Zwei ähnliche Aussagen Beinsa Dounos und Rudolf Steiners über den Zusammenhang zwischen Tierleiden und Infektionskrankheiten

„Warum leiden die Menschen? Weil die Geister oben Ostern haben. Die Menschen essen Tiere und die Tiere verwandeln sich in Typhus-Bazillen und fressen die menschlichen Körper, damit rächen sie sich. Die Tiere fragensich, warum es Leiden gibt. Es wird ihnen geantwortet: Weil die Menschen auf der Erde Ostern, Neujahr, Weihnachten, Nikolaus usw. feiern. Und wenn die Menschen feiern und sich am meisten freuen, tun sie den Tieren das größte Leid an. Und der Himmel bestraft die Menschen mit der gleichen Strafe: die Tiere fressen die Menschen.“ (Aus dem Vortrag Beinsa Dounos „Es gibt keine Liebe wie die Gottes Liebe“, Russe, 29.12.1920)

“Das Schlimme am Fleischgenuß ist die bleibende Wirkung des Schmerz-Verursachens und Tötens der Tiere. Diese gemarterten Tiere kehren dann wieder in der Form solcher Wesenheiten, die ihre Kraft gegen die Leiber der Nachkommen derer wenden, die sie einst getötet haben. Bazillen sind die wiederverkörperten, gequälten und getöteten, verzehrten Tiere.“ (Rudolf Steiner,  GA 266b, S. 371f.)

Eine Übung

Aus „Gespräche an den Sieben Rilaseen“, Metodi Konstantinov/Bojan Boev/Maria Todorova/Boris Nikolov, Sofia, 2011 (Neuausgabe)

Einmal gab uns der Meister eine kleine Übung:

Legt überall hier Figuren, Worte und Sätze aus Steinen. Das wird euch zugute kommen. Es wird auch der Menschheit zugute kommen, denn die den Figuren und Worten zugrunde gelegten Ideen werden als lebendige Kräfte in euch wirken und auch in die Welt gehen und dort wirken.

Jeder von euch kann das tun, wenn er irgendwohin geht – eine gehaltvolle Figur aus Steinen legen. Macht einen Kreis aus Steinen und geht weiter. Das hat einen Sinn. Ihr könnt ein Dreieck, zwei parallele Linien aus Steinen legen, den Buchstaben „L“ oder das Wort „Liebe“. Danach werden andere Menschen diese Wörter lesen. Wenn ihr Steine ​​auf diese Weise legt, werdet ihr euch zwei Stunden lang ausruhen und gleichzeitig eine Veränderung in euch bewirken. Wirkt auf diese Weise pädagogisch auf euch selbst ein.

In jedem kleinen Stein, der irgendwo hingeworfen liegt, gibt es den Wunsch, sich zu bewegen. Und wenn ihr den Stein bewegt, empfindet er große Freude. Der Stein kann sich nicht alleine bewegen. Wenn er vom Wind geschüttelt oder von einem Menschen verschoben wird, freut er sich. Große Steine ​​dürfen nicht verschoben werden, es gibt nämlich Steine, die von der Natur an ihren Platz gestellt wurden. Das sind wichtige Punkte. Bestimmte Wesen haben sie schon vor langer Zeit dorthin gestellt.

 

Das Ausbrechen von Steinen mit Dynamit ist erlaubt. Es gibt Orte, die aufgebaut werden, es gibt Orte, die zerstört werden.

Die Leute wissen nicht, dass man einem kleinen Stein einen Dienst erweisen kann.

Füllt alle Orte in diesen Bergen mit verschiedenen Figuren und Sätzen, die durch Steinelegen ​​entstanden sind.

 

Es kann nicht verborgen sein

Sonntagsvortrag Beinsa Dounos, den er am 15. September 1918 in Sofia um 10:00 Uhr gehalten hat

“Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein“ (Matthäus 5:14)

„Es kann nicht verborgen sein“. Was kann nicht verborgen sein? Eine Stadt, die auf einem Berge liegt. Das ist ein Bild, eine Figur, die zeigt, dass die Sprache Christi lebendig, bildhaft, figurativ ist. Die Sprache, der sich die Menschen bedienen, ist insgesamt figurativ.

Unter einer Figur, einem Bild verstehen wir die äußere Seite eines Gegenstandes. Wenn ihr nur die äußere Seite eines Gegenstandes oder einer Frucht betrachtet, werdet ihr nur eine partielle Vorstellung von ihnen haben, vor allem von ihrer Gestalt oder ihrem Bild. Wenn ihr seinen Inhalt und Sinn kennen wollt, müsst ihr in seine innere Seite eindringen. Die Geometrie bedient sich auch vieler Figuren. So erforscht sie das Dreieck, Viereck, Fünfeck, Vieleck, den Kreis als Formen, doch sie haben auch einen Inhalt und Sinn. Was bedeutet der Kreis – Ewigkeit. Der Mittelpunkt und die beiden Durchmesser im Kreis zeigen, dass sich die Ewigkeit selbst bestimmt hat. Wenn der Kreis, d.h. die Kurve beseitigt wird, bleiben nur die Durchmesser – das Kreuz, welches den Sündenfall versinnbildlicht. Das Kreuz wurde also nach der Kreuzigung Christi erschaffen. So wird der Kreis in der lebendigen Geometrie betrachtet. Doch die gewöhnliche Geometrie betrachtet ihn als eine Figur mit einem Mittelpunkt und Durchmessern. Sie betrachtet den Kreisumfang, die Kreisfläche und bleibt dort stehen. Weiterlesen „Es kann nicht verborgen sein“

