Sonntagsvorträge, Sofia, 7.1.1940, 10:00 Uhr, Sofia, Izgrev
Das gute Gebet
„Im Urbeginn war das Wort.“
Ich werde einige Strophen aus dem zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums vorlesen.
Venir Benir
Saubere Luft stärkt. Wenn man einen Raum betritt, in dem die Luft nicht sauber ist, hat das eine Wirkung; Wenn man einen Raum betritt, in dem die Luft sauber ist, hat sie eine stärkende Wirkung. Wenn ihr heute auf die Zeitungen und Bücher schaut, werdet ihr feststellen, dass viel geschrieben wird. Heutzutage wird viel geschrieben, aber von all dem, was geschrieben ist, sind nur wenige Dinge wesentlich, die meisten sind unwesentlich. Es wird an vielen Dingen herumgekaut. Als die Bulgaren 1914 Adrianopel belagerten, wurde mehr als zwanzig Mal geschrieben, dass Adrianopel eingenommen worden sei, obwohl es noch nicht eingenommen worden war. Mehrmals wurde geschrieben, es sei eingenommen worden, bis man es schließlich eingenommen hat. Die Bulgaren freuten sich, dass sie Adrianopel erobert hatten, doch kurze Zeit danach verloren sie es. Wie lange waren sie glücklich? Jetzt sagt ihr auch, dass Adrianopel eingenommen ist, bis ihr alles, einschließlich der Kleidung, verliert.
Die gegenwärtigen Menschen werden in weltliche und spirituelle unterteilt. So nennen sie sich selbst. Worin unterscheiden sich die einen von den anderen? Die weltlichen Menschen sind Menschen des Verstandes, die spirituellen Menschen sind Menschen des Herzens. Ein spiritueller Mensch ist wie eine junge Frau, die auf den Auserwählten wartet. Sie bildet sich ein, dass sie glücklich sein wird. Das ist nicht schlecht, aber sie stellt sich etwas vor, was auf der Erde nie passieren wird. Dass es jemals geschehen kann, bestreite ich nicht, aber dass es auf der Erde geschehen kann, das bestreite ich. Der weltliche Mensch ist ein Mensch des Verstandes. Er hat seine Felder gepflügt und gesät und wartet auf Früchte. Er hat Daten, Fakten, auf die er sich verlässt. Er hat etwas Reales, auf das er sich verlässt. Er sagt: „Der Herr gibt’s nicht umsonst. Was ich mir erarbeite, darauf kann ich mich verlassen.“ Aber der religiöse Mensch sagt, dass Gott auch umsonst gibt. Das sind zwei unterschiedliche Ansichten.
Christus wurde in die Welt hineingeboren, aber er ist noch nicht in die Herzen der Menschen hineingeboren worden. Christus wird wieder in die Welt hineingeboren werden, aber wenn Er geboren ist, werden alle weinen. Ist es schlimm, wenn die Menschen weinen? Ihr begreift nicht, was das Weinen bedeutet. Wenn ich sage, dass alle weinen werden, dann ist das meine Behauptung. Aber eine bestimmte Idee sticht euch ins Auge. Was ist falsch am Weinen? Ist es nicht so, dass ein Kind, das geboren wird, weint? Jedes Kind, das geboren wird, muss weinen. Wenn es nicht weint, ist es schlecht um das Kind bestellt. Wenn also Christus geboren wird, werden alle Menschen weinen. Daran werden wir erkennen, dass Christus in die Welt hineingeboren ist. Alle sagen, dass Christus geboren ist. Wenn Christus tatsächlich geboren wird, werden wir alle weinen. Man sagt von jemandem, dass er weint. Wenn er weint, ist Christus in ihm geboren worden. Wenn ein Mensch weint, zeigt das, dass neues Leben in ihm ist.
Jetzt gebe ich dem Weinen einen Sinn. In der Kindheit sollte man weinen. Ab dem siebten Lebensjahr sollte das Kind weniger weinen und gut essen. Wenn man einundzwanzig wird, sollte man brav studieren. Wenn man dreiunddreißig wird, sollte man seine Felder pflügen und sie gut bestellen. Wenn der Mensch alt wird, sollte er seine Gedanken und Gefühle erziehen. Im Alter hat er keinen Grund zu weinen, er hat diese Wissenschaft bereits gelernt. Das Weinen ist auch eine Wissenschaft. Dank des Weinens haben wir heute so viele hervorragende Sänger. Dank des Weinens hat der Mensch alle Tonleitern gelernt. Wird nicht geweint, so wird es auch keine Sänger geben. Der Ursprung des Singens liegt also im Weinen.
Jetzt behandle ich die Dinge in ihrer Gesamtheit. Ich weise alle diese Interpretationen zurück, die die Menschen haben. Viele Interpretationen waren zu ihrer Zeit richtig, aber sie sind heute nicht mehr richtig. Ich weise die Behauptung einiger Leute zurück, dass ein Kind schwächlich
und dumm war, aber mit einundzwanzig Jahren wurde es schlau. Oder jemand war bis zu seinem einundzwanzigsten Lebensjahr gesund und wurde dann schwächlich. Ich glaube nicht an derartige Veränderungen. Wenn der Törichte wirklich weiser geworden ist, dann hat er sein Leben verändert. Das bedeutet, dass seine Umlaufbahn einen anderen Weg genommen hat. Aber wenn der Kluge seine Vernunft verloren hat, ist er auf einen schlechten Weg geraten. Wenn ihr also sagt, dass ein Mensch schlecht ist, verstehe ich, dass er einen Weg eingeschlagen hat, auf dem sich die Menschen kollektiv bewegen. Denn die Schlechtigkeit ist keine Sache des Einzelnen, sondern etwas Kollektives. Auch das gute Leben ist nicht singulär, es ist kollektiv. Die Menschheit kann gut sein, und der Einzelne manifestiert nur das Gute. Gott ist Liebe, und wir sind die Manifestation Seiner Liebe.
Ich sage also: Unter den gegenwärtigen Bedingungen muss die menschliche Sprache von der Dualität, die sie enthält, gereinigt werden. In der menschlichen Sprache gibt es viele Wörter, die Gift enthalten. Solche Worte sind ansteckend, und um die Menschen davor zu schützen, sollten diese Worte in gut verschließbaren Flaschen aufbewahrt werden. Als die Engel kamen, reinigten sie die Sprache von diesen giftigen Worten. Sie sagten zu den Menschen: „Fürchtet euch nicht mehr“. Die Menschen waren ängstlich, sie befürchteten, dass sie von Wölfen angegriffen werden können. Die Engel sagten ihnen: „Fürchtet euch nicht, es gibt keine Wölfe mehr“. Manche Menschen sind wie Schafe, aber keine Wölfe werden sie fressen.
Man hat mir folgenden Fall aus dem Leben der Schafe erzählt. Ich habe das nicht überprüft, es ist nicht meine Behauptung, aber Leute haben es mir erzählt. Wenn der Hirte gut ist, ein nüchternes Leben führt, keinen Alkohol trinkt, seine Mutter und seinen Vater gut behandelt, keinen Mädchen nachsteigt, sind seine Schafe sicher vor den Wölfen, die Wölfe fressen sie nicht. Ein solcher Hirte war seit zwanzig oder dreißig Jahren mit seinen Schafen unterwegs, aber kein einziges seiner Schafe wurde jemals von Wölfen angegriffen. Doch wenn sein Leben verdorben wird, wird auch das Leben seiner Schafe verdorben. In dieser Hinsicht ist jeder Mensch der Hirte seines eigenen Lebens.
