr leicht beheben lassen. Aber sie können auch nur auf göttliche Weise behoben werden. Im religiösen Leben regelt der heilige Egoismus so viel, wie er schadet; im materiellen Leben gibt er fünf und nimmt hundert weg. 

Im göttlichen Leben wird alles geregelt. Und es gibt nichts Größeres, als mit Gott im Einklang zu sein, Ihn in sich zu spüren, im Einklang mit allen höheren Wesen zu sein. Es gibt keine größere Sache als das. Du triffst einen Menschen, das Göttliche in ihm entspricht dem Göttlichen in dir, und du nimmst ihn wahr. Es gibt nichts Besseres als das! 

Jetzt möchte ich, dass ihr eine Analyse macht, eure Gedanken siebt, so dass etwas Wesentliches übrig bleibt. Es kann auch ein einziger Gedanke übrig bleiben, aber ihr könnt wissen, dass er göttlich ist – ein Gedanke, auf den man sich verlassen kann. Das ist möglich, es ist für euch alle möglich. Jeder kann diesen Versuch unternehmen; es ist keine große Philosophie dafür erforderlich. Es bedarf keiner großen Anstrengungen, sondern einer Wissenschaft, die angewandt werden soll. Man muss die göttlichen Regeln anwenden, genau wie in der Musik und in der Kunst. Überall sind die Regeln festgelegt, und wer sie kennt, wird immer ein Ergebnis haben, das nicht materiell ist. 

Versucht zunächst einmal nicht, euer äußeres Umfeld zu verbessern. Nein! Verbessert den Zustand eures Verstandes, das ist das Wichtigste. Die zweite Sache ist, euer Herz zu verbessern, und dann werdet ihr in der Lage sein, euer materielles Leben zu verbessern. Jetzt macht ihr es anders herum, deshalb habt ihr keinen Erfolg. Einige von euch arbeiten in diese Richtung, aber ihr zögert noch. Das Gleichgewicht des Verstandes, der Glaube, den ihr habt, wird subjektiv. Ihr müsst wissen, dass ihr eine positive Erfahrung gemacht habt, dass ihr das, was ihr glaubt, überprüft habt und dass eure Erfahrung lebendig ist. Es gibt zwei Arten von Erfahrungen: Die eine ist, eine Blume pflücken und sie verlieren, und die andere ist, dass die Blume, die in eurem Garten wächst, lebendig bleibt – sie ist das, was die Hindus eine Lotosblüte nennen.

Wenn ich von der göttlichen Erfahrung spreche, ist es das, was immer im göttlichen Garten wächst. Diejenigen unter euch, die nun das Gefühl haben, dass sie eine gewisse Höhe erreicht haben, sollen noch eine Stufe höher gehen. In Zukunft möchte ich nicht, dass ihr durcheinander seid. Denn wir werden uns Gott nähern, nicht Er wird sich uns nähern: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch“. Und jetzt denkt ihr, dass mit einem Schritt ein ganzer Umbruch veranlasst wird. Nein, dieser Zustand ist einer der angenehmsten. Ihr werdet euch wie eine Frau fühlen, die gebiert – sie weint und schreit, aber wenn sie geboren hat, vergisst sie all ihren Kummer und ihre Schmerzen. Ihr werdet weinen, aber wenn ihr geboren habt, werdet ihr einen Zustand erleben, wie ihr ihn noch nie erlebt habt. Dieses Weinen wird außergewöhnlich sein. Hier ist Heldentum gefragt. Es ist weder eine leichte noch eine schwierige Aufgabe. Wir können nur auf diese Weise stark sein. Wie es in der Schrift heißt, wird einer ihrer tausend jagen, und zwei werden zehntausend flüchtig machen.

Nun werde ich oft gefragt, warum wir arbeiten, aber kein Ergebnis vorliegt. Das liegt daran, dass wir dem heiligen Egoismus verhaftet sind. Im heiligen Egoismus gibt es die Frage: „Welchem Glauben gehörst du an?“ Im göttlichen Leben gibt es diese Frage nicht, dort sagt man „Bruder“ oder „Schwester“ und weiter nichts. Wenn jemand dir begegnet und „Bruder“ zu dir sagt, bist du im Göttlichen; wenn er sagt: „Hochwürdiger Herr, Eure Hochheit, ich habe die Ehre, Sie kennenzulernen“ usw., ist das die Lehre des heiligen Egoismus. Im Göttlichen gibt es nur die Brüderlichkeit. Und dann wirst du bei allen Menschen spüren, dass sie deinem Herzen nah sind. In der gegenwärtigen Situation sind euch manche Menschen nicht angenehm und ihr sagt: „Den kann ich nicht leiden“. So. Nun, diese unter euch mit dem heiligen Egoismus, seid ihr bereit, damit Schluss zu machen? Wenn ich euch abstimmen ließe, wie viele von euch Zuhörer, wie viele Gläubige und wie viele Schüler sind? Nur wenige sind für das göttliche Leben bereit! Was meint ihr, sollte diese Abstimmung per Hand erfolgen? Sie wird nicht per Hand geschehen. Das geht ganz einfach, wenn mit der Hand abgestimmt wird. Wenn es zu dieser Abstimmung kommt, werde ich euch eine schöne Suppe einbrocken, die ihr noch nie hattet, und wenn ihr daraus herauskommen könnt, wäre das gut. 

