Beinsa Douno über Christus

Folgender Text stammt aus dem Buch „Der Meister spricht“ (1939), in dem Beinsa Dounos Schüler Georgi Radev (1900-1940) ausgewählte und nach Themen sortierte Auszüge aus dem Wort des Meisters veröffentlich hat.

 Die erste deutschsprachige Ausgabe des Buchs stammt aus dem Jahr 1941

Christus

Heutzutage unterteilen die Menschen Christus in einen historischen, kosmischen, mystischen usw. Aber Christus an sich ist einheitlich und untrennbar. Es gibt nur einen Christus – den lebendigen Christus, der eine Offenbarung Gottes, eine Manifestation der Liebe ist.

Christus ist Gott, der sich der Welt offenbart. Als die Offenbarung Gottes kann man Ihn nicht von Gott trennen oder Ihn außerhalb von Gott betrachten. Und wenn ich von Christus rede, betrachte ich Ihn nicht als ein abstraktes Prinzip, sondern als die reale Verkörperung der Liebe.

Die Liebe ist die höchste Realität und nicht etwas Abstraktes. Sie hat eine Form, einen Inhalt und einen Sinn.

Christus gab den vollkommenen Ausdruck der Liebe auf der Erde, unabhängig davon, wie Ihn die Menschen auffassten — als historisch, kosmisch oder mystisch. Denn Christus ist und bleibt als historische Persönlichkeit, als kosmisches Wesen und als mystisches Erlebnis die vollkommenste Offenbarung der Liebe. Und tatsächlich war auf der Erde vor Christus kein Mensch, der mehr Liebe besaß als Er. Sowohl draußen im Kosmos als auch drinnen in den mystischen Tiefen der Seele gibt es keine vollständigere Offenbarung der Liebe als diese, die Christus personifiziert.

Und dann, wie soll man die Begriffe historischer, kosmischer und mystischer Christus verstehen?

Als ein ideeller, zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt in Erscheinung tretender Mensch und als ein Vorbild des wahren Menschen ist Christus historisch. Dann schreibt die Zeit Chroniken und legt ihr Zeugnis über Ihn ab: „Seht, da ist der Mensch! Da ist der wahre Mensch, in dem die Liebe, die Weisheit und die Wahrheit wohnen, und der sie anwendet.“ Innerlich erkannt wird Er mystisch. Im Begreifen und in der Erkenntnis Gottes als Gott der Offenbarung wird Er kosmisch.

Dann ist der physische Aspekt Christi die ganze Menschheit, die in einem Körper vereint ist. Alle menschlichen Seelen, in denen Christus in einem vereint lebt, stellen den physischen Aspekt Christi dar. Alle Engel, die im Herzen Christi vereint sind, stellen Seinen geistigen Aspekt dar. Und alle Götter, die im Verstand Christi vereint sind, stellen Seinen göttlichen Aspekt dar. Das ist der kosmische Christus, der auf der Welt offenbarte Gott.

Deshalb sieht der Mystiker überall Christus – den großen Bruder der Menschheit, das Urbild des Menschen, den Erstgeborenen auf der Welt, den Anbeginn des menschlichen Geschlechts, der menschlichen Evolution; den Erstgeborenen, der alle göttlichen Tugenden entwickelte und offenbarte, der alle göttlichen Gesetze anwendete; den Erstgeborenen, der erfolgreich alle Prüfungen bestand und alles für Deine Brüder opferte. Berge, Felder, Quellen, Flüsse, Meere, mit allen Naturschätzen, die in ihnen verborgen sind – das alles ist eine Offenbarung dieses großen Bruders. Aber das ist ein tiefes Geheimnis, für dessen Verständnis Tausende von Jahren harter Arbeit erforderlich sind. So muss man Christus in Seiner Weite erfassen.

Er ist der Eine, obwohl ihn die Menschen sowohl als historischen als auch als kosmischen oder mystischen Christus auffassen. All diese Worte müssen beim wahren Erkennen Christi als eine offenbarte Liebe zu Gott aufleben und keine trockenen Begriffe, keine Gefängnisse des menschlichen Denkens bleiben.

Und wahrlich: Ist für viele Christen nicht der historische Christus, der vor 2000 Jahren kam, ein Gefängnis ihrer Seelen? Wo sprach Christus vor 2000 Jahren von sich selbst als von einer historischen Persönlichkeit? Er spricht von sich selbst als von einem Geist, der immer auf der Erde bestehen wird, bis zur Vollendung des Zeitalters, d. h. bis zur Vollendung dieses Zeitalters der Gewalt und des Übels, das seine letzten Tage lebt. „Geht nun hin und lehrt sie“, sagt er Seinen Jüngern, „und ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“(Mt 28,19-20)

Einer der größten Irrtümer ist es, zu glauben, dass Christus im Himmel sei, dass Er sitze und auf das Jüngste Gericht warte, um zu beginnen, über die Lebenden und die Toten zu urteilen. Die Wahrheit ist, dass Christus niemals die Erde verlassen hat. Erinnert euch an Seine Worte: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden“(Mt 28,18).

Christus ist es, der das historische, kosmische und mystische Leben auf der Erde und die Menschheit bewegte, bewegt und bewegen wird. Ohne Christus gibt es keine Geschichte. Ohne Christus gibt es keinen Kosmos, d. h. keine organisierte und geregelte Welt. Ohne Christus gibt es kein mystisches Leben.

Er ist der große Inspirator aller Offenbarungen aller Zeiten. Er ist die unsichtbare Triebkraft des ganzen geistigen Lebens der Menschheit. Das bezeugt auch die Heilige Schrift, in der Christus als zentrale Person erscheint. Darauf deutet Christus selbst mit den Worten an: „… was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses‘ und den Propheten und Psalmen“ (Lk 24,44).

Mose repräsentiert im weitesten Sinne alle geistigen Führer der Menschheit, alle Gelehrten, Philosophen, Schriftsteller, Dichter, Künstler, Musiker, die den menschlichen Verstand auf das Verstehen Christi und der göttlichen Wahrheit vorbereitet haben. Unabhängig davon, wie vergänglich ihre Werke und wie veränderlich ihre Theorien erscheinen mögen, sind sie nicht willkürlich, sondern wurden unter dem Einfluss eines Weltgesetzes des Geistes geschaffen, das in den Menschen auf eine spezifische Art wirkt. All diese Menschen trugen zur allgemeinen Erhebung der Menschheit bei, sie bereiteten den Weg für die Ankunft Christi vor. Denn es ist nicht einfach, dass ein großer Geist wie Christus unter die Menschen kommt. Sie müssen im Laufe von vielen Jahrtausenden hart arbeiten, damit Christus unter sie kommt. Es ist nicht leicht, auf die Erde herabzusteigen.

Aber mit Seinem Herabstieg auf die Erde leitete Christus ein neues Zeitalter in der Entwicklung der Menschheit ein. Er bahnte den einzigen Weg, auf dem die menschliche Seele zu Gott kommen kann. Deswegen sagt Er: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“(Joh 14,7).

Im weitesten Sinne des Wortes ist der Weg die Bewegung des Geistes in der vernünftigen Anwendung der Naturgesetze. Das Leben – das ist das harmonische Organisieren der Elemente und die Entwicklung der Kräfte in der göttlichen Seele. Die Wahrheit – das ist eine Offenbarung des einen Gottes, der die Bedingungen für die Entwicklung aller Lebewesen schafft.

Aus der göttlichen Welt der Wahrheit hervorgegangen und in die materielle Welt hineingegangen, verbindet Christus die menschlichen Seelen mit der Welt der Wahrheit, wo sich die erhabenen Ziele jedes Seins verbergen. Es ist ein Faden notwendig, der die menschlichen Seelen, die in der Materie versunken sind, mit Gott vereint. Nur Christus ist im Stande, diesen Faden zu spinnen, der die Menschen mit Gott vereint. Denn Er ist aus der göttlichen Welt herabgestiegen, um das Leben aus der Welt der Wahrheit zu bringen. Indem Er auf diese Weise den Weg vorgab, der vom zeitlichen zum ewigen Leben führt, stieg Er wieder hinauf.

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen“ (Joh 17,3), sagt Christus. Gott zu erkennen, d. h. die Keime des Geistes, die Bedingungen, Kräfte und Gesetze zu erkennen, auf die sich diese große Ordnung der Dinge stützt und nach der sie aufgebaut ist; und Christus zu erkennen, d. h. das Prinzip der Vernunft zu erkennen, das aus dem einen Gott hervorkommt, allen Menschen Leben bringt, sie anleitet und schützt, indem es sie mit dem uranfänglichen Zentrum von allem, was ist, verbindet. Christus ist der Weg jener vernünftigen Bewegung der Seelen, die sie zum ewigen Leben in der Wahrheit führt.

Deswegen antwortete Christus, als man ihn fragte, warum Er auf die Erde kam: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, auf dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe“ (Joh 18,37). Diese Worte sind aber eine mathematische Formel. Die Frage nach dem Kommen Christi ist eine der tiefsten Fragen im menschlichen Leben. Aber viele glauben, dass es leicht sei, auf diese Frage zu antworten. Sie sagen, dass Christus auf die Erde gekommen sei, um zu leiden und die Menschheit zu retten. Aber das Kommen Christi ist keine Frage des Leidens. Das Leiden ist eine sekundäre Erscheinung im Leben Christi; nur durch das Leiden lässt sich dieser wichtige Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit bei Weitem nicht definieren. Die Erlösung, so wie sie die Menschen auffassen, stellt nur ein partielles Verständnis dieses großen Ereignisses dar.

Heutzutage erzählen alle Prediger, dass Christus auf die Erde gekommen sei, um die Menschen zu erlösen. Wenn Christus die Menschen auf jene mechanische Weise erlöst hätte, wie die Menschen sie verstehen, und wenn sie wirklich erlöst wären, würden sie nicht mit dem Geist Christi und Seiner Lehre im Widerspruch leben. Offensichtlich hat die Idee der Erlösung eine ganz andere Bedeutung. Sie ist nicht dort, wo die Menschen sie suchen und sie kommt nicht so mechanisch, wie sie denken.

Christus brachte die Seelenlehre auf die Erde. Er zeigte den Weg, auf dem die menschlichen Seelen Gott erkennen und das ewige Leben erlangen können. Das Tor zu diesem Weg ist die Liebe. Wer durch dieses Tor hindurchgeht, wird auf jenen königlichen Weg kommen, auf dem ihn große Heldentaten erwarten.

