Die Ätherkräfte des Regenwassers nutzen

Nun werde ich euch eine Aufgabe für zehn Wochen stellen. Es ist wünschenswert, dass ihr alle sie erfüllt. Die Aufgabe besteht im Folgenden: Von Mai bis Mitte Juni werdet ihr euch jeden Tag, wenn es regnet, dem Regen aussetzen, damit er euch schön nass macht. Diejenigen unter euch, die Angestellte sind, werden den Regen in der Zeit benutzen, wenn sie nicht auf der Arbeit sind. Wenn es zu regnen beginnt, können sie in den Garten gehen oder unter dem Vorwand, dass sie zu einem Laden gehen und etwas erledigen sollen, nach draußen gehen. Sie sollen langsam gehen, um sich vom Regen sehr gut nass machen zu lassen. Dann sollen sie nach Hause kommen, ihren Körper gut mit einem sauberen, trockenen Tuch trocknen, sich umziehen, 1-2 Glas heißes Wasser trinken und wieder ins Büro gehen.

Diejenigen, die frei haben, können den Regen jederzeit nutzen, indem sie diese Regenbäder so nehmen, dass es keinem auffällt – indem sie z.B. zu einem Bekannten gehen oder im Garten arbeiten. Im Allgemeinen soll jeder die Aufgabe vorsichtig, ohne viel Aufhebens und ohne viel darüber zu sprechen erfüllen und beobachten, was für Ergebnisse er erzielen wird. Wenn ihr die gute Wirkung des Regens auf euren Organismus erfahren habt, dann dürft ihr auch euren Nächsten davon erzählen, um ihnen den Regen als eine Heilungsmethode zu empfehlen.

Dabei ist es gut, während ihr euch dem Regen aussetzt, innerlich zu singen. In diesem Fall verjüngt das Singen den Menschen. Der Regen ist ein Segen. Die Regenbäder, die ihr in den nächsten 10 Wochen nehmen werdet, sind mehr wert als jegliche Mineralbäder. In den Regentropfen steckt eine starke Energie. Sie wirken sich günstig auf das Nervensystem und auf viele chronische Krankheiten des menschlichen Organismus aus.

Ich nenne die Regenbäder „die Bäder der Engel“. Indem ihr euer Regenbad nehmt, werdet ihr beten, dass Gott euch dadurch reinigt und ihr werdet für den Segen danken, den Er euch vom Himmel heruntersendet. So wie die Regentropfen den Menschen von außen waschen, so reinigt der göttliche Segen das Herz und den Verstand, indem er in sie Leben, Kraft und Gesundheit hineinbringt. Derjenige, der fähig ist, die Energie der Regentropfen richtig aufzunehmen, reicht an jene Urmaterie heran, nach der die Alchimisten gesucht haben. Wenn ihr Regenbäder nehmt, könnt ihr euch vergewissern, wie fest ihr schlafen werdet.

Ich sage: Der Mensch muss sich mit der Natur verbinden, ihre Kräfte vernünftig nutzen. Auf diese Weise wird er zum inneren Verständnis der Tage, Monate und Jahre kommen. Ihm wird allmählich aufgehen, was Gott in jeden neuen Tag eingelegt hat und einlegt und er wird das nutzen können. In der Bibel wurde etwas über die Tage gesagt, doch das ist nicht genug. So ist z.B. der erste Tag, der Sonntag, kein Tag der Ruhe, sondern ein Tag des Lebens, ein Tag der Auferstehung. Es ist der Tag der Liebe zur Wahrheit. Fangt also mit diesem Tag an.

Bei jedem Bad werdet ihr den Tag und die Uhrzeit notieren. Ihr werdet euch 15-20 Minuten lang dem Regen aussetzen oder auch länger, je nachdem, wie stark der Regen ist. In Bezug auf Erkältungen braucht ihr überhaupt keine Angst zu haben. Man kann sich nicht im Mai, Juni und Juli erkälten. In diesen Monaten ist die Natur voll Leben.

Diese Übung wird euren Mut prüfen, wie lange ihr es aushalten könnt. Wer die Übung nicht machen will, der sei von ihr befreit, aber er wird schwächlich bleiben. Der Regen wird Frische in den Körper hineinbringen. Man muss überhaupt viele Übungen machen, um die Poren seines Körpers aufzumachen und nicht nur durch die Lunge, sondern auch durch die ganze Haut zu atmen.