In der Welt werdet ihr es sehr leicht tun. Ich gebe euch ein Beispiel, das ich den jungen Menschen vorhin angeführt habe: Du hast Schmerzen in einem Finger, in den Gelenken, im Rücken, da und dort, und du wirst nervös, ein großes Furunkel bildet sich, und dann sagst du: „Nun haben wir den Salat, wenn nur die ersten Schmerzen da wären.“ Du wirst dieses Furunkel öffnen! Jetzt sind wir also in der Situation des heiligen Egoismus angelangt, und Gott wird ein großes Furunkel für uns erschaffen und der heilige Egoismus wird durch das Furunkel herauskommen. Und wir werden in dieses göttliche Bewusstsein hineinkommen, wir werden nicht nervös sein. Und nun wünsche ich euch allen, dass ihr nicht viele Krankheiten habt, sondern nur eine einzige; wenn schon, denn schon. Ich möchte, dass ihr euch jetzt gruppiert und über die Arbeit, über die Art und Weise, wie ihr arbeiten werdet, nachdenkt. Jetzt denken wir: „Wenn die Zeit kommt, wenn Gott will, wir haben noch keine Bedingungen, wir haben noch kein Wissen, warte, bis ich den Okkultismus durchstudiert habe“ usw. Ihr könnt den Okkultismus durchstudiert, die Bibel auswendig gelernt haben, alle Verse zitieren, und trotzdem im heiligen Egoismus sein. Im Moment herrscht also ein kritischer Geist in der Bruderschaft, ihr sehr die schlechten Seiten besser als die guten. Und oft beklagen sich manche bei mir: „Früher haben wir uns sehr geliebt, und jetzt sind wir gleichgültiger geworden.“ Ein alter Mann sagte einmal: „Was bin ichstark!“ Und um über einen Graben zu springen, rannte er los und fand sich im Graben wieder. Dann sagte er: „Nun, als ich jung war, war ich stärker“, aber als er herauskam, sagte er: „So wie ich in meinen jungen Jahren war, so bin ich jetzt auch“. Ob jung oder alt, es ist das Gleiche. Man verändert sich nicht, man wächst nur. Was auch immer er in seiner Jugend für Motive hatte – wenn er edel war, wird er es auch bleiben. Kann sich der Weizen verändern? Wir glauben jetzt, dass der religiöse Mensch in seiner Jugend Weizen war und nun zu Gerste geworden ist. Die Türken sagen: „Selbst wenn du es siehst, glaube nicht“. Ein Bruder fragt: „Was ist mit der geistlichen Geburt?“ Das Furunkel muss dich gebären lassen. 

Ich gebe euch folgendes Beispiel: Eine Magd geht zur Müllkippe, wo es stinkt, und fängt an, dort herumzuwühlen, weil ihre Herrin einen Edelstein verloren hat. Wonach sucht sie? Hier im Müll liegt etwas Wertvolles. Wir haben viele wertvolle Dinge verloren. Ein Edelstein ist immer kostbar; wer das versteht, wird ihn finden und reinigen, und wer das nicht versteht, wird nicht nach ihm suchen. Die neue Geburt ist kein Prinzip, sie betrifft nur die Außenseite. Die Seele entwickelt nur das, was in sie hineingelegt isr, etwas Neues wird nicht in sie hineingelegt. Auch das Dynamit braucht einen Zünder, um eine Explosion zu erzeugen. Der Geist ist von Gott ausgegangen, und das Neue, das sind die Bedingungen, die die Entfaltung dieses Geistes ermöglichen. Die Seele des Kindes wird nicht von der Seele der Mutter abgesondert, sondern die Mutter kann nur das Material für die Entwicklung der Seele liefern. Wir müssen in Kontakt mit dem göttlichen Bewusstsein kommen. Dazu gibt es viele Methoden im Evangelium und im Okkultismus: für die Erweckung des Göttlichen gibt es verschiedene Methoden. Jetzt müssen wir uns alle zusammenschließen, um für den Herrn zu arbeiten.