Viele große Seelen sind vor Christus auf die Welt gekommen, aber sie konnten die mühsame Aufgabe, die Menschheit zu erheben, nicht lösen. Christus sollte kommen, um diese bedeutende und wichtige Aufgabe zu lösen und den Menschen einen erprobten Weg zu zeigen, auf dem auch sie diese Aufgabe lösen können. Vor Christus sandte Gott Seine Diener – Propheten und Heilige – auf Seinen Acker, aber sie konnten die Aufgabe nicht richtig lösen. Als Christus, der Sohn Gottes, auf die Erde herunterkam, vereinten sich die Arbeiter des ganzen Himmels in Seinen Namen, um das Angefangene zu Ende zu führen.

Im Evangelium heißt es: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,16). Der Sohn – das ist das Wort, das Vernünftige, das Göttliche, was als Einziges die Harmonie auf der Welt und die Verbindung der menschlichen Seelen zu Gott wiederherstellen kann. Christus konnte diese Verbindung wiederherstellen und Einfluss auf die Menschheit als Ganzes ausüben, denn Er selbst war mit dem großen, mächtigen Ganzen verbunden. Und wenn im Evangelium davon die Rede ist, dass der Geist auf Christus herniederfuhr, dann ist jene Vereinigung Christi mit dem kollektiven Geist der vernünftigen Welt gemeint, dank der die Verwirklichung einer göttlichen Idee auf der Erde möglich wurde. Denn ein solches ist das Gesetz auf der Erde: Damit das Werk Gottes vollbracht wird, soll sich ein Mensch auf der Erde mit einem Wesen im Himmel vereinen. In diesem Fall war dieses Wesen der kollektive Geist Gottes.

Von diesem Standpunkt aus ist Christus ein kollektiver Geist. Er existiert als das Eine, ist aber zugleich ein kollektiver Geist. Er ist die Summe aller Söhne Gottes, aus deren Seelen und Herzen Leben und Liebe sprudelt. Alle Söhne Gottes in einem vereint, alle vernünftigen Seelen, die in göttlicher Einheit leben, sind Christus.

Das Kommen Christi ist das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Es ist ein außergewöhnliches Ereignis sowohl dem Gehalt als auch dem Sinn nach. Mit diesem Ereignis ist die Hauptidee des menschlichen Lebens – die Idee der Unsterblichkeit, des ewigen Lebens – verbunden. Und die Bemühungen des ganzen menschlichen Daseins laufen auf Folgendes hinaus: die Unsterblichkeit zu erlangen und in das ewige Leben einzutreten.

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen“ (Joh 17,3). Also Gott zu erkennen, Christus zu erkennen. Haben die Menschen Christus erkannt, als Er vor 2000 Jahren vor ihnen erschien? Kennen sie Ihn heute? Wenn die Wahrheit in der Welt erscheint, wird sie nicht königliche Kleider, sondern ein bescheidenes Gewand anziehen. So erschien auch Christus vor 2000 Jahren in einer einfachen Form, in der die Menschen Ihn nicht erkennen konnten. Aber solcher Art sind die Gesetze dieser Welt. In dieser einfachen Kleidung – augenscheinlich ein Mensch wie alle anderen – wurde Er sogar von seinen Jüngern nicht in Gänze erkannt. Nur drei von ihnen sahen in der Verklärung Christi Sein Gesicht, d. h. Sein Inneres. In diesem inneren Licht sahen und erkannten sie Ihn so, wie Er unter den Engeln war.

Für die Juden war Christus der Sohn von Joseph dem Tischler. Für die jüdischen Lehrer und die Pharisäer war Er ein Gotteslästerer, ein selbsternannter Messias, der sich selbst Sohn Gottes nannte. Er stammte nicht aus ihrem Kreis, hatte nicht bei ihnen gelernt.

Wo hat Christus gelernt? Denn alles, was Er leistete, zeugte von Seinem umfangreichen Wissen. Es gibt heute noch Menschen, die meinen, dass Christus ein einfacher, ungebildeter Mensch gewesen sei. Das stimmt überhaupt nicht. Christus selbst sagt, wenn Er sich an Seine Zuhörer wendet: „Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubet nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Joh 3,16) Wenn Christus von dem Himmlischen spricht, versteht Er darunter die großen Mysterien der Sonne. Er verstand aber auch das Irdische, denn Er war mit der Kabbala, mit der Philosophie der Völker aus dem Morgenland und der Griechen sowie mit den damaligen Wissenschaften vertraut. Christus hatte es nicht nötig, an den menschlichen Schulen zu lernen. Auch im Hinblick darauf, dass Sein ganzes Leben eine angewandte Lehre für Ihn selbst war. Er war eine Quelle neuer Erfahrungen, ein Anwendungsfeld jener großen Prinzipien und Gesetze, deren Wirkung in der unsichtbaren Welt Er kannte. Dank Seines wachen Bewusstseins und der Verbindung zur unsichtbaren Welt konnte Er immer unmittelbar aus diesem Wissen schöpfen.

Und als Christus betete, war für Ihn das Gebet ein Gespräch mit der vernünftigen Welt. Durch das Gebet kam Er mit der unsichtbaren Welt, mit allen Hierarchien in ihr, mit Gott ins Gespräch. Durch das Gebet vermittelte die unsichtbare Welt Christus jene große Lektion, die Er auf der Erde lernen sollte, offenbarte Ihm jene Aufgabe, die Er unter den Bedingungen des irdischen Lebens lösen sollte. Erst nach der Lösung Seiner schweren Aufgabe verstand Er durch die eigene Erfahrung, dass der einzige Weg, die Menschheit zu erlösen, die Liebe ist. Dann begriff Er den tiefen Sinn all Seiner Leiden.

Für die Menschen aber, unabhängig davon, was man sagen mag, bleiben die Leiden Christi, Seine Kreuzigung und Sein schändlicher Tod eines der größten Rätsel. Warum sollte Christus – die größte Seele, die jemals die Erde besuchte, der größte Charakter, der sich je offenbarte -, warum sollte dieser gute, kluge und starke Mensch so tragisch sterben? Die Heilige Schrift sagt, es habe so sein sollen, sonst nichts. Andere behaupten, es sollte so kommen, damit die Welt erlöst wird. Und Christus selbst sagt, dass Er in die Welt gekommen ist, um Zeugnis für die Wahrheit abzulegen.

Eins kann man mit Sicherheit sagen: Christus wurde gekreuzigt, weil die Liebe äußerlich keinen Anteil an Seinem Leben hatte. Und dort, wo die Liebe nicht teilhat, erscheinen die größten Leiden, die größten Dramen und Tragödien. Nicht die Liebe schafft sie, sondern der Kampf um die Liebe. Die Liebe selbst bringt überall Licht, Frieden und Freude. Wie dem auch sei, wir sehen, dass die Kreuzigung Christi zugelassen wurde.

Am Kreuz erlebte Christus das, was man ideell-mystisches Leiden nennt – die tiefsten und intensivsten Leiden, die eine menschliche Seele erleben kann. Er musste den bitteren Kelch des Leidens bis zur Neige leeren, jenen Kelch, in dem sich alle bitteren Bodensätze der Vergangenheit befanden. Aber durch diese kondensierten, intensiven Leiden offenbarten sich Ihm alle Geheimnisse der Vergangenheit. Und deshalb sagt Christus – die Wichtigkeit des Augenblicks einsehend – nach dem im Garten Gethsemane erlebten inneren Drama: „Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen“ (Joh 12,27). Durch die mächtige Kraft der Alchemie transformierte Er die Gifte im Kelch und vernichtete auf diese Art und Weise ein für alle Mal die Gewalt.

Konnte Christus, der ein starker, genialer Mensch war, der Seinen hohen Ursprung kannte, der alles vorhersah und wusste, was geschehen wird, die Leiden, die Ihn erwarteten, wirklich nicht abwenden? Vor Ihm stand die Alternative, entweder die „Engelslegionen“ anzurufen, um mit deren Hilfe das jüdische Volk und das Römische Reich zu vernichten, d. h. sich der Methoden der Vergangenheit zu bedienen – der Methode der Gewalt und des Schwertes von Mose und Ilias und der alten Magier und Adepten – oder den Kelch und das Kreuz anzunehmen und sie durch die Kraft der Liebe zu überwinden. Christus wählte das Zweite und das war der erste Versuch dieser Art auf der Erde.

Wenn sich Christus von den Leiden, von dem Kreuz, an dem man Ihn später kreuzigte, von den Nägeln, mit denen man Ihn festnagelte, von dem Speer, mit dem man Ihn durchstach, hätte abschrecken lassen, hätte Er keine neue, wesentliche Lösung für die schwere Aufgabe, die menschliche Seele zu erheben, gebracht. Er schmolz mit dem Feuer der Liebe – das einzige Feuer, das die Waffen der Gewalt schmelzen kann -, sowohl Schmach als auch Peitschenschläge, Kreuz, Nägel und Speere. Und Sein Versuch war erfolgreich.

So löste Christus eine Aufgabe, von deren Lösung die Zukunft der ganzen Menschheit abhing. So fand Er den Weg zur Erlösung jener leidenden Seelen, für die Er gekommen war. Even für diese einfachen, aber erhabenen Seelen, die den Mut hatten, an Ihn zu glauben, und nicht für die gelehrten, religiösen Menschen Seines Jahrhunderts gab Christus Sein Leben hin, damit sie in jener Liebe leben, die Er ihnen brachte.

In den Leiden Christi steckt etwas Großartiges. Sie stellen die verborgene Seite des Lebens Christi dar, von der die Menschen nichts wissen. Wenn ich von den Leiden Christi spreche, tauchen vor meinem inneren Auge jedoch zwei Eigenschaften Christi auf, nämlich Seine einzigartige Geduld und Seine Demut. Durch sie ertrug Er alle Verleumdungen, jede Schmach und Beleidigung, die man Ihm zufügte. Angesichts all dessen stand Er still, blieb ruhig und unerschütterlich, als ob nichts geschehen wäre. Keine Träne quoll aus Seinen Augen hervor. Das ist eine große Geduld, das ist Selbstbeherrschung, das ist Liebe! Das ist ein Fels, den nichts zertrümmern konnte.

Die Kreuzigung Christi war eine Tragödie, aber für diese Tragödie gab es auch eine Lösung – die Auferstehung. Christus ist auferstanden und hat den Tod besiegt. So wie sich Ihm in den Leiden die Geheimnisse der Vergangenheit offenbart hatten, so offenbarte sich Ihm in der Kreuzigung die Zukunft.