Aus dem Vortrag „Grundsätze der Dinge“, Allgemeine Okkulte Klasse, Sofia, 4.5.1927

Weitere einfache Regeln für die Gesundheit

„Im Anfang war…“

 

„Diejenigen, die dem Weg Christi folgen wollen, müssen eine bestimmte Auffassung von der Wahrheit haben. Denkt nicht, dass sie sehr leicht zu erwerben sei, denkt nicht, dass der Weg, den ihr jetzt eingeschlagen habt, leicht ist. Nein, es gibt Schwierigkeiten. Ich sage nicht, dass er äußerst schwierig ist, aber es gibt große Hindernisse. Wer sich entscheidet, diesen Weg einzuschlagen, muss dazu bereit sein. Auch die Natur errichtet stets große Hindernisse vor uns – kleine Balken, die wir ständig benutzen müssen, bis wir uns auf den weiten Weg vorbereiten. Die Frage besteht nicht nur darin, dass sich der Mensch auf den Weg macht, sondern er muss auch ankommen. Ihr aber geht ein, zwei, drei Tage, woraufhin ihr meint, dass aus dieser Sache nichts wird, und umkehrt. Und wenn euch die Leute fragen, was für Nachrichten ihr mitbringt, sagt ihr: „Lasst sein, das ist Unsinn!“ Erst nachdem ihr zu dieser ewigen Quelle gegangen seid, wo das menschliche Leben begann und wo das Wort ursprünglich war, erst dann werdet ihr verstehen, wie die damalige Form der Menschheit aussah, was die Menschensöhne darstellten.

…Und dann wird jemand fragen, wie er sich erheben und zu Gott kommen kann. Steht morgens auf, wenn die Sonne aufgeht, betrachtet Gott und ihr werdet den Weg finden. Einige meinen, dass sie ununterbrochen an Gott denken müssen. Nein, ihr könnt zwar einen Gedanken mit euch herumtragen, aber wahrscheinlich benötigt Er bestimmte Bedingungen, um wirksam zu werden. Die Keime eurer Rettung sind gesetzt, aber erst wenn sie zu wirken beginnen, werdet ihr euch erheben…“

Aus dem Vortrag “Im Anfang war…“, Sonntagsvorträge, Sofia, 8.11.1914

Über die ansteckenden Krankheiten. Ausgewählte Zitate aus Vorträgen

Die stärkste Medizin im Leben ist die Luft. Die stärkste Medizin im Leben ist das Licht. Die stärkste Medizin im Leben ist die Nahrung. Deshalb werden die Ärzte die Zusammensetzung der Nahrungsmittel erforschen und statt Medikamente, werden sie Nahrungsmittel verordnen. Alle, die geimpft wurden, sind über die Schwelle gegangen. Ich verordne Kartoffelspritzen. Hat jemand die Spanische Krankheit bekommen, gib ihm zwei oder drei gekochte Kartoffeln und das Fieber wird sinken. Von denjenigen, die Kartoffeln gegessen haben, ist kein einziger gestorben. Die Kartoffeln sind auch eine Spritze. („Das Wichtige im Leben“, Sonntagsvorträge, Sofia, 1.8.1943)
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Heutzutage zum Beispiel lassen sich die Menschen, wenn sie sich vor manchen Krankheiten schützen wollen, ein Serum gegen diese Krankheiten ins Blut einspritzen. Es gibt bestimmte Theorien, die diese Methode des Schutzes vor Krankheiten unterstützen. Ihr könnt die Theorien der Gelehrten studieren, um ihre Schlussfolgerungen über die Krankheitsfrage zu sehen. Ich sage: Auch ohne Impfung kann man jeder Krankheit gegenüberstehen. Wenn der Mensch absolut reines Blut ohne fremde Beimischungen hat, werden jegliche Mikroben, die in sein Blut geraten, sterben, sie können dort nicht gedeihen. Gerät eine Mikrobe in solch reines Blut, wird sie umherziehen, hierher und dorthin gehen und verhungern, wenn sie keine Nahrung findet.(„Es gab einen Mann“, Sonntagsvorträge, Sofia, 27.11.1932)
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Jetzt kam die Spanische Grippe. Tausende Menschen haben vor, [andere] zu töten, zu vernichten. Die ganze Luft ist von solchen Schwingungen erfüllt. Man sagt jetzt, die Influenza sei schlimmer. Zuerst muss man sich einen Zaun bauen. Wir hätten hier die Influenza weit vom „Izgreva“ halten können. Dieses Jahr habe ich sie mit Absicht gerufen, um euch eine Lektion zu erteilen. Zuerst habe ich sie gerufen, mich zu besuchen. Ich beschäftige mich nunmehr seit zwei Wochen mit ihr, ich erforsche ihre Gesetze. Es sind winzige Wesen einer bestimmten Art. Wenn sie hereinkommen, kitzeln sie den Hals. Sie finden etwas, was sie fressen können. Sie kamen und sagten sich: „Lasst uns etwas essen. Hier gibt es jede Menge fette Brüder und Schwestern, lasst uns von ihrem Fett etwas schnabulieren. Dieses Unbrauchbare nehmen wir und essen es, dann werden wir wieder weggehen. Sie werden ein bisschen husten, ein bisschen Fieber haben, wir werden hie und da ein Stück abschneiden und essen, dann werden wir wieder gehen und nichts Schlimmes tun.“
Jetzt ist der Glaube notwendig. Der Mensch kann sich selbst mit Glauben heilen, da  das ganze Gehirn eine starke elektrische Batterie ist. Aber nur wenn euer Verstand stark ist, wenn ihr euer Gehirn nicht abgeschwächt habt. Schwächt das Gehirn nicht mit Sorgen ab. Macht euch niemals Sorgen, damit der Kopf voll mit Elektrizität, mit dieser Energie ist. Wenn der schmerzvolle Zustand kommt und du einen Strahl auf diese Mikroben richtest, dann laufen sie davon. Wenn du Rheuma hast und den Strom fließen lässt, laufen sie davon. Alle Krankheiten laufen davon, wenn du diesen Strom fließen lässt. („Die starke Kraft“, Allgemeine Okkulte Klasse, Sofia, 22.1.1941)
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Wenn ihr morgens aufsteht, befolgt folgende Regel: niemals dürft ihr den Gedanken in euren Verstand hineinbringen, dass die Welt böse ist, [euch sorgen] was mit euch passieren wird usw. In den Zeitungen steht, dass es einen Krieg, dass es Krankheiten geben wird. All das ist nur Unterhaltung. Das sind nur Besucher aus der unsichtbaren Welt. Sie greifen den Magen, die Lunge oder den Kopf an und dann muss der Mensch, um sich von dieser Krankheit zu befreien, absolut reines Blut haben. Esst keine Speisen, die gewisse Sätze in eurem Körper hinterlassen und einen guten Boden für die verschiedenen Krankheiten bilden könnten. Nicht nur das: wenn das Blut des Menschen nicht rein ist, wird das unvermeidlich unnatürliche chemische Reaktionen verursachen, denn der Körper erträgt nur die natürlichen Reaktionen, die seinem Aufbau dienen. Also kann es nur bei unnatürlicher Nahrung, sei es als Gedanken, Gefühlen oder Taten, zu solchen unnatürlichen Reaktionen im menschlichen Organismus kommen. („Und das andere fiel“, Sonntagsvorträge, 19.2.1933)
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Heutzutage fürchten sich die Menschen vor jeder Epidemiekrankheit, aber sie fürchten sich nicht vor den Sünden und Verbrechen, die diese Krankheiten verursachen. Wenn jemand an Influenza oder einer anderen Epidemiekrankheit erkrankt, ruft er zehn Ärzte, die ihn behandeln sollen, aber wenn er ein Verbrechen begeht, ruft er keinen einzigen Arzt.
Wenn jemand ein Verbrechen plant, so soll er im Voraus zehn Personen zu sich rufen, sei es Ärzte, sei es Priester, Angehörige oder Freunde und zu ihnen sagen: „Hört zu, ich habe vor, ein Verbrechen zu begehen. Was werdet ihr mir raten – soll ich es tun oder nicht? Wenn ja, welche Motive werdet ihr mir vorbringen, wenn ich es nicht tun darf, so möchte ich ebenso, dass ihr eure Meinung begründet.“ Ich sage: Die Influenza kommt, um dem Verstand und Herzen der Menschen die überflüssige Ballast zu entziehen. Sie ist ein Schutzengel für die leidenden Seelen, sie kommt, um ihnen einen Teil der Last abzunehmen, die sie nicht tragen können. („ Eine Herde“, Sonntagsvorträge, Sofia, 23.1.1927)

