Die Liebe kommt!

Festvorträge, Sofia, 25.8.1941, 5:00 Uhr

Stellt euch vor, dass jemand am See sitzt und beobachtet, wie das Wasser fließt und sich fragt, wohin dieses Wasser fließe und wer es trinken werde. Was würdet ihr von diesem Menschen sagen, der sich um das Wasser des Sees Sorgen macht? Ihr werdet sagen, er sei nicht bei Sinnen,  ihm fehle etwas. Ihr werdet sagen, dies gehe ihn nichts an, er sollte sich mit solchen Fragen nicht beschäftigen. Was würdet ihr aber von sich selbst und von allen anderen Menschen sagen, die auch diese Frage bewegt? Alle Menschen befinden sich am Ufer des großen Lebenssees und sorgen sich darum, was mit dem See, was mit ihnen selbst geschehen werde. Was veranlasst euch zu dieser Beklemmung? Woher kommt sie? Muss sich das Obst darum bekümmern, dass es vom Baum gefallen ist? Hat es etwas verloren? Wohin gelangt es, wenn es fällt? – Auf die Erde, d.h. zu seiner Mutter. – Was macht die Mutter mit ihrem Kind? – Sie nimmt es auf den Arm, streichelt es ein paar Mal und setzt es wieder auf den Boden. Auch die Erde verfährt so mit dem Obst. Es ist also nicht schlecht, dass es zu seiner Mutter geht, aber es ist schlecht, wenn es nicht weiß, wie es herunterkommen soll.Wie ein lebhaftes, übermütiges Kind saust die Frucht plötzlich vom Baum herab und fällt geräuschvoll auf ihre Mutter herunter, sie stößt sich den Kopf und bald beginnt die Druckstelle zu faulen. Vom Stoß schreckt die Erde auf und auch die Frucht wird verletzt. Die gegenwärtigen Menschen sind in einer gewissen Hinsicht kleinen, lebhaften und übermütigen Kindern ähnlich. Jemand sitzt, denkt über bestimmte Fragen nach und macht plötzlich dem Gedanken Platz, warum der Mensch zur Welt kommt. – Damit er leidet. – Warum hat Gott die Welt so und nicht anders geschaffen? Der Mensch beginnt, sich zu bekümmern, den Kopf mit unlösbaren Fragen zu zerbrechen. Du bist nicht geeignet, ein Baum zu sein, auch kein Käfer, Fisch oder Vogel zu sein. Jetzt musstest du als Mensch geboren werden und dich für die Lage bedanken, die dir gegeben wurde. Ihr werdet sagen, dass der Mensch die Krönung der Schöpfung ist. Das stimmt nicht. Es gibt andere Wesen über dem Menschen, die höher stehen als er, die fortgeschrittener sind. Die Engel, Erzengel, Cherubim. Seraphim stehen höher als der Mensch. Die Pflanzen, die die Menschen geringschätzig behandeln, wurden von den Engeln erschaffen. Die Pflanzen sind die Kinder der Engel. Ihr geht an einem Baum vorbei, schaut ihn von oben herab und sagt: „Das ist ein Baum, eine einfache Sache!“ – Der Baum ist eine einfache Sache, doch in seinen kleinen Laboren stellt er solche Stoffe her, die selbst die größten Menschenlabore nicht produzieren können. Indem die Bäume üppig Frucht tragen, bringen sie den Menschen Uneigennützigkeit bei. Sie sagen: „Esst unser Obst, doch sät unsere Samen und tut uns nichts Böses an.“ Was machen die Menschen heute? Wenn sie an einem Baum oder einer Pflanze vorbeikommen, die ihnen den Weg versperren, heben sie nicht vorsichtig deren Zweige, sondern brechen sie, zupfen die Blätter und Blüten  und werfen sie entrüstet auf den Boden. Ihr hört jemanden sagen: „Wie dreist ist dieser Baum, der meine Bewegung stört? Wer hat ihn auf meinen Weg gestellt? Der Baum ist etwas Dummes!“ Der Baum ist nicht dumm. Die Pflanzen, die Bäume sind die reinsten und unschuldigsten Wesen auf der Welt. Sie kennen keine Sünde, Beleidigung und keinen Neid. Wenn sie Zweigen der negativen menschlichen Handlungen begegnen, beginnen sie diese zu prüfen. Heute erfahren sie eine negative Handlung, morgen eine zweite, dritte, bis sie schließlich gewisse Bitternisse in sich hineintragen. Wenn ihr die Früchte dieser Bäume probiert, sagt ihr: „Diese Früchte sind bitter, sie schmecken uns nicht.“ Wenn ihr das im Auge behaltet, dürft ihr nicht bei den negativen Gedanken und Gefühlen stehenbleiben, um nicht unter deren Einfluss zu geraten. So z.B. werdet ihr, wenn ihr jeden Tag das Wort ‚Lieblosigkeit‘ ein paar Mal aussprecht, eine gewisse Bitterkeit in euer Herz hineinbringen, die ihr nur schwer wieder loswerden könnt. Nicht nur ihr leidet an den negativen Gedanken und Gefühlen, sondern auch die Worte selbst. Die Last, die das Amt zu tragen hat, welches dem Wort gegeben wurde, ist nicht leicht, aber sie lehrt die Geduld. Erlernt auch ihr die Geduld, ihr solltet mit allem zufrieden sein, das euch gegeben wird.