In der Person Christi haben wir einen starken Menschen, einen mächtigen Geist, einen Helden. Er überwand alles – Qualen, Kreuz und Grab.

Christus trug nicht bis zuletzt das Holzkreuz. Er trug es bis zu einer gewissen Stelle und dann warf Er es auf die Erde. Die Menschen glauben, dass Er das Kreuz warf, weil Er unter dessen Last zusammenbrach. Nein, Christus war kein schwacher Mensch. Er konnte das Kreuz tragen, aber Er ließ es, um der Menschheit zu zeigen, was sie erwartet. Er wollte sagen: „Ich kann das Kreuz der Leiden der lebendigen Menschen tragen, aber ein Holzkreuz will ich nicht tragen!“ Doch die heutigen Christen tragen und küssen immer noch das Holzkreuz, das von Christus selbst verachtet wurde!

Das Holzkreuz auf die Erde werfend, richtete sich Christus auf und machte sich erhobenen Hauptes auf Seinen Weg nach Golgatha. Man nagelte Ihn ans Kreuz. Aber auch am Kreuz hing Er nicht lange. Er löste sich selbst von den Nägeln. Wie? – Indem Er seinen Körper verließ und zu Joseph von Arimathäa ging.

Man beerdigte Ihn und schloss das Grab. Auch diesen Ort verließ Er. Er wollte Seinen Leib nicht im Grab zurücklassen, denn dieser war lebendig. Er ließ Ihn selbst auferstehen.

Der Engel, der Seinen Tod verursachte, brachte Seine Seele in die Hölle, aber auch hier blieb Christus nicht lange. Mit Seinem Eintritt in die Hölle verursachte Er eine Revolution; Er rüttelte all ihre Bewohner auf und ließ sie frei. Denkt nicht, dass Christus nach Seiner Auferstehung allein war! In der Hölle war Er Führer einer ganzen Armee von Engeln, die die Hölle von allen Gefangenen reinigte.

Mit all dem bewies Christus, dass man den Starken weder ans Kreuz genagelt halten noch in einem Grab einschließen kann. Der Starke stirbt nicht, er ersteht wieder und schenkt auch den anderen Leben. Christus ist das Herz Gottes und deshalb ist Er auferstanden. Das Herz Gottes kann nicht sterben. Es kehrte dorthin zurück, wo es hergekommen war. Aber mit dieser Tragödie, die sich auf Golgatha abspielte, wurde neues Blut in die erschöpften Adern der Menschheit übertragen und ein neuer Impuls für den göttlichen Kreislauf des Lebens gegeben.

Bei seinem Erscheinen vor 2000 Jahren auf der Erde zeigte Christus nur die eine Seite Seiner Gestalt. Wir sehen Christus in Erniedrigungen und Kummer, in Leiden und Prüfungen. Wir sehen Ihn als einen Helden der Erlösung. Die Menschen kennen Christus noch nicht in Seiner göttlichen Macht und Kraft.

Stark und mächtig ist Christus jetzt! In der Vergangenheit nagelte man die Hand Christi an. Aber heute kann keiner diese Hand mehr annageln – die Nägel würden augenblicklich schmelzen. In der Vergangenheit kreuzigte man Christus, aber heutzutage gibt es kein so großes Holz, an dem man ihn kreuzigen könnte. Christus kann nicht zum zweiten Mal gekreuzigt werden!

Dieser Christus kommt jetzt, um den Verstand und die Herzen der Menschen aufzusuchen. Er wird alle Gefängnisse zerstören, alle falschen Lehren hinwegfegen – all das, was den menschlichen Verstand und das Herz vernichtet, was sie zur Verunsicherung und Unordnung bringt, was das menschliche Leben lähmt. Er ist der lebendige Christus, der allen Seelen Leben, Licht und Freiheit bringt, der in ihnen Liebe zu allem erweckt.

Wenn ich sage, dass Christus jetzt kommt, denken manche, dass Er von außen kommen wird. Christus kommt nicht von außen, Er kommt weder in menschlicher Gestalt noch in einer anderen Form. Wenn die Sonnenstrahlen in eure Häuser dringen, bedeutet das, dass die Sonne selbst euch besucht hat? Merkt euch: Christus ist eine Offenbarung der göttlichen Liebe. Und Er wird als inneres Licht im Verstand und in den Herzen der Menschen erscheinen. Dieses Licht wird alle Wesen um Christus herum wie um ein großes Zentrum heranziehen. Das Öffnen des menschlichen Verstandes und der menschlichen Herzen und die innerliche Annahme Christi wird das zweite Kommen Christi auf Erden sein. Wenn die Menschen ihn nicht so annehmen, wird das Leben der Lieblosigkeit, der Leiden, der Not, des äußeren Glaubens, des Aberglaubens und der Täuschungen weiter andauern.

Von diesem äußeren Glauben gefesselt, stolpern viele religiöse Menschen, wenn sie sagen: „Christus brachte vor 2000 Jahren eine frohe Botschaft. Er sagte, was er zu sagen hatte und jetzt ist Er bis zum Jüngsten Gericht in den Himmel aufgefahren, bis Er wieder kommen wird, um über die Lebenden und die Toten zu richten.“ Ich aber sage euch: Christus brachte die frohe Botschaft nicht in Raum und Zeit. Wir betrachten Christus und Seine Lehre nicht als etwas Vergangenes. Wir betrachten Christus und Seine Lehre nicht als etwas, was in der Zukunft kommen wird. Wir betrachten Christus und Seine Lehre als etwas, was ewig gegenwärtig ist.

Aus diesem Grund hörte Christus nicht nur während Seiner dreijährigen Predigt, sondern auch während dieser 2000 Jahre nicht auf zu sprechen. Und wenn man all das wiederherstellen könnte, was Er während dieser drei Jahre sagte, als Er den damaligen Menschen predigte und wenn man auch das wiederherstellen könnte, was Er während dieser 2000 Jahre sprach, hätten die Menschen ein wertvolles Wissen.

Aber auch davon, was Er während dieser drei Jahre des Predigens sprach, ist sehr wenig, sind nur Bruchstücke erhalten geblieben. Auch viele von den Botschaften von Paulus und der anderen Apostel sind für die Welt weiterhin verborgen geblieben. Auch sie werden jetzt offenbart, jedoch nur den fortgeschrittenen Schülern.

Glaubt ihr, dass Christus Seine ganze Lehre vortrug? Im Vergleich dazu, was Christus brachte, gab Er den damaligen Menschen sehr wenig. Die Menschen damals waren nicht auf Seine Lehre vorbereitet. Aus diesem Grund sprach Er zu ihnen in Gleichnissen. Christus wollte nicht Seine Waffe in die Hände der Ungebildeten legen, damit sie diese gegen Ihn wenden.

Glaubt ihr, dass, wenn Christus heute kommt, Er so sprechen würde wie vor 2000? Heute würde Er anders sprechen. Er würde vor allem die große Lehre der Liebe und die Methoden predigen, mit denen man sie anwenden kann. Er würde den Weg der Schülerschaft, der Bruderschaft und des Dienens predigen, weil das Gesetz der Evolution heute dies verlangt.

Und jetzt wendet sich der große Meister, indem Er die Grundlagen der neuen frohen Botschaft bekannt gibt, an alle erwachten Seelen: „Mögen alle fleißigen Schüler, gute Brüder, treue und wahre Diener sein!“ Denn nur diejenigen, die fleißige Schüler, gute Brüder und wahre Diener sind, können Schöpfer der neuen Kultur sein, in der Christus in jedem Menschen und unter allen Menschen leben wird.

Nicht einfache Gläubige will Christus, nicht Menschen, die gegeneinander kämpfen, nicht Herrscher und Priester, sondern wahre Menschen, Schöpfer des Neuen – Schüler, Brüder und Diener. Nicht Menschen, die Ihn ständig in ihrem Inneren kreuzigen, will Christus, sondern Menschen, die Ihn annehmen. um mit ihnen und unter ihnen zu leben und die eins mit Ihm sind.

Heute verkündet Christus eine neue Kultur ohne Kreuzigungen, eine Kultur der Auferstehung. Denn wir haben die Ergebnisse der heutigen Kultur gesehen – eine Kultur, die von Menschen geschaffen wurde, welche Christus kreuzigten. Die Zeit ist gekommen, die Grundlagen einer neuen Kultur zu legen, die nicht von Menschen entwickelt wird, welche sich vor dem gekreuzigten Christus verbeugen, sondern von Menschen, die Brüder sind, in denen der lebendige Christus der Liebe lebt. Die Grundlage dieser Kultur wird die Liebe sein. Weil die Liebe die einzige Kraft ist, die die Menschen zu fleißigen Schülern, guten Brüdern, treuen und wahren Dienern sowie Schöpfern des neuen Lebens machen kann. Das ist das Neue, das Christus heute der Menschheit bringt. Das ist die Sprache der Großen Universellen Bruderschaft, das ist es, was der Meister sagt.

Aber werden dann nicht viele Gläubige, die sich Christen nennen, durch Sein Wort in Versuchung geführt? Und werden sie Ihn erkennen? Sie werden weiter über den gekreuzigten, über den historischen und kosmischen Christus streiten, über Christus, wie Ihn die verschiedenen Kirchen auffassen, und der Geist Seines lebendigen Wortes wird ihnen fremd bleiben. Deswegen sage ich euch: Lasst diese Definitionen und Unterscheidungen Christi beiseite!

Wisst, dass es nur einen Christus der großen Liebe gibt, der jetzt in der Welt und in den Seelen der Menschen wirkt! Über diesen Christus spreche ich zu euch, nicht über den historischen oder gekreuzigten Christus. Schließlich kennen die Menschen Christus hinreichend als historische Persönlichkeit, aber als lebendige Liebe kennen sie Ihn nicht. Über den lebendigen Christus spreche ich zu euch, über jenen Christus, der in sich das Leben, das lebendige Wissen, das Licht, die Wahrheit und die Freiheit trägt. Ich spreche über jenen Christus, der alle Methoden zum Aufbau des vernünftigen Lebens bringt. Er ist der große Christus, der sich Haupt der Großen Universellen Bruderschaft nennt. Ihn kennen alle großen Seelen und zwischen ihnen existiert kein Streit, wer und was für einer Er ist, wo Er jetzt ist, welchen Platz Er in der Hierarchie der Meister einnimmt usw. Sie streiten nicht, denn sie wissen mit absoluter Sicherheit, welchen Platz Christus und die anderen großen Menschen, die in der Welt erschienen sind und erscheinen werden, im Ganzen einnehmen.