Der Meister und Veliko Tarnovo

Eine interessante Zusammenstellung von Bild- und Informationsmaterial in Bulgarisch, Russisch und Englisch stellt das kleine Buch „Der Meister und Veliko Tarnovo“ dar, das von der Gruppe der „Weißen Bruderschaft“ in Veliko Tarnovo herausgegeben wurde.

Beinsa Douno bevorzugte diese Stadt wegen ihrer spezifischen physisch-geographischen Lage in der Mitte Bulgariens und wegen der Bedeutung der Stadt als wichtiges Zentrum von kosmischen Strömungen und Erdmagnetismus. Dort hat er seine ersten Vorträge über Phrenologie gehalten. Im Dorf Arbanassi, das laut Beinsa Douno einst ein Zentrum der Bogomilen war, stellte er im Sommer 1912 das „Testament der farbigen Strahlen des Lichtes“ zusammen.

Über die Stadt Veliko Tarnovo sagte Beinsa Douno: „Wir kommen nach Tarnovo, um den Bewohnern eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Warum habe ich Tarnovo ausgewählt? Ich habe es als ein Zentrum ausgewählt, in dem die irdschen Einflüsse Bulgariens aufeinander treffen und der Gesundheitszustand der Bulgaren verbessert werden kann.“

„Der erste Frühlingstag“

„Der erste Frühlingstag, der erste Tag der Freude, der erst Tag der Liebe bringt Kraft und Leben…“ – so fängt der Zyklus der zehn ersten Übungen der Paneurhythmie an, die jedes Jahr ab dem ersten Frühlingstag draußen praktiziert wird. Die ersten Übungen führen in die Paneurhythmie ein und tragen eine Frühlingsstimmung. Die Teilnehmer werden darauf eingestimmt, die Natur und das eigene Bewusstsein durch die Synchronisierung mit den kosmischen Rhythmen zu erleben. Alle bewegen sich ununterbrochen im Kreis, aber der Bewegungsakzent fällt hauptsächlich auf die Arme. Zwischen den einzelnen Übungen gibt es keine Pause, weshalb sie einen einheitlichen Zyklus bilden.