Der Gedanke, dass Gott alles tun wird, ist in den heutigen Menschen eingezogen. Dieser Gedanke ist gut, er ist kollektiv. Es ist wahr, dass Gott alles getan hat. Er hat den Weg eines jeden Menschen genau festgelegt. Er hat die Bewegung seines Lebens bestimmt. Jeder Mensch hat eine bestimmte Bahn seines Lebens, auf der er sich bewegt. Aber in dieser Umlaufbahn lebt der Mensch vollkommen unabhängig und autark. Jeder Mensch gehört zu einem Sonnensystem, aber gleichzeitig ist er Einflüssen ausgesetzt. Jeder Mensch wird von Wesen beeinflusst, die stärker sind als er selbst. Letztere wiederum werden von Wesen beeinflusst, die noch stärker sind als sie selbst. Es gibt also eine gegenseitige Beeinflussung im Leben, der sich der Mensch nicht entziehen kann.
Die Aufgabe eines jeden Menschen besteht nicht so sehr darin, sein Leben zu verbessern, sondern es zu erhalten. Als er ein kleines Kind war, hüteten sein Vater und seine Mutter sein Leben. Das Kind allein ist nicht in der Lage, sein Leben zu erhalten. Hier spielen die Eltern eine wichtige Rolle. In dieser Hinsicht schaffen die Eltern die günstigen äußeren Bedingungen für das Kind. Wenn das Kind heranwächst, sechs, vierzehn, einundzwanzig Jahre alt wird, wird es unabhängig. Und dann hängt sein Schicksal ausschließlich von ihm selbst ab. Das Kind ist bereits unabhängig, es versteht die Dinge und muss arbeiten. Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für die Völker. So wie der Einzelne selbständig und gleichzeitig abhängig ist, so sind auch die Völker selbständig und abhängig. Wenn ihr die Bibel lest, werdet ihr sehen, dass auch dort geschrieben, d.h. prophezeit ist, was mit den heutigen Völkern geschehen wird. Ich werde euch nicht auslegen, was geschrieben steht, aber wenn ihr dort lest, werdet ihr selbst sehen, was mit den heutigen Völkern geschehen wird. Dort steht etwas über England, Frankreich, Italien, Russland, Japan, über alle großen und kleinen Völker.
Man muss die Dinge studieren. Nehmt nun das Pronomen „той“ (er) im Bulgarischen. Wenn ihr dieses Wort von hinten nach vorne lest, erhaltet ihr das Wort „Jot“ (Jod) den zehnten Buchstaben des hebräischen Alphabets. Er ist eine Kraft, die in der Welt schafft – eine schöpferische Kraft ist dieser Buchstabe (der Name des Buchstabens Jod stammt vom althebräischen Wort für „Hand“). „Jod“ bedeutet auch „Gott“. Die Juden sprechen den Namen Gottes nie aus. Wer ist Er? Er ist derjenige, der das Leben schafft. Wer ist Er? Er ist derjenige, der im Leben schafft.
Wer ist Er? Auch in dir ist ein Er, der alles erschafft. Auch in dir ist ein Er, der dich in das Reich Gottes bringt. In dir ist ein Er, der den Willen Gottes tut. Kennst du Ihn? Wenn du denjenigen nicht kennst, der in dir den Willen Gottes tut, verstehst du nicht die Bedeutung des Personalpronomens „er“. Du verstehst den nicht, der dich in das Reich Gottes bringt. Aber du verstehst auch das zweite Personalpronomen „du“ nicht. Du sagst leicht: „Das ist der da, Dragan oder Stojan“. Nein, du verstehst nicht, wer Er ist. Er ist derjenige, der alles in der Welt geschaffen hat. Wenn ihr vom geometrischen Standpunkt aus die Buchstaben und die Beziehungen zwischen ihnen betrachtet, werdet ihr eine ganze Philosophie entwerfen. Das „Du“ ist derjenige, der das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit in dich hineinbringt. Wenn du dies erkennst, wirst du ein starker Mensch sein.
Der Mensch muss also zunächst sich selbst erkennen. Du sagst: „Ich“. Wer ist „ich“? Derjenige, der den Willen Gottes tut, der ist „Ich“. Derjenige, der das Reich Gottes in dich bringt, das bist du. „Du“ ist derjenige, der das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit in dich hineinbringt. Du bist derjenige, der diesem Reich in dir dienen soll. Du bist der Mensch, der den Willen dessen tun muss, der alle Dinge geschaffen hat. Heute sagt jeder „ich“, „du“ und „er“, sowohl die Ungebildeten als auch die Gelehrten, aber sagt mir, ob es einen Grammatiker gibt, der die Bedeutung dieser Worte versteht? Seit der Antike hat es keinen einzigen Gelehrten gegeben, der diese Worte in diesem inneren Sinn betrachtet hat. Er sagt: „Ich“ – ich selbst. Sich selbst zu kennen, bedeutet, jenes Verschleierte zu kennen.
Es gibt drei Phasen der Selbsterkenntnis. Den Willen Gottes zu tun, das ist die physische Welt. Wenn du den Willen Gottes nicht tun kannst, kennst du die physische Welt nicht. Ich – das ist die physische Welt. Du – das ist die geistige Welt. Du kannst keine klare Vorstellung von der geistigen Welt haben, wenn du nicht den Sinn jenes Reichs verstehst, das in dir selbst ist.
Du musst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit verstehen. Wenn du die Bedeutung von „er“ nicht verstehst, kannst du die mentale oder göttliche Welt nicht verstehen. Jeder Mensch muss also mit den drei Pronomen – ich, du, er – beginnen. Diese Wörter müssen im Menschen lebendig werden. Wie werden sie zum Leben erweckt? Sie sind kein Apfel- oder Weizensamen, die man pflanzt und danach probiert. Wenn du ein Weizenkorn in der Scheune aufbewahrst, kannst du es jahrelang aufbewahren, aber du wirst nie wissen, welche Kräfte in ihm verborgen sind. Erst wenn man es pflanzt, kann man die Kräfte, die im Weizenkorn verborgen sind, verstehen. Worte, die nicht gepflanzt werden, bleiben wie Samen in der Scheune, die ihre Kraft nicht entfalten. Kraftlos sind solche Worte. Damit jedes Wirt als Idee, als Realität stark wird, muss es in den Menschen eingepflanzt werden und dort zum Leben erwachen. Dies geschieht in der mentalen Welt des Menschen. Dort werden die Worte zum Leben erweckt.
Die Hirten, von denen wir hier sprechen, repräsentieren also das menschliche Herz. Die Gefahr besteht darin, dass zu den Schafen auch die Wölfe kommen. So wie die Schafe unter den Wölfen leiden, so leidet das Herz unter den Wölfen.