Diesen Christus sollen die Menschen heute erkennen! Ihn sollen sie sehen, schauen und erkennen. Denn viele wollen uns überzeugen, dass wir wahre Christen sein können, ohne Ihn zu sehen und innerlich zu erkennen. Ich behaupte aber, dass aus dem Menschen nichts werden kann, wenn er Christus nicht sieht. Aber damit der Mensch Christus sieht, soll er einen Verstand, ein Herz, eine Seele und einen Geist wie Christus haben. Alle, denen Christus erschien, waren mit dem Gesicht zu Boden gefallen, bevor sie diesen Zustand erreichten. Und was kann ein gefallener Mensch sehen?

Der Mensch soll von der Quelle selbst trinken und nicht vom Fluss, der trübe ist, weil in ihn viele Zusätze hineingekommen sind. Mach dich auf den Weg, der zu dieser Quelle führt; der Weg ist ziemlich schwierig und lang, aber dafür wirst du selbst an der Quelle vom Wasser des Lebens trinken, das für immer deinen Verstand und dein Herz erfrischen wird. Vor deinen Augen werden sich bis dahin ungeahnte Horizonte eröffnen. Auf diesem Berg, wo die Quelle des Lebens sprudelt, wirst du die Stimme Gottes hören.

Wünsche dir, nicht dort zu bleiben, sondern geh zu deinen Brüdern hinunter! Geh hinunter und wende als Schüler, als Bruder und als Diener die lebendigen Worte deines himmlischen Vaters an, der dich mit den Fäden seiner Liebe zu sich herangezogen hat!

Diese Fäden liegen in den Händen Christi, des offenbarten Gottes der Liebe.

Die Geschichte des Liedes „Das Geheime Abendmahl“

Entgegen dem allgemeinen Glauben wurde das Lied „Das Geheime Abendmahl“ („Sun meri manu“) – eines der bekanntesten und beliebtesten Lieder der „Weißen Bruderschaft“ – nicht von Beinsa Douno gegeben. Das Lied entstand, nachdem Vessela Nestorova (1909 – 2002) – eine Schülerin, die zum engsten Kreis um den Meister gehörte, in der Bibel die Stelle bei Mt 26:30/Mk 14:26 gefunden hatte: „Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg“.
Vessela Nestorova war eine begabte Klavierspielerin und Sängerin, die an der Schaffung der Paneurhythmielieder mitgewirkt hat. Sie begann inbrünstig zu beten, dass sie einmal die Möglichkeit erhalte, dieses Lied aus der Bibel zu hören, das der Erlöser einst selbst gesungen hat.
Eines Abends nahm sie im Halbschlaf Christus wahr, der von blauem Licht umgeben neben ihrem Bett stand. Er hat ihr das Lied vom Geheimen Abendmahl selbst vorgesungen. Vessela Nestorova hat es notiert und der Meister Beinsa Douno bestätigte die Richtigkeit des Aufgeschriebenen.
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Vessela Nestorova neben Bojan Boev (1937)
Hier ist das Lied, vorgetragen von Simeon Simeonov:

Text:

Sun meri manu, sun meri manun dana,

asavita vita nanda

Sun meri manu, sun meri manun dana asavita nanda

Всичко е светло,

всичко е осветено

с Мойта жива Виделина.

(Alles ist hell, alles ist erleuchtet

in meinem lebendigen Licht.)

Die Paneurhythmie und der Ätherleib

Video der diesjährigen Paneurhythmie im Rila-Gebirge

Noten und Texte der Paneurhythmie (Bulgarisch und Englisch)

 

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Folgender Text stammt aus Doz. Dr. Svetla Baltovas Blog und wurde mit der Genehmigung der Verfasserin übersetzt:

https://www.svetlabaltova.com/2018/02/blog-post_27.html

Die Paneurhythmie und der Ätherleib

Doz. Dr. Svetla Baltova

Was stellt der Äther dar? Seit dem Altertum ist es den Menschen bekannt, dass es eine sehr feine Substanz gibt, die alles belebt, was wir als Materie sehen. Newton, der von der Existenz dieser Substanz überzeugt war, hat sie erwähnt. Die wahre Tabelle Mendelejews beginnt mit diesem uranfänglichen Element, das Äther genannt wird und allem anderen zugrunde liegt.

Der Äther ist das, was in der östlichen Tradition der Lebenskraft Prana entspricht. Der physische Leib des Menschen wäre eine tote Konstruktion, wenn ihn nicht der Äther beleben würde. Beim Tod löst sich neben den anderen feineren Leibern auch der Ätherleib vom physischen Leib. Wir verstehen also unter dem Ätherleib das Leben, das in uns fließt.

Die Paneurhythmie wurde vom Meister Beinsa Douno als eine spirituelle Praktik gegeben. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass sie großen Menschengruppen erlaubt, an ihrem Ätherleib nicht nur individuell zu arbeiten, sondern auch einen Ätherraum zu erschaffen, in den die Christus-Energien hineinfließen können. In diesem Sinne ist die Paneurhythmie eine der Methoden zur Vorbereitung der neuen Menschheit auf die Zweite Wiederkunft Christi, Der – wie wir vom Meister Beinsa Douno und aus anderen Quellen wissen – Sich vom 20. Jahrhundert an im Ätherleib manifestiert.

Die Geisteswissenschaft unterscheidet vier Ätherarten, von denen jede ihre bestimmten Funktionen hat. „Die Seele schafft die Ätherhülle für den Leib“, sagt der Meister („Bedingungen für den vernünftigen Menschen“). Der menschliche Ätherleib ist der Raum, in dem die „äußere“ und die „innere“ Welt ineinander übergehen und Energien austauschen. Er ist der Schlüssel für den Übergang der Kräfte aus den höheren Ebenen zum physischen Leib und umgekehrt. Der Ätherleib ist der Raum, in dem die Kräfte der Seele wirken. Der Meister nennt ihn „das magnetische Kleid der Liebe“. Der Ätherleib ist direkt mit der Sonne verbunden. Die Kräfte des Ätherleibes befinden sich in einer ständigen Bewegung, bei der sie rhythmisch fluktuieren, indem sie abgerundete, bogenartige Linien bilden. Der Meister hat oft die Bedeutung der magnetischen, abgerundeten Strömungen für die menschliche Gesundheit hervorgehoben. Jedes Organ ist von einer elektromagnetischen Strömung umgeben. Wenn diese normal und rhythmisch fluktuiert, ist das Organ gesund.

Die elektrischen Strömungen sind mit der Tätigkeit des Gehirns und des zentralen Nervensystems verbunden und die magnetischen – mit der Tätigkeit des vegetativen Nervensystems und dessen Zentrums – des Solarplexus. Aus den Vorträgen Beinsa Dounos wissen wir, dass ein Gleichgewicht zwischen den magnetischen und elektrischen Strömungen im Organismus notwendig ist. Doch dieses
Gleichgewicht wird häufig sowohl durch externe als auch durch interne Faktoren gestört. Neben der verschmutzten Umwelt leidet die heutige Menschheit auch an den beeinträchtigten inneren Verhältnissen im Menschen – das ist z.B. die verstärkte, fieberhafte Tätigkeit des Verstandes (bzw. eines Teils davon, welchen die Geisteswissenschaft „niedrigen Verstand, niederes Manas“ nennt). Das menschliche Bewusstsein ist in eine Atmosphäre von Gewalt eingetaucht, in der negative Gefühle wie Angst, Wut, Hass toben und gedeihen. „Unter dem Einfluss des schlechten Lebens“, sagt der Meister, „reißt die Ätherhülle oder bekommt stellenweise Risse und das führt zu Krankheiten und zum Unwohlsein. Je besser unsere Beziehung zur Natur und ihren ätherischen Energien ist, desto gesünder sind wir. Die Urquelle der Energie für uns alle ist die Sonne mit ihren lebensspendenden Licht und Wärme.“

Die Paneurhythmie ist so geschaffen, dass sie die Beziehung des Menschen zur Sonne festigt und verstärkt. Die Paneurhythmieübungen werden immer im Offenen ausgeführt – beim Sonnenaufgang in der Natur, und zwar in den Monaten, in denen die Strömungen der Sonne am stärksten sind und unser Ätherlieb die Sonnenenergie sehnsüchtig aufnimmt. Auf diese Weise wird der Ätherleib in eine Beziehung zu den gesundmachenden Ätherkräften der Natur gebracht.

Die Tanzenden und die im Zentrum des Kreises stehenden Musiker bilden das Symbol der Sonne ab – den Solarkreis, welcher sich beim zweiten und dritten Teil der Paneurhythmie in pulsierende Sonnenstrahlen verwandelt. Die Bewegungen dieses Tanzes sind organisch – der Meister sagte, dass sie „der Natur entnommen wurden, wo sie aufgeschrieben sind“. Wenn man sich der Ausdrucksweise der modernen Psychoanalyse bedienen würde, könnte man sagen, dass es sich um archetypische Bewegungen handelt, die jeder Menschenseele bekannt sind. Deshalb wird die Paneurhythmie auf einmal und vollständig von Menschen jeder Nationalität aufgenommen.

Ein anderer wichtiger Faktor der Paneurhythmie ist die Musik. Die Vibrationen der Musik an sich sind in der Lage, uns zu heilen, indem sie die Vibrationen unseres Körpers harmonisieren. Diese Wirkung wird durch die Kombination mit den Bewegungen verstärkt, die organisch mit der Musik verbunden sind.

Die rhythmisch fließenden Bewegungen lassen die Ätherenergien, die ihrem natürlichen Rhythmus folgen, den Körper durchströmen. Der Ätherleib stellt sich auf die Strömungen ein, die von der Sonne kommen, wodurch der kosmische Rhythmus unseren Körper vollständiger durchdringt. Der Ätherleib ist von der Seele geschaffen und wird von ihrer inneren Welt beeinflusst. Gerade auf die innere Welt des Menschen wirkt die Paneurhythmie noch stärker ein, wenn auch das unsichtbar geschieht. Dadurch erreicht sie auch den Ätherleib von innen.

Die richtige Ausführung der Paneurhythmie ist nicht auf die körperlichen Bewegungen beschränkt. Um sie wahrhaftig und nicht mechanisch auszuführen, muss man sie erleben, sich in ihren Text und in die in ihm enthaltene Anbetung der lebendigen Natur und die Liebe für sie einfühlen. Die Freude und die Begeisterung, die den simplen Versen entströmen, lässt uns die uns umgebende Schönheit spüren und führt uns in eine Welt der Harmonie ein, die von weiterentwickelten Wesen bewohnt ist. Diese helfen uns, in ihre Welt einzutreten, die parallel zu unserem täglichen Leben existiert.