„Der Schüler muss zuerst um etwas bitten, dann wird es ihm der Meister geben„ – die Entstehung der „Bulgarischen Idylle“

„Die bulgarische Idylle“ auf Soundcloud

„Die bulgarische Idylle“ auf Youtube

Das Lied in der Interpretation von Girgina Girginova

Text:

Ти си ме, мамо, човек красив родила,
умен да стана, добре да мисля, добре да любя.
Туй живота е на рая. (Mutter, du hast mich als einen schönen Menschen geboren, dass ich klug werde, dass ich gut denke, gut liebe. Das ist das Leben des Paradieses.)

Рай, рай рай, рай, рай, (Paradies…, Das ist ein Paradies.)
Рай, рай рай, рай, рай,
Рай, рай рай, рай, рай,
Рай, рай рай, рай, рай, рай.
Туй е рай, рай, рай.

Кажи ми, кажи ми, кажи ми
сладки думи две.
Твойте думи две, сладки думи две.
Твойте думи две, сладки думи две. (Sag mir, sag mir, sag mir zwei süße Worte. Deine zwei Worte, zwei süße Worte.)

Туй е рай, туй е рай, туй е рай, рай. (Das ist ein Paradies.)

 

In der „Idylle“ sind die Motive einer pastoralen Symphonie enthalten. Ein Meistermusiker wird in der Zukunft geboren werden und sie weiterentwickeln. Was der Meister gesät hat, wird Früchte tragen für das Wohl der ganzen Menschheit.

Die Idylle beschreibt die Sehnsucht der bulgarischen Seele nach dem Ewigen und dem Großen im Leben – sie will den inneren Sinn des Lebens verstehen, nach der ewigen Wahrheit, der ewigen Liebe reichen, die das Sein erfüllt. Sie sieht die Existenz einer schönen Welt in ihrem Inneren und möchte diese Wirklichkeit werden lassen.

Aus den Erinnerungen von Boris Nikolov (1900- 1991) – „Изгрева” – “Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ – Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 1, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993.
 
Es war der eiskalte Winter von 1920. Ein Bruder kam aus der Provinz nach Sofia. Hohe Schneewehen lagen überall, es tobte ein Schneesturm. Die Züge fuhren mit großer Verspätung. Statt um zehn Uhr vormittags kam der Zug um zwei Uhr nachts an. Die wenigen Passagiere gingen auseinander und der Bruder blieb allein auf dem Bahnsteig. Er kannte nur das kleine Haus in der Opaltschenska 66, in dem der Meister wohnte und er machte sich auf den Weg dorthin. Er schob seine Hände tief in die Taschen seines abgenutzten Mantels, machte seinen Körper so stramm wie möglich und ging los. Der Schnee schrie verzweifelt unter seinen Fußstapfen, Nadeln stachen in seiner Nase, die Augenlider drohten ihm zu erfrieren und der Atem kam als dicker weißer Dampf aus seinem Mund. Die Stadt war tot. Der Bruder kam am Haus des Meisters an. Es war dunkel, kein Licht. Er schob das Gartentor – es war offen. Er trat in den Garten ein. Dann stand er an der Tür des Meisters und wagte sich nicht zu bewegen, um keinen Lärm zu machen. Der Schüler traute sich nicht zu klopfen, obwohl er fühlte, dass er zu erfrieren begann. Er näherte sich der Tür an, hob die Hand und winkte nur kurz vor der Tür. Er klopfte nicht, sondern winkte nur. In dieser Zeit leuchtete im Zimmer des Meisters ein Licht auf. Die Innentür öffnete sich, dann die Außentür und der Meister stand vor ihm: „Kommen Sie rein, kommen Sie rein!“ Der Bruder konnte sich kaum bewegen, er trat ein, aber er konnte nicht sprechen – sein Gesicht ähnelte einer Eismaske. Der Meister begann zu hantieren, er zündete den Herd an und stellte den Teekessel auf. Angenehme Wärme verteilte sich im Raum. Der Bruder begann aufzutauen, er konnte auch wieder sprechen.
Das Wasser kochte. Der Meister stellte zwei Tassen auf den Tisch, schnitt zwei Zitronenscheiben ab, nahm Brot und Käse heraus und legte Brotscheiben auf den Ofen. Der Bruder lebte wieder auf. Als er die erste Tasse Tee leergetrunken hatte, fragte er den Meister: „Meister, Sie hätten doch wissen müssen, dass ich draußen war. Warum haben Sie nicht sofort geöffnet, sondern haben mich frieren lassen?“ Der Meister schwieg einen Moment und sagte: „Das Gesetz lautet: „Der Schüler muss um etwas bitten – dann wird der Meister es ihm geben.“ Obwohl du nicht geklopft, sondern nur zut Tür gewinkt hast, hast du gebeten!“
So lernte der Bruder auch das erste Gesetz: „Bittet, so wird euch gegeben!“ Dieser Bruder war Peter Kamburov…
Nach dem Vorfall, von dem ich erzählte, übernachtete Peter Kamburov einige Tage in der Opaltschenska 66 – unten im Speisezimmer. Die zweite Nacht musste er in der Küche verbringen. Schwester Janakieva wusch ab und summte dabei ein Lied. Und Peter dachte: „Wenn ich jetzt eine Geige hätte, würde ich dieses Lied lernen. Aber ohne Geige geht es nicht.“
Peter nahm die Schaufel und die Feuerzange, die neben dem Herd lagen, legte die Zange wie einen Bogen auf die Schaufel – er stellte sich vor, sie sei eine Geige – und die Feuertange wie einen Bogen auf der Schaufel bewegend, begann er die Melodie zu summen. In diesem Moment kam der Meister die Treppe herunter, stieß die Tür auf und Peter schob die Geräte schnell unter den Ofen. Der Meister öffnete die Tür, sah Peter an und sagte zu ihm: „Willst du Geige spielen?“ Schwester Janakieva sagte: „Meister, er hat bisher mit der Schaufel und der Feuerzange gespielt!“ Der Meister sagte zu ihr: „Komm, lass mich dir eine Geige für den Bruder geben.“ Schwester Janakieva ging mit und kehrte mit einer Geige zurück. Peter konnte vor Aufregung kaum sprechen, er stimmte nur die Saiten und traute sich nicht, auf der Geige zu spielen. Es war schon zehn Uhr abends. Nach einer Weile kam der Meister und betrat die Küche. Er hatte seine Geige dabei und sagte zu Peter: „Komm schon, lass uns jetzt zusammen spielen.“ Und sie fingen an zu spielen. Der Meister spielte eine Melodie und Peter – eine andere. Der Meister ließ ihn mehrere bulgarische Volksmotive spielen, bis es zwölf Uhr wurde. Schließlich spielte der Meister Peter das Lied „Idyllе“ vor. Das ist ein veredeltes bulgarisches Volksmotiv. Dazu sagte der Meister: „Ich habe zwanzig Jahre lang an der bulgarischen Musik gearbeitet, um sie zu verfeinern.“ Dann begann der Meister ihm diese Melodie beizubringen…
„Die Idylle“ und Bruder Georgi Kurtev
Ungefähr zwei Monate bevor Bruder Georgi Kurtev dahinschied, erhielt Peter Kamburov einen Brief: „Bruder Peter, bitte komm, wenn ich gestorben bin und spiel mir „Die Idylle“, bevor man mich auf den Wagen legt.“ Als der Meister 1920 das Lied zum ersten Mal gab, sagte er: „Mit diesem Lied führen die Engel die Seelen der Gerechten zu Gott.“
Peter, der ein Telegramm erhalten hatte, dass Bruder Georgi gestorben war, fuhr nach Ajtos und spielte ihm die „Idylle“ vor. Das war am 15. Februar 1961 während einer totalen Sonnenfinsternis. Es gibt Beziehungen im Leben, die wir nicht kennen.