Am 12. Februar beginnt das zehntägige Getreidefasten

Das zehntägige Getreidefasten hat Beinsa Douno zuerst allein durchgeführt. Mitgemacht hat es nur seine Köchin Jordanka Zhekova, die die Art und Weise der Durchführung erst 1953 an die Schüler weitergegeben hat. In manchen Vorträgen empfahl der Meister als Heilmittel für verschiedene Beschwerden, 10 Tage lang nur rohes, in Wasser eingeweichtes Getreide zu essen. Einzelne Schüler wie Savka Keremedtschieva, die mit besonderen Aufgaben betraut wurden (vgl.z.B. folgenden Text), hat er verpflichtet, das zehntägige Getreidefasten einzuhalten.
Das Getreidefasten beginnt am ersten Mittwoch im Februar bei abnehmendem Mond. Es ist keine Diät zum Abnehmen, obwohl das auch eine der Nebenwirkungen ist. Wichtiger ist die spirituelle Bedeutung der zehntägigen Getreidefastenzeit, die unter anderem ein Abwehrmittel gegen die ahrimanischen Angriffe darstellt (vgl. folgenden Beitrag, S. 16)
Was darf beim Getreidefasten gegessen werden? Täglich nur 100 Gramm eingeweichtes Getreide, drei Äpfel und neun Walnüsse, verteilt auf drei Tagesportionen. Ein Kilo Weizen wird in 10 Teile von je 100 Gramm eingeteilt. Die ersten 100 Gramm werden am Montag, zwei Tage vor Beginn der Fastenzeit, in ein Gefäß (am besten aus Ton) mit Wasser gegeben, damit der Weizen weich wird. Am Mittwoch wird dieser Weizen in drei Teile eingeteilt – für das Frühstück, Mittag- und Abendessen. Er wird langsam gegessen und sehr gut gekaut – jeder Schluck 99mal. Danach isst man einen Apfel und drei Walnüsse. Honig ist auch erlaubt. Man soll mindestens 7-8 Glas Quellwasser trinken.
In den letzten Jahren sind immer mehr Schüler der „Weißen Bruderschaft“ dazu übergegangen, statt Getreide Einkorn zu verwenden. Einkorn keimt schneller auf, es ist weicher und somit für viele Fastende verträglicher als Getreide. Außerdem wurde Weizen in den letzten Jahren so stark überzüchtet, dass er immer mehr Gluten und weniger gesunde Stoffe enthält. Dagegen lässt sich bei Einkorn und auch bei Dinkel, die die Menschen früher intensiv benutzt haben, der Ertrag nicht durch Düngen steigern, daher gelten diese Sorten insgesamt als gesünder. Die deutsche Mystikerin Hildegard von Bingen hat auch das Dinkelfasten empfohlen.
Ausführliche Informationen über das Getreidefasten und seine Durchführung sowie die Art und Weise des Fastenbrechens gibt es in mehreren Sprachen (wenn auch nicht ganz einwandfrei übersetzt) auf der Internetseite http://jitenrejim.bratstvoto.net/,s. Seitenende, z.B. auf Englisch und Deutsch.
An folgenden Tagen kann man 2020 mit dem Getreidefasten anfangen:
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„Glauben haben“

Im Herbst 1936 machte die Weiße Bruderschaft zusammen mit Beinsa Douno einen Ausflug zu den sieben Rila-Seen. Katja Griva befand sich in einem sehr schlechten inneren Zustand. Sie kletterte auf einen hohen Felsen und fing an, untröstlich zu weinen. Der Meister und die Freunde saßen zwischen dem vierten und dem fünften See. Der Meister sah Katja an, verstand ihre Emotionen und begann, das Lied „Glauben (sollst du) haben“ zu singen.

Fasziniert stimmten die Brüder und Schwestern ins Lied ein. Es entstand eine wunderschöne Harmonie der Brüderlichkeit, bei der sich Katjas Zustand änderte. Sie begann auch zu singen, kam zum Meister, küsste seine Hand und dankte ihm, dass er ihr geholfen hat, diesen schweren Zustand zu überwinden. So wurde das Lied „Glauben haben“ am 9. Oktober 1936  gegeben. Quelle

Да имаш вяра/Da imasch vjara – „Glauben (sollst du) haben“

Das Lied von einem Chor interpretiert

Die Interpretation von Simeon Simeonov

“Ich predige keine Überzeugungen, sondern den Glauben an den lebendigen Gott. Im Glauben gibt es keine Änderung. Du magst der letzte, ärmste Mann sein, aber wenn du Glauben hast, wirst du auferstehen; Wenn du keinen Glauben hast, wirst du scheitern und selbst das verlieren, was du schon hattest. Der Grund für jeden Sturz liegt darin, dass die Menschen keinen Glauben haben. Alle, die keinen Glauben haben, klopfen Steine ​​und sagen: „Ach, wie gut wir es früher hatten!“

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“Jemand fragt mich, ob er Geld haben werde. Öffne deinen Geldbeutel und du wirst sehen. Öffne dein Herz und schau, ob da etwas ist. Wenn du etwas drin hast, hast du Hoffnung. Öffne deinen Verstand und wenn du etwas dort hast, hast du Glauben.”

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“Ich kenne viele Menschen, die zu Christus gehen, wenn ihnen etwas Weh tut. Euch sage ich auch: Geht zu Christus, sucht nach dem lebendigen Gott, der gleichzeitig in euch und in allen Menschen lebt. Ich rede schon so viele Jahre, um euch das beizubringen. Wenn du Glauben hast, wird dir jeder zu Hilfe kommen; Wenn du keinen Glauben hast, kann dir niemand helfen. Der Glaube ist das feste Seil, das sich in den Brunnen hinabsenkt und hochzieht.”

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“Du sagst, du hast Glauben, du brauchst am Glauben nicht zu arbeiten. Woran glaubst du? An Reichtümer? Du glaubst an den Reichen, an sein Geld, an sein Haus – das ist kein Glaube. An den armen Mann zu glauben, der kein Geld, kein Haus hat – das ist der wahre Glaube.”