Die Texte mögen demjenigen, der hohe Ansprüche an die Dichtung stellt, einfach erscheinen. Sie enthalten jedoch etwas, was sie von der menschlichen Poesie unterscheidet – es handelt sich ausschließlich um archetypische Bilder, welche die unsichtbaren Ecken der menschlichen Seele aufschließen: die Tautropfen, die flatternden Vögel, die funkelnden Sterne, der klare Mond und natürlich die Sonne. Die Sonne ist das häufigste Bild in den Liedtexten. Das zweite Merkmal der Texte ist – wie einmal einer der am tiefsten in die Geheimnisse der Paneurhythmie eingedrungenen Musiker sagte – das vollständige Fehlen menschlicher Leidenschaften. Es handelt sich um die von Asineta diktierten Texte, die Olga Slavtscheva aufgeschrieben hat.

Eine zweite Bedingung für die richtig ausgeführte Paneurhythmie ist deren Praktizieren als eine dynamische Meditation – man sollte die Aktivität des niederen Verstandes beruhigen. Die Analysen der Details, die Streitigkeiten und die logischen Überlegungen sollten in den Hintergrund getreten sein, so dass zu Beginn des Tanzes der Verstand beruhigt und kontemplativ ist. Dann entstehen die Voraussetzungen für etwas Wichtiges – die Wahrnehmung durch das Herz, das Öffnen des Herz-Chakras, das vom Meister Beinsa Douno „das geistige Herz“ genannt wurde. Die Öffnung dieses Sinnesorgans bringt den Menschen in Verbindung mit dem ganzen Kosmos.

„Das Herz ist der Puls des gesamten Kosmos. Jeder Herzschlag ist kosmisch. Dies zeigt an, dass das Herz mit der kosmischen Energie verbunden ist. Mit jedem Herzschlag entsteht eine neue Energie, wodurch der ganze Körper erneuert wird. In der Schrift heißt es: „Ich will Mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben“ (Jeremia 31,33). Also schrieb Gott Selbst Sein Gesetz in das menschliche Herz. Wer Licht hat, liest das Gesetz Gottes im Original und übersetzt es den Menschen. Mose hat die Gesetze auf die gleiche Art aufgeschrieben. Das Original, das sich im menschlichen Kopf und im menschlichen Herzen befindet, wird von den Philosophen „Akasha-Chronik“ genannt.“ („Möglichkeiten des Glücks“)

Wenn man durch das Herz wahrnimmt, hat man die Möglichkeit, sich der Einheit des Lebens bewusst zu werden. So beeinflusst die Kombination von Musik, Poesie und natürlichen rhythmischen Bewegungen den Ätherleib des Menschen und öffnet ihn für den Kontakt mit der lebendigen Natur. Und was steckt hinter dem Begriff „lebendige Natur“? Das sind die geistigen Hierarchien fortgeschrittener Wesen, die ihre irdische Evolution vollendet haben: „Der Geist Christi ist der Ausbruch der Großen Liebe. Es ist die Liebe der Engelswelt, die Liebe jener erhabenen Wesen, die die lebendige Natur regieren. Gott hat diese Wesen mit der Verfügung über die lebendige Natur beauftragt “(„ Die zwei natürlichen Methoden“).

Deshalb stellt sich derjenige, der die Paneurhythmie als eine dynamische Meditation durchführt, auf die Begegnung mit den geistigen Wesen ein. Je tiefer versunken und mit offenen Herz und Seele man diesen Tanz unter Gewahrwerden und Miterleben der ihm zugrundegelegten Ideen ausführt, desto leichter kann man sich den geistigen Hierarchien und ihrem Haupt Christus nähern. Dann würde beim Menschen eine Umwandlung stattfinden, die der alchemischen Umwandlung der Metalle in Gold entspricht.

Die Paneurhythmie ist eine Methode, die speziell für die neue zukünftige Menschheit gegeben wurde. Woran erkennen wir das? Das Zeitalter des Wassermanns wird auch als „Zeitalter der Gruppenaktivität, der Gruppenanstrengung“ bezeichnet, bei der das Individuum seine Leistung in den Dienst des Ganzen stellen muss. Im Gegensatz zu den Meditationspraktiken der Vergangenheit, die in Einsamkeit ausgeübt wurden, kann die Paneurhythmie nicht von einem Menschen allein getanzt werden. Ein Zustand der inneren Harmonie und Versunkenheit muss von Menschengruppen, sogar von Tausenden von Menschengruppen erreicht und geteilt werden. Dies wirkt sich äußerst stark auf die Umgebung aus.

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Durch den Ätherraum ist das menschliche Individuum mit den Energien von Erde und Weltall verbunden. Wenn der Ätherleib sich in seinem normalen ausgeglichenen Zustand befindet, ist er der „Heiler“ im Menschen. Alle Heiltechniken und -methoden versuchen, eben diesen „Heiler“ auf die eine oder andere Weise zu stimulieren. Wie mächtig ist die heilende Wirkung der nach Harmonie und Einheit strebenden Gruppenaktivität! Das schafft eine Umgebung für die Energien der Liebe im ätherischen Umfeld der Erde.

Wenn es um die Vertiefung des Verstandes bei der Ausführung der Paneurhythmie und dessen Versetzung in einen meditativen Zustand geht, so liegt hier etwas vor, was sich grundsätzlich von den ekstatischen Zuständen, vom Verlust des Kontaktes mit der Umwelt unterscheidet. Im Gegenteil – jeder Teilnehmer ist hier sowohl auf seine eigenen Bewegungen als auch auf die Bewegungen der anderen Teilnehmer konzentriert. Er strebt danach, zu 100% in seinem Körper und im physischen Raum zu sein. Jeder ist ein Teil der Gruppe, die durch ihre Bewegungen komplexe geometrische Figuren entstehen lässt. Jeder einzelne Teilnehmer ist für die Harmonie des Tanzes verantwortlich. Dies erfordert einen Zustand starker Konzentration und eine präzise räumliche Orientierung, die begleitet werden durch meditative Vertiefung und die Fähigkeit, gleichzeitig und vollwertig in der „äußeren“ und „inneren“ Welt zu bleiben. Das bedeutet eine synchronisierte Aktivität der rechten und linken Hemisphäre. Äußeres Synchronisieren und bewusstes Handeln mit der Gruppe sind ebenfalls erforderlich. Das sind Eigenschaften, die den fortgeschritteneren Individuen der zukünftigen neuen Menschheit eigen sein werden.

 

 

 

 

Der königliche Weg der Seele

Vortrag des Meisters, den er am 7. August 1935 um 5 Uhr vormittags an den Rilaseen gehalten hat
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„Beachtet folgende vier Dinge in eurem Leben:

Bewahre die Freiheit deiner Seele, die Kraft deines Geistes, die hellen Gedanken deines Verstandes und die guten Gefühle deines Herzens!

Behandle deine guten Taten als Edelsteine, die du in deinem Leben erlangt hast! Sie sind der Preis deines Lebens.

Erfreue dich mehr am Weg des Lichts, auf dem du gehst, als am verlorenen Weg der Dunkelheit, den du verlassen hast!

Denk daran: Der königliche Weg der Seele – das ist der gute Gedanke des Geistes.

Erfreue dich mehr am Kleinen, das wächst und größer wird, als am Großen, das kleiner wird und sich abnutzt.

Wenn die Sonne aufgeht, setzt sich das Licht auf den Thron.

Wenn die Sonne untergeht, herrscht die Dunkelheit.

Berücksichtige die vernünftige Ordnung der Göttlichen Seele, in der: die Kraft der Freiheit, die Freiheit dem hellen Gedanken, der helle Gedanke den guten Gefühlen vorausgeht und die guten Gefühle den guten Taten vorausgehen. Auf diesem Weg gelangt man zum Glück, nach dem du suchst.

Denke daran und vergiss nie: Du wurdest nicht auf die Erde geschickt, um аn den  liegengelassenen Knochen deiner Ahnen zu nagen.

Jede vernünftige Seele hat ihren vorbestimmten Platz in der Welt.

Sei dankbar für das, was dir gegeben wurde!

Spinne deinen Wohlstand so, wie die Spinne ihr Netz spinnt.“

Aus: https://www.zdravjivot.org/24731/%D1%86%D0%B0%D1%80%D1%81%D0%BA%D0%B8%D1%8F%D1%82-%D0%BF%D1%8A%D1%82-%D0%B4%D1%83%D1%88%D0%B0%D1%82%D0%B0/

 

„Die Quelle des Guten“

Das Buch „Die Quelle des Guten“ enthält die letzten Vorträge des Meisters Beinsa Douno, in denen er auf den zurückgelegten Weg schaut und ihn zusammenfasst sowie letzte Anweisungen an seine Schüler gibt.

Im Dorf Martschaevo bei Sofia verbrachte der Meister mit einigen Schülern mehrere Wochen im Zweiten Weltkrieg, während die angloamerikanischen Flugzeuge Tonnen von Bomben auf Sofia warfen. In jenen vom Bösen durchtränkten Frühlingstagen des Jahres 1944 sprudelte unweit des Hauses von Temelko Temelkov, bei dem der Meister untergebracht war, Quellwasser. In diesem Haus hielt Beinsa Douno auch einige seiner einprägsamsten Vorträge, die von Bojan Boev und Boris Nikolov stenographiert wurden. Der Meister hat auch prophezeit, dass in der Nähe des Hauses eine Quelle hervorsprudeln werde – eine „Quelle des Guten“, die die Schmerzen der Menschen wegspülen und heilen werde. Deshalb ordnete er an, die Stelle sorgfältig vorzubereiten. Das Wasser sprudelte am 29. Mai 1944. Viele Kranke wurden von diesem Heilwasser geheilt, bis die Quelle 1993 versiegte. Das hatte Beinsa Douno auch prophezeit. Doch „eines Tages werde das Wasser wieder aus der „Quelle des Guten“ fließen – wenn die Menschen in Bulgarien ihre Herzen öffnen, um Gott und die Liebe zu empfangen“, sagte er.