Freut euch am Licht, das euch die Sonne gibt und bedankt euch dafür. Freut euch auch am Licht des Mondes. Das Mondlicht ist schwach, bei Mondlicht wachsen keine Früchte, aber es ist angenehm. Der Mond ist eigenwillig, er wird schnell böse. Ihr sehr ihn voll und hell, doch es vergeht nicht viel Zeit und er kehrt euch den Rücken zu, er wird böse. – Warum ist er böse? – Einst wollte er die Sonne heiraten, aber seine ältere Schwester die Erde hat ihn ausgetrickst und der Mond kann ihr bis heute nicht vergeben. Man sagt, das Leben, das einst auf dem Mond existiert hatte, zog auf der Erde um und auf dem Mond blieben nur die gelehrtesten Wesen. Sie leben unter der Mondrinde und aus diesem Grund ist seine Oberfläche vollkommen öde – dort kommt nichts Lebendiges vor. Der Mond stellt eine Wüste dar, deshalb ist er unzufrieden. Wenn ihr euch die Lieblosigkeit vorstellen wollt, geht zum Mond. Er ist von Schnee und Eis bedeckt, es ist dort keinerlei Leben zu bemerken.

Nun wollen wir zum Wesen des Lebens kommen. Jeder möchte leben, trotzdem ist er mit seinem Leben unzufrieden. – Warum? – Weil er das Wesen und den Sinn des Lebens nicht verstanden hat. Das was die Menschen ‚Leben‘ nennen und womit sie unzufrieden sind, ist das gewöhnliche Leben. Was haben sie in diesem Leben erreicht? Nichts Besonderes. Wenn sie 45 oder 50 Jahre alt werden, fangen sie an, sich zu beschweren, sie hätten nichts erlangt. Wenn jemand an einer Universität studiert hat, findet er, er habe nichts Besonderes erworben. Hat er nicht an einer Universität studiert, findet er, es sei schon zu spät dafür. Er sagt: „Was kann ich ab dem 50. Jahr aufwärts schon erreichen? Wenn es ums Lernen geht, kann ich nicht lernen, wenn es um die Liebe geht, beachtet mich niemand mehr, ich kann nicht mehr den Kopf eines jungen Mannes verdrehen.“ Welche junge Frau oder welcher junge Mann wären in der Lage, einander den Kopf zu verdrehen? Der menschliche Kopf steht an seinem Platz und niemand ist in der Lage, ihn zu versetzen oder in die eine oder andere Richtung zu verdrehen. Wer es versucht hat, jemandem den Kopf zu verdrehen, hat letztendlich dich selbst den Kopf verdreht. Wenn jemand mit dem Gedanken lebt, er könne jemandem den Kopf verdrehen, so ist das Atavismus, ein Rest aus der Vergangenheit, von dem sich jeder befreien sollte. Es geht nicht darum, sich selbst oder die anderen zu verurteilen, sondern darum, die Fehler seiner Vergangenheit zu berichtigen.

In der Bibel heißt es: „Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Der Vater richtet nie. Der Herr geht unter den Menschen herum, Er beobachtet sie, Er sieht, wie sie sich täuschen, doch Er lächelt nur, grüßt sie und geht weiter. Er weiß, dass die Menschen auf die Erde gekommen sind, um zu lernen. Eines Tages werden sie ihre Lektionen gelernt und sich von ihren Irrtümern befreit haben. Gott trifft eine junge Frau und sieht, dass sie von einem schönen Jüngling von edler Abstammung träumt, mit dem sie vorhat, glücklich zu werden. Gott weiß, inwieweit ihre Träume in Erfüllung gegen werden, doch Er lächelt ihr zu und sagt sich: „Wenn sie ihren Irrtum einsieht und begreift, dass der Jüngling sie nicht glücklich gemacht hat, werde ich sie besuchen, mich mit ihr unterhalten und ihr beibringen, wie sie leben soll“. Gott besucht also die Unglücklichen, die Enttäuschten, die Leidenden, die Armen. Wenn Er einer hässlichen jungen Frau begegnet, die niemand beachtet, bleibt Er vor ihr stehen. Und ihre Hässlichkeit verschwindet sofort. Dann beginnen die Menschen, Interesse an ihr zu zeigen. Wo Gott anwesend ist, wendet sich alles zum Guten – das Leid verwandelt sich in Freude, das Unglück – in Glück, die Armut – in Reichtum, die Hässlichkeit – in Schönheit. Kommt Gott zu den Türen der Reichen, Gebildeten, Glücklichen, geht Er an ihnen vorbei. Nur ab und zu schickt Er jemanden, der sie loben, über ihre Gelehrsamkeit, über ihren Reichtum sprechen soll. Sie sind zufrieden, dass sie anderen Menschen begegnen, die sie wertschätzen. Deshalb sind die einen wie die anderen zufrieden – die Armen und die Leidenden – mit dem Besuch Gottes, die Reichen und die Glücklichen – mit ihren Nächsten, die sie wertschätzen und achten.