Wenn ich jetzt die Zeitungen lese, sehe ich, dass zwar gute Dinge über die Lehre Christi geschrieben werden, aber Seine Lehre nicht angewandt wird. Sie wird im zukünftigen Zeitalter angewandt werden. Seit der Zeit Christi sind nur zwei Tage vergangen. Dieses Zeitalter ist vorbereitend. Ich nenne dieses Zeitalter das Zeitalter der Erlösung. Wir müssen also die Menschen, die ertrinken, aus dem Wasser holen und sie retten. Erlösung bedeutet, den Ertrinkenden aus dem Wasser zu holen. Aber wenn jemand Christ wird, um aus dem Wasser gezogen zu werden, nützt das nicht viel. Christ werden heißt lernen. Was hat er gewonnen, wenn er glaubt, dass Gott die Welt geschaffen hat? Der Christ muss nicht nur erlöst werden, sondern er muss auch die Bedingungen für seine Arbeit erhalten. Ihr seid seit so vielen Jahren Christen, aber was habt ihr erreicht? Was sollte den heutigen Christen gepredigt werden? Bisher wurde ihnen gepredigt, dass Christus für die Sünder gestorben ist und die Sünde der Menschheit gesühnt hat. In dieser Welt, in der Christus die Sünden gesühnt hat, kämpfen alle – Priester, Lehrer, Prediger – ohne Weiteres. Jeder ist auf der Suche nach so viel Geld, wie er bekommen kann, wie er sich selbst einrichten kann, wie er für sein Leben sorgen kann.
Wenn Christus heute käme und sich alle Gläubigen ansähe, die Seine Lehre angenommen haben, was würde Er sagen? Zunächst einmal haben die Menschen nicht einmal eine Ahnung von Christus. In den Zeitungen gab es ein Porträt von Christus, das von irgendeinem Künstler gemalt wurde, aber wenn ich nicht darunter gelesen hätte, dass es Christus ist, hätte ich ihn für einen General gehalten. Sein Gesicht ist männlich, rau. Bisher hat man Christus zumindest mit einem weiblichen Gesicht gemalt, und auf diesem Bild ist er sehr grob. Die Kampfeslust des Menschen liegt in seiner Stärke. Ohne Stärke kann man kein Krieger sein. Meiner Meinung nach ist ein echter Soldat, ein echter General derjenige, der auch dann, wenn ihn eine Kugel trifft, sich ein wenig abwischen und weitergehen wird. Auch wenn er nicht nur von einer Kugel getroffen wird, sondern von zwei, drei, vier, fünf oder mehr, sollte er seinen Weg fortsetzen. Das ist ein echter Held. Und so ist es kein Heldentum, von der allerersten Kugel zu Boden gestoßen zu werden. Auch im Krieg gibt es etwas Schlechtes und etwas Gutes. Im Krieg sieht man sowohl das Gute als auch das Schlechte im Menschen. Die Kriege von heute sind zivilisierter: auf der einen Seite wird getötet, auf der anderen Seite wird medizinisch behandelt. Schwestern der Barmherzigkeit, Ärzte werden kommen, sie werden die Wunden verbinden, sie werden den Soldaten trösten, dass er für das Vaterland gelitten hat. Dann werden sie ihn dafür belohnen, dass er heldenhaft für sein Vaterland gekämpft hat.
Diese Dinge sind gut, aber ich sehe das ein wenig anders. Wie wäre die Situation eines Vaters, der zehn Söhne hat und feststellt, dass sie sich untereinander streiten, wer wie viel mehr vom Besitz des Vaters bekommen soll? Er findet sie mit eingeschlagenen Köpfen, mit gebrochenen Armen und Beinen vor. Was wird dieser Vater sagen? Das wird ihm nicht guttun. Er wird mit seinen Söhnen nicht zufrieden sein. Jetzt sind alle Menschen in zwei Parteien, in zwei Kategorien geteilt: die einen sympathisieren mit den westlichen Völkern, die anderen mit den östlichen. Der eine sympathisiert mit England, mit Frankreich, der andere mit Deutschland, mit Russland. Und das ist gut so, aber die Frage ist, wer auf der richtigen Seite steht. Die Frage ist, wessen Sache die gerechte ist. Entscheidend ist, wer sich für die Menschheit einsetzt. Wenn ein Krieg stattfindet, muss er zum Wohle der Menschheit sein. Wenn ein Krieg nur aus persönlichem Ehrgeiz geführt wird, ist er sinnlos. Kürzlich war in den Zeitungen der Artikel eines englischen Erzbischofs zu lesen, der schrieb: „Wir Engländer müssen unsere Fehler erkennen. Wir haben mit dem Vertrag von Versailles einen großen Fehler begangen, und deshalb müssen wir unser Unrecht korrigieren, uns selbst und unseren Versprechen treu bleiben. Wir sind nicht arm. Wir sind das reichste Volk und müssen daher etwas für die Menschheit tun. Wir brauchen nichts, aber wir dürfen andere Völker nicht unterdrücken. Wenn wir sie weiterhin unterdrücken, haben wir nichts Gutes zu erwarten. Was wir tun, ist nicht richtig.“
Wie ihr seht, wagt es ein Engländer, die Missstände in seinem Land aufzuzeigen. Er sagt die künftige Situation Englands voraus, wenn die Missstände nicht behoben werden. Er sagt, dass die Dinge nicht zum Besten stehen, aber die Engländer selbst glauben nicht daran, was er sagt.
Jeder Mensch ist in sich selbst gespalten: Sein Verstand unterstützt die Seite Englands und Frankreichs, und sein Herz – die Seite Russlands und Deutschlands. Und der menschliche Wille ist sowohl hier als auch da. Bisher ist er neutral. Verstand und Herz repräsentieren die Kriegsparteien und der Wille verhält sich neutral. Alle neutralen Menschen sind im Willen, dort werden sie versöhnt. Der Wille schaut, wer von beiden gewinnen wird – der Verstand oder das Herz. Wenn der Verstand gewinnt, wird sich der Wille auf seine Seite schlagen; gewinnt das Herz, wird der Wille seine Seite beziehen.
Jetzt betrachten wir die Dinge aus einem Blickwinkel, mit dem man sich identifizieren muss. Jedem Volk muss man die guten Eigenschaften anerkennen, die es besitzt. Und egal welche Fehler es macht, es muss bereit sein, diese zuzugeben. Es gibt ein Gesetz in der Heiligen Schrift, das besagt: Wenn ein Sünder sich von seinem sündigen Leben abwendet und nur eine gute Tat vollbringt, werden seine Sünden nicht in Erinnerung bleiben. Dies ist das göttliche Gesetz. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang schlecht gelebt hat, aber eines Tages es bereut und eine gute Tat vollbringt, werden seine Sünden ausgelöscht. Dieses Gesetz hat auch die umgekehrte Bedeutung. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang gut gelebt hat, aber eines Tages von diesem Leben abweicht und beschließt, das schöne Leben zu genießen, werden seine guten Taten nicht in Erinnerung bleiben.
Es ist besser, in der Lage von Sündern zu sein, die ihr ganzes Leben lang schlecht gelebt haben, aber eines Tages bereuen und sich der guten Seite des Lebens zuwenden, als in der Lage eines rechtschaffenen Menschen zu sein, der sein ganzes Leben lang gut gelebt hat und sich am Ende seines Lebens der schlechten Seite zuwendet. Ich glaube, ihr stimmt mir zu. Ihr stimmt mir zu, weil ihr dieselben Überzeugungen habt. Das erste Gesetz ist für uns realer. Allerdings muss man sich vor einer Ausschweifung hüten. Wir müssen unparteiisch sein, denn alle Völker, die es seit Menschengedenken gegeben hat, hatten und haben ihre Mission. Auch die Völker werden wie Persönlichkeiten beurteilt.