Vortrag von Beinsa Douno über die Verwendung des „Testaments der farbigen Strahlen des Lichtes“ – 2. Teil

Um fünf Uhr Nachmittags hat die Versammlung wieder begonnen. Herr Danov las die Verse der Farben vor und nach den Versen, die die grüne Farbe wiedergeben, fügte er hinzu:

„Von der grünen Farbe hängt der Erfolg ab; zu ihr gehört auch die Erneuerung. Aus dem Mangel an Grün entsteht die Armut; Wenn es wiederum im Überfluss vorhanden ist, so entstehen die Gier nach irdischen Gütern und der Geiz. Aus diesem Grund müssen wir uns der roten Farbe bedienen, um zu reagieren, wenn die grüne Farbe überhandnimmt. Die überzogenen Wünsche in dieser Welt verstärken die grüne Farbe. Doch Entsagung ist das, was wir nicht brauchen und wir müssen wirklich nicht dasjenige wünschen, was wir nicht brauchen. Wenn wir die vorgelesenen Verse, d.h. bestimmte Sonnenstrahlen kombinieren, können diese nützlich sein. Dann stimmt es tatsächlich, dass wir zu schaffen beginnen, wenn wir uns mit den farbigen Strahlen vereinigen.

Die Erde hier um uns ist eine Schule, in der wir lernen müssen. Jemand sagt, dass er nicht lieben kann – das zeigt, dass er einen Mangel an roter Farbe hat, ein solcher [Mensch] muss jemanden finden, der die grüne Farbe hat. Ihr seid hier unsystematisch versammelt, doch Gott bringt euch nicht in Abhängigkeit von eurem Wissen oder der Stärke eurer Gefühle zusammen – es gibt etwas anderes, was den Menschen auszeichnet. Also müssen wir einen Bruder finden, dem wir etwas geben können, so dass ein Austausch stattfindet.

Oft müssen wir die grüne Farbe benutzen. Ihr braucht z.B. Geld – so solltet ihr die grüne Farbe zum Vorschein bringen. Wenn wir jemanden suchen, um ihn zu lieben, so liegt es daran, dass wir einen Überschuss an Rot haben. In der grünen Farbe steckt das Entwicklungs-, das Wachstumsorgan. Wenn wir wachsen wollen, müssen wir diese Farbe in all ihren Stufen durchlaufen.

Alle Streitigkeiten sind also auf den Mangel einer Farbe zurückzuführen. So weist derjenige, der Hass empfindet, einen Mangel an Rot auf. Wir wollen das Licht verwenden, denn alles hängt vom Licht ab, welches wir für unser Leben benötigen.  Wir müssen ja alle Farben in unserem Leben anwenden. Dann werden sich die sieben Geister vereinigen und der Mensch wird zu seinem Urquell zurückkehren. Deshalb stieg auch Jesus Christus herab, um den Menschen [das] beizubringen.

Nun müsst ihr diese Lektionen anwenden – Christus will, dass ihr in einer sehr einfachen Art die Farben verwendet. Sagen wir noch einmal – jemand hasst euch – er soll die [rote] Farbe lesen, er soll diese Verse lesen, die ihm Liebe schenken werden. Jedoch müssen wir wissen, wie diese Verse und Farben zu benutzen sind, denn wir waren oft demütig, doch wir hatten keine Führung. Nun will Christus uns in dieser einfachen Weise beibringen, wie wir die Dinge kombinieren können, um einen Nutzen davon zu haben.

Überhaupt steigen alle guten Geister, die göttlichen Geister mit dem Licht herunter, und zwar morgens; abends steigen sie auf demselben Weg zu Gott hinauf. Nach all euren Wünschen und Gedanken werden abends die Rechnungen gemacht und so weiß man im Himmel, ob ihr Gläubiger oder Schuldner seid. So müssen wir die Lehre Christi verstehen – dass Christus [Seinen Hauch] blies und Sein Hauch zu Licht ward und das Licht Leben ward.

Die dunkelrote Farbe zeichnet die Aktivität aus. Im geistigen Leben müssen wir immer etwas pflanzen und machen wir das täglich, so werden wir etwas ernten. Lasst uns jeden Tag die Gelegenheit nutzen, denn vielfältig treten die göttlichen Pläne in Erfüllung. Christus kommt, um uns diese einfache Anwendungsmethode zu unserer Erleichterung mitzuteilen. Er kam in die Welt, um das neue Licht hineinzutragen und den Verstand der Menschen zu erhellen, die Ihm ihre Möglichkeit zur Aufklärung und Kultur schulden.

Die Zahl sieben ist überall vorherrschend, sie ist immer eine göttliche Zahl. Die Bibel ist ein Buch, das scheinbar unzusammenhängend ist, doch wir haben kein anderes Buch wie sie – in der Bibel sind nämlich alle Farben enthalten, um die es im Büchlein geht, das noch gedruckt werden soll. Es wird sogar drei weitere Farben enthalten.

Jemand sagt z.B.: „Ich kann nicht lieben“, doch wenn wir ihm die rote Farbe geben, werden wir sehen, wie sich sein Zustand sofort ändern wird. Damit ist auch der Umstand zu erklären, dass dieses Buch beim Lesen auf eine wundersame Weise die Sehnsüchte stillt, die wir haben. So heißt es z.B. im Hiobsbuch (11:17): „Und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere würde ein lichter Morgen werden“. Die Zeiten, die in diesem Vers gemeint sind, werden in vier Zeitalter unterteilt – ein goldenes, ein silbernes, ein kupfernes und ein eisernes Zeitalter. Letzteres ist am entferntesten. Doch nun naht wieder ein goldenes Zeitalter, in dem wir leben werden. Und die Welt erwartet wirklich etwas in dieser Art. Wir wollen nicht angeben, doch empfehlenswert ist gerade unser Wunsch, das Eisen in Gold zu verwandeln, denn das Eisen entspricht dem groben Leben und das Silber – demjenigen, was der Mensch benutzt hat.

Wenn wir all diese Wahrheiten begreifen, wird unter uns Harmonie wiederhergestellt werden – es ist kein Geheimnis, dass wir Menschen meiden, die bestimmte Strahlen haben, welche wir nicht ertragen können. Genauso meiden die heutigen Menschen Christus, weil Er sie erhellt und ihre Flecken sichtbar werden lässt. Wir brauchen Christus aber nicht zu fürchten, denn Er ist unser Freund.

Uns kommt alles ungeordnet, grob und sinnlos vor, deshalb müssen wir vom Sichtbaren zum Unsichtbaren gehen. Oft redet manch einer über den Astralleib. Ich frage: Verstehen solche Menschen ihren eigenen physischen Leib und wenn nicht, was wollen sie dann über den Astralleib wissen? Der Leib von Joan Rilski hat ein bestimmtes Volumen, doch lässt sich das Volumen seines unsichtbaren Leibes bestimmen? Alles haben wir in unserem physischen Leib und wir dürfen nicht danach streben, uns von diesem zu befreien. Vielmehr muss sich der jetzt entstehende geistige Leib all dessen bedienen, was ihm gegeben wird. Der physische Leib hängt mit der ganzen Materie zusammen, er ist der Schlüssel, mit dem wir mit der physischen Welt verbunden sind, durch den Leib treten wir in die sichtbare Natur ein, um uns ihrer zu bedienen. Niemand darf seinen Leib bemängeln – egal, wie dieser Leib beschaffen ist. So sagt mancher: „Ich bin dumm“, aber wenn ihr ihm etwas Gelb gebt, werdet ihr sehen, wie er sich verbessern wird. Er hat also die notwendige Farbe vermisst.

Mit den uns gegebenen Versen werden wir folglich an unserem Herzen arbeiten können. Was ist z.B. die Angst? Sie stellt Mangel an Orange dar. Wir trauern oft um einen Verstorbenen, aber wenn wir uns gründlich prüfen, so werden wir feststellen, dass wir nicht um den Tod unseres Angehörigen weinen, sondern weil seine Existenz uns Freude bereitet hat. Um diese Freude weinen wir.

Diese einfache Methode werden wir von nun an anwenden – die aufgeschriebenen Bibelverse sind das Licht der Strahlen und dieses Licht werden wir benutzen. Wir werden vom Verstand zum Leib gehen; das ist das Gesetz Christi und der Geist wird euch die tieferen Dinge des Lebens enthüllen, die nicht ausgesprochen werden dürfen, sondern unmittelbar durch den Geist gegeben werden. Denn das Wichtigste, was in der Bibel steht, ist in unserer Seele verborgen, diese ist ein göttlicher Schatz. Ich sage es wieder – das Leben an sich ist einfach und wir können es leicht erlangen. Lasst uns alle das Fenster unserer Seele aufmachen, damit das Licht hereinstrahlen und sie beleuchten kann. Das ist es, was Christus regeln will und dieses Schema, das euch gegeben wird, wird euch frei machen.

Manche von euch sind reich an Rot, bei anderen fehlen bestimmte Farben. Die rote Farbe ist das Emblem der Liebe, die bestimmte Vibrationen besitzt. Auf der Liebe gründen sich alle Farben, denn einerseits wirkt sie positiv, andererseits hat sie negative Einflüsse. Wenn Christus mit uns ist, brauchen wir uns nicht zu fürchten und wenn Er nicht zum Grundton wird, werden Ihn andere Dinge ersetzen.

Alle unseren Handlungen müssen oft auf den Grundton der roten Farbe abgestimmt werden – auf die Liebe. Ja, die Liebe ist eine Farbe und wer sie nicht gesehen hat, weiß nicht, kann nicht wissen, was Liebe ist.

Der Glaube – was ist er? Glaube ist der Wegweiser derjenigen, die Fehler machen. Wenn wir uns aber mit Gott versöhnen, werden wir sehend durch die Welt gehen und die rosa Farbe kennenlernen, in der Christus lebt.

Wir dürfen nicht Gott die Schuld an unserer Spiegelung geben, wie das oft passiert. Hinterher beten wir: „Gott, hilf uns, wir sind arme Sünder…“ Ja, wir sind Sünder, die unfähig sind, bestimmte Tugenden zu benutzen. Und selbst wenn der Sünder wollte, könnte er es nicht, da er dumm ist. Der Kluge sündigt nicht, weil er die Folgen der Sünde kennt – deshalb ist er klug. Christus ist Derjenige, Der auf uns wartet, um uns die Grundsätze aufzuzeigen, die das Leben aufrechterhalten und die von außerordentlicher Bedeutung sind. Wir brauchen also vor allem den Grundton zu finden, in dem alle Geister leben, dann wird es keine Trennung geben. Es ist ein Opfer von uns erforderlich – wir müssen unser Herz, unseren Leib, unseren Verstand zur Verfügung stellen. Herz, Verstand und Leib sind Reichtümer, die uns Gott gegeben hat. Deshalb muss Gott kommen und unser Grundstück einzäunen, so dass wir gebührend arbeiten können. Wenn wir dagegen diese Reichtümer nicht besitzen, spüren wir Leere und verzagen.