Die Zahl 153

 

Außerplanmäßiger Vortrag, Varna, 22. März, 1918

„Als sie nun austraten auf das Land, sahen sie Kohlen gelegt und Fische darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!” (Johannes 21:9-10)

Ich werde auf Vers 9 und Vers 10 des gelesenen Kapitels eingehen. Die Kohlen in diesem Vers bedeuten das göttliche Feuer, das neue Leben und der Fisch symbolisiert die Astralwelt, die Welt der Wünsche. Man muss also durch das göttliche Feuer gehen, damit die Wünsche gebrannt werden. Göttliches Leben, göttliches Feuer, das von oben herabkommt. Die Jünger warfen die ganze Nacht lang das Netz und haben nichts gefangen. Erst als Christus kam und ihnen sagte, sie sollten das Netz werfen, dann haben sie etwas gefangen. Wenn jemand ohne Gott arbeitet, gelangt nichts in sein Netz. Dann sagt er: „Ich habe kein Glück.“ Er hat Pech beim Fischen, weil er nicht weiß, wohin er das Netz werfen soll. Du redest, um jemanden zu überzeugen und du versagst – du hast das Netz rein formell geworfen.

Wir sagen oft: „Diesen Mann werde ich bekehren“; und wir gehen zu ihm, reden viel auf ihn ein, aber trotzdem passiert nichts. Wir werfen Netze ohne Gott. Wenn es in diesem Menschen Gefühle und Begierden gibt, die er noch eine Zeitlang ausleben möchte, werden wir lange Zeit das Netz werfen, ohne etwas zu fangen. Aber wenn Gott sagt: „Werft das Netz“, dann werden Fische für die Menschen gefangen, damit sie Nahrung haben. Und Christus lehrt seine Jünger zu fischen. In einem Werk müssen Gott, Mensch und Geist vereint sein.