In der Bibel heißt es: „Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen, aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.“ Damit der Mensch die Gnade Gottes erfahren kann, muss er wie Zachäus bereit sein, sein ganzes Hab und Gut zu verteilen, seine Fehler zu berichtigen und wenn er jemanden verbittert hat oder mit ihm ein Missverständnis gehabt hat, das wiedergutzumachen.

Warum steigt Gott auf die Erde herab? Um die Menschen von ihren unnötigen Leiden und Schwierigkeiten zu befreien. Sie haben selbst diese Leiden auf sich geladen, sie wollen als reich und gelehrt gelten. Der äußere Reichtum ist kein Reichtum. Auch das äußere Wissen ist kein wahres Wissen. Ein reicher und gelehrter Mensch ist derjenige, vor dem sich alle Tresore und Bibliotheken selbst öffnen. Wenn sich ein Tresor geöffnet hat, hört der Mensch eine Stimme: „Bitte bedienen Sie sich, nehmen Sie, soviel Sie möchten.“ Wenn er an einer Bibliothek vorbeikommt und etwas nachschlagen möchte, öffnet sie sich und es kommt genau das Buch, das ihn interessiert, zum Vorschein. Für den wahrhaft Reichen öffnen sich alle Tresore mit Gold und Edelsteinen. Doch vor dem scheinbar Reichen öffnen sie sich nicht. Was werden die Reichen dazu sagen? Sie glauben meinen Worten nicht und sagen mir: „Wir rechnen nicht mit fremden Tresoren, aber auch den eigenen machen wir nicht auf, damit wir nicht bestohlen werden“.

Wer den Diebstahl fürchtet, ist nicht wahrhaft reich. Er verlässt sich auf einen Reichtum, der schon morgen wie ein Eisberg schmelzen kann, dessen Wasser verdampft, so dass er auf dem Trockenen sitzen bleibt. Das Gleiche geschieht mit dem Jungsein, an dem ihr euch heute erfreut. Manche gelten als jung, aber sie wissen nicht, wie sie ihre Jugendhaftigkeit aufbewahren können. Trotzdem sagt Christus: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder. werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen“. Christus glaubt also an die Möglichkeit des Menschen, wieder jung zu werden und sich in ein kleines Kind zu verwandeln.

Ein kleines Kind zu werden bedeutet also sich wie die Kinder an den kleinen Dingen zu freuen. Freut euch an allem, was Gott euch gegeben hat. Ihr richtet euren Blick auf die anderen, euch gefallen ihre Augen, Ohren, Augenbrauen, aber die eigenen beachtet ihr nicht. Warum freut ihr euch nicht an euren Augen, Ohren, an eurer Nase? Warum freut ihr euch nicht an den kleinsten Wohltaten? Jemand schaut sich in den Spiegel und sagt: „Meine Augen sind zu klein“. – Sie sind klein, aber sie kosten Milliarden. Wer die Wissenschaft von den Augen kennt, wird wissen, dass in den Augen Vieles geschrieben steht. Manche haben Augen, die blau wie der Himmel sind. Sie sind kalt – sie versprechen viel, doch erfüllen wenig. Andere haben schwarze Augen. Die schwarzen Augen sind wie die Schwarzerde, auf ihnen wächst alles – sowohl Getreide als auch Dornen. Diejenigen, die schwarze Augen haben, sind äußerst energisch und streitsüchtig. Es reicht, sie mit etwas zu reizen und sie brausen sofort auf. Oft ändern die Augen ihre Farbe – morgens sind sie blau, mittags – schwarz und abends – braun. Das geschieht nach den Wünschen des Menschen. So wie sich seine Wünsche ändern, so ändert sich seine Augenfarbe. Solange er sich emporheben, mit der geistigen Welt verbinden will, sind seine Augen blau. Er sieht öfters zum Himmel. Sobald er sagt, er möchte wie die anderen leben, essen und trinken, stürzt er auf die Erde, verbindet sich mit ihr und seine Augen werden schwarz. Er denkt mehr an die Annehmlichkeiten, er denkt, gemütlich zu essen und zu trinken und danach sich unter einen Birnbaum zu legen, von dem ab und zu eine reife Frucht in seinen Mund fallen soll. In dieser Hinsicht ähneln die Menschen dem türkischen Hodscha Nasreddin.