All das wird nun gegeben, damit ihr alle, die ihr arbeiten wollt, diese Regeln anwenden könnt. Jesus Christus ist Derjenige, Der will, dass ihr die Regeln anwendet. Und das ist die erste Lektion, die euch gegeben wird. Derjenige, der sich bereit erklärt, diese Lektion zu befolgen, wird sie erhalten. Doch er soll sich in Acht nehmen – wenn er sie nicht befolgt, wird die Lektion genau die entgegengesetzte Kraft haben und ihm zum Verhängnis werden.

Beim Verteilen der strahlenbildenden Verse, die ihr benötigt, werde ich jedem Einzelnen von euch sagen, was er seinen Bedürfnissen entsprechend lesen soll. Christus gibt euch eine sehr simple Methode, die ihr unbedingt anwenden solltet, da sie kinderleicht ist. Die Yogis haben z.B. eine recht komplizierte Methode, aber die Methode, die euch gegeben wird, ist sehr einfach. Nirgendwo werdet ihr eine solche Methode wie die Christus-Methode finden, denn Er ist das letzte Tor. Wenn wir etwas Unangenehmes erleben, sollte es uns nicht bekümmern, sondern von uns freudvoll aufgenommen werden. Gott ist unter uns. Er hört uns, Er freut Sich an uns und Er liebt uns.

Diese Verfügung stammt nicht von mir, sondern von Gott, deshalb sollt ihr an Seine Liebe denken und sie in jedem einzelnen Gesicht erkennen. Gott prüft euch, hört auf Seine Stimme! Wir haben uns nun für einige Tage versammelt, um etwas Nützliches mitzunehmen, so dass jeder von uns nach der Heimkehr arbeiten und alle lieben kann. Alle Unstimmigkeiten, die unter euch heimlich oder sichtbar bestehen, solltet ihr aus dem Weg schaffen. Denn wenn Gott leidet, so leiden weitere Nachfolger von Ihm, es leiden Priester und Prediger, deren schwere Last Er trägt und daher versucht, sie auf den Weg des Erkennens der Wahrheit zu bringen. Wenn wir im Leben leiden, so liegt es daran, dass wir uns gegenseitig oft unnötige Wunden zufügen. Deshalb müssen dieses Jahr alle Zwistigkeiten beseitigt und bereinigt werden und dann wird Gott euch alle segnen.

Vortrag von Beinsa Douno über die Verwendung des „Testaments der farbigen Strahlen des Lichtes“ – 1. Teil

Nach Abschluss der Arbeit am „Testament der farbigen Strahlen des Lichtes“ hat Beinsa Douno am 15. August 1912 (Mariä Himmelfahrt) folgenden Vortrag gehalten. Im Vortrag hat er manches Wichtige über das Zustandenkommen dieses Büchleins und dessen Verwendung gesagt.
Ich grüße euch von Gott und heiße euch willkommen. Die Rede, die ich nun beginne, ist das reine Wort Gottes, das seit Tausenden von Jahren weitergegeben, gesprochen und geprüft wurde. Das sind Verse aus dem Buch Gottes, die in einer solchen Art systematisch exzerpiert und angeordnet sind, dass sie beim aufmerksamen und andachtsvollen Lesen alle Farben erzeugen, die zur geistigen Erhebung und Vervollkommnung auf dem Weg Gottes notwendig sind. Ich werde alles vorlesen, was der Geist für euch zurechtgemacht hat. Dasjenige, was ich nun vorlesen werde,
wird in ein Büchlein zusammengefasst und gedruckt werden, das an
euch zur Übung verteilt werden wird. in diesem Büchlein werden besonders ausführlich und klar angeordnet sein nicht nur die Verse, sondern auch die Farben mit den entsprechenden Tugenden, die die Vibrationen dieser Verse hervorrufen.
Ich will, dass wir eine mächtige Welle der sieben Farben bilden, denn Christus ist dem physischen Feld nah und Er ist dieses Jahr anwesend. Alle diese Verse wurden unter Seiner Leitung exzerpiert, deshalb wird Gott euch immer zu Hilfe kommen, wenn ihr sie benutzt. All das sind Seine Worte und wenn ihr beginnt, mit dem Buch zu arbeiten, werdet ihr die Kraft haben. Aber zuerst müsst ihr euch von der Sünde freimachen. Dieses Jahr werden wir alle hindernden Geister fesseln – das ist der Wunsch Christi. Denn wenn Christus sie nicht fesselt, wird es ständig Unstimmigkeiten geben. Wir sind lächerlich in den Augen der himmlischen Welt geworden und deshalb müssen wir erwachen.
Heute sind hier viele Brüder von uns anwesend*. Es sind anwesend: Frau Kasakova, Dr. Mirkovitsch, Joan Rilski (Johannes von Rila), Paisij Hilendarski; weiter haben wir Vertreter aus England, Frankreich, Russland, Deutschland, Spanien, Indien, Japan, China usw. Alle diese Geister sind auf der Seite des Christus, Dem Bulgarien alle Segnungen zu verdanken hat, die es gegenwärtig genießt. Und wenn etwas, wonach ihr euch sehnt, nicht in Erfüllung geht, so liegt es an eurer Sturheit. Nicht nur ihr wurdet aufgerufen, viele andere wurden aufgerufen, die zusammen das gegenwärtige Jerusalem bilden. Ja, dieses Jerusalem sind wir und es soll den Menschen ein Vorbild sein, denen durch Wort, Tat und Absicht ein Beispiel von Selbstentsagung und Mut gegeben wird. Seid mutig! Hier in dieser Stadt haben sich zwei Menschen unserem Treffen widersetzt, doch Gott hat sie bekehrt. Bei diesem Treffen sind sowohl Christus als auch Mose anwesend, haltet euch deshalb an das Gesetz der Liebe. Will jemand den Menschen nicht vergeben, wird nämlich Mose aufgerufen und es tritt das Karmagesetz in Kraft. Jesus Christus benutzt jedoch unsere Sünden als Dung, mit dem Er wirkt. Und zwar arbeitet Er sehr emsig, da Er ein sehr tatkräftiger Geist ist, ein mächtiger Schaffender. Er lehrt allen, die zu Ihm gehen, das Arbeiten, indem Er die Lektionen erteilt, die ihr ständig erhaltet.
Also wünsche ich, dass durch dasjenige, was euch dieses Jahr gegeben wird, ihr die Wahrheit ausprobiert. Es gibt nichts, vor dem wir uns fürchten sollten. Wir müssen diesem Volk helfen. Deshalb werden wir dieses Jahr nur zugunsten der Synarchiekette arbeiten. Wem Gesundheit fehlt, dem geben wir Gesundheit, wem Weisheit fehlt, dem geben wir Weisheit, wem Geld fehlt, dem geben wir Geld. Selbst Leben werden wir geben, falls jemand das Bedürfnis danach hat. Seid also fröhlich und heiter, denn Christus ist anwesend! Er war es, Der die Wolken zerstreut hat, Er ist stehengeblieben und hat gesagt: „Es wird euch vergeben, wenn ihr auf Mich hört“. Niemals war Er in der Art anwesend, wie Er dieses Jahr da ist. Alle möglichen Schwierigkeiten wurden mir vor dem Treffen gemacht, besonders in der Zeit, als die Verse aus dem Buch Gottes gegeben wurden, die mit ihren Vibrationen die Strahlen bilden, welche alle brauchen. Die Geister haben versucht, selbst nach meiner Gesundheit zu greifen – nur eine Schwester, die sich hier unter uns befindet, kennt diese Hürden. Doch Gott hat alles überwunden.

Und ihr wisst alle – Christus ist dieses Jahr mit uns. Er sagt, dass Er jetzt kommt, um für Ordnung zu sorgen. Draußen sind alle frei, das Karmagesetz auszuprobieren, doch für euch wünsche ich mir, dass ihr unter dem Gesetz Christi lebt. Nehmt euch gegenseitig als Vorbild und möge kein Rest von Hass unter euch übrigbleiben! Vergebt euch gegenseitig wegen Gott, denn Christus ist es, Der wirkt und ihr werdet Ihn erfahren!
In der Welt haben viele und wichtige Änderungen zu geschehen, doch werden sie euch nicht in Angst versetzen – diese Änderungen sind grundlegend. Christus kommt, um die Dinge ins Gleichgewicht zu bringen, sie auf den richtigen Weg zu stellen. Danach werden die Dinge ihren normalen Lauf nehmen. Ihr solltet euch bemühen, gute Väter und Mütter zu sein. Nur dann werdet ihr gute Lehrer und gute Priester sein, wenn in eurem Bewusstsein neues Licht aufgeht, mit dessen Hilfe ihr sehen, euch vergewissern und sogar anfassen werdet, dass noch bemerkenswertere Jahre kommen werden als die gegenwärtigen. Es werden keine zehn Jahre vergehen und wir werden es sehen. Vorläufig sehe und erkenne ich, dass ihr hauptsächlich Dreierlei braucht: Leben, Gesundheit und Geld. Und wenn ihr es in rechter Weise erbittet und dabei beharrlich bleibt, so wird es euch gegeben.
Fortsetzung folgt.

* Gemeint sind bereits verstorbene Mitglieder der Synarchiekette sowie weitere anwesende Geister bekannter Persönlichkeiten.