Die Zahl 153 zeigt ein vollendetes Werk an, in dem Gott, Mensch und Geist gegenwärtig sind. Die 153 Fische bedeuten etwas, wenn man rechts von 1 eine 0 hinzufügt, das ergibt 10; 10 + 5 + 9 = 24; 24 ist das Gesetz des menschlichen Lebens und 3 ist das Gesetz des Gleichgewichts. Deshalb soll jeder in seinem ganzen Leben einen Fisch backen. Christus nimmt den Fisch als ein Sinnbild des Christentums, weil der Fisch die Fähigkeit hat, hinauf und hinab zu gehen. Wenn sich ein Mensch erheben will, dehnt er seine Blase aus und erhebt sich so über das Wasser. Sie haben eine Null – 0 repräsentiert die Ewigkeit, auch die Zeit. Drei bedeutet den Motor, der die Hand bewegt, den Menschen, der zum Arbeiten kam. Die Zahl 153 gibt an, wie viele Erretteten es gibt. Einige von ihnen werden auf den Kohlen und einige im Wasser sein. Wie viele Fische wurden von allen genommen, um auf die Kohlen gelegt zu werden ? Weil Christus sagte: „Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt.“ Die Fische, die auf den Kohlen waren, als die Jünger aus dem Wasser kamen, das sind andere, und Er fragte die Jünger nach den Fischen, die sie gefangen hatten. Sie haben von ihrem Fang nur drei Fische genommen und auf die Kohlen gelegt. Sie haben den Fang in drei Stapel eingeteilt und von jedem Stapel einen Fisch genommen. Also wurden drei Fische genommen und auf die Kohlen gelegt. Achtet bei diesem Gesetz auf die Gesamtheit der Dinge. Zum Beispiel kann man den ganzen Weizen in einem Weizenkorn finden. So ist es auch mit den Menschen, die der Herr erlöst hat, unter ihnen sind die Erretteten.

Es muss ausgerechnet werden, wie viele errettet werden. Mit der Multiplikation werdet ihr arbeiten. Fügt eine Null hinzu, sie zeigt die Ewigkeit an. Wenn ihr die Eins zum Rad gebt, habt ihr einen Durchmesser. Die Zahl 5 gibt den Hebel an, mit dem das Rad angetrieben wird, und die Drei gibt den Motor an, der den Hebel antreibt. Die Zahl 1 ist der Boden des Bootes, die Fünf ist das Boot und die Drei ist der Anker, die Hoffnung. Jetzt hat Christus 153 Fische gefangen, 153 zeigt die Zahl der Erretteten an, die auf die Kohlen gehen werden, die 153 Kategorien. In der Zahl Drei steckt das Gesetz der Totalität. Die Netze sind die Methoden, mit denen die Menschen arbeiten. Um etwas zu fangen, müsst ihr auch die ganze Nacht wach bleiben und das Netz werfen, dann kommt Christus und ihr werdet Fische fangen. Ohne Ihn könnt ihr nichts fangen. Wenn der Pflüger eine Furche gezogen hat, bedeutet dies, dass er einmal sein Netz geworfen hat. Sooft er den Pflug dreht, sooft wirft er Netze. Je mehr er den Pflug dreht, desto mehr wirft er Netze. Aber Christus wird euch zeigen, wo ihr das Netz werfen sollt, das ist notwendig. Einen Fisch zu fangen, das ist ein Opfer. Wenn der Weizen reif ist, wirst du ernten. Und wenn Christus kommt, wird Er dir Samen bringen und du wirst pflügen. Solange man nicht nass wird, fängt man keinen Fisch und Christus kommt nicht. Ihr werdet jetzt den Glauben tragen. Glaubt daran, dass Christus euch rufen wird, sobald Er euch am See beim Fischen findet. Die sieben Jünger, die im Boot waren, sind die sieben Prinzipien des Göttlichen. Die Menschen kennen sich nur, wenn sie sich lieben.

Christus sagte zu ihnen: „Kommt und esst Mittag“, aber keiner von ihnen rührte sich. Und Er nahm das Brot, brach es und gab es ihnen zum Essen. So lange waren sie bei ihm und sie zweifelten immer noch. Der Zweifel ist eine schlechte Angewohnheit. Wenn Christus euch sagt: Werft die Netze, dann werft sie. Aber ihr habt sie zu oft geworfen. – Wirf, wenn der Herr es dir sagt, damit das Menschliche sich mit dem Göttlichen vereint. Christus sagte: „Werft das Netz“, und die Jünger warfen es und fingen Fische. Christus ist in der Welt, aber nicht in der physischen, sondern in der geistigen Welt. In der physischen Welt werden die Dinge sichtbar und in der mentalen und astralen Welt geschehen die Dinge. Manche Menschen können Gott nicht sehen, andere können Ihn sehen. Warum können sie Ihn nicht sehen? Weil der Himmel bewölkt ist. Und für diejenigen, die Ihn sehen, ist der Himmel klar. Damit sie Christus sehen können, ist eines notwendig – dass der Herr einen Sturm, Donner, Staub, Wind schickt, um ihre Wolken zu zerstreuen, um ihren Himmel aufzuklären. Die Rucksäcke müssen leer werden und ihr müsst gesetzlos bleiben und das Gesetz in euch haben. Petrus war nackt, als Christus kam, was ‚Reinheit‘ bedeutet. Nackt sein, darin liegt Schönheit. Und weiße Kleidung tragen bedeutet Heiligkeit, eine Manifestation der Reinheit. Wenn wir nicht nackt bleiben, wird Christus nicht kommen, wir müssen nackt bleiben. Und wenn man dich in der Erde begraben hat, zieht sie dich aus und lässt dich nackt zurück. Das ist die Sprache des Himmels.