Jedes Volk hat seine guten und schlechten Eigenschaften. Wenn ihr die gute Eigenschaft eines Landes erwerben wollt, müsst ihr es lieben. Wenn ihr zum Beispiel Ehrlichkeit lernen wollt, müsst ihr die Engländer lieben. Wenn ihr fleißig sein wollt, müsst ihr die Deutschen lieben. In dieser Hinsicht sind sie äußerst fleißig. Wenn ihr einem Deutschen eine Aufgabe gebt, braucht ihr ihn nicht zu kontrollieren; er wird sie selbst erledigen und sie pünktlich abliefern. Er mag es nicht, Dinge in die Länge zu ziehen. Wenn du Gott dienen und deinen religiösen Sinn entwickeln willst, musst du die Slawen, insbesondere die Russen, liebgewinnen. Wenn du feine Umgangsformen haben willst, musst du die Franzosen liebgewinnen. Wenn du musikalisch werden willst, musst du die Italiener liebgewinnen. Ständig sieht man, wie der Italiener eine
Gitarre hält und spielt und singt. Von den Amerikanern wirst du manche ihrer Eigenschaften übernehmen, und auch von den Bulgaren. Wenn jemand so standhaft werden will, dass man ihn mit neun Paar Büffeln fortbewegen muss, dann soll er den Bulgaren liebgewinnen.
Ich sage also: Die Völker sind das Spiegelbild der gesamten Menschheit im Dasein. In jedem Volk kommt der göttliche Plan zum Tragen. Die heutigen Völker befinden sich in der Lage, sich mit Gott abzustimmen. Alle Völker werden sich zu einem Ganzen zusammenfügen. In der Zukunft wird es nur ein Volk geben, ein vernünftiges Volk, und das ist das göttliche Volk. Dann werden alle Völker – Engländer, Franzosen, Deutsche, Italiener, Russen, Bulgaren, Serben, Montenegriner, Finnen, Schweden, Norweger, Japaner, Chinesen und alle anderen Völker, die ich nicht erwähnt habe, die aber Gott erwähnen wird, ein großes Volk bilden – ein göttliches Volk. Und schließlich möge Gott auch euch erwähnen, nicht nur euch, sondern es möge auf der ganzen Erde keinen einzigen Menschen geben, den Gott nicht erwähnen würde. Das wird ein Wohl für alle sein. Gott hat einen Plan für die Zukunft, den er nach und nach umsetzen wird.
Die Leiden, die wir erleben, so schlimm sie auch sind, stellen das Werk eines großen Bildhauers oder Architekten dar, der jetzt baut. Diese Leiden sind vorübergehend. Leiden, Tod, das sind Methoden, mit denen sich der Mensch entwickelt. Eines Tages, wenn wir den Sinn des Leidens erkennen, werden wir Gott für all die Leiden danken, die uns widerfahren sind. Werden wir leben können, wenn sich das Schaf nicht für uns opfert? Werden wir leben können, wenn sich keine Obstbäume für uns opfern? Was würde aus uns werden, wenn sich die Bäume nicht für uns opfern würden, damit wir sie verbrennen und ihre Wärme genießen? Wenn sich Luft, Wasser und Licht nicht für uns opfern würden, wie wäre dann unsere Situation?
Alles auf der Welt ist ein Opfer. Alles dient dem Gesetz des Opfers, nicht um zu verschwinden, sondern alles kommt in die Welt, um den Menschen zu entwickeln. Was würde aus uns werden, wenn das göttliche Licht nicht in unseren Verstand eindringen würde? Wenn die göttliche Wärme nicht in unsere Herzen eindringen würde, was würde dann mit uns geschehen? Und wenn die göttliche Kraft nicht in unseren Organismus eindringen würde, was könnten wir dann tun? Wie sähe unser Leben aus, wenn wir keine Luft, kein Wasser, kein Licht, keine Nahrung und keine Menschen um uns herum hätten, die uns lieben? Und nach all dem fragen die Menschen, ob es einen Gott in der Welt gibt. Wenn du denkst, dann ist Gott in deinem Verstand. Wenn du fühlst, ist Gott in deinem Herzen. Wenn du arbeitest, ist Gott in deinem Willen. Wenn du friedlich schläfst, ist Gott in deinem Schlaf. Wenn du reich wirst, ist Gott in deinem Reichtum. Wenn du arm wirst, ist Gott in deiner Armut. Wenn du krank bist, ist Gott in deiner Krankheit. Wenn du gesund bist, ist Gott in deiner Gesundheit. Wenn du singst, ist Gott in deinem Lied. Krankheit ist ein großer Segen. Wenn dies der Fall ist, kannst du sie nicht vermeiden. Wie auch immer du leidest, ist dein Leiden ein Segen. Es ist das Endergebnis, das uns gegeben wird. Durch das Leiden bilden wir uns einen Begriff vom Opfer.
Glaubt ihr, dass derjenige, der uns geschaffen hat, gleichgültig ist? Alle gehen auf Ihn zu. Von allen Seiten ertönt ein großer Ruf. Gott hat alles in Hülle und Fülle gegeben, und überall hört man Stimmen der Unzufriedenheit, des Murrens. Wisst ihr, was für ein Gemurre es in der Welt gibt? Wisst ihr, wie viele Milliarden von Anträgen dem Herrn übergeben wurden? Jeder ist mit seiner Situation unzufrieden, und der Herr muss alle zufrieden stellen. Alle kritisieren Ihn, aber Er erträgt alles geduldig und hilft. Wisst ihr, was die Langmut Gottes ist? Wenn die Menschen das Leben betrachten, sagen sie: „Gott gibt es nicht“. Warum? – „Weil Er die Welt nicht so geschaffen hat, wie sie sein sollte. Wenn Gott existieren würde, hätte Er die Welt in Ordnung gebracht“.
Alles dasjenige, mit dem die Menschen unzufrieden sind, stellt Methoden zum Erkennen Gottes dar. Die Krankheiten kommen allein aus dem Grund, damit man Gott erkennt. Wenn du krank bist, erkenne Gott in deiner Krankheit. Wenn du ihn kennst, wirst du geheilt werden. Wenn du Gott in deinem Reichtum erkennst, wirst du großzügig sein. Weil du Ihn nicht kennst, ist dein Herz verschlossen. Du bist ein großer Geizhals, du sitzt da und weißt nicht, was du tun sollst. Wenn du ein gelehrter Mensch bist und in deiner Gelehrsamkeit Gott erkennst, wirst du deine Theorien verwirklichen. Wenn du unwissend bist, aber Gott in deiner Unwissenheit erkennst, wird der Wunsch zu lernen in dir entstehen und dir werden die Bedingungen zum Lernen gegeben. Wen auch immer du triffst, du wirst ihn lieben und einen Teil seines Wissens wahrnehmen.