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“Der Glaube wird von Wesen geschaffen, die höher stehen als du, der Unglaube hingegen – von Wesen, die tiefer stehen als du. Wenn du also Glauben hast, bist du mit Wesen verbunden, die höher stehen als du. Wenn du ungläubig bist, bist du mit Wesen verbunden, die tiefer stehen als du. Wenn jemand sagt, er sei ungläubig, dann frage ich: Worin besteht sein Vorteil? Das zeigt nur, dass er sich unter dem Einfluss von Wesen befindet, die unter ihm stehen. Du fragst: „Wo sind diese Wesen?“ Es ist nicht wichtig, wo sie sind, aber du bist selbst ein Abbild dieser Wesen. Wenn du Glauben hast, zeigt dies, dass du dich unter dem Einfluss höher stehender Wesen befindest. Dann bist du ein ehrlicher Mann, du hältst dein Wort. Wer keinen Glauben hat, dreht das Steuer in alle möglichen Richtungen. Wenn ihr also sagt, dass ihr an Gott glaubt, würde ich mich freuen, würde ich wünschen, dass das wahr wäre. Warum? Weil Gott mich so erschaffen hat, dass Er die Dinge in mir regelt. Etwas Besseres als das gibt es nicht. Ihr sagt, ihr habt Glauben, aber wie oft ändert sich eure Stimmung täglich? Ihr müsst also wissen: Der Glaube geht von Wesen aus, die höher stehen als ihr und deren Evolution abgeschlossen ist. Wenn ihr das glaubt, wird alles geregelt werden, aber wenn ihr ungläubig seid, deutet das darauf hin, dass ihr mit Wesen verwandt seid, die unter euch stehen. Und solange ihr euch von ihnen führen lasst, wird euer Leben nie in Ordnung sein.”

 

 

 

Aus Bojan Boevs Buch „Gespräche an den Rilaseen“

 

24. Gespräch mit dem Meister

10 Uhr morgens. Seen, Felsen, Gipfel – alles ist üppig in Sonnenlicht getaucht. Das blaue Firmament bringt Frieden, Ruhe und Vertrauen in die rationalen Grundlagen des Lebens der Seele.

Auf einer schönen Anhöhe steht das Zelt des Meisters. Alle sind um ihn herum versammelt. Die Gesichter sind fröhlich und strahlend. Ist das nicht ein Vorgeschmack auf die schöne Welt, die der morgige Tag bringt? Wir kamen auf das majestätisches Bild vor uns zu sprechen. Der Meister sagte:

– Dies ist ein großartiger Bau! Millionen von Jahren haben hier fortgeschrittene Wesen nach einem großen Plan gebaut! Ein hoher Ideengehalt wird in den neuen Tourismus eingebracht. Der Berg ist ein Ort zum Lernen und Arbeiten. Und die Arbeit, die wir hier leisten, hat eine innere Seite.

Ein Naturgesetz besagt: Alles, was du draußen tust, weckt einen ähnlichen Prozess im Bewusstsein. Wenn du die Quelle hier draußen reinigst und verschönerst, lässt du dabei auch die Quellen in den Tiefen deiner Natur fließen.

Wenn du die Dinge draußen ordnest, so bringt dies mit einem alchemistischen Prozess die gleiche Ordnung in die Welt deiner Gedanken, Gefühle und Handlungen. Das lässt sich auch in der Erziehung anwenden.

Dann ging es um die Probleme, die die heutige Kultur betreffen. Jemand fragte:

– Was ist charakteristisch für die heutige Zeit?

– Heute befinden wir uns an der Schwelle des Moments, wenn die menschliche Seele aufblühen wird. Das größte und ungewöhnlichste Ereignis im Leben eines Menschen ist die Wahrnehmung des ersten Strahls der Liebe. Die Seelen haben noch nicht geblüht. Die Leiden sind eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Seele nicht vorzeitig aufblüht und vom Frost befallen wird. Allmählich werden alle Seelen aufblühen – manche früher, andere später. Jetzt muss man den Menschen über das Aufgehen und Erwachen des menschlichen Bewusstseins reden, über das Empfangen des ersten Strahls der Liebe. Diejenigen Seelen, die nach Licht dürsten, werden aufblühen und Frucht ansetzen!

– Was sind die Anzeichen des Erwachens einer Seele?

– Solange es Widersprüche in ihr gibt, ist sie noch nicht aufgeblüht, sondern befindet sich immer noch in einem Knospenzustand. Bei ihrem Erwachen verschwinden alle Widersprüche. Wenn das Weizenkorn im Speicher oder im Boden ist, liegt ein Widerspruch vor. Es kann sich nicht vorstellen, warum es manchmal von anderen Körnern von oben gedrückt wird und warum es sich manchmal in der Erde befindet. Aber wenn es auf dem Feld aufkeimt, verschwinden die Widersprüche. Das individuelle Leben der Menschen ähnelt einzelner Partikeln, die durch das Feuer gehen müssen, um zusammenzukleben. Und dieses Feuer ist die Liebe. Wenn sie nicht kommt, kann nichts getan werden. Man muss so denken, um sich selbst nicht zu täuschen.

Wenn die Sonne aufgeht, kommen die Blumen zum Vorschein. Ebenso bringt der Mensch die Schönheit seiner Natur zum Vorschein, wenn er Gott als Liebe erkennt.

Was den Menschen von innen heraus lehrt, wie man Gutes tut, wie man gut mit seinen Nächsten umgeht usw., das ist die Große Vernunft, die in ihm wirkt.

– Wie kann man sich mit der realen Welt verbinden?

– Jemand möchte ein besseres Leben als dieses haben. Es gibt ein besseres Leben – das Leben der Liebe. Sie ist die schönste Kombination zwischen den Gedanken, Gefühlen und Handlungen eines Menschen. Entferne die Widersprüche in deinem Verstand, in deinem Herzen und in deinem Willen und dann wird sich dir die reale Welt offenbaren.