Eines Tages ging Nasreddin in den Wald, um Holz zu hacken. Da er das zum ersten Mal machte, stieg er auf einen Baum, stellte sich auf einen Zweig und begann an diesem zu sägen. In dieser Zeit kam ein Wanderer an ihm vorbei. Als er sah, dass Nasreddin am Zweig sägt, auf dem er steht, rief er: „Säge nicht an diesem Zweig, sonst wirst du mit ihm auf die Erde stürzen!“ – „Das geht dich nichts an“, antwortete Nasreddin, „Ich weiß, was ich mache.“ Er sägte weiter am Zweig, aber bald fand er sich auf dem Boden wieder – es geschah, wie der Wanderer vorhersagte. Das überraschte den Hodscha und als er vom Boden aufstand, lief er dem Wanderer nach, um ihn zu fragen, wann er sterben werde. Er sagte zum Wanderer: „Hör zu, mein Freund, ich sehe, dass du viel weißt. Es geschah, was du vorhergesagt hattest – ich bin vom Baum runtergefallen. Sag mir jetzt, wann ich sterben werde.“ – „In drei Tagen.“ Nasreddin Hodscha kam nach Hause zurück mit dem Zweig und dachte sich dabei: „Das hat man davon, dass man auf einen Weiberverstand hört. Ich habe auf meine Frau gehört und bin in den Wald gegangen, um Holz zu holen. Nun habe ich einen Zweig abgesägt, bin vom Baum runtergestürzt und obendrauf muss ich mich auf meinen Tod vorbereiten.“ Von weitem noch rief er: „ Frau, ruf die Kinder, ich möchte mich von euch verabschieden, denn in drei Tagen werde ich ins Jenseits gehen. Ich werde euch kein Holz mehr bringen, ich muss mich auf meinen Abgang vorbereiten.“ Seine Frau kam sofort zu ihm, sie küsste und umarmte ihn und weinte. Die Kinder küssten ihn auch. Nasreddin Hodscha nahm seinen Beutel und machte sich auf den Weg. Am Dorfrand sah er einen schönen Birnbaum mit vielen Birnen und beschloss, dort zu bleiben. Er hob sein Grab aus und legte sich hin, um auf den Tod zu warten. Ab und zu fielen Birnen direkt in seinen Mund und er aß sie. Am dritten Tag hörte er einen Lärm, großen Tumult um sich. Er hob seinen Kopf an, um zu sehen, was los ist und sah einen Kameltreiber und Kamele, die mit Tontöpfen beladene Wagen zogen. Als die Kamele ihn bemerkten, bekamen sie Angst und liefen auseinander. Wegen des großen Schaukelns der Wagen gingen die meisten Töpfe kaputt. Der wütende Kameltreiber kam zurück, packte Nasreddin Hodscha und gab ihm eine Portion Prügel. Als Nasreddin sah, dass die Sache anders verlaufen war, als erwartet, nahm er seinen Beutel und kehrte nach Hause zurück. Seine Frau fragte ihn: „Hodscha, was gibt es im Jenseits?“ – „Dort ist es sehr gut, Birnen fallen direkt in deinen Mund, doch du musst sehr aufpassen, die Kamele nicht aufzuschrecken, sonst bekommst du Prügel und die Sache endet böse.“

Wenn ihr also gefragt werdet, wie ihr auf der Erde lebt, sagt ihr: „Alles ist gut, solange du die Kamele nicht aufschreckst.“ Wenn du sie aufschreckst, wirst du dem Kameltreiber begegnen, der dir mit seinem Stock eine gute Lektion erteilen wird.“ Heutzutage haben alle Menschen Angst vor dem Stock des Kameltreibers. Wenn sie in Armut geraten, bekommen sie Angst, wenn sie krank werden, bekommen sie Angst, wenn sie einen Fehler machen, bekommen sie wieder Angst, weil die Leute schlecht über sie reden würden. Was werden sie sagen?- Wenn du reich bist, werden sie sagen, dass du reich bist; Wenn du gelehrt bist, werden sie sagen, dass du gelehrt bist; Wenn du stark und schön bist, werden sie sagen, dass du stark, dass du schön bist. Die Menschen konstatieren die Dinge so wie sie sind. Denkt nicht daran, dass sie ungerecht sind. Wenn sie z.B. von Schönheit reden, verstehen sie darunter, was die Schönheit ist. Wenn sie eine Frau sehen, die Puder und Lippenstift aufgetragen hat, werden sie nicht sagen, dass sie schön ist, sondern dass sie Puder Lippenstift benutzt hat. Wie ihre Gesichtszüge sind, ist eine andere Frage. Wir meinen jene Schönheit, die unveränderbar ist. Puder und Lippenstift müssen jeden Tag aufgetragen werden und die natürliche Schönheit ist konstant. Jeder Mensch ist von Natur aus schön. Jeder Mensch verfügt über Wissen, Reichtum, Kraft, die er allmählich vergrößern kann – es liegt an ihm es zu tun. Jeder Mensch ist gut und kann das Gute in sich aufbewahren und manifestieren, wenn er die Gesetze des Lebens kennt. Die heutigen Menschen sind gut, gelehrt, stark und reich, aber sie leiden, sie quälen sich, weil sie nicht wissen, wie und wo sie ihre Kraft und ihr Wissen anwenden sollen. Irgendein Wissenschaftler entdeckt etwas, er gilt als Erfinder und erhält eine große Summe Geld vom Staat, doch er ist immer noch nicht zufrieden. Warum? – Seine Erfindung trägt nichts Gutes der Menschheit bei, sondern nur Zerstörung. So werden heutzutage die Gewehre, Bomben, Granaten zur Vernichtung der Menschen und nicht zu deren Wohl benutzt. Jemand anderer hat irgendeine Paste erfunden, mit der das Gesicht weißer und weicher wird. Stattdessen wird das Gesicht schlechter – die Poren verstopfen, die Haut wird allmählich vergiftet und der Mensch büßt die natürliche Schönheit ein. So wie auf der physischen Welt Gewehre, Granaten und Bomben existieren, so existieren Gewehre, Granaten und Bomben im Herz- und Verstandesleben des Menschen. Ihr dürft also nicht die bösen Gedanken und Gefühle zulassen, damit ihr nicht vernichtet werdet. Wenn ihr zu einem bösen Gedanken oder Gefühl kommt, müsst ihr sie in gute Gedanken und Gefühle verwandeln. Es kann sein, dass böse oder nicht zeitgemäße Gedanken euren Kopf passieren, aber ihr dürft sie nicht behalten. So kommt euch z.B. die Idee in den Kopf, König zu werden. Das ist auch möglich, jedoch nicht heute. Ihr seid noch nicht bereit, König zu werden. Es ist nicht einfach, König zu werden. Es ist auch nicht einfach, schön zu werden. Wenn ihr schön seid, wird jeder etwas von euch nehmen wollen. Könnt ihr allen Menschen etwas abgeben? Zumindest ein Haar wird jeder von euch haben wollen. Könnt ihr allen je ein Haar geben? Was wird an eurem Kopf übrig bleiben? Mit jedem Ding, das die Menschen von euch nehmen – freiwillig oder durch Gewalt – binden sie euch an sich. Könnt ihr mit allen Bindungen fertig werden? Deshalb muss man vorsichtig sein, man muss wissen, was man tut und was man den Menschen gibt oder von ihnen nimmt. Das sollte euch nicht erschrecken, aber ihr müsst vernünftig sein. Die Vernunft wird euch helfen, mit euren Schwierigkeiten fertig zu werden.