Trotzdem wird heute die Lehre gepredigt, dass Gott nur im Himmel ist. Das ist richtig. So viel wussten die Menschen früher, so viel konnten sie sagen. Aber ich sage: Wenn ihr an einer Krankheit leidet, egal welcher, dann ist Gott in der Krankheit da. Wenn ihr Ihn erkennt, verschwindet die Krankheit. Wenn ihr Ihn nicht erkennen könnt, bleibt die Krankheit bei euch. Wenn du zu beten beginnst, betet die Krankheit mit dir und verschwindet. Wenn du nicht betest, bleibt die Krankheit, um dich zu quälen. Sie fragt dich: „Kennst du den Herrn?“-„Ich kenne ihn nicht.“ Wenn du Ihn nicht kennst, nimmt sie ein Messer und sticht dich. Dann fragt sie dich erneut: „Kennst du den Herrn?“ – „Ich kenne Ihn nicht.“ Wenn du Ihn nicht kennst, nimmt sie noch ein Messer und sticht dich. So nimmt sie ein Messer nach dem anderen, bis du schließlich sagst, dass du Ihn kennst. Sobald du sagst, dass du Gott kennst, kommen die Messer nacheinander heraus und du bist geheilt. Die Krankheit selbst nimmt die Messer heraus und legt dir Heilmittel an. Wenn Gott kommt, fragt Er: „Warum ist dieser Mann so durchbohrt?“ Die Krankheit sagt: „Sag dem Herrn nichts, aber danke mir, dass ich dich wieder auf den rechten Weg gebracht habe.“
Ihr befindet euch jetzt in einem neuen Jahr, 1940, aber ich sage euch nichts darüber. Ihr wollt wissen, wie dieses Jahr sein wird. Was dieses Jahr sein wird, braucht ihr nicht zu wissen. Das Wichtigste ist, dass jedes Jahr eine neue Ära einleitet. Ihr werdet die Stimme dieses Jahres später hören. Es gibt ein Beispiel mit Nasreddin Hodscha, es ist eine Anekdote. Es gab eine Zeit, in der seine Angelegenheiten überhaupt nicht gut liefen. Wohin er auch ging, um etwas zu erbitten, er ging leer aus, niemand gab ihm etwas. Schließlich beschloss er, in das Haus eines reichen Kaufmanns zu gehen, um etwas zu stehlen. Zu diesem Zweck nahm er eine Feile und begann, an der Tür zu sägen. Als einige Leute ihn vor der Tür des reichen Kaufmanns sitzen und etwas feilen sahen, fragten sie ihn: „Was machst du hier, Nasreddin Hodscha?“-„Ich spiele die Fidel.“-„Warum hört man ihre Stimme nicht?“-„Ihre Stimme wird man morgen hören.“
Ich sage: „Die Stimme dieses Jahres wird man erst in 999 Jahren hören. Dieses Jahr ist ein Sonnenjahr. Erstens habt ihr die Zahl 19, die eine Glückszahl ist. Die Zahl 19 ist der himmlische Herr, der alles in der Welt geschaffen hat. Die Zahl 40 steht für den Einfluss der Sonne. Die Null am Ende steht für die Ewigkeit, die die guten Sachen gebracht und unter die Glucke gelegt hat, damit sie ausgebrütet werden. Wenn die Jungen schlüpfen, werdet ihr sehen, ob es Tauben, Enten, Turteltauben, Schlangen oder Eidechsen sind. Es dauert lange, bis sie alle geschlüpft sind, also habt keine Angst. Wenn ihr 999 Jahre wartet, wird Folgendes passieren – die Menschen werden die Schlangen als Seile benutzen, um ihre Kleidung darauf zu hängen. Sie werden lebende Seile verwenden. Wenn die Schlange lang ist, wird ein langes Seil aus ihr gemacht. Solange die Kleider darauf hängen, bleibt sie straff. Wenn du die Kleider wegnimmst, wird sie schrumpfen. Dann fütterst du sie ein wenig, denn du brauchst sie für eine zweite und dritte Wäsche. Dann wird die Schlange keine lebenden Frösche mehr verschlucken. Sie wird ihr Handwerk aufgeben und sagen: „Früher habe ich lebende Frösche gefressen, aber jetzt will ich niemanden mehr fressen“.
In einer seiner Geschichten beschreibt ein Franzose die Entmutigung eines großen Teufels, dessen Namen ich nicht nennen will. Als der Teufel sah, dass seine Werke keinen Erfolg hatten, wurde er entmutigt und zog sich von den Menschen zurück, er zog sich wie ein Heiliger an einen abgelegenen Ort zurück und begann, über seine Situation nachzudenken. „Was ist zu tun?“, fragte er sich. – Ich stecke ganz schön in der Klemme. Mein Werk ist gescheitert, es ist ins Wasser gefallen. Alles, was ich hatte, habe ich verloren. Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Er saß nachdenklich da, aber er konnte nicht weinen, damit er sich erleichtern konnte. „Früher haben mir die Menschen geglaubt, auf mich gehört, aber jetzt glauben sie mir nicht mehr, sie hören nicht mehr auf mich. Einst war ich Herrscher, ich hatte ganze Königreiche, aber jetzt habe ich nichts mehr.“ Auf einmal sah er, dass Christus auf ihn zukommt. Da begann der Teufel den Kopf zu schütteln und sagte: „Du kommst sehr spät. Ich war einmal Herrscher, ich verfügte über ganze Königreiche, die ich dir geben konnte, aber jetzt habe ich nichts mehr, niemand glaubt und hört mir zu. Du kommst zu spät. Warum hast du nicht auf mich gehört, als du jung warst? Jetzt ist es schon zu spät, ich kann dir nichts geben.“ Christus sagte ihm: „Ich möchte nichts von dir, du brauchst mir nichts zu geben, ich bin gekommen, um dich von einem großen Leiden zu befreien.“
Christus sah zwei große Schlangen auf seiner Brust, die ihn aussaugten. Christus stieß die Schlangen weg und heilte ihn. Dann übertrug Christus dem Teufel die Verantwortung und sagte zu ihm: „Du hast große Erfahrungen im Leben gemacht, also übertrage ich dir die Verantwortung, den Menschen zu zeigen, wie sie arbeiten sollen. Du wirst sie aus deiner Erfahrung heraus unterrichten.“ Der Teufel war zufrieden, dass der Herr ihm die Möglichkeit gab, am zukünftigen Reich teilzuhaben. Nun werdet ihr mich fragen, ob das wahr ist. Ihr werdet nach diesem französischen Schriftsteller suchen und ihn fragen, ob das, was er geschrieben hat, wahr ist.
Viele schwelgen in der Vergangenheit und meinen, dass die Vergangenheit gute Dinge enthält. Das Gute in der Welt, ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, ist der Geist. Das Große in der Welt ist der Geist. Wenn der Geist im Verstand des Menschen gegenwärtig ist, fühlt er sich anders. Ein angenehmes Licht geht von seinem Verstand aus. Der Geist dieses Menschen arbeitet, er fühlt sich, als hätte er Flügel. Wenn der Geist im Herzen eines Menschen zu wirken beginnt, fühlt er sich mächtig und zu allem bereit. Eine angenehme Wärme geht von seinem Herzen aus, und er ist von erhabenen Gefühlen erfüllt. Für diesen Menschen ist nichts unmöglich. Wenn der Geist im menschlichen Willen wirkt, ist der Mensch bereit, selbst die mühsamsten Dinge mit Freude zu tun.