Liebe ist dasjenige, was die Augen öffnet! Und dann wirst du die Schönheit des göttlichen Lebens um dich herum sehen. Die Liebe ist der am leichtesten zu verstehende, der einfachste und natürlichste Weg, auf dem man zur Realität, zum Leben gelangen kann.

Wenn ihr große Schwierigkeiten habt, seid ihr wie eine Blume, die von einem großen Felsen gedrückt wird. Aber die Natur hat einen Riss im Felsen gelassen, und die Blume muss ihn finden, durch ihn hindurchgehen, über dem Felsen herauskommen und aufblühen!

– Was bedeutet es, einen Menschen zu kennen?

– Die menschliche Seele ist ein Buch, in dem der Unendliche etwas geschrieben hat. Wenn du einem Menschen begegnest, lies das, was Gott in ihn geschrieben hat. Wenn du an der Blume vorbeikommst und lesen kannst, was der Unendliche in sie geschrieben hat, wird sie sich freuen und ihre Freude wird ein Echo in dir finden.

Freut euch, dass ihr liebt! Freut euch, dass ihr aus diesem heiligen Buch lesen könnt, in das Gott geschrieben hat! Stattdessen trauert ihr, dass ihr nicht geliebt werden! Freut euch auch wenn ihr nicht geliebt werdet, denn dann habt ihr einen Grund zum Lieben!

Es ging um die Seligpreisungen. Jemand fragte:

– Wie kommt man zu ihrer inneren Bedeutung?

– Nur durch die Liebe. Wenn jemand Liebe manifestiert, dann sind diese Seligkeiten die Formen, die Wege, auf denen er zur Realität gelangen kann. Aber die Seligkeiten sind außerhalb der Liebe unverständliche Dinge. Zum Beispiel kann ein Mensch mit äußerlichen Anstrengungen, auf mechanische Weise nicht „geistig arm“ sein, sondern nur durch die Liebe! Die Seligkeiten stellen eine Methode dar, durch die sich die Liebe auf der Erde anwenden lässt.

– In welchem ​​Verhältnis stehen Gesetz und Gerechtigkeit zur Liebe?

– Wenn wir jemanden lieben, werden wir ihm das Recht geben. Zum Beispiel wird ein Vater, der seinen Sohn liebt, ihm Land und Rechte geben und ihn bei sich behalten. Wenn wir jemanden lieben, sind wir ihm gegenüber gerecht. Und wen wir nicht lieben, dem tun wir Unrecht an. Die Gerechtigkeit ist ein Hilfsmittel der Liebe. Ohne Liebe können sich die Dinge nicht manifestieren und ohne Gerechtigkeit lassen sie sich nicht anwenden. Die Menschen müssen erkennen, dass sie vom Gott die gleichen Rechte haben.

– Kann die Gewalt vermieden werden?

– Die Gewalt ist ein unnatürlicher, schmerzhafter Prozess. Und die Krankheit muss zur Gesundheit werden. Man kann sowohl an sich selbst als auch an anderen Gewalt anwenden. Im Tierreich kann der Starke zufrieden gestellt werden, jedoch nicht der Schwache. So wie die Menschen jetzt leben, können sie nicht zufrieden gestellt werden. Sie werden einander verstehen, wenn die Liebe ein Faktor im Leben wird. Andernfalls wird das Tierprinzip in der Welt regieren: Der Starke wird siegen, er wird das Recht haben.

Wenn die Ordnung des Egoismus herrscht, ist die Gewalt unvermeidlich. Aber sobald wir die göttliche Ordnung der Liebe haben, wird die Gewalt überflüssig und ausgeschaltet sein.

Die große Liebe in der Welt hat einen Plan für alles vorgesehen – einen Plan für ein vernünftiges Leben. Und die Menschen müssen den göttlichen Plan in der Natur studieren. In diesem Plan ist alles vorgesehen. Um ihn zu studieren, muss man den menschlichen Körper studieren. Und nur wenn die Menschen gelernt haben, wie dieser funktioniert, werden sie die neue Ordnung verstehen.

-Wann wird sie kommen?

– Es geht darum, das Bewusstsein zu erwecken. Wenn der Mensch sich mit der Geschwindigkeit eines Ochsenkarrens bewegt, wird man Jahrhunderte brauchen, um sein Bewusstsein zu erwecken. Und wenn er sich mit der Lichtgeschwindigkeit bewegt, dauert es nur kurze Zeit. Wenn das Bewusstsein schnell erwacht, so werden auch die Probleme schnell gelöst.

Die gegenwärtige Ordnung, welche die Menschen haben, ist menschlich. Für die dummen Menschen wird diese Ordnung noch einige Tausend Jahre andauern, und für die klugen Menschen wird sie sich noch heute ändern, und sie werden sich von ihr befreien.

Wenn du einem Menschen begegnest, sage ihm: „Werde ein Kanal für die göttliche Liebe!“ Alle Menschen tragen Kerzen, aber diese sind nicht angezündet. Wenn deine Kerze brennt und du jemanden triffst, so zünde seine Kerze an; er wird andere Kerzen entzünden usw.

– Was ist die Zukunft des Slawentums?

– In der Zukunft wird das Slawentum aus der Eisenzeit herauskommen und in das goldene Zeitalter seiner Geschichte eintreten. Aber seine Mission wird nicht eng nationalistisch oder rassenmäßig sein, sondern allgemeinmenschlich und spirituell.

– Was wird die zukünftige Ernährung sein?

– In der Zukunft werden alle Menschen Obst essen. Dies wird in der sechsten Rasse1 sein. Und der Unterschied zwischen ihr und dem gegenwärtigen Leben wird der gleiche sein wie der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Die sechste Rasse wird die Völker zueinander näherbringen.