Es gibt keinen Mord oben, aber es gibt eine Lüge, oben ist die Lüge Mord. Wer oben lügt, tötet unten und die Lüge unten tötet oben. Die Lüge ist also eine Eigenschaft der Schlange, zuerst hat sie getötet und oben gelogen.

Die Schrift sagt: „Du wirst den Kopf der Schlange zerdrücken.“ Derjenige, der lügt, ruiniert seinen Kopf. Sprich aufrichtig, denn mit der Wahrheit umzäunst du deinen Kopf. Mit dem Wort ‚Lüge’ meine ich, dass du das Göttliche in dir nicht entstellen darfst, dass du sagst, wie das Göttliche wirklich ist, es so wiedergibst, wie es ist und wie du es vom Herrn erhalten hast. Ich verstehe die jetzige Moral der Menschen nicht. Was Gott dir gegeben hat, darfst du nicht verzerren. Das Göttliche bleibt immer göttlich, es wird irgendwann ans Tageslicht kommen und du wirst dich schämen. Rede nicht, bevor du deine Arbeit erledigt hast, und wenn du sie erledigt hast, sprich. Nun müsst ihr auf diesen Kohlen auch eure Wünsche backen, wie der Fisch gebacken wurde. Backe den Fisch gut, andernfalls wird er dich backen.

Jetzt werden nach diesem Krieg die Netze geworfen. Jetzt wird Christus begraben. In drei Tagen wird Er wieder auferstehen. Drei Tage lang bleibt Er im Herzen der Erde. Und wenn Er auferstanden ist, wird Er zu euch kommen und euch sagen, dass ihr die Netze werfen sollt. In 3 oder 30 oder 300 Jahren. Und nach diesem Krieg wird derjenige Petrus beginnen, der die Frau symbolisiert und zuerst nackt wird und das Netz ins Meer wirft, um zum Herrn zu gehen.

Jetzt seid ihr in einem neuen Zeitalter – das ist die Wiederherstellung des Reiches Gottes. Der Reiche und der Arme stehen unter einem Nenner. Nach diesem Krieg werden sie wieder zusammen sein. So spricht Christus.

Über Bazillen und die Angst vor dem Krankwerden

Auszug aus dem Vortrag „Das gesunde Denken“ (okkulte Jugendklasse, Sofia, 16.5.1926):

Die starken Gedanken vertreiben alle Angst. Ein Mensch mit starken Gedanken kann zu Pestkranken, zu Cholerakranken gehen und völlig gesund zurückkommen. Man kann nur aus Angst, ohne jegliche Bazillen, krank werden.

Ein Mann begegnete der Pest auf seinem Weg. Er fragte sie, wohin sie gehe. Die Pest sagte ihm, sie gehe nach Bagdad. „Wie viele Seelen wirst du nehmen?“ – „Tausend.“ Auf dem Rückweg von Bagdad traf die Pest denselben Mann. Er fragte sie sofort: „Hast du deine Arbeit getan?“ – „Ja, habe ich.“ – „Wie viele Seelen hast du genommen?“ – „20 000“. „ Du hast doch gesagt, dass du nur 1000 nehmen würdest?“ – „Ich habe 1000 Seelen genommen und 19 000 starben vor Angst.“

Was zeigt dieses Beispiel? – Dass von zwanzig Leiden nur eines von der Natur gegeben wird und neunzehn am Menschen und an seiner Angst liegen. Die Angst verursacht in der Tat eine Reihe von Krankheiten, Leiden und Schwierigkeiten. 1/20 der menschlichen Leiden gibt die Natur und 19/20 werden vom Menschen selbst verursacht.

Im Zusammenhang mit der Angst vor der Ansteckung berichtet Rudolf Steiner über eine persönliche Erfahrung, die er im Alter von 22 Jahren machte, als er Privatunterricht gab und die Mutter seines Schülers, die an Pocken erkrankt war,  in demselben Zimmer nur durch eine spanische Wand getrennt lag: „Ich habe mich überhaupt niemals davor gescheut, irgendwie mich selber einer Ansteckungsmöglichkeit auszusetzen, und bin eigentlich nie angesteckt worden, habe nie unter Ansteckung einer Krankheit gelitten. Ich konnte dadurch gerade feststellen, daß schon einfach das Bewußtsein, das starke Bewußtsein von dem Dasein einer Krankheit vom Astralleib aus Krankheitsursache sein kann. Das starke Bewußtsein einer Krankheit kann vom Astralleib aus Krankheitsursache sein.“ (GA 314, S. 287)

So hat Beinsa Douno während der spanischen Gruppe geheilt (Aus dem Vortrag „Die Weltliebe“, Festvorträge, Veliko Tarnovo, 19.8.1919):

„Als die spanische Krankheit tobte und 6 Millionen Menschen auf der ganzen Welt davontrug, wurde ich gefragt, wie sie behandelt werden soll. Ich habe geantwortet, dass nach den mir bekannten Gesetzen kochend heißes Wasser zu trinken und warme Kartoffeln zu essen sind und eine Woche oder zehn Tage später wird die Krise vorüber sein.