Ich sage also: Die neue Lehre besteht im Kommen des Geistes. Der Geist kommt, um in unserem Verstand zu wirken, um Licht zu bringen, mit dessen Hilfe die Menschen alle Fragen lösen können: familiäre, politische, soziale. Der Staat muss die politischen Fragen richtig lösen. Auch die Völker müssen ihre Aufgaben richtig lösen. Die Völker, die Staaten, die Priester, die Lehrer, die Herrscher, die Beamten – sie alle müssen ihre Aufgaben lösen und zwar richtig. Um eine Frage richtig zu lösen, braucht man drei Dinge: einen hellen Gedanken, ein warmes, helles Gefühl und eine helle Tat. In der heutigen Sprache ausgedrückt: Um eine Frage richtig zu lösen, müssen der Verstand, das Herz und der Wille gleichzeitig an der Lösung beteiligt sein. Ihr müsst eine gute Beziehung zu eurem Verstand und zu eurem Herzen haben, denn sie sind vernünftige Wesen. Manchmal irrt sich das Herz, aber das liegt am Unverständnis. Und der Verstand irrt manchmal vor lauter Wissen und Verstehen.
In Bulgarien, in Sofia, gab es einen Professor, einen sehr gelehrten Mann, Bachmetiew [1], der sich mit hochwissenschaftlichen Fragen beschäftigte, aber gleichzeitig auch die Kryobiologie studierte. Ich sage, dieser Professor, der Experimente zum Einfrieren und Auftauen von Fröschen durchführte, machte auch Experimente mit sich selbst. Der Mann hat Versuche gemacht. Der König Salomo der Hebräer hatte 300 Frauen und 900 Nebenfrauen, allesamt 1200 Weiber. Warum hatte er so viele Ehefrauen? Er hat auch Versuche gemacht. Es ist unheimlich zermürbend, sich mit so vielen Frauen herumzuschlagen. Dafür ist ein Verstand erforderlich. Ihr werdet sagen, das wae große Gier. Das war keine Gier. Was ist mit der Königin in einem Bienenstock, die mit dreißig- oder vierzigtausend Arbeitsbienen und etwa vier- oder fünfhundert Drohnen zu tun hat? Eine Sache gibt es, die ich an den Bienen mag – sie sind nicht eifersüchtig. Sie alle stellen sich vor die Königin und sagen: „Wen die Königin wählt, ist ihrer würdig“, und alle anderen singen um sie herum. Wenn sie einen ausgewählt hat, gehen die anderen hinaus und kommen zurück, singen, es gibt keinerlei Streit unter ihnen. Die Bienen haben in dieser Hinsicht Verständnis.
Aber haben die Menschen das Verständnis der Bienen? Die gegenwärtigen Menschen erleben beide Kulturen – die Vielweiberei und die Vielmännerei. Die Männer halten an der Vielweiberei fest und die Frauen an der Vielmännerei. Beide Parteien haben Recht. Die Vielweiberei entstand, als die Männer unter sehr schlechten Bedingungen lebten. Damals brachten sich die Männer gegenseitig um, so dass viele Frauen auf wenige Männer kamen. Dann kam ein anderes Zeitalter, in dem die Frauen sich gegenseitig umbrachten, so dass es für viele Männer nur wenige Frauen gab. Die Bedingungen haben also sowohl die Vielweiberei als auch die Vielmännerei hervorgebracht. Das ist ein Versuch der Natur. Während des Hundertjährigen Krieges wurde in Deutschland ein Gesetz erlassen, das jeden Mann zwang, mehrere Ehefrauen zu haben. Als die Anzahl der Männer und Frauen gleich wurde, hat der Staat selbst dieses Gesetz abgeschafft.
Ich sage also: Die Menschen schaffen mit ihrem unvernünftigen Leben solche Dinge, die in Disharmonie mit dem göttlichen Anfang stehen. In der Heiligen Schrift heißt es, dass der Mann seine Mutter und seinen Vater verlassen und seiner Frau anhangen wird. Mit anderen Worten: Der Verstand wird alles andere verlassen und sich an das Herz klammern. Jetzt müssen Verstand und Herz zusammenarbeiten. Und der Wille ist das Kind, das aus dem Verstand und dem Herzen geboren ist. Wenn jemand keinen Verstand und kein Herz hat, kann er auch keinen Willen haben. Wenn jemand einen Willen hat, ist das ein Zeichen dafür, dass er ein gutes Herz hat. Wer ein gutes Herz und einen hellen Verstand hat, hat bereits einen Willen, mit dem er arbeiten kann.
Wenn ich jetzt von den erhabenen Wesen spreche, meine ich, dass sie auch heute kommen, und nicht nur in der Vergangenheit gekommen sind, wie ihr denkt. Nun werdet ihr sagen: Kann man hier den Duft einer Nelke wahrnehmen, ohne dass sie geblüht hat? Kann ein Küken erscheinen, ohne aus dem Ei geschlüpft zu sein? Das ist unmöglich. Damit die Dinge also existieren können, muss es notwendigerweise eine Wirklichkeit geben. Das neue Zeitalter, das jetzt kommt, wird die Liebe in die Welt bringen. Christus wird geboren, um die Liebe in die Welt zu bringen als eine Kraft, die zwei Eigenschaften gleichzeitig enthält: kinetische und potentielle Kraft. Wenn ich jemanden treffe, messe ich, wie viel Potenzial an Liebe in ihm steckt. Jemand hat nur eine Einheit Potenzial, ein anderer hat zwei Einheiten, wieder ein anderer hat drei, vier, fünf, sechs Einheiten. Wer sechs Einheiten Potenzial der Liebe in sich trägt, ist stark in der Liebe. Wenn man musikalisch ein Potenzial hat, ist das die Terz. Diese Terz kann mit C und E oder mit E und G beginnen – es hängt davon ab, von welchem Ton man ausgeht, um den Zweck der Terz zu bestimmen. Ich kann ein Lied aus einer Sekunde, einer Terz, einer Quarte, einer Quinte komponieren und denken, das sei eine Art musikalisches Gesetz. Wenn man die Gesetze der Musik nicht versteht, kann man nichts von einem musikalischen Ton verstehen.
Ob ein Musikstück gut ist oder nicht, erkennt der Mensch daran, wie es auf seinen Verstand und sein Herz wirkt. Wenn ein klassisches Musikstück gleichzeitig auf meinen Verstand, mein Herz und meinen Willen positiv wirkt, ist es gut. Wenn es sich nicht gut auf meinen Verstand, mein Herz und meinen Willen auswirkt, ist es nicht gut. Es gibt Stücke, die gesund auf die Menschen wirken. Wenn du solche Stücke singst oder jemandem beim Singen zuhörst und du Schmerzen in den Füßen hast, werden die Schmerzen aufhören. Andere Stücke haben eine gesunde Wirkung auf den Unterleib, auf den Kopf, und wenn du Schmerzen im Unterleib oder im Kopf hast, hören die Schmerzen sofort auf. Es gibt Lieder, die eine gute Wirkung auf den Verstand und das Herz haben. Wenn du irgendeine Störung dort hast, verschwindet diese Störung sofort.