Manche sagen: „Lasst uns unsere eigenen Angelegenheiten verlassen und für Gott arbeiten!“ Nein, wir müssen wissen, dass alles auf der Welt von Gott ist. Wir müssen den Umstand kennen, dass alles, was wir besitzen, göttlich ist und beginnen, es so zu nutzen, wie es das göttliche Gesetz vorsieht. Das ist die neue Auffassung. Jetzt sagt man: „Das ist meine Lehre“. Diese Gedanken sind göttlich, sie waren im Gott, und wer immer sie ausgedrückt hat, wir sagen: „Das ist göttlich“, und wir wenden es an. Wer auch immer sie gesagt hat, ohne Unterschied. Diejenigen, die schon bereit sind, sollen aus ihrem Kokon herauskommen, ihren Platz verlassen, andere werden ihnen nachkommen, denn die Menschen kommen gruppenweise. Wenn wir aufgefordert werden, unsere Lehre zu erklären – woran glaubst du, was ist dein Leben, was ist deine Lehre – wenn du das kurz und klar definieren sollst. Überlegt euch für ein zukünftiges Treffen die praktischen Methoden, nach denen wir arbeiten können. Sagen wir, wir können eine Versammlung abhalten, in der wir uns selbst vergessen und alle mit dem göttlichen Bewusstsein verschmelzen. Wisst ihr, welche Harmonie dann entstehen wird? 

Nun sitzen wir in einer Versammlung, jemand spricht, wir schauen auf unsere Uhr, wenn wir beten, öffnen wir unsere Uhren mehrmals und denken, dies sei ein Gebet. Das ist kein Gebet! Die Quäker haben Versammlungen, die sie in völliger Stille abhalten. Es gibt sehr wenige Quäker – etwa 20.000 Menschen. England verdankt seine Größe diesen 20.000 Quäkern. Wir müssen anfangen zu arbeiten. 

Nun bleibt die Frage: Können wir uns bewusst auf das Göttliche einlassen? Die Menschen, die um etwas trauern, trauern um ein verlorenes Leben. Viele sehen, dass das geistige Leben ihnen nicht das gegeben hat, was sie wollten. Sie sind betrübt, weil ihr Sohn nicht das geworden ist, was sie erwartet haben. Das Göttliche wird unser Leben herausfordern, damit wir es anstreben. Diesen Zustand haben viele mehr oder weniger erlebt. Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass man nicht in das neue Leben eintreten kann, solange man sich nicht ausgelebt hat, solange man nicht sein Karma abbezahlt hat, solange man nicht das mosaische Gesetz erfüllt hat. Das physische Leben ist eine große Illusion. Wir regeln damit nichts. Und wo wir denken, wir würden etwas regeln, regeln wir gar nichts. Einige werden sagen: „Dann sollten wir nicht arbeiten“. Nein, nein, auch das ist eine Täuschung. Das Wesen des Lebens besteht darin, dass die Menschen sich gegenseitig lieben. Du hast Freude an einer Gesellschaft, in der es vernünftige Menschen gibt. Auch wenn wir in den Himmel gehen, suchen wir immer noch das Vernünftige. Wenn wir von Gott sprechen, meinen wir jenes höhere Vernünftige. Alle äußeren Bedürfnisse, Bestrebungen sind nicht der Sinn. Der Sinn des Lebens ist zu lieben und geliebt zu werden. Das ist der Sinn und das ist das, was richtig und beständig ist. Alle anderen Situationen sind nur vorübergehende Illusionen. Diese Liebe wird von einer Welt in die andere übergehen. Ihr fühlt euch eingeschränkt, wenn jemand euch ausnutzt. Und das Ideal auf Erden ist dieses: die Liebe, die wir selbstlos füreinander empfinden können. Die physische Welt verliert ohne diese Liebe ihren Sinn. Auch die menschliche Liebe verliert ohne die göttliche Liebe ihren Sinn. Die Dinge werden durch den Freund, der sie schenkt, wertvoll. Ein Ring von deinem Freund ist wertvoll, weil du deinen Freund liebst, aber an dem Tag, an dem du ihn zu hassen beginnst, wirst du auch seinen Ring hassen. Man liebt jemanden, und deshalb liest man seine Bücher. Welche Veränderung findet statt? Mit dem Wort Illusion meine ich: Wir sollten das Essen nicht zum Mittelpunkt des Lebens machen. Man muss schon essen, aber das Essen ist nur eine Bedingung. Denn es wird die Zeit kommen, in der wir auch ohne Arbeit essen werden. Niemand wird arbeiten, wir werden uns alle ausruhen. Wir sagen: „Ohne Arbeit kann man nicht auf der Erde sein“. Das ist möglich, dann wird die angenehme Arbeit kommen. Jetzt zwingen uns die körperlichen Bedürfnisse zur Arbeit. Solange die Menschen so leben, leben sie in einer falschen Lehre. Es ist nicht notwendig zu arbeiten. Das ist eine Illusion, wie der Säufer, der sagt: „Es ist notwendig zu trinken“. Und deshalb ist die Erde voll von Friedhöfen und Knochen. Wir haben diese Notwendigkeit geschaffen, wir haben gegen das Gesetz verstoßen. Gott sagte zu Adam: „Siehe, der Garten ist voll und gepflegt, nur diesen einen Baum darfst du nicht berühren.“ Aber Adam aß davon und wurde aus dem Paradies vertrieben.