1 Nach der anthroposophischen Terminologie geht es um die sechste Kulturepoche.

 

„Freuen will ich mich im Herrn“

Das Lied „Freuen will ich mich im Herrn“, dessen Text die bulgarische Übersetzung von Jesaja 61:20 darstellt, gab der Meister während des Ersten Weltkriegs in Varna. Boris Nikolov – einer seiner engsten Schüler – berichtet Folgendes über die Entstehung des Lieds (veröffentlicht im Buch „Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ – Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 1, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993): 

1917 befahl König Ferdinand, den Meister in Varna zu internieren, weil er gesagt hatte, dass die Deutschen den Krieg verlieren würden. Während er in Varna interniert war, lebte der Meister in jenem kalten Winter des Jahres 1917 im Hotel „London“. Oben im vierten Stock, in einem kleinen Zimmer wärmte sich der Meister an einer Kohlenpfanne, die er selbst mit Holzkohle entzündete. In jener Dachkammer schuf er das Lied „Freuen will ich mich im Herrn“. Er wurde von Zeit zu Zeit von Freunden aus Varna besucht. Morgens gingen sie in die Gegend Taschlata, um den Sonnenaufgang zu erleben. Es kamen auch viele Brüder und Schwestern vom Land, beurlaubte Soldaten von der Front und Besucher aus den Dörfern. In dieser bescheidenen Atmosphäre wurden Gespräche um die Kohlenpfanne geführt – man schüttete seine Klagen aus, teilte seine Schwierigkeiten – es war eine schwierige Zeit damals, als der Europäische Krieg tobte.

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      Das Hotel „London“ in Varna, Aufnahme aus den 30er Jahren, Quellennachweis

Der Meister sang den Freunden das neue Lied „Freuen werde ich mich im Herrn“ vor. Zuerst spielte er es auf der Geige und sang es ihnen vor, bis sie es lernten. Aber einige der Freunde wünschten, dass das Lied notiert wird, damit sie es an andere Freunde senden konnten. Der Meister willigte ungern ein und das Lied wurde notiert. Er sang es frei, nach der Inspiration, mit der auch der Rhythmus des Liedes kam. Und jetzt, als sie es notiert hatten, ließ er die Freunde das Lied nach den Noten spielen und es stellte sich heraus, dass die Melodie begrenzt war. Der Meister drückte seine Einstellung zum Notieren folgendermaßen aus: „Wir haben dem Lied ein Kleid genäht, aber das Kleid ist zu eng, es schränkt das Lied ein.“ Er war nicht sehr erfreut darüber, dass die Melodie in Takten und Noten eingeengt war. Natürlich ist das Notieren nicht perfekt, es unterwirft die Melodie bestimmten Regeln – toten Regeln. Die Inspiration, das inspirierte Vortragen ist eben eine Abweichung von diesen Regeln und Gesetzen der Musik. Darin besteht die Kunst – sie ist keine Geometrie. Nimm das Lineal und zeichne eine Linie oder nimm den Zirkel und zeichne einen Kreis – das sind Regeln und Gesetze. Zeichne den Kreis oder die Gerade mit deiner freien Hand. Die Kunst besteht gerade in diesem Verstoß gegen die Regeln und Gesetze der Wissenschaft. Wenn man von den geometrischen Formen abweicht, spürt man die Freiheit in der Kunst. Durch die Inspiration nähert sie sich den höheren Dimensionen der Realität, durch die Bilder und Formen des Menschlich-Vergänglichen.

Der Meister holte das neue Lied herunter und trug es mit Inspiration vor, mit der Breite und Höhe, die zu den himmlischen Sphären reichten, aus denen es gekommen war. Man nähte dem Lied ein Kleid, notierte es und schränkte es ein. Das macht die heutige Musiktheorie mit der echten Inspiration. Bei der neuen Menschheit, die kommen wird, wird der Mensch nicht eingeschränkt sein und mit seiner Freiheit und Inspiration so umgehen, wie es die Anregung seiner Seele erfordert.

Der Krieg endete so, wie der Meister vorausgesagt hatte – die Deutschen verloren und zusammen mit ihnen erlitt Bulgarien eine zweite nationale Katastrophe. Auch diesmal hörte man nicht auf den Meister – soviel konnte dieses Volk tun. Wie oft hat es der Meister vor dem Elend gerettet? Die Bulgaren wissen nicht, was sie ihm schulden.

Das Lied in der Version für Chor und Orchester

und in der Interpretation von Girgina Girginova

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Das außergewöhnliche Leben des Meisters Beinsa Douno

Vlad Paschov (1902-1974), einer der engsten Schüler Beinsa Dounos, sammelte im Laufe von mehreren Jahrzehnten Erinnerungen an wundertätige Ereignisse, über die ihm verschiedene Augenzeugen berichtet haben. Aus diesen Berichten entstand sein Buch „Das außergewöhnliche Leben des Meisters Petar Danov. Augenzeugenberichte“[1]. Der folgende Text Paschovs stellt das Vorwort dar.

„Wenn wir über die okkulte Seite des Lebens und der Phänomene sprechen, meinen wir das, was vom Überbewusstsein kommt. Es gibt zwei Wesensarten in der Natur: eine äußere, die durch Bewusstsein und Selbstbewusstsein bedingt wird; und eine verborgene innere, die durch das Unterbewusstsein und das Überbewusstsein bestimmt wird. Bewusstsein und Selbstbewusstsein sind die Pole im gewöhnlichen Leben des gegenwärtigen Menschen, während Unterbewusstsein und Überbewusstsein dem göttlichen Leben eigen sind. Der Meister verband das Bewusstsein mit dem Herzen und das Selbstbewusstsein mit dem Verstand, das Unterbewusstsein mit der Seele und das Überbewusstsein mit dem Geist. Jedes Bewusstsein steht in Verbindung mit bestimmten Kräften oder ist ihre Quelle. Das Überbewusstsein ist kosmisch und wirkt mit mächtigen Kräften zusammen. Für den Menschen des Selbstbewusstseins befindet sich die Beziehung zu ihnen in einem Schlafzustand, sie manifestiert sich jedoch im Menschen mit kosmischem Bewusstsein.