Wenn ihr also in ein Konzert geht, könnt ihr beobachten, wie diese Musik auf euch wirkt. Sie geht durch den Menschen und kann die Zuhörer nicht unberührt lassen. Vor allem, wenn ihr ein Konzert besucht, bei dem ein ganzes Orchester von fünfzig bis siebzig oder mehr Musikern spielt. Alle diese Musiker vermitteln etwas von sich selbst. Dieses Spiel ist ein göttlicher Akt. All diese Menschen sind konzentriert und durch sie wird die göttliche Energie übertragen.
Ich beobachte, wie jemand in ein Konzert geht und sein Buch herausnimmt, um zu prüfen, wie die Orchestermitglieder spielen. Er möchte anhand seiner Noten kontrollieren, wie sie spielen, aber gleichzeitig kann er das Gespielte nicht erleben und nutzen. Ihr braucht nicht den Orchestermusiker zu kontrollieren. Er wird sich selbst überprüfen, er wird seinen Fehler selbst finden. Der Kapellmeister eines Orchesters oder der Dirigent eines Chores sollte sich nicht von dem Ehrgeiz leiten lassen, dem Publikum zu gefallen, sondern danach streben, das göttliche Gut zu vermitteln, das im Inhalt der Musik verborgen ist. So müssen sie das Publikum in die göttliche Welt versetzen, damit es sieht, was durch die Musik an Gutem herabkommt. Wenn dies den Musikern gelingt, werden alle Zuhörer ein neues Leben in sich spüren, wenn sie das Konzert verlassen.
Ein Engländer erzählte von seiner Erfahrung. Als er in einem Konzert war, in dem eine der Schülerinnen Paganinis spielte, Camilla Urso, wurde er geradezu in eine andere Welt versetzt. Sie spielte das Stück „Der Traum des Lebens“, das eine solche Wirkung auf ihn hatte, dass er bereit war, seinen ganzen Reichtum zu verschenken. Das Göttliche hat ihn also an diesem Tag besucht. Das Evangelium ist auch wahrhafte Musik für denjenigen, der es versteht. Dort heißt es, dass die Engel mit Gesang und Musik vom Himmel herabsteigen.
Ich sage also: Die heutige Menschheit braucht Arbeit. Alle Menschen müssen in sich den geringsten Anstoß der Liebe aufnehmen und mit ihr arbeiten. Dasjenige, das die Menschheit vor allen Missständen im Leben retten kann, ist der geringste Anstoß der Liebe. Sie müssen die Liebe annehmen, um diesen geringsten Anstoß zu erlangen. Die Liebe ist der geringste Anstoß, der im menschlichen Verstand, Herzen und Willen auftaucht. Wenn die Menschen auf diesen geringsten Anstoß gehört hätten, wären ihre Angelegenheiten mindestens zu 90% geregelt. Wenn der geringe Anstoß zum Menschen kommt, lehnt er ihn ab und sagt: „Es ist nicht das, was ich erwartet habe“. Er rechnet damit, in Zukunft etwas Grandioses zu erhalten und ahnt nicht, dass der geringe Anstoß in sich das Göttliche enthält. Gerade in diesem geringen Anstoß ist das Göttliche verborgen. Das müsst ihr annehmen, ihr müsst daran glauben.
Ihr sagt, ihr könnt nicht einfach glauben, ihr wollt, dass das euch bewiesen wird. Wie soll das euch bewuesen werden? Das muss zuerst erfahren werden, danach sind keine Beweise mehr notwendig. Nur Dinge, die man nicht erfahren hat, bedürfen der Beweise. – „Beweise mir doch, ob Gott in der Welt existiert oder nicht!“ – Wie soll ich dir beweisen, ob Gott existiert oder nicht! Ich sehe, dass du arm bist, du hast keinen Groschen in deiner Hosentasche und deshalb hast du einen Groll auf Gott. Sieh, wie ich diese Frage lösen werde. Wieviel Geld brauchst du? Ich finde, du brauchst zuerst ein schönes Mädchen, das du heiraten kannst. Dann werde ich euch beiden 100 000 Lewa geben. Werdet ihr jetzt an Gott glauben? Hier drückt ihm der Schuh. Er möchte eine Frau und Geld haben, um gut zu leben. Wenn er beides hat, glaubt er an Gott. Wenn er beides verliert, sagt er: „Ich glaube nicht mehr an Gott“.
Diese Dinge sind vorübergehend. Selbst wenn dieser Mann eine geliebte Frau hat, kann diese morgen sterben. Dann wird er wieder zu mir kommen und jammern, warum Gott ihm seine geliebte Frau genommen hat. Morgen wirst du vielleicht deinen Verstand verlieren und fragen, warum Gott dir den Verstand genommen hat. Was sollte man tun, wenn man seine geliebte Frau oder den Verstand verloren hat? Das ist die Frage. In diesem Fall sage ich: Damit deine geliebte Frau nicht stirbt, sollst du eine heiraten, die nicht stirbt. Sie soll einen jungen Mann heiraten, der nicht stirbt. – „Aber das kann nicht sein.“ – Dann wirst du lernen.
Ein Gesetz kennen wir, das lautet: Manche Menschen sind reich, weil sie mehr Gold im Blut haben, andere sind arm, weil sie weniger Gold im Blut haben. Wir wissen, dass der Magnetismus die Eisenspäne anzieht, und das Gold zieht die Menschen an. Wenn ich nun ein Kilo Gold auf den Tisch lege, werdet ihr sehen, wie ihr davon angezogen werdet. Ihr werdet euch sofort dem Tisch nähern. Und warum? Weil Gold anzieht, es hat eine anziehende Kraft. Es gibt nur wenige Menschen, die der Anziehungskraft von Gold widerstehen können. Je mehr Gold man den Leuten vorsetzt, desto mehr Leute werden vom Gold angezogen. Dies ist das gegenwärtige Verständnis der Menschen.
Ich frage: Hat derjenige, der das Gold geschaffen hat, nicht an die Bedürfnisse der gegenwärtigen Menschen gedacht? Diejenigen, die die Welt geschaffen haben, wussten, dass die modernen Menschen Gold brauchen würden. Abgesehen von den wirtschaftlichen Aspekten des Lebens, abgesehen von der Handelszirkulation, hat Gold eine weitere Rolle im Leben. Es ist ein guter Leiter der Gesundheit. Ein Mensch, der mehr Gold im Blut hat, ist immer gesund. Deshalb habe ich vielen Menschen geraten, goldene Dinge zu tragen: Ringe, Anstecknadeln, Armbänder usw. An welchem Finger tragt ihr normalerweise den Ring? An eurer Stelle würde ich den Ring nicht nur an einem Finger tragen, zum Beispiel am dritten, sondern ab und zu auch am fünften, dann am vierten, am dritten und manchmal am ersten – am Daumen – tragen. Auf diese Weise werdet ihr euren Willen härten. Gold härtet den Willen des Menschen.
Ihr mögt diese Dinge als Vergnügen betrachten, aber sie sind nicht zum Vergnügen da. In ihnen steckt eine ganze Philosophie. Im psychischen Leben des Menschen spielt Gold mit seinem Wert eine wichtige Rolle. Wenn in den Gedanken und Gefühlen des Menschen mehr Gold enthalten ist, oxidieren sie nicht. Wenn sie aber mehr Eisen enthalten, so rosten sie, d.h. sie oxidieren.