Macht einen Versuch und diejenigen, die ihn gemacht haben, sollen berichten, wie die Ergebnisse waren. Und was haben die Ärzte gemacht? – Sie haben geimpft und die meisten Kranken sind gestorben – innerhalb von siebzehn Tagen starben 1700 Menschen in Sofia. Und die Ärzte erklärten: „Ah, es gab eine Krise, Komplikationen usw.“ Ich sage: Diese Leute hätten kochend heißes Wasser trinken und heiße Kartoffeln essen sollen. Das Trinken von heißem Wasser ist ebenfalls eine Injektion, die jedoch von innen und nicht von außen gegeben wird; Es kommt darauf an, zu wissen, wo die Spritze zu geben ist.“

Seien wir bereit

28.April 1912, außerplanmäßiger Vortrag

Herr Danov las das 10. Kapitel aus dem Matthäus-Evangelium vor und unterstrich die Strophe  „Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.“

Diese Strophe hat eine innere Anwendung, denn im Menschen gibt es Gedanken, die ihm sagen: „Sei kein Dummkopf, lebe wie alle anderen!“ Diese Gedanken sind die Hausgenossen des Menschen und er wird mit ihnen gut leben, solange er ihnen zustimmt. Jedoch muss jeder solcher Gedanke an seinen Platz gestellt werden, denn jeder Gedanke hat sich unserem Willen zu beugen. Der Mensch muss sich unbedingt opfern, da er andernfalls dem Getreidekorn ähnlich sein würde, das im Speicher ungesät gelagert wird. Und wenn jeder sich opfert, so seid sicher, dass unsere Verhältnisse sich bessern werden. Heutzutage leiden die Menschen nicht so sehr an materiellen Mängeln wie an der schlimmen geistigen Schwüle. Wir sagen oft, dass wir dem Herrn dienen wollen. Wir haben sogar den guten Willen, Ihm zu dienen, aber sobald Er beginnt, uns zu prüfen, schwanken wir und weichen zurück. Es stellt sich also heraus, dass wir oft dem Herrn nicht deswegen dienen, weil wir Ihn lieben, sondern weil Er reich ist und wir uns mit unserem Dienen von Ihm mehr materielle Vorteile ersuchen, damit wir unser Erdenleben in möglichst wohlhabenden Verhältnissen verleben. Der göttliche Mensch muss mit dem physischen Menschen verbunden sein. Wir möchten, dass Gott kommt, doch damit das geschehen kann, müssen wir bereit sein, denn einst kam Christus unter die Juden, doch da sie nicht vorbereitet waren, schufen sie sich ein Karma und wir sehen, welche Folgen das hatte. Nun kommt Christus zu der kaukasischen Rasse, unter die europäischen Völker und wenn diese Ihn nicht annehmen, wird die gelbe Rasse sie erobern und sie werden Prügel beziehen und ein großes Geschrei erheben. Das größtmögliche Unglück wird über sie hereinbrechen. Wir haben unsere Devise „In der Erfüllung des göttlichen Willens liegt die Kraft der Menschenseele“, doch andere haben auch solche Devisen, etwa „Damit der Mensch stark sein kann, muss er tugendhaft sein“, „Damit der Mensch stark sein kann, muss er rechtschaffen sein“, „Damit der Mensch stark sein kann, muss er klug sein“, „Damit der Mensch stark sein kann, muss er weise sein“, „Damit der Mensch stark sein kann, muss er die Wahrheit in sich haben“. Ich weiß, dass ihr jetzt Frieden braucht, doch um Frieden zu haben, müsst ihr im Gleichgewicht sein, das ihr durch Übungen erreichen werdet wie jener Akrobat, der zuerst mithilfe eines Gleichgewichtsstocks auf dem Seil über die Niagarafälle gelaufen ist und allmählich diesen Stock nicht mehr brauchte, was zeigt, dass er schon ein stabiles Gleichgewicht halten konnte. Übrigens brauchen wir ein starkes Gleichgewicht, um Frieden zu haben. Ihr denkt, ihr habt in diesen fünf bis zehn Jahren viel für Gott getan. Aber ihr habt nicht 100-200-500-1000 Jahre lang gewirkt, wie andere gewirkt haben. Ihr dürft also nicht schwanken, denn wegen einer kurzen Schwankung wird der Tag kommen, an dem auch Gott in Bezug auf euch schwanken wird. Lasst uns Gott in uns und in den anderen Menschen lieben und auf Ihn hören, wenn Er zu uns und zu den anderen spricht. Das rein religiöse Leben ist nicht eintönig, allerdings müssen Verstand und Gefühle an ihm teilnehmen, die Erhebung muss spiralenförmig erfolgen. Die Moral ist ein mosaisches Gesetz, aber das Gesetz Christi ist die Freiheit. Wir müssen also frei sein.