Das kosmische Bewusstsein ist der Schritt, welcher der Entwicklung des Selbstbewusstseins folgt. Wie sich der Unterschied gestaltet zwischen dem Bewusstsein, in dem die Tiere leben, und dem Selbstbewusstsein, in dem der Mensch lebt, so ist der Unterschied zwischen dem Selbstbewusstsein, in dem der moderne Mensch existiert, und dem Überbewusstsein. Wie die Fähigkeiten der Tiere im Vergleich zu Menschen sind, so sind die Möglichkeiten der Menschen in Bezug im Vergleich zu einem Wesen mit kosmischem Bewusstsein. Was für das kosmische Bewusstsein möglich, aber für das Selbstbewusstsein unzugänglich ist, bildet den Bereich der okkulten Phänomene. Als der Meister Kräfte manifestierte, die aus dem Überbewusstsein entstehen, waren für ihn Dinge möglich, die wir als Wunder betrachten. Und für die Kraft des kosmischen Bewusstseins sind sie in Wirklichkeit objektive, reale und natürliche Phänomene.

Der Meister sagte: „Wenn ich mit Menschen zusammen bin, benehme ich mich wie sie. Aber wenn ich allein in der Natur bin, brauche ich nur eine Handbewegung zu machen und ein paar spezielle Worte auszusprechen und vor mir erscheint das, was ich wünsche, was ich brauche. Ich möchte eine Verschnaufpause einlegen, und ein Zelt mit einem Bett und einem Tisch erscheint vor mir, auf dem frisches Weizenbrot und schöne Früchte serviert sind, die ich mir wünsche. Wenn ich gegessen und mich ausgeruht habe, mache ich wieder bestimmte Bewegungen und sage bestimmte Worte – das Zelt verschwindet samt Inhalt.“

Für das kosmische Bewusstsein sind das natürliche Handlungen, denn alles in unserer Welt ist nur ein Schatten dessen, was in der vierdimensionalen Welt existiert, in der sich die kosmischen Möglichkeiten manifestieren. Der Mensch des kosmischen Bewusstseins kann lange Distanzen überwinden und gleichzeitig an vielen Orten in verschiedenen Teilen der Erde erscheinen. Er kann hier und in der gleichen Zeit in Amerika, Russland, Indien usw. sein. Der Meister pflegte zu sagen: „Ich bin nicht im Leib, mein Leib ist nur ein Rednerpult, von dem aus ich spreche.“ Er sagte weiter: „Ich kann sichtbar und unsichtbar werden, wann ich will. Ich kann aus dem Leib herausgehen und in ihn wieder eingehen, wann immer ich wünsche. Ich möchte auch euch diese Kunst beibringen.“ Viele solcher Beispiele aus seinem Leben gibt es. Der Meister erinnerte uns daran, dass Christus auch diese Kunst beherrschte: „Als sie Christus ins Grab legten, zerstückelte Er seinen Körper und verschwand, und als Er dann seinen Jüngern erschien, baute Er ihn wieder zusammen.“

Jemand, der sichtbar und unsichtbar werden kann, ist Herr über den Tod. Und wenn er trotzdem durch die Tür des Todes geht, dann macht er dies, um die Menschen um sich herum nicht zu verführen und die ihm Nahestehenden vor der Regierung und Gesellschaft nicht zu diskreditieren. Schließlich tritt er durch die Tür des Todes und erleichtert den Weg der einfachen Menschen, da er den Tod selbst erzieht. Denn auch der Tod ist ein lebendiges Wesen. Ging Christus nicht durch die Tür des Todes in die Hölle hinunter, um die Tür der Hölle zu öffnen und alle Sünder von dort auszuführen? So heißt es ja in der Schrift. Dabei erteilte der Meister dem Tod eine Lektion und zeigte ihm, dass er stärker war. Er behauptete auch, dass ein Heiliger und ein Meister nicht im Grab bleiben würden. Wenn die Erde den Sarg bedeckt, entmaterialisieren sie ihren Leib, der nicht dem Leib einer durchschnittlichen Person entspricht.

Ihr Körper sieht nur gewöhnlich aus, tatsächlich ist er eine kondensierte Kraft des Geistes. Der Meister sagte Folgendes: „Lasst uns einen Versuch machen: Ihr werdet mich ins Grab legen und wenn ihr mich dort nach einer Weile findet, bin ich überhaupt kein Meister. Wenn ich euch ins Grab lege und euch nach einer Weile dort finde, seid ihr auch keine Schüler.“ Er war Herr des Lebens und des Todes.

Der Meister sagte mehrmals: „Meine Lehre ist ohne Form und ohne Dogma. Meine Lehre ist Wissenschaft und Religion.“ Die Fakten zeigen, dass er kein abstrakter Philosoph war, sondern eine Person des realen Lebens, welches im gesamten Kosmos pulsiert, schafft und ewig erneuert. Über den Meister kann gesagt werden: „Wissen heißt können.“ Die Informationen, die ich in diesem Buch anbiete, machen deutlich, dass er nicht nur Wissen besaß, was er durch sein Wort bewiesen hat, sondern auch Können. Das kann nur derjenige, der das gelebte, lebendige Wissen besitzt.