Nun ja, wenn wir zurückgehen und Gottes Gesetz tun, was wird dann sein? Wir werden wieder im Paradies sein. Der menschliche Geist kann in seine ursprüngliche Lage zurückkehren. Der Kampf hat außerhalb des Paradieses begonnen. Wir sollten uns nicht um viele Dinge sorgen. Wenn wir alle die Liebe annehmen und sie anwenden, wird die Welt in Ordnung gebracht werden. Aber nicht aus egoistischen Gründen. Ihr glaubt, dass die Dinge nicht besser werden. Wir werden arbeiten, wir werden uns nicht gegenseitig erpressen. Ich werde zu deinem Acker kommen und dir helfen, und du brauchst mich nicht zu bezahlen. Das heutige System funktioniert nur mit Bezahlung. Aber wir werden geboren werden, wir werden aus unserem Kokon herauskommen. Ihr seht hier vielleicht einen Widerspruch und sagt: „Der Glaube allein reicht nicht aus.“ Der Glaube setzt die Intelligenz voraus, und man braucht auch den Verstand. Ein kluger Mensch wird etwas tun. Und wer keinen Glauben hat, hat auch keinen Verstand, er wird weiterhin den alten Pflug benutzen. Die neue Kultur erfordert kluge Menschen. Aber mit den Überzeugungen und Vorstellungen, die ihr jetzt habt, können wir dieses Gesetz nicht anwenden. Wir haben diese Methode, die natürlich ist. 

Es gibt eine Verbindung zwischen euch allen. Zuerst müssen wir das Göttliche wahrnehmen, und wenn wir es wahrnehmen, werden wir in der Lage sein, alles zu tun. Doch solange wir das Göttliche nicht wahrnehmen, bleiben alle Fragen unlösbar. Diejenigen von euch, die bereit sind, werde ich auf besondere Weise rufen, um zu sehen, wie viele sich melden werden. Wer sich meldet, bei dem wird sich auch Gott melden. Nur auf diese Weise wird ein Anstoß gegeben werden. Ihr seid in eine Sackgasse geraten, und ich merke schon an euren Erfahrungen, dass ihr mir über die Vergangenheit erzählt und nicht über die Zukunft. Wenn Menschen über ihre früheren Erfahrungen sprechen, betrachte ich sie als alte Menschen. Und ich mag es überhaupt nicht, wenn sie sagen: „Früher war ich religiöser“. Ich sage: „Du bist alt. Nicht wie du warst ist wichtig, sondern was du jetzt bist und in Zukunft sein wirst.“ Lass die Vergangenheit sein. Unser Herr wird nicht alt. Wir glauben nicht an solche Dinge. Dieser Herr spricht jetzt und in der Zukunft wird Er wieder sprechen, und die Vergangenheit ist nur noch eine Erinnerung. Manch einer kommt und fragt: „ Kann etwas aus mir werden?“ Wenn du daran glaubst, kann aus dir etwas werden, wenn du nicht glaubst, kann nichts aus dir werden. 

Und dann der andere Irrtum: Ihr glaubt, euch gegenseitig zu kennen, aber ihr kennt euch gar nicht. Jemanden zu kennen bedeutet ihn zu lieben und nicht nur das, sondern bereit zu sein, alles für ihn zu opfern. Und jetzt kennen wir uns gegenseitig nicht richtig. Das Leben ist ein ständiges Erkennen. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis. Jeder Tag, jedes Jahr wird neue und neue Dinge offenbaren. Es ist das Erkennen Gottes. Wenn ich zu euch über die Liebe spreche, meine ich diesen aufsteigenden Zustand. Ihr werdet alle nicht die Liebe auf einmal aufnehmen, das ist unmöglich, Wenn wir vom Göttlichen sprechen, meinen wir nicht, dass wir unser Leben verlassen sollen. Nein, das ist ein falsches Verständnis. Wir werden in der Welt leben, wir werden den Willen Gottes tun. Wir werden diese Welt in Ordnung bringen, nicht die äußere Welt, sondern unseren Verstand, und wenn wir ihn in Ordnung gebracht haben, wird die Welt in Ordnung sein. Versucht, unter euch für Ordnung zu sorgen. Wenn du kein Gesetz hast, lebe nach dem Gesetz. Die heutigen Menschen haben ein Gesetz, aber sie leben ohne Gesetz, und wir haben kein Gesetz, aber wir leben nach dem Gesetz. Schreibt nun auf, was die Arbeit behindert: Diese Hindernisse müssen intelligent beseitigt werden.