Ein Bulgare hat eine böse und eigenwillige Frau geheiratet. Bald bekam er graue Haare. Er überlegte, was er tun, wie er seine Frau beeinflussen sollte. Eines Tages gingen beide zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Die Frau bückte sich über den Brunnen, um zu sehen, wie tief er ist. – „Frau, sei vorsichtig, falle nicht in den Brunnen, wir haben Kinder, um die wir uns kümmern sollen.“ – „Es geht dich nichts an, ob ich in den Brunnen falle oder nicht. Nur ich kann über mein Leben verfügen.“ Um sich für die Worte ihres Mannes zu rächen, bückte sich die Frau zu tief über den Brunnen und fiel hinein. Der Mann begann zu weinen und nach einer Möglichkeit zu suchen, sie wieder herauszuholen. In dieser Zeit sah er einen Teufel aus dem Brunnen herauskommen, der ganz weiß geworden war. – „Warum bist du so weiß geworden?“, fragte ihn der besorgte Mann. – „Ach, vorhin ist eine Frau ins Wasser gefallen, die so eigenwillig und stur war, dass ich sie nicht überwältigen konnte und weglaufen musste.“ Als ihm der Mann zuhörte, kam ihm sofort die Idee, den Namen seiner Frau zum Guten zu benutzen und mit ihm seinen Lebensunterhalt zu verdienen und den Leidenden zu helfen. Seine Frau hieß Lilith, ein ungewöhnlicher Name. Ihr Mann ging in die Welt, um mit dem Namen seiner Frau seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als er hörte, dass in irgendeinem Haus jemand krank war, ging er hin und sagte: „Lilith kommt!“ Als die Krankheit den Namen hörte, verließ sie sofort das Haus. Auf diese Weise vertrieb der Mann Armut, Missverständnisse und Streit von den Menschen. Bald wurde er berühmt und man rief ihn überall zu sich. So konnte er seine Kinder großziehen.

Aus welchem Grund konnte er mit dem Namen Lilith die Armut und Krankheit aus den Häusern vertreiben und alle Streite und Missverständnisse zwischen den Menschen bereinigen? Ganz einfach. Liliths Mann sagte sich: „Der Teufel, der das hartnäckigste Wesen ist, wurde wegen meiner Frau weiß und lief weg, warum sollte ich dann mit ihrem Namen die Krankheiten, Schwierigkeiten, Streite und Missverständnisse unter den Menschen nicht vertreiben können?“ Er begriff – so wie der Teufel die weiße Farbe flieht, so fliehen die bösen Geister, die Armut und die Krankheiten den Namen Lilith, den die böse Frau trug. Nun sage ich auch euch: Wenn ihr mit gewissen Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert werdet, sagt: „Die Liebe kommt!“ Wenn ihr krank seid, sagt: „Die Liebe kommt!“ Wenn ihr verstimmt seid, sagt: „Die Liebe kommt!“ Wenn jemand euch beleidigt, sagt euch: „Die Liebe kommt!“ Wenn ein böser Geist euch angreift, sagt: „Die Liebe kommt!“ Die Liebe ist eine große Kraft, vor der die bösen Geister, die Schwierigkeiten, Leiden, Krankheiten und Missverständnisse unter den Menschen die Flucht ergreifen. Außer der Liebe gibt es keine größere Macht, die den Menschen von allen Widersprüchen und Irrtümern, vom Negativen im Leben befreien kann. Es gibt nichts Schöneres für den Menschen als bewusst zu werden, dass die Liebe bereits in die Welt einzieht. Die Liebe beinhaltet die Anwesenheit Gottes. Welches größere Wohl kann der Mensch erwarten als die Anwesenheit Gottes in seinem Leben? Wer wünscht nicht, das Große und Schöne in seinem Leben zu haben? Es reicht nur, dass Gott an einem Menschen vorbeikommt und ihn ansieht, damit sich alle Lebewesen auf der Erde und im Himmel für diesen Menschen interessieren. 