Alle Fakten, Ereignisse und Phänomene auf den folgenden Seiten wurden mir von denen erzählt, die sie beobachtet und erlebt haben. Alles ist real, wir haben nichts erfunden. Die Phänomene und Ereignisse im Leben des Meisters zeigen uns, dass wir vor einem hohen spirituellen Wesen stehen, das die göttliche Welt auf die Erde heruntergeholt hat. Der Meister hatte kein persönliches Leben, sein Leben unter uns war der Ausdruck des kosmischen Seins. Er sagte: „Der ganze Himmel steht hinter mir. Und das Wort, das ich zu euch spreche, ist nicht meins, es ist das Wort der Wesen, die  hinter mir stehen und es gibt derer nicht wenige, sondern Tausende und Millionen. Das sind die Ideen des Gottes, der das ganze Universum ausfüllt.“

Es gibt viele Fälle und Tatsachen aus dem Leben des Meisters, die von seinen Fähigkeiten eines großen Eingeweihten, eines Mannes Zeugnis ablegen, für den es keine unmöglichen Dinge gibt. Das Auge des Meisters war für jedes Unheil und jede Freude, für alle menschlichen Handlungen wach. Er durchdrang das ganze menschliche Leben und trug es, sozusagen, in sich, er erlebte es und half damit allen, die litten. Der Meister warnte und half dort, wo das karmische Gesetz dies erlaubte. Es gibt nämlich Fälle, in denen man ein bestimmtes Leiden erleben, eine Prüfung bestehen soll. In diesem Fall griff er nicht ein, selbst wenn jemand mit seinem Leben bezahlen könnte, denn das ist eine Erfahrung, aus der man etwas lernen, bestimmtes Wissen erwerben soll. Und für den Meister und den Schüler seiner Schule war die Erfahrung die Grundlage des Wissens.

So wie es für die Sonne selbstverständlich ist, dass sie scheint und wärmt, so war es auch für den Meister selbstverständlich zu helfen, wenn das notwendig war – zum Beispiel in verschiedener Weise  zu heilen. Für ihn war es nicht notwendig, den Kranken zu sehen um die Diagnose zu bestimmen, denn sein kosmisches Bewusstsein durchdrang und beherrschte den gesamten Raum. Daher konnte er mit nur einem Blick, mit einer Geste Krankheiten heilen, welche die Ärzte für unheilbar erklärt hatten.

Der Meister konnte den Elementen befehlen, die Naturphänomene verändern und sie in eine andere Richtung lenken, wozu er in Verbindung mit den Lebewesen trat, die hinter diesen Phänomenen standen. Die Naturphänomene wie Regen, Sturm, Hagel, Schnee, Dürre, Erdbeben, vulkanische Aktivität usw. sind keine mechanischen Prozesse, sondern das Ergebnis der Tätigkeit bestimmter intelligenter Wesen und derjenige, der sich mit ihnen verbinden kann, vermag manche Ereignisse aufzuheben oder zu verschieben. Aber der Meister lehrte auch, dass jeder Mensch mit seinem Gedanken, mit seinem Leben ebenfalls auf die Naturgewalten einwirkt.

Der Meister war ein Magier von höchstem Rang, denn er hatte die Kräfte der Natur zur Verfügung, um den Willen Gottes zu erfüllen, zum Wohle sowohl des Einzelnen als auch der gesamten Menschheit. Er war ein Hellseher der höchstmöglichen Stufe, der nicht nur alles um sich herum sah, sondern alles, was auf der ganzen Erde und im ganzen Kosmos geschah, er sah in die Vergangenheit und in die Zukunft.

Als ich diese Erinnerungen an Erscheinungen und Ereignisse sammelte, stieß ich auf die Tatsache , dass alle Menschen, die mit dem Meister in Berührung kamen, seine Kraft, sein Wissen, seine Liebe , seine Beziehung mit dem Himmel, seine Hellsichtigkeit, seine magische Kraft in verschiedensten Formen erlebten. Die Kranken erlebten sie, als der Meister ihnen zur Heilung verhalf. Diejenigen, die den falschen Weg in ihrem Leben eingeschlagen hatten – indem sie die richtige Richtung fanden; Menschen, welche die Realität der spirituellen Welt anzweifelten, erlebten sie durch spirituelle Erfahrungen. Diejenigen, deren physisches Leben in Gefahr geriet, erlebten sie durch blitzschnelle Hilfe, nachdem sie ihren Gedanken zum Meister gerichtet hatten. Und wenn man alle Zeugnisse, Erscheinungen und Ereignisse aus dem okkulten Leben des Meisters zusammentragen könnte, würde ich wie der Apostel Johannes sagen: „Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.“(Joh. 21:25)

[1] Das Buch ist bei Amazon erhältlich.

„ Es ist gut, wenn es Kneipen in einer Gesellschaft gibt“

Auszug aus dem Vortrag „Die Kraftlinien des Guten und des Bösen“, Allgemeine Okkulte Klasse, Sofia, 15. Juli 1925

Ihr sagt: „Dieser Mensch ist böse.“ Wenn ihr dabei verweilt, verschließt ihr euch. Ihr wisst nicht, welcher Mensch gut und welcher böse ist. Wenn ich in einem gegebenen Augenblick gut zu euch bin, werde ich im nächsten Augenblick nicht so gut sein. Wenn ich in einem gegebenen Augenblick schlecht zu euch bin, werde ich im nächsten Augenblick gut sein. Diese Situationen ändern sich.

Um diese Idee zu verdeutlichen, muss ich euch folgendes Bild präsentieren. Angenommen, es gibt Kneipen in einer Gesellschaft. Ich sage: Es ist gut, wenn es Kneipen in einer Gesellschaft gibt. Was meinen wir, wenn wir sagen, dass die Kneipen notwendig sind? Stellt euch vor, dass eine dieser Kneipen sich an einem Weg befindet, der von vielen Reisenden benutzt wird. Der Wirt wird hier gebraucht, weil viele Räuber auf dieser Straße unterwegs sind, die bei ihm einkehren und sich betrinken werden. Dann werden sie die Reisenden nicht überfallen, sie werden nichts Böses tun. Die Kneipen zügeln also das Böse. Sie sind nicht für die guten Menschen gedacht, sondern für die bösen. Wenn wir sagen, dass es in einer Gesellschaft keine Kneipen geben darf, meinen wir, dass es in dieser Gesellschaft keine Räuber gibt, daher niemanden, der Menschen tötet. Braucht man Kneipen, wenn die Menschen gut sind? Wenn die Menschen gut sind, sollte es keine Kneipen geben; Wenn die Menschen böse sind, muss es Kneipen geben. Weiterlesen „„ Es ist gut, wenn es Kneipen in einer Gesellschaft gibt““