Ihr sagt: „Wir werden nach diesen Regeln leben“. Überlegt zu zweit oder zu dritt, bis zu 20 Personen, wie ihr nach diesen Regeln leben könnt. „Wir sind seit so vielen Jahren Schüler“, sagt ihr, „haben wir denn nichts gelernt?“ – Nicht nur aus Ägypten sollen wir ausziehen, nicht nur die Gesetze vom Sinai annehmen, sondern schließlich in das Land Kanaan – das göttliche Land – sollen wir einziehen, um Ordnung zu schaffen und so zu leben, wie Gott es von uns will. Wir müssen ein Vorbild geben, ich möchte, dass ihr ein Vorbild werdet, ein Vorbild der göttlichen Lehre! Jeder kann es werden, aber nur wenn er es wirklich will. Ich werde euch ein solches Vorbild geben, dass wir eine reife Frucht haben und sagen können: „Hier ist einer aus der göttlichen Lehre“. Solange du dich dafür nicht entschieden hast, sind alle dagegen, und wenn du dich dafür entscheidest, wirst du sagen: „Jetzt breche ich mit allem anderen ab, wenn ihr mit mir kommen wollt, ist es gut, wenn nicht – lebt wohl!“ Und dann werden die anderen auch sagen: „Wir kommen mit“. 

Aber es sollte kein Zögern geben. Entscheide dich! Und so werden wir beginnen, nicht mit dem Vielen, nicht mit dem Großen, sondern mit einer kleinen Erfahrung, der kleinsten in der göttlichen Welt. Ihr werdet denken, ich schenke euch diesen wesentlichen Gedanken. Stellt euch jeden Tag die Frage: „Kann ich Gott dienen?“ Freitags können wir zusammenkommen, wir können schweigen oder wir können eine wichtige Frage lösen. Es ist Anwendung erforderlich. Die Vorbilder werden auf der Bühne erscheinen. Dann werdet ihr zwei Versammlungen haben: die Jungen kommen von sechs bis acht Uhr zusammen, und die Alten – wie hättet ihr es gerne – von acht bis halb zehn? Ich soll das bestimmen: Die Jungen werden zuerst kommen. Sie gehen an die Front, um zu kämpfen, und die Alten werden im Etappendienst sein. Denn wenn der Etappendienst nicht geregelt ist, können diejenigen, die in der Kampflinie stehen, dem Kampf kaum standhalten.

Die Sofioter sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Ihr werdet eine Methode haben. Bevor Philosophen ihre Theorien darlegen, führen sie Argumente gegen andere Philosophen an. Nehmen wir diesen Prozess, der in der Natur vorkommt: Zuerst säe ich den Samen und er keimt, im zweiten Jahr wachsen Blätter, fünf oder sechs Jahre vergehen, und er blüht nicht, aber dann blüht er. Und so ist es auch beim Menschen. Einige von euch können jetzt aufblühen, nicht künstlich, sondern natürlich. Wenn bereits acht Jahre vergangen sind, werdet ihr blühen. Ihr könnt blühen, weil ihr Bedingungen habt. Aber wenn du gerade erst anfängst zu keimen, sage ich: „Du hast noch Zeit, zwei bis drei Jahre.“ Eines Tages wird die Blüte kommen. Nun, die Entwicklung in uns kommt nicht richtig voran, das liegt daran, dass alle Wesen der Astralwelt das, was ihr aufgebaut habt, verderben. Manchmal bist du gut aufgelegt, dann sorge dafür, diese Stimmung aufrecht zu erhalten. Doch kaum sind eine oder zwei Stunden vergangen und du verlierst alles, was du verdient hast und bist wieder arm. Eine Woche später mühst du dich schon wieder ab. 

Bei diesen Vorträgen kann einer von euch etwas beschreiben, was er erlebt hat. Jemand kann eine Erfahrung schildern, sie beweisen, aber auch mit Argumenten seine Erfahrung beschreiben. Wer die Erfahrung gemacht hat, kennt die Anzeichen. Wenn er diesen Zustand nicht verloren hat, wird er ihn mit sich führen. Die Hauptsache ist, dass wir eine solche Atmosphäre schaffen können, die liebevoll ist. Eure Liebe ist ein wenig oberflächlich geworden, deshalb muss sie gesammelt und neu ausgerichtet werden. In einem Vortrag werde ich über die Methoden der Liebe sprechen, darüber, was Liebe ist, wie sie angewendet werden kann und welche Ergebnisse sie hervorbringt. Denn so wie die Liebe jetzt beschrieben wird, ist sie nur ein Gefühl, das mit dem Leben zu tun hat, eine gewisse angenehme Stimmung, aber wenn wir zur wahren Liebe kommen, ist sie etwas Großes. Wenn eine solche Atmosphäre entstehen kann, dann kann ich mit euch über die Methoden der Liebe sprechen, aber da ihr euch jetzt in dieser Disharmonie befindet, werde ich mir niemals erlauben, über die Liebe zu sprechen, sie ist mir nämlich heilig. 