Wenn wir jetzt von der Manifestation der Liebe reden, meinen wir jenen Augenblick, wenn Gott Seinen Blick auf ein Wesen richtet. Es gibt keinen erhabeneren Augenblick als diesen. Dann nämlich gehen die ganze Erde und der ganze Himmel zu diesem Wesen und sind bereit, ihm zu dienen, ihm etwas von sich zu geben. Das bedeutet, unter die guten Bedingungen des Schicksals zu geraten. Das heißt, von den erhabenen und vernünftigen Wesen beschützt zu werden. Deshalb solltet ihr auf die Frage „Was die Liebe ist“ antworten: „Die Liebe ist der Weg, auf dem Gott Seinen Segen auf die ganze Erde sendet.“ Die fortgeschrittenen und erhabenen Wesen interessieren sich für die Erde als ein Objekt, zu dem Gott Seine Liebe schickt. Sowohl die Engel als auch die Götter möchten geliebt werden, denn Gott manifestiert sich durch die Liebe. Wer die Liebe nicht begreift, sagt, sie verursache Leiden. Was die Menschen ‚durch die Liebe verursachte Leiden‘ nennen, ist nichts anderes als die Gegenwirkung gegen die Liebe. Wenn die Liebe sieht, dass jemand se gierig ist und von ihr Besitz ergreifen, sie vollständig verschlingen will, widersetzt sie sich ihm. Die Liebe duldet keine Gier und  Habsucht. Sie sagt dem Menschen, selbst für die kleinste Erscheinungsform der Liebe dankbar zu sein. Von euch wird verlangt, die Liebe wertzuschätzen, nicht an euch zu reißen. 

Ein Prediger sprach oft seinen Zuhörern über die Liebe und wünschte innerlich, dass sie ihn in all ihrer Vollständigkeit besucht, damit er ihr Wesen begreift. Eines Tages hat ihn die Liebe besucht und vollständig ergriffen. Zuerst empfand er die starke Erweiterung als angenehm. Doch je mehr Zeit verging, desto stärker spürte er, wie die Erweiterung bis zum Platzen weiterging. Als er sah, dass er der Kraft der großen Spannung der Liebe nicht standhalten kann, legte er sich bäuchlings auf den Boden, begann mit den Füßen zu treten und zu Gott beten, von der Spannung erlöst zu werden. „Gott, ich habe begriffen“, sagte er, „dass ich nicht für die große Liebe bereit bin. Ich bin auch mit dem Kleinen zufrieden, dass du mir gibst. Ich werde nie mehr nach Dingen verlangen, für die ich nicht bereit bin.“

Die Liebe ist eine große Wohltat, allerdings können nur Wenige ihre Schwingungen ertragen. Ihr begegnet jemandem, der euch sanft und liebevoll ansieht. Fragt nicht, wer das ist und warum er euch derart ansieht. Durch ihn tritt die Liebe Gottes euch gegenüber in Erscheinung. Solange ihr der Wirkung dieser Liebe ausgesetzt seid, werden eure Geschäfte gut laufen. Sobald ihr euch ihrer Wirkung entzieht, geht alles schief.

Jemand sieht, dass bei ihm alles schiefgeht und sagt, dass Gott ihn nicht liebt, dass Er ihn schon vergessen hat. Das ist ein Gedanke von euch. Solange ihr lebt, atmet, euch am Licht und an den Tausenden Wohltaten in eurem Leben erfreut, dürft ihr das nicht denken. Ihr dürft an allem zweifeln, aber an Gott dürft ihr nie zweifeln. Seine Liebe ist ewig und unveränderlich. Wenn ihr euch von Ihm entfernt, ist das eure Schuld. Denkt daran: Der Mensch ist auf die Erde gekommen, um das zu erlangen, was ihm fehlt. Jeder ist sich bewusst, dass ihm etwas fehlt, ohne zu wissen, was es ist. Um es zu erlangen, schlägt er auf der einen oder anderen Seite in seinen Wünschen aus. Der eine möchte Reichtum erlangen, der andere möchte gelehrt, der dritte – stark sein usw. Nur Wenige begreifen jedoch, dass sie Kenntnisse brauchen, um lichte Gedanken, edle Gefühle und erhabene Taten zu haben. Was nützt euch, wenn ihr eine Million in der Lotterie gewinnt? Ihr werdet Papiergeld im Wert von einer Million haben, aber das Papier ist kein Gold. Heute ist es wertvoll, morgen wird es an Wert verliere. Nach dem Europäischen Krieg ist der Wert der Deutschen Mark so stark heruntergegangen, dass ein Mittagessen Millionen kostete. 