Das neue Zeitalter

Auszug aus dem gleichnamigen Vortrag (Allgemeine Okkulte Klasse, Sofia, 7. Januar, 1931)

Man muss ein waches Bewusstsein haben, um die Dinge seiner Zeit zu studieren, um keine Momente zu verpassen. Wenn ihr euer ganzes Leben nur auf der Suche nach etwas verschwendet, habt ihr nichts gewonnen. Es wird der Tag kommen, an dem ihr es bereuen werdet, die guten Lebensbedingungen verloren zu haben. Auf der einen Seite müsst ihr suchen, auf der anderen – lernen und anwenden. Wartet nicht ab, bis ihr die Perfektion erreicht habt, um euch erst dann hervorzutun! Liebt heute schon die Menschen so viel, ihr könnt – morgen, wenn ihr eure Liebe vermehrt haben werdet, werdet ihr sie mehr lieben. Wenn ihr einen Menschen liebt, reicht es nicht aus, ihn zu küssen, sondern ihr müsst sehen, was er braucht, um ihn zufrieden zu stellen. Wenn du ein armes Kind liebst, kannst du es streicheln und küssen, aber dann musst du ihm zu essen geben, ihm Bücher geben, durch die es seine Lektionen lernen wird. Wenn du der Seele dieses Kindes Freude bereitest, wirst du dich auch freuen. Wenn du dich freust, wird sich auch Gott freuen.

Ich wünsche euch jetzt, dass Christus in euch geboren wird. Das nenne ich die Geburt Christi. Ihr lebt in einem sehr wichtigen Zeitalter. Ihr habt noch nie in einer wichtigeren Zeit gelebt als in der gegenwärtigen. Seit zweitausend Jahren hattet ihr keine günstigeren Bedingungen als die jetzigen. Das gegenwärtige Zeitalter bietet günstige Voraussetzungen für Leistungen und für den Erwerb von Gütern.

Denkt also an Folgendes: Der Pessimismus entstand vor Christus in der Welt, in der Zeit, als der Saturn regierte. Als der Mars Einfluss auf die Erde hatte, lernten die Menschen zu streiten und miteinander zu kämpfen. Als der Jupiter Einfluss auf die Erde hatte, beschäftigten sich die Menschen mit der Schaffung verschiedener religiöser Systeme, mit Theorien über die persönlichen Gefühle und Würden des Menschen. Als die Venus die Welt beherrschte, wendeten die Menschen die Liebe zwischen Männern und Frauen an. Der Mond lehrte die Menschen das Phantasieren. Der Merkur lehrte sie die besonderen Ordnung und die Regeln der Rechnungen in den Handelsbeziehungen. Heute übt die Sonne einen starken Einfluss auf die Erde aus. Sie lehrt die Menschen richtig zu leben. Sie zeigt ihnen, wie sie Gottes Willen auf der Erde tun können. Alle Planeten haben zwei Aspekte des Einflusses: einen guten und einen schlechten. Aber in der Sonne ist alles gut.

Als Schüler müsst ihr dem Pfad der Sonne folgen. Wandelt alles Schlechte und Negative in euch in Gutes um. Um das zu erreichen, benutzt die Sonnenenergie. Was auch immer ihr aus der Vergangenheit mit euch herumtragt, bringt es unter die Sonnenstrahlen, damit es in Gutes umgewandelt wird. Lasst euch nicht entmutigen! Wisst, dass die Bedingungen, die ihr heute auf der  Erde habt, sehr günstig sind. Wenn ihr sie nicht nutzt,  werdet ihr, selbst wenn ihr in den Himmel kommt, nichts erreichen. Ihr werdet euch in einer völlig fremden Welt vorfinden, in der ihr euch nicht orientieren könnt. Egal wieviel Zeit euch auf der Erde übrig bleibt, nutzt sie so, dass ihr euch mit den Energien der Sonne verbindet und eine Verbindung zwischen eurem gegenwärtigen und zukünftigen Leben herstellt. Wenn ihr diese Verbindung herstellen könnt, so werdet ihr, wenn ihr in den Himmel kommt, auch auf die dortigen Gegebenheiten vorbereitet sein. Wenn ihr euch auf die vernünftige Welt vorbereitet, werdet ihr die Erde in einer hellen Feuerkutsche verlassen, die von zwei Engeln begleitet sein wird. Dort wird man euch mit Liedern und Musik empfangen, man wird euch durch das Universum führen, damit ihr seht, was Gott erschaffen hat. Bis das neue Zeitalter kommt, werdet ihr auf der Erde leben, wo Erzengel Michael mit seinem Feuerschwert regiert. Das Schwert des Erzengels Michael wird noch lange Zeit eine wichtige Rolle auf der Erde spielen. Was auch immer dieses Schwert berührt, es läutert überall. Es geschieht ein großer Umbruch im Privatleben, im Familienleben, im öffentlichen Leben, im Leben des Volkes, wie es ihn noch nie gegeben hat, aber alles wird dem Guten dienen. Warum? Weil die Bedingungen des heutigen Zeitalters sehr günstig sind. Das werdet ihr auch prüfen und euch der Wahrheit meiner Worte vergewissern.

Wenn ihr morgens aufsteht, so sagt euch: Jetzt herrscht Gott auf der Erde und regiert die Welt. Jetzt regiert Christus. Jetzt regiert auch der Erzengel Michael und läutert die Welt mit seinem Feuerschwert. Es wird nicht lange dauern, bis alle Königreiche der Erde Königreiche des Herrn werden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der es eine Herde und einen Hirten auf Erden geben wird.