Ich werde vielleicht noch über andere Dinge sprechen, aber ich werde die Liebe für die Zukunft beiseite lassen, damit andere über sie sprechen. Wenn eine geeignete Atmosphäre entsteht, könnte ich euch die kleinen Methoden der göttlichen Liebe geben. Es ist so, wie wenn du jemandem eine Erfahrung erzählst, die dir heilig ist, und du fühlst dich verhöhnt, dann wirst du sie nicht erzählen. Christus sagt: „Heilige Dinge sind nicht zu verschenken“ Ich lasse die gegenwärtige Liebe, ich werde über die Liebe von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus sprechen. Und diese Dinge werden nur eine Klarstellung sein. Und dann können wir mit dieser Liebe einen Versuch machen, wenn ihr wollt. Sie ist ein göttliches Bewusstsein, das all diese Zustände hervorbringt. Wir behindern jetzt durch unsere Gedanken das Göttliche in uns, wir zerstören es selbst. Und wir alle müssen aufhören zu zerstören, sondern wir müssen aufbauen. Jemand erzählt dir eine Erfahrung und in dir entsteht der Wunsch zu sagen: „Das ist es nicht wert“. Dann schadest du sowohl dir selbst als auch dem anderen. Wenn du bis zum Ende seiner Geschichte durchhältst, wirst du eine Qual haben, aber danach wird eine kleine Freude erscheinen. Es muss einen Zweck geben. Es muss einen Gegenstand geben. Hast du einen Gegenstand? Du kannst Gott zu deinem Gegenstand machen. Wenn du Ihn nicht als Gegenstand hast, kannst du nichts erreichen. Wenn du Gott als ein universelles Bewusstsein hast, kannst du alles tun. Wenn nicht, verlierst du immer. Selbst wenn du gehängt wirst: Wenn du dein Bewusstsein stark auf Gott konzentrieren kannst, wird das Seil hundertmal reißen, und du wirst nicht gehängt werden. Ihr könnt die Schwingung eurer Zellen so weit erhöhen, dass der stärkste Stahl zu Pulver wird. Aber ein Riese muss man sein. Wir warten darauf, dass Gott etwas sagt und dass es geschieht. Nein, wir werden es sagen und es wird geschehen. Gott sagt: „Spricht dein Wort, und es wird geschehen“. Doch dazu müssen wir wissen, wie wir fragen können. Wenn das kleine Kind mit Liebe bittet, ist der Vater gerührt und gibt alles, aber wenn der Sohn seinem Vater etwas befiehlt, gibt er nichts. Wenn wir uns mit Liebe an Gott wenden, kann alles geschehen. Jetzt sind Jung und Alt gefordert, ein Herz zu haben und zu lernen, was göttliche Liebe ist. Und es heißt: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden.“ Und du wirst sagen: „Auch ich habe Gott so sehr geliebt, dass ich alles opferte, um Ihn zu erkennen.“ Wenn du diesen Vers anwendest, dann wird die Kraft kommen. Es liegt an uns. Gott hat es getan, er hat ein Opfer gebracht, und wenn wir nun das Opfer annehmen, werden wir sagen: „Und ich habe Gott so sehr geliebt, dass ich alles zum Opfer bringe, um ihn zu erkennen.“ Das ist das Motto, über das ihr nachdenken könnt. 

Als ich anfing, zu euch zu sprechen, hatte ich einen Schnupfen. Ich deute es so: Zu diesen Leuten will ich sprechen, aber sie haben Schnupfen. Ich weiß, wie man eine laufende Nase kuriert. Wenn man niest, kommt der Schnupfen heraus. Wenn eure Nase läuft, dann ist auch eurer Verstand verschnupft und ihr müsst ihn behandeln. Alle Unreinheiten sollten herauskommen, es sollte kein Platz für Keime da sein. Jetzt bin ich verschnupft und ihr nicht. Dann sagt man zu mir: ‚Wenn du ihnen nicht die richtige Methode beibringst, wirst du verschnupft sein.“ Ich habe mich mit euren Schwingungen verbunden, und da sie niedrig sind, habe ich Schnupfen bekommen. In fünf Minuten kann ich ihn auskurieren, indem ich meine Verbindung zu euch abbreche. Aber für uns ist es an der Zeit, wir können jetzt zum Ewigen übergehen – Gott erkennen. Einige werden sagen: „Kennen wir Ihn denn nicht?“ Christus sagte zuerst „Möge der Kelch an mir vorübergehen“, aber gegen Ende sagte Er : „Nun habe ich erkannt, dass alles von dir gegeben wurde.“ Erst zum Schluss sagte Er das.