Viele streben danach, Heilige oder Engel zu werden. Es gibt viele Engel auf der Erde. Sie erledige ihre Arbeit gut. Es ist wichtig, dass der Mensch als Diener Gottes seine Arbeit gut erledigt. Es ist eine Kunst zu wissen, wie man dient und liebt. Es gibt keine größere Wissenschaft in der Welt als die Liebe. Wer nicht weiß, wie er lieben soll, hat schon sich selbst die größten Leiden zugefügt. Deshalb heißt es, dass nur der Vollkommene lieben kann. Um seine Liebe anzuwenden, muss man zu seiner Kindheit zurückgehen, wieder ein Kind werden. Die Liebe des Kindes ist rein. Es liebt jeden Menschen. Für das Kind gibt es keine Bedingungen. Seine Liebe strömt unmittelbar, es gibt seine Liebe allem, dem es auf seinem Weg begegnet. Beim Erwachsenen dagegen gibt es mehr Schauspielerei. In jedem Menschen, in jedem Lebewesen gibt es etwas, was unsere Liebe verdient. Es gibt keinen größeren Reichtum für den Menschen als die Liebe zu empfangen, anzuwenden und wertzuschätzen.

Ihr werdet sagen, dass ihr nicht wieder Kinder sein wollt. Unter dem Wort ‚Kind‘ verstehen wir jenen Zustand, in dem man das Neue wahrnehmen und kein nervöses, eigensinniges Kind sein kann, das die Eltern mit seinen Wünschen und Forderungen quält. Unter dem Wort ‚jung‘ verstehen wir denjenigen, der das Neue, das er empfangen hat, erfüllt und anwendet. ‚Alt‘ ist derjenige, der die Dinge wertschätzt und der sich nicht ständig beschwert, dass seine Beine nicht halten, dass er schlecht sieht, hört, dass er mit den anderen nicht zurecht kommt usw. Ich wünsche euch jetzt, dass ihr vernünftige und keine dummen Kinder seid, dass ihr jung und arbeitsfähig und keine Gewalttäter seid, dass ihr alt seid und die Dinge wertschätzt und nicht. sinnlos macht.

Strebt danach, die Liebe wahrzunehmen, anzuwenden und wertzuschätzen. Nur so können die Menschen einander kennenlernen. Ohne Liebe könnt ihr sie nicht kennen. Wo die Liebe herrscht, kennen sich alle Menschen. Ob ihr auf der Erde oder im Himmel seid, die Liebe verbindet die Menschen und entdeckt das Gute in ihnen. Woran erkennt ihr, dass die Liebe unter den Menschen anwesend ist? – Wenn die Sonne scheint, kommt die Liebe. Wenn die Blumen blühen, kommt die Liebe, wenn die Vögel singen, kommt die Liebe. Immer wenn ein Segen kommt, wird er auch von der Liebe begleitet. Kommt ein lichter Gedanke in euren Verstand, ein edles Gefühl in euer Herz und ein starker Antrieb in euren Willen, werdet ihr wissen, dass die Liebe gekommen ist. 

Alle sprechen von der Liebe, aber das reicht nicht. Die Liebe manifestiert sich in Taten. Was müsst ihr für denjenigen tun, den ihr liebt? Wenn er krank ist, müsst ihr im Namen der Liebe wünschen, dass er gesund wird; Wenn er hässlich ist, müsst ihr im Namen der Liebe wünschen, dass er schön wird; Wenn er schwach ist, müsst ihr im Namen der Liebe wünschen, dass er stark wird. Die Liebe verleiht dem Menschen etwas Wesentliches. Wenn sie zu euch kommt, begreift sie sofort, was ihr braucht und gibt es euch. Wer euch liebt, wird euch Brot bringen, wenn er sieht, dass ihr Hunger habt; Er wird euch Wasser bringen, wenn ihr Durst habt; Er wird euch Schuhe kaufen, wenn ihr keine habt. Wer euch liebt, wird unbedingt eure guten Gedanken, Gefühle und Taten unterbringen. Wenn ihr das wisst, dankt Gott für die Liebe, durch die Er sich manifestiert. Die Liebe kommt durch die verschiedenen Menschen zur Geltung und jeder wird euch einen Teil von dem verleihen, was er in sich trägt – der Musiker wird euch etwas von seiner Musik verleihen, der Maler – etwas von seiner Kunst, der Gesunde – etwas von seiner Gesundheit, der Kranke – etwas von seiner Krankheit, der Unzufriedene – etwas von seiner Unzufriedenheit usw. Die Liebe ist der Leiter sowohl der positiven als auch der negativen Kräfte in der Natur.