Vor 207 Jahren entstand „Das Testament der farbigen Strahlen des Lichtes“

Link zum „Testament“ in deutscher Sprache

Beinsa Douno hat am „Testament der heiligen Strahlen des Lichtes“ während des Balkankrieges an einem besonderen Ort gearbeitet – im Dorf Arbanasdi bei Veliko Tarnovo. Am 15. August 1912 (Mariä Himmelfahrt) wurde die Arbeit abgeschlossen.
Über das Dorf sagte der Meister, dass es einst eine Bogomilensiedlung
war, die geehrt werden solle. Als einer seiner ersten Schüler ein kleines Haus in Arbanassi für die Zwecke einer Brüdergemeinde erwerben wollte, bestand der Meister darauf, dass der Vertragabschluss verschoben wurde, damit er persönlich dabei sein konnte. Solche Wünsche hat er fast nie geäußert und das zeigt seine spezielle Einstellung zu diesem Ort.
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     In diesem bescheidenen Haus hat Beinsa Douno vom Ende Mai 1912 an in völliger  
           Abgeschiedenheit an der Zusammenstellung des „Testaments“ gearbeitet. 
Was stellt dieses „Testament“ dar?
Das Buch enthält Verse aus der Bibel, die in einer solchen Art kombiniert und angeordnet sind, dass ihre Vibration jeweils einer Farbe des Lichtspektrums
entspricht. Auf diese Weise entsteht eine Art Konzentrat der jeweiligen Farbe.
Als Beinsa Douno die wenigen gedruckten Exemplare des „Testaments“ an seine Schüler verteilte, verlangte er von ihnen zu geloben, dass sie das Büchlein zur spirituellen Arbeit benutzen, immer bei sich tragen und niemals zufälligen Menschen in die Hand geben werden. Auch sollten sie das Buch an eine treue, liebende Seele weitergeben, wenn die Zeit ihres Übertritts komme.
Das „Testament der farbigen Strahlen des Lichtes“ ist ein mächtiges Instrument für die Arbeit am Ätherleib. Zudem stellt es eine Methode der Harmonisierung und Heilung dar. Wenn man z.B. Streit mit jemandem hatte, sollte man die rosa Strahlen lesen, die vom Ich etwas wegnehmen können. Fehlt uns Energie, so sollten wir die roten Strahlen lesen. Die blauen Strahlen helfen Menschen, die eine Erstarkung des Glaubens brauchen, die grünen – wenn mehr Wachstum, u.a. als Ertrag, bei den Finanzen benötigt wird. Müssen wir ein Problem mit dem Verstand lösen, so helfen uns die gelben Strahlen. Die violetten Strahlen verleihen Kraft und Demut, denn der wahrhaftig starke Mensch ist gleichzeitig demütig. Violett hilft auch bei Krebserkrankungen.
Den sieben Hauptfarben fügte Beinsa Douno zwei weitere hinzu – die amethystenen und die diamantenen weißen Strahlen. Die ersteren sind geeignet für Menschen, die geistige Praktiken pflegen, da sie bei der Meditation und Konzentration helfen. Die Die diamantenen Strahlen sind heilig, sie besitzen eine sehr hohe Vibration. Deshalb sind die entsprechenden Texte nur an besonderen Tagen zu lesen (z.B. Weihnachten), die eine höhere Energie besitzen.
Wie ist das „Testament“ zu verwenden?
(Die Seitenzahlen beziehen sich auf die deutschsprachige Ausgabe“, die im Link geöffnet wird.)
Jeden Tag werden zuerst die Seiten 5-7 gelesen.
Danach die Seiten mit den jeweiligen Lichtstrahlen für jeden Tag:
montags (grüne Strahlen): S. 22-29,
dienstags (rote Strahlen) S. 8-11,
mittwochs (gelbe Strahlen) – S. 18-21,
donnerstags (blaue Strahlen) – S. 30-32,
freitags (rosa Strahlen) – S. 12-14,
samstags (violette Strahlen) – S. 33 -35,
sonntags (orangene Strahlen) – S. 15-17)
Danach wird täglich auf S. 48 nur der erste Absatz („Die Lichtstrahlen“) gelesen, dann jeweils die in diesem Kapitel folgenden Texte über die entsprechenden Strahlen, z.B. S. 53-55 über die grünen Strahlen montags, S. 48-49 über die roten Strahlen dienstags usw.
Zum Schluss jeden Tag S. 60-61 („Die Frucht des Geistes“) und „Das Gebot des Meisters“).
Mit den amethystenen und diamantenen Strahlen verfährt man ähnlich, nur dass ihnen kein Wochentag zugeordnet ist.
Dem Lesen sollte ein Imaginieren der jeweilgen Strahlen vorangehen, welche von oben herunterstrahlen und uns vollständig umhüllen.

 

 

Rudolf Steiner und der Weltlehrer

Auszug aus den Erinnerungen von Maria Todorova (1898-1976), Schülerin von Beinsa Douno, die zum engsten Kreis um den Meister gehörte

Aus dem Buch „Изгрева” – “Der Sonnenaufgang der Weißen Bruderschaft – wie er singt und spielt, lernt und lebt“ – Bandreihe mit Memoiren der Schüler Beinsa Dounos, Band 1, Vergilij Krastev (Herausg.), Sofia, 1993.

Vor dem Balkankrieg (1912-1913) war Bojan Boev Student in München, wo Rudolf Steiner damals Vorträge hielt. Da Bojan Boev wegen seines armenischen Vaters ein etwas exotisches Aussehen hat, fiel er Steiner auf und er fragte Bojan, woher dieser komme. Bojan antwortete, dass er aus Bulgarien komme. Da rief Steiner aus: „Sie kommen aus Bulgarien? Wissen Sie, dass Bulgarien ein großartiges Land ist! Es ist ein sehr wichtiges Land. Ihm und dem ganzen Slawentum steht künftig eine äußerst wichtige Rolle zu.“ Das wurde in Anwesenheit der anderen Zuhörer gesagt und es war der Grund, warum sie von nun an den Bulgaren mehr Achtung und Respekt entgegenbrachten. Nach dem besagten Vortrag rief Steiner Bojan Boev zu sich und fragte ihn in einem Gespräch unter vier Augen, warum er nach München gekommen sei. Bojan erwiderte, dass er Steiners Schüler werden wolle. Darauf sagte Steiner: „Sie brauchen nicht mein Schüler zu werden, denn der Große Meister ist in Bulgarien. Kehren Sie dorthin zurück und werden Sie Sein Schüler!“ Nach einiger Zeit kam Bojan nach Bulgarien zurück und lernte den Meister Beinsa Douno kennen…
In einem Gespräch, das 1911 stattgefunden hat, wurde der Meister gefragt, ob er die Bücher und die Tätigkeit Rudolf Steiners kenne. Der Meister erwiderte, dass er diesen herausragenden Okkultisten kenne. Die Freunde waren sehr verwundert und fragten den Meister, wo er denn Steiner begegnet sei. Der Meister antwortete: „Wir sind uns begegnet, jedoch nicht auf dem physischen Plan“…
Einmal fragte Bojan Boev den Meister nach einem Vortrag: „ Meister, kommen manche der großen Okkultisten, die sich schon in der übersinnlichen Welt befinden, zu Ihren Vorträgen?“ Der Meister antwortete: „Rudolf Steiner und Paul Sédir sind die einzigen von den verstorbenen Okkultisten, die regelmäßig hierher zu Vorlesungen in der unsichtbaren Schule kommen. Wir haben uns mit Steiner unterhalten und er sagte mir: „Meister, ich wundere mich, wie Sie es schaffen, in so wenigen und einfachen Worten einer gewöhnlichen Menschensprache derlei große Ideen und Wahrheiten auszudrücken!“ Darauf sagte der Meister nach seinen eigenen Worten: „Diese Sprache ist aber keine gewöhnliche Sprache. Das ist die genaueste Sprache der Erde, in der die okkulten Wahrheiten wiedergegeben werden können. Deshalb wurde ich hier geboren und stieg inmitten des bulgarischen Volks herab, denn es ist das älteste okkulte Volk der Erde“.

Okkulte Musik des Meisters Beinsa Douno

vorgetragen von Ognjan Nikolov (1960 – 2012) – Okkulte Musik

Ausgewählte Gedanken des Meisters zur okkulten Musik:

  • Die okkulte Musik ist die Musik der Engel.
  • Sie hat das Ziel, den Menschen zu veredeln und zu erziehen.
  • Wir werden zu der okkulten Musik übergehen, um manch höheren Gefühle zu entwickeln.
  • Wodurch unterscheidet sich die okkulte Musik von der gewöhnlichen Musik? – Durch ihre ausgeprägte Sänfte, Klarheit, Bildhaftigkeit und durch ihre Naturbilder.
  • Die heutige Musik ist nur die Einleitung zu der okkulten Musik.
  • Was ist der Unterschied zwischen der okkulten Musik und der gegenwärtigen weltlichen Musik? – Der Unterschied ist in ihren Ergebnissen zu finden.
  • Ihr seid nicht alle in gleichem Maße auf diese Musik vorbereitet, aber zukünftig werdet ihr euch selbst durch sie dermaßen erziehen, dass ihr eure Energie regulieren könnt.
  • Alle spirituellen Übungen beginnen mit Musik.
  • Wenn etwas euch zu Schülern machen kann, so ist das nur die okkulte Musik.

Rudolf Steiner über die Bedeutung der Musik und die Impulse, die durch sie gegeben werden (in GA 92, Vortrag vom 28. Oktober 1904):

Wenn die fünfte Wurzelrasse ihr Ende erreicht haben wird und die sechste Wurzelrasse im Aufgang sein wird, wird sich auf dem Gebiete des bewußten Verstandes ein Einfluß herausgebildet haben, der jetzt während der fünften Unterrasse noch sehr zurücktritt, der sich aber bereits herausbildet. Es ist etwas, was vom Musikalischen ausgeht. Die Bedeutung der Musik wird in der fünften Unterrasse immer mehr und mehr zum Ausdruck kommen. Die Musik wird nicht bloß Kunst sein, sondern Ausdrucksmittel werden für ganz andere Dinge als rein Künstlerische. Hier liegt etwas, was hindeutet auf den Einfluß eines ganz bestimmten Prinzipes auf den physischen Plan. Es werden auf dem Gebiete der Musik oder des Musik-Ähnlichen die bedeutsamsten Impulse von den Initiierten der fünften Wurzelrasse gegeben werden. Was einfließen muß in die fünfte Wurzelrasse, und zwar auf dem Gebiete des bewußten Verstandeslebens, das ist das, was man das Kundalinifeuer nennt. Das ist eine Kraft, die jetzt noch im Menschen schlummert, aber immer mehr und mehr Bedeutung gewinnen wird. Heute hat sie schon einen großen Einfluß, eine große Bedeutung in dem, was durch den Sinn des Gehöres wahrgenommen wird. Während der weiteren Entwicklung in der sechsten Unterrasse der fünften Wurzelrasse wird dieses Kundalinifeuer großen Einfluß gewinnen auf das, was im menschlichen Herzen lebt. Das menschliche Herz wird wirklich jenes Kundalinifeuer in sich haben. Der Mensch wird dann durchdrungen sein von einer besonderen Kraft, die in seinem Herzen leben wird, so daß er in der sechsten Wurzelrasse nicht mehr unterscheiden wird sein eigenes Wohl von dem Wohle der Gesamtheit. Der Mensch wird von dem Kundalinilicht so durchdrungen sein, daß er das Prinzip der Liebe als seine ureigenste Natur haben wird.