Wenn wir Dinge ausprobieren, werden wir diese Erfahrung machen. Wir müssen gewahr werden, dass uns alles von Gott gegeben ist. 

Entscheidet ihr euch jetzt für den Freitag? Es bleibt bei Donnerstag. Ich möchte den Jungen sagen, dass sie nicht die Fehler der Alten machen sollen, dass sie sich von den Alten unterscheiden sollen – wenn sie die gleichen Fehler wie die Alten machen, werden sie sich nicht von ihnen unterscheiden, doch sie müssen etwas Besonderes sein.

Da ich immer noch Schnupfen habe, möchte ich diese Frage nicht entscheiden. Es sollte überhaupt weniger Gerede geben. Große Geschosse werden nur selten geworfen. Große Dinge sind nicht einfach. Es gibt noch etwas anderes in diesen Versammlungen – die Fähigkeit miteinander zu harmonieren, zusammenzuschwingen. Das ist die gute Seite. Manchmal erschöpft einen die Außenwelt und man braucht ein paar Stunden Ruhe.

Geheimes Gebet

100 Jahre seit der Eröffnung der Schule Beinsa Dounos am 24.2.1922

eine Übersicht von Hristo Madscharov

In den frühen 1920er Jahren hielt der Meister drei Vorträge vorbereitender Art: „Sanftmut und Demut“ (nur für die Schwestern); „Elektrizität und Magnetismus“ (für die Brüder); und „Die Qual“ (für ein gemischtes Publikum). Darin offenarte er die wichtigsten Anforderungen an die Schüler.

„Denkt nicht, es sei einfach, Schüler einer okkulten Schule zu sein. Sie ist nicht dazu gedacht, euer zeitliches Leben zu verbessern, sondern euch darauf vorzubereiten, den Willen Gottes in allen Bereichen des menschlichen Lebens weise zu erfüllen… Ich kenne keine größere Schule; ich nenne sie die Grundlage aller anderen Schulen.“

Nach diesen drei Vorträgen beurteilte der Meister, dass seine Zuhörer noch nicht bereit für die Schule waren. Zwei weitere Jahre vergingen in der Vorbereitung…

„Für alle, die bereit sind, wollen wir eine Schule gründen, damit ihr euch körperlich, geistig und seelisch entwickelt. In dieser Schule erhaltet ihr Themen, die ihr bearbeiten und Probleme, die ihr lösen müsst. Ich möchte in euren Verstand von Schülern einen neuen Impuls hineinbringen. Um die göttliche Wahrheit zu erreichen, muss es einen heiligen Impuls in eurer Seele, in euren Herzen, in eurem Verstand geben. 

Die Welt, die wir die Schule Christi nennen, ist eine große Schule. Ich möchte in euch das Gefühl wecken, dass ihr Schüler dieser Schule seid. Nur auf diese Weise können richtige Beziehungen zwischen euch entstehen. All dies wird nicht in zwei oder drei Jahren geschehen, um diese Schule richtig zu organisieren, brauchen wir mindestens 20 Jahre. Jetzt habt ihr die Möglichkeit, die große Wissenschaft der Weißen Bruderschaft zu erlernen. 20 Jahre lang werdet ihr verfolgen, wie die Ergebnisse in eurem Leben aussehen werden.

In dieser Schule werdet ihr mit den Methoden und Gesetzen vertraut gemacht, mit denen die Weißen Brüder die Natur regieren, und ihr werdet eine klare Vorstellung von der Großen Natur haben, in der wir jetzt leben.

Wir werden jetzt diese mystische, okkulte Schule gründen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass okkultes Wissen für persönliche Zwecke genutzt wird. Deshalb müsst ihr eine hohe, unerschütterliche Moral der Liebe, Weisheit und Wahrheit haben. In dieser großen Schule werdet ihr die wahren Methoden für das Neue Leben finden, das eure Seele sucht. Es gibt keinen anderen Weg, die Gesetze des Lebens zu lernen und zu wissen, wie man lebt.

Das Neue Leben, das ihr in der Schule lernen werdet, ist der Weg zur Weißen Bruderschaft.

In der Schule wird es eine Allgemeine Klasse geben, in die sowohl Alte als auch Junge gehen werden, und für die Jungen ab einem bestimmten Alter wird es eine Spezielle Klasse geben.“

Der Meister eröffnete die Spezielle Klasse am 24. Februar 1922. Dazu lud er namentlich 80 Personen ein, hauptsächlich wissensdurstige Studenten.