Es heißt in der Bibel: „Der Geist soll euch lehren, was ihr sagen sollt.“ Wenn die Liebe kommt, wird sie euch lehren, was ihr tun sollt. Sie wird euch beibringen, die Symbole zu übersetzen, durch die die Natur zu euch spricht. Jede Pflanze, jedes Tier ist ein Symbol, das begriffen werden soll. Ihr seht z.B. einen weißen Ochsen und einen schwarzen Büffel. Der Ochse sagt, dass er äußerlich weiß geworden ist, aber er möchte auch innerlich weiß werden. Der Büffel sagt, dass er äußerlich schwarz ist, aber er möchte wenigstens innerlich weiß werden. Er findet, dass er die Gesetze der schwarzen Farbe schon kennt, deshalb strebt er die weißen Farbe an. Der Ochse möchte also innerlich weiß werden und der Büffel – äußerlich. Manche Menschen sind Innerlich schwarz und äußerlich weiß, andere dagegen sind äußerlich schwarz und innerlich weiß. Beide Sorten streben zur weißen Farbe. Wer äußerlich weiß ist, möchte auch innerlich weiß werden, wer äußerlich schwarz ist, möchte zuerst äußerlich weiß werden und dann auch innerlich.

Freut euch an der Sonne, die auf- und untergeht. Freut euch an den Blumen, die blühen und ihren Duft weit verbreiten. Freut euch an den Quellen, die fließen. Freut euch an den Vögeln, die singen. Freut euch an jedem Menschen, der euch begegnet und zulächelt. Gott spricht durch alles Lebendige und grüßt euch. Ich rate euch als Schülern des Großen Lebens, euch etwas zu wünschen, von dem ihr lernen könnt, die Segen Gottes zu erlangen und sie zu verteilen. Das ist die Liebe. Wünscht euch, dass die Liebe euch besucht und euch ihre Segen mitbringt. Freut euch, wenn die Liebe euch besucht und dankt dafür, dass sie eure Fehler in Edelsteine verwandelt hat, mit denen ihr euch schmücken könnt. Zukünftig werden eure Ketten und Ringe mit euren vergangenen Fehlern, Unzufriedenheiten und Missverständnissen geschmückt sein. Das bedeutet die Strophe aus der Bibel „Ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht“. Über diese Zeit sagt Christus: „Was das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört hat noch im Herzen eines Menschen aufgekommen ist, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“

Um die Liebe Gottes zu genießen, liebt alles, durch das Er sich manifestiert. Er ist zwischen denjenigen anwesend, die sich lieben und verbindet sie. Deshalb heißt es, dass dort, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, auch Gott ist. Ohne Seine Anwesenheit können die Menschen ihre Liebe nicht zeigen. Sie sind die Pole und Gott ist das Verbindungsglied zwischen ihnen. 

Ich wünsche euch, von nun an jünger zu werden und zum Kindesalter zurückzukommen. Keiner darf älter als 14 werden. Was bedeuten die Zahlen von 1 bis 10? Die Zahl eins bedeutet das schöpferische Prinzip, zwei ist die Zahl der Zwietracht, drei – die Zahl der Versöhnung, vier – der Kunst, die Dinge zu teilen, fünf – der Kunst, die Arbeit gut zu machen, sechs – genussvoll zu essen, sieben – die Ruhe, acht – die Schulden zurückzahlen, neun – die Aussöhnung der Widersprüche, d.h. das Ergebnis der ganzen Arbeit, zehn – der Gang zu Gott, um über alles Rechnung zu geben, was man auf der Erde getan hat.

Die heutigen Menschen interessieren sich für Vieles, aber an erster Stelle wollen sie wissen, was mit ihnen geschieht. Was wird mit euch geschehen? Ihr werdet klare und bewölkte Tage in eurem Leben haben, so wie heute bewölkt ist. Das bedeutet, dass der Mond uns gewisse Unannehmlichkeiten bereiten wird. Anders gesagt: die Habsucht wird den Menschen große Ärgernisse bringen. Es ist nicht leicht, den menschlichen Kopf in Stand zu halten. Er braucht sauberes, gutes Essen. Die Bienen z.B. essen nicht viel, aber sie ernähren sich von spezieller Nahrung – die Königin braucht eine Nahrung, die Arbeiterinnen – eine andere und die Drohnen – auch eine andere Nahrung. Die Gedanken brauchen eine Art Nahrung, die Gefühle – eine andere und die Taten – eine dritte Art. Heute erwarten alle Menschen einen Segen, ohne zu bedenken, dass das von ihnen selbst abhängt. Sät in euren Garten die guten Samen eures Verstandes, eures Herzens und eures Willens, um üppig den Segen Gottes zu erhalten. Jeder Samen muss an seinem Platz sein, in einem für ihn spezifischen Boden. Ist er nicht an seinem Platz, kann er nicht die erwarteten Ergebnisse zeitigen. Das gilt auch für die Musik – wenn nicht jede Note an ihrem Platz ist, kann keine Musik zustande kommen.

Ich wünsche euch allen, euch zu verjüngen, zu eurer Kindheit, zu eurer ursprünglichen Kraft zurückzukehren. Es heißt in der Bibel: „Diejenigen, die Gott erwarten, werden sich erneuern.“

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