Alle Elemente der geistigen und göttlichen Welt haben einen Einfluss auf den Menschen. Zu diesem Zweck ist eine experimentelle Schule erforderlich, um die Kraft und den Einfluss der einzelnen Elemente auf den Menschen zu prüfen und zu erfahren. Man kann dem Menschen zum Beispiel eine Goldspritze geben. Wenn man ein Hunderttausendstel Milligramm Gold in das Blut gibt, treten im Menschen bestimmte Veränderungen auf. Das wird jedoch in der Zukunft überprüft werden, wenn ihr wieder auf die Erde kommt. Dann werdet ihr überprüfen, ob euer jetziges Wissen richtig ist oder nicht.
Wenn ihr in die andere Welt geht, werdet ihr alles Unnötige loswerden, und nur das Wahre wird bleiben. Viele Wissenschaftler und Philosophen gehen von hier in die andere Welt, aber wenn sie auf die Erde zurückkommen, sind sie wie Kinder, die wieder lernen müssen, weil das Wissen, das sie mitgenommen haben, nicht wesentlich ist. Viele sagen zum Beispiel, dass sie Liebe haben. Aber meiner Meinung nach muss ein Mensch, der Liebe hat, nur zwei Worte an Gott richten, und sein Gebet wird erhört. Und du betest einen Tag, zwei, drei Tage lang, aber dein Gebet wird nicht erhört.
Ihr fragt: „Warum sollte man beten?“ Komische Sache, nicht wahr, warum sollte man beten? Kann ein Mensch, der auf der Erde, in der organischen Welt lebt, sagen, dass er nicht zu atmen braucht? Seine Gesundheit wird durch seine richtige Atmung bestimmt. Und Christus sagt, dass es keine überflüssigen Worte in dem Gebet geben soll, wenn man betet. Außerdem sollte jedes Wort nur eine Bedeutung haben. Ihr werdet euch Gott mit derjenigen großen Liebe nähern, mit der ihr euch eurer Mutter und eurem Vater nähert, wenn ihr etwas von ihnen wollt. Du wirst ihnen alles erzählen, was du tust. Dann bekommst du die Hilfe, die du brauchst. Ihr werdet nur um die Dinge beten, die ihr selbst nicht tun könnt.
Ein Priester, einer der guten Priester, erzählte mir ein Erlebnis, das er hatte. Das passierte schon vor der Befreiung Bulgariens von den Türken. Der Priester musste von Varna in ein Dorf reisen, aber da er eine große Summe dabei hatte, um der Bevölkerung zu helfen, beschloss er, einen Türken mitzunehmen, der ihn vor Räubern schützen sollte. Sie machten sich auf den Weg; der Priester ging voraus, der Türke folgte. Auf einmal hörte der Priester ein Klicken hinter sich. Er drehte sich um, um zu sehen, was da los war. Er sah, dass der Türke sein Gewehr herausgeholt hatte und den Abzug einmal, zweimal, dreimal drückte, aber das Gewehr versagte. „Was machst du da?“ – „Ich wollte dich erschießen, aber mein Gewehr versagte. Verzeih mir, Papaz efendi [2].“
Der Priester dachte, der Türke würde ihn beschützen, aber der Türke klickte mit dem Gewehr hinter seinem Rücken. Der Priester erkannte seinen Fehler – er hätte keinen Türken oder sonst jemanden zu seinem Schutz holen sollen, sondern er hätte auf Gott vertrauen müssen. Nicht nur, dass der Türke ihn nicht bewachte, sondern im Begriff war, ihn zu töten. Jeder Mensch hat einen solchen Leibwächter, der ihn angeblich bewacht. Lasst die Finger von solchen Leibwächtern! Wenn der Verstand, das Herz, der Wille, die Seele und der Geist einen Menschen nicht bewachen können, ist jede andere Bewachung nutzlos. Ich kenne ein Gesetz: Wenn du einen Menschen holst, der dich beschützen soll, muss zwischen diesem Menschen und dir Liebe herrschen. Wenn zwei Menschen sich lieben, können sie sich gegenseitig beschützen. Wenn sich drei, vier, fünf oder mehr Menschen lieben, können sie sich gegenseitig beschützen. Wenn ein Volk ein anderes liebt, können sich beide gegenseitig beschützen. Der wahre Beschützer in der Welt ist die Liebe. Wenn die Liebe in den Herzen und Köpfen der Menschen wirkt, kann man sich auf sie verlassen.
Ich sage: Das sind die neuen Ansichten im Leben. Wir werden also nicht sagen, dass es einen Gott in der Welt gibt, sondern wir sagen: Es gibt eine Liebe in der Welt. Ich sehe diese Liebe, wie sie sich den Weg in den Verstand der Menschen bahnt. Sobald sie sich im Verstand des Menschen manifestiert, hat er helle Gedanken, mit denen er alle schwierigen Fragen in der Welt löst. Wenn diese Liebe in das menschliche Herz eindringt, löst der Mensch mit ihr alle schwierigen Fragen. Im Allgemeinen gilt: Wenn ein Mensch Liebe in seinem Verstand und in seinem Herzen hat, kann er mit dieser Liebe alle schwierigen Fragen lösen. Und dann kommt in ihm der Wunsch auf, den Schwachen gegenüber nachsichtig zu sein. Solange er gegenüber den Schwächeren und Geringeren nachsichtig ist, ist Gott in ihm.
Ich habe keine Zeit, dies zu beweisen, aber solange mein Verstand arbeitet, ist Gott in ihm. Solange mein Herz arbeitet, ist Gott in ihm. Solange mein Wille funktioniert, ist Gott da. Solange mein Körper gesund ist, ist Gott da. Ich sehe Gott überall und in allem. Dem Apostel Paulus, der dieses Gesetz nicht verstand, wurde ein Dorn im Fleisch gegeben, wodurch er schwach wurde. Dann betete er zum Herrn, dass er den Dorn von ihm wegnehmen möge. Da sprach Gott zu ihm: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft offenbart sich in deiner Ohnmacht. Wenn du stark bist, bin ich da. Wenn du reich bist, bin ich da. Wenn du arm bist, bin ich da. Wenn du stirbst, bin ich da. Wenn du geboren wirst, bin ich wieder da.“ Wenn du stirbst, vertraue darauf, dass du in Gottes Händen bist. Er wird dich wieder auferwecken. Ob du es glaubst oder nicht, du wirst es überprüfen.
Ich sage jetzt nicht, dass ich euch es wünsche, ich möchte euch eher gratulieren, damit Christus in euren Seelen, in eurem Verstand, in euren Herzen, in eurem Willen, in eurem Geist geboren wird. Dann werdet ihr alle die Träger jener erhabenen Zukunft sein, die jetzt in die Welt kommt.
Geheimes Gebet
Gepriesen sei der Herr, unser Gott
Sucht den Gott in eurem Verstand, in eurer Seele, in eurem Geist und in eurem Herzen.
[1] Porfirij Bachmetiew (1860 – 1913), russischer Physiker und Biologe, der 23 Jahre in Bulgarien gelebt und den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Sofioter Universität begründet hat. Von 1890 bis 1906 hat er dort unterrichtet und seine wichtigsten Entdeckungen (z.B. die Anabiose) gemacht. Bei den Studenten war er sehr beliebt und hat viele für seine Experimente begeistert; Allein schon durch seine Körpergröße von fast 2 Metern war er eine bemerkenswerte Erscheinung.
[2] „Herr Priester“ (türk).