Er hatte strenge Anforderungen an sie: „Wer in die Spezielle Klasse kommen will, muss die Wahrheit studieren. Diese Personen müssen ein Vorbild sein. Eine der Bedingungen unter den derzeitigen Bedingungen ist: Sie dürfen nicht verheiratet sein. Ich nenne die Spezielle Klasse die „Reinheitsklasse“. 

Der erste Vortrag für diese Klasse war „Die zwei Wege“.

„Die einen entwickeln aus der Wissenschaft einen heiligen Egoismus, die anderen versuchen, die Widersprüche zu versöhnen. Wenn ihr euch mit okkulter Wissenschaft befassen wollt, müsst ihr zuerst euch selbst studieren.“

Der Meister unterrichtete 22 Jahre lang freitags die Spezielle Klasse, die später „Okkulte Klasse für die Jugend“ genannt wurde. Die Allgemeine Okkulte Klasse wurde ebenfalls am 24. Februar 1922 eröffnet. Der Eintritt in diese Klasse war frei. Es kamen Menschen, die in ihrem Leben Karma aufgehäuft hatten, und der Meister brachte sie allmählich „auf den Weg“, er gab ihnen Aufgaben, Übungen, Themen…

Der erste Vortrag „Die drei Leben“ begann mit einer Quäkerversammlung (Schweigen) zwecks Inspiration.

„Wenn ihr glaubt, dass ihr mit euren derzeitigen Überzeugungen und Vorstellungen in die neue Kultur eintreten könnt, seid ihr auf dem falschen Weg!

Denkt nicht, dass sich eure Situation verbessern wrd, wenn ihr in die Okkulte Schule eintretet. Zuerst wird sie schlimmer, dann wird sie besser werden. Man tritt in diese Schule ein, um zu lernen.“

Die Vorträge für die Allgemeine Okkulte Klasse fanden mittwochs statt, ebenfalls 22 Jahre lang. Parallel dazu fand die „Klasse der Tugenden“ für asgesuchte Schwedtern statt (1920-26). Der Meister warnte:

„Ihr werdet auf eine Reihe von Lebensproblemen stoßen. Betrachtet die Klasse der Tugenden als eine Wissenschaft, die ihr unter allen Bedingungen studieren werdet! Die Reinheit und Selbstbeherrschung stellen das Gleichgewicht her“.

Es gab auch einen geheimen Kurs in Synarchie, die er durch die Synarchische Kette und die Vier Räte in die Bruderschaft einführen wollte; im Land sollte sie durch den Abgeordneten Ivan Tolev und das Archäometer von St. Ives d’ Alveydre eingeführt werden.

Ab 1930 eröffnete der Meister eine spezielle Schule der Morgenworte für Schüler mit fortgeschrittenen spirituellen Fähigkeiten. Er benutzte die Strahlen vor dem Sonnenaufgang als Trägerwellen, um den Neuen Himmel in die Aura der Erde und des Schülers einzubauen. Und dieser wird durch „Göttliche Traditionen“ wahrgenommen – Kontemplationen und Meditationen. Diese alten Traditionen zügeln den Geist und bereiten das Bewusstsein auf die Verbindung mit den geistigen Welten vor.

Im folgenden Jahr wurde die Innere Schule in Varna eröffnet, die der Meister aus der Ferne leitete. Sie umfasst 22 unveröffentlichte Bände mit der Bezeichnung „Das Blaue Buch“.

Es gab einen Kurs in Kabbala, der wegen der Kontrolle der Kirche geheim gehalten wurde.

Die Schüler der Schule Beinsa Dounos konnte man erkennen an der Gelassenheit ihres Geistes, an der Klarheit ihrer Gedanken, die ein Ausdruck ihres spirituellen Wissens war, an der Reinheit ihrer Worte und ihrer selbstlosen Taten, an der Harmonie und dem Licht, das sie ausstrahlten.

Ich hatte das Glück, sie in der Izgreva-Siedlung anzutreffen, bevor sie ins Jenseits gingen. Es war eine Zeit der Verfolgung, und trotzdem lächelten sie: sie waren angeblich in der Welt, doch in Wirklichkeit waren sie nicht von der Welt; sie waren angeblich gewöhnliche Menschen, doch in Wirklichkeit lebendige Diamanten mit einer gefestigten spirituellen Anschauung, demütig im Betragen und Titanen im Geiste…

Sie sind ein wertvolles Vorbild des Verhaltens für uns, und wir bemühen uns, in ihre Fußstapfen zu treten.

Aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Eröffnung der Schule Beinsa Dounos wird in Varna am 2. und 3. September 2022 eine internationale Konferenz stattfinden. Hier ist die Einladung in englischer